TEST: Saxx clubSOUND CLX 4 Kompaktlautsprecher + deepSOUND DS-12 Aktivsubwoofer – 2.1-Lautsprechersystem der Oberklasse

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Die noch relativ neue clubSOUND-Serie von Saxx bietet hervorragende Qualität und hochwertige Technik zum fairen Kaufpreis – dies haben wir zumindest beim Test des Regallautsprechers clubSOUND CLX 3 festgestellt, den wir vor einigen Wochen einem Test unterzogen haben. Nun folgt der besonders elegante, schmale 3-Wege-Lautsprecher clubSOUND CLX 4 mit geschlossenem Gehäuse, der ein bisschen wie ein hochgestellter Center aussieht, und daher auch in weiten Zügen dem clubSOUND-Center CLX 5 face entspricht. Aber wer denkt, man könne ja einfach den CLX 5 face hochkant stellen, der irrt. Denn dazu bräuchte man einen drehbaren Hochtöner. Als gleich das richtige Modell, den CLX 4, nehmen, den wir zusammen mit dem schon bestens bekannten aktiven Subwoofer deepSOUND DS-12 getestet haben. 

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Finish Note 1: Die clubSOUND CLX 4 überzeugt auch im Detail

Wie sieht es mit der Verarbeitung unserer Komponenten aus? Die CLX 4 können absolut überzeugen. Auch wenn Hochglanz-Finish zumindest etwas aus der Mode gekommen ist und daher viele Hersteller auch matten Schleiflack als Oberfläche einsetzen, so konstatieren wir Saxx gerne, dass die Güte der hochglänzenden Oberfläche, die auf ein massives MDF-Gehäuse sorgfältig aufgebracht wurde, hervorragend ist. Die Tiefenwirkung und die Reinheit geben keinen Anlass zur Beanstandung. Bis auf die preiswerteste Baureihe clearSOUND setzt Saxx überall auf Unibody-Gehäuse, also auch bei der größten Baureihe clubSOUND. Chassis, die ohne sichtbare Schrauben in die Schallwand eingelassen wurden, vervollständigen die edle Optik – hier braucht man kein (natürlich magnetisch haftendes) Gitter, auch mit sichtbaren Chassis wirken die CLX 4 äußerst elegant.

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Saxx-Schriftzug am Schutzgitter, Standfüße 

Unter dem Lautsprecher sind robuste Standfüße angebracht, und auch hinten herrscht dank besonders hochwertiger Schraub-Terminals in Bi-Wiring-Konfiguration. 

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Rückseite komplett

Wie sieht es auf dem Datenblatt aus? Die Dauerbelastbarkeit des CLX 4 liegt bei 120 und die maximale Belastbarkeit  bei 180 Watt. Der 3-Wege-Lautsprecher gibt Frequenzen zwischen 45 und 35.000 Hz wieder und verfügt über den identischen Bändchenhochtöner (3,3 x 2,6 cm) wie die anderen clubSOUND-Vertreter. Ein 16,5 cm Mitteltöner und ein 16.5 cm Tieftöner, jeweils mit Fiberglasmembran, sind noch verbaut.

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Hochton-Pegelsteller und enorm hochwertige LS-Anschlussterminals

Der 4-Ohm-Lautsprecher weist einen Wirkungsgrad von 85 dB auf und wiegt satte 14,7 kg. Er ist 540 mm hoch, 220 mm breit und 210 mm tief, die Tiefe steigt, verwendet man die magnetisch haftende Abdeckung, um 12 mm. Ein Hochton-Pegelsteller (-3/+2 dB) findet sich beim CLX 4 ebenfalls. 

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Tieftöner

Zu den Chassis. Sämtliche Chassis, mit denen die clubSOUND-Lautsprecher bestückt sind, sind von Grund auf neu entwickelt worden. Im Mittel- und Tieftonbereich setzt Saxx auf extrem leichte, aber gleichzeitig feste und stabile Fiberglasmembranen, die von sehr starken Magneten angetrieben werden. Saxx setzt außerdem auf hochwertige Aluminiumdruckgusskörbe.

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Hochtöner

Saxx bringt bereits in der coolSOUND-Serie einen Bändchen (AMT) Hochtöner zum Einsatz. Für die Hochtonwiedergabe der höherpreisigen clubSOUND-Baureihe wurde ebenfalls ein neuer, noch verzerrungsärmerer und präziserer AMT entwickelt, der Saxx „Xpand“ – einer der besten uns bekannten Hochtöner in bezahlbaren Preisklassen, das hat nachdrücklich der Test der CLX 3 unter Beweis gestellt. 

Wir wiederholen es immer wieder: Die besten Chassis nutzen nichts, wenn nicht auch die Frequenzweiche entsprechend durchdacht konstruiert und hochwertig bestückt ist. Das ist den Technikern von Saxx durchaus bekannt. Daher sind die Frequenzweichen nur mit hochwertigsten Folienkondensatoren, Luftspulen bzw. Kernspulen mit extrem verzerrungsarmen Trafoblechkernen bestückt. Auch bei der Innenverkabelung setzt man auf hochreine OFC-Kabel mit einem Durchmesser von 2,5mm². 

Wenden wir uns dem aktiven Subwoofer deepSOUND DS-12 zu. Schmale 439 EUR pro Stück ruft Saxx für den beinahe würfelförmigen tieffrequenten Aktivisten auf. 

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DS-12 geschlossen

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DS-12 offen

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DS-12 Rückseite

Der DS-12 ist für sich betrachtet auch hochwertig verarbeitet, wirkt allerdings nicht ganz so perfekt bis ins Detail wie unser Paar CLX 4. Unter dem aktiven Subwoofer sind silberfarbene Füße montiert. Das rückseitig eingelassene Paneel, auf dem auf der einen Seite die Anschlüsse und innen das Elektronik-Modul untergebracht ist, sitzt fest und gerade. 

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Einstellungen und Anschlüsse

Was die Anschlüsse angeht, so findet man einen LFE-Cinch-Mono-Eingang und einen Cinch-Stereoeingang. An Justage-Möglichleiten gibt es das übliche. Eine Automatikschaltung, umschaltbare Phase (0/180 Grad), stufenlos regelbare Übernahmefrequenz und stufenlos einstellbare Lautstärke. Eine Fernbedienung befindet sich nicht im Lieferumfang. 

Saxx-deepSound-DS12-Innenleben

Endstufen-Elektronik

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Tieftöner

Die eingebaute Class D-Endstufe mobilisiert 400 Watt Musikleistung und 240 Watt Dauerleistung. Über Performance-Mangel braucht sich bei diesen Werten niemand zu beklagen. Frequenzen von 25 Hz bis 270 Hz kann der Subwoofer darstellen. Der 30 cm Tieftöner besitzt eine Membran aus beschichtetem Papier. Der aktive Subwoofer besitzt im Sinne größtmöglicher akustischer Präzision ein geschlossenes Gehäuse und hat einen Cinch-Stereo-Eingang, ein Slot davon kann für den LFE Mono-Betrieb verwendet werden. Die Übernahmefrequenz ist von 40 bis 200 Hz einstellbar. Als Besonderheit findet sich ein USB-Terminal zur Spannungsversorgung externer Geräte (500 mAh). 32,2 Liter groß ist das Gehäuse, der Subwoofer ist 361 mm breit, 375 mm hoch und 360 mm tief. 

Klang

Die Saxx Komponenten werden mit einer Aufnahme von 2L Recordings von Marianne Thorsen und den Trondheim Solistene zu ersten Höchstleistungen aufgefordert. Als Beispiel dient das Violinkonzert no.4 in D-Dur (KV 218), das den Lautsprechern hohe Geschwindigkeit und exzellente Dynamik-Eigenschaften abfordert. Die Bühne erscheint von Beginn an recht weitläufig und räumlich. Dabei gelingt die lokale Zuordnung der Instrumente problemlos und begeistert auch audiophile Hörer in hohem Maße.

Die Violinen spielen frei und nicht zu zurückhaltend auf, dabei gefällt die gute Detaillierung im hochfrequenten Bereich. Ein leicht sanfter Einschlag fehlt, spitz und unangenehm werden sie aber auch bei hohem Pegel nicht. Der Subwoofer hält sich dezent im Hintergrund und greift nur sehr vereinzelt an Stellen ein, die von den CLX 4 Lautsprechern nicht ausreichend abgedeckt werden. Dabei agiert er flink und zieht sich genauso schnell wieder zurück, wie er erschienen ist.

Auch in ihrer Tiefe gefällt die Bühne und baut vor dem Zuhörer eine authentische, geschlossene Klangkulisse auf. Diese wirkt sehr glaubwürdig und ist nicht von auffallenden Lücken geplagt. Auch feindynamisch sind die Saxx Schallwandler gefällig und zeigen charakteristische Feinheiten der Instrumente gut auf. Selbst bei der Klaviersonate für zwei Pianos wird das typische Timbre gut dargeboten. Zwar fehlt der letzte Tick an Anschlagdynamik, dennoch rufen die Kompaktlautsprecher hier eine beachtliche Leistung ab. Problemlos ist die Unterscheidung der beiden Klaviere möglich und auch hier wird stets schnell und präzise agiert.

Wir vollziehen den Wechsel nach Australien und machen es uns in der ersten Reihe des Eagles-Konzerts der „Farewell Tour“ in Melbourne gemütlich. Kraftvoll und mit ordentlich Swing beginnen die ersten Takte von „Heartache Tonight“. Die Saxx Lautsprecher halten sich nicht zurück, ein Abflachen der Frequenzspitzen gibt es nicht: Der AMT-Xpand-Hochtöner übertreibt mit „glasklaren“ Höhen also nicht, sondern bietet hier wirklich eine ausgezeichnete Brillianz und ein sehr solides Detailvermögen. Ausgesprochen gut dabei ist, dass wir von den Höhen nicht unangenehm berührt sind oder direkt dazu verleitet werden, den Pegel um ein paar Dezibel zurückzunehmen. Der Frequenzbereich der Mitten und Höhen ist luftig und durchhörbar, trotzdem bleibt eine dichte Atmosphäre erhalten, die ein Mitreißen des Zuhörers erst richtig ermöglicht. Bei „Life in the Fast Lane“ wird es etwas nachdrücklicher und der Subwoofer ist mehr gefordert. Der deepSOUND lässt sich nicht zwei mal bitten und liefert punktgenau und mit sattem Punch. Bleibt aber sauber und greift nicht zu massiv ein, die Bühnenkulisse wirkt zu jedem Zeitpunkt balanciert und ausgewogen. Schwungvoll und mitreißend ist die Gesamtperformance, ohne eine gute Differenzierung und einzelne Details außer Acht zu lassen. Das gilt auch für das Intro und den gesamten Titel von „Hotel California“ – besonders die exzellente Darbietung des Stahlsaiten-Sounds ist hervorzuheben und auch die Stimmwiedergabe von Don Henley gefällt.

Im Filmbetrieb bedienen wir uns an John Wicks erstem Kapitel. Die Szene im Nachtclub, die mittlerweile als Referenz im Gun-Fu Bereich gelten kann, ist von vielen unterschiedlichen Sound-Effekten, knallharten Schusswechseln und einem schlagkräftigen Score des Londoner Duos „Kaleida“ geprägt. Die Saxx 2.1-Konfiguration ist dem Schauspiel absolut gewachsen und zeichnet eine großzügig dimensionierte und sehr räumliche Kulisse, die trotz fehlender Surround-Beschallung anspruchsvolle Zuhörer in das Geschehen gelungen einbettet. Die gefühlte atmosphärische Dichte bietet zwar noch etwas Potential, dennoch fühlt sich der Filmenthusiast nicht so, als würde sich alles nur vor ihm abspielen. Die exzellente Musikwiedergabe von „Think“ begeistert mit der charakteristischen Stimmwiedergabe von Christina Wood, die die sehr flott wiedergegebenen und sehr präzise erscheinenden Effekte begleitet. Die Schüsse hingegen klingen weder überdimensioniert wuchtig, noch zu schwach. Das kleine Kaliber wird mit entsprechendem Nachdruck an den Zuhörer transportiert, als beim „Think“ folgenden, härteren House-Track die Wände erzittern, präsentiert der deepSOUND Subwoofer auch im subsonischen Bereich gute Eigenschaften.

Auch bei unserem bewährten Klassiker, Christopher Nolans Batman-Movie „The Dark Knight“, machen die Saxx Lautsprecher stets eine gute Figur. Das pulsierende Bass-Fundament ist während des gesamten Bankraubs der verkleideten Schurken ein treuer Begleiter. Dennoch ist der Subwoofer in der Lage, einzelne Bass-Schläge, wie z.B. das Aufschießen des Fensters gleich zu Beginn oder großkalibrige Schüsse, mit dem erforderlichen Nachdruck und einer nachvollziehbaren Struktur zu versehen. Auch hier verstehen es die Schallwandler, den Filmfan mit in das Geschehen einzubeziehen und nicht alles frontal zu projizieren. Größere Boliden verpassen dem letzten Schuss aus William Fichtners Schrotflinte noch etwas mehr Punch, der Saxx Subwoofer bewegt hier aber trotz seiner Größe enorm viel Luft. Die Stimmwiedergabe der Schergen ist stets verständlich und kann auch problemlos den verschiedenen Protagonisten zugeordnet werden, obwohl die Masken einzelne Details verdecken.

Um mal eine andere Quelle als nur Blu-ray zu verwenden, wechseln wir zu Spotify und lassen uns mit der Variante Paul Kalkbrenners von Leonard Cohens „You want it darker“ beschallen. Sofort überzeugen die Lautsprecher mit einer sehr breiten und tiefen Bühne, die dem Zuhörer sofort das Gefühl gibt, in einer großen Halle zu sein und nicht zuhause auf der Couch. Die Bass-Schläge gelingen sehr voluminös und nachdrücklich – rund und schwammig wird hier aber nichts, die tiefen Frequenzen werden absolut sauber wiedergegeben und kommen präzise auf den Punkt. Die Stimme des kanadischen Multitalents gelingt ebenfalls sehr charakteristisch, mit leicht rauhem und sehr dunklem Einschlag, top. Die glasklaren Effekte runden die harmonische Gesamtkulisse nach oben hin ab. Auch hier müssen wir noch einmal betonen, dass die Saxx Lautsprecher einen sehr brilliante Höhen erzielen, ohne dabei unangenehm oder gar aggressiv zu werden. Und das gilt für einen Pegel, der für viele Hörer absolut im oder sogar über dem Grenzbereich liegt. Die Pegelfestigkeit an sich sollte auch noch einmal positiv herausgestellt werden. Zu keinem Zeitpunkt sind die CLX 4 und der deepSOUND Woofer überfordert, sondern bleiben stets souverän. Das ist bei der Kombination aus extremen Bässen und Elementen wie Snares und Clicks im oberen Bereich keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

Selbst den Härtetest mit dem Death Metal-Meilenstein „Into the Lungs of Hell“ von God Dethroned bestehen die Saxx Lautsprecher mit Bravour. Die unglaublich hohe Geschwindikeit von „Enemy of the State“, insbesondere des Doppelbasses, ist für den deepSOUND Woofer kein großes Problem. Auch bei hohen Pegeln hält er kompromisslos mit und versieht die donnernde Bass-Artillerie mit hohem Nachdruck und Struktur. Die Fähigkeit, die hohen Frequenzen sehr klar und detailliert aufzuzeigen, ohne aggressiv zu werden, sind bei diesem Genre von essentieller Bedeutung. Die Bühne kann ebenfalls wieder mit großzügiger Breite überzeugen und umhüllt den Zuhörer mit sehr guter Räumlichkeit. Gerade wenn sich die Kulisse öffnet, wie im ersten Drittel des nach dem Album benannten ersten Titels, erstrecken sich die akustischen Elemente weitläufig. Auch die rauhe, schon beinahe krächzende Stimme, wird exzellent wiedergegeben. Gegen Ende des Liedes ist eine hohe Geschwindigkeit des Subwoofer absolute Grundvoraussetzung, hier hinkt nichts hinterher: die ganze Kulisse ist sauber aufeinander abgestimmt und wirkt authentisch.

Konkurrenzvergleich

Dali Rubicon 2 Front Seitlich3

Dali Rubicon 2

  • Die Dali Rubicon 2 ist ein äußerst edler Regallautsprecher – zwei Stück liegen preislich rund 200 EUR unter der clubSOUND-Kombination. Sehr gute Durchhörbarkeit im Hochtonbereich, gewürzt mit viel Brillanz, und ein straffer Bass sind zu erwähnen. Im Gegensatz zu anderen Dali-Boxen erscheint die Rubicon 2 im Hochtonbereich relativ dominant, was aber mancher Anwender durchaus schätzt. Im Bassbereich, besonders bei der Filmtonwiedergabe, merkt man natürlich, dass das saxx-Set dank separatem aktivem Subwoofer mehr leistet.

Dali Opticon LCR Front Seitlich2

Opticon LCR

Dali Sub E-9 Front Seitlich1

Dali E-9F

  • Doch auch bei Dali kann man sich, praktisch zum gleichen Preis, ein herausragendes 2.1-Set kaufen, so z.B. die Opticon LCR für 649 EUR Stückpreis und dazu den Subwoofer E-9F für 519 EUR. Damit kommt man auf einen sogar etwas günstigeren Preis als beim Saxx-Set. Allerdings wirkt das Saxx-Ensemble wuchtiger, dichter im Klangbild, was auch überhaupt kein Wunder ist: Die Hightech-Boxen Opticon LCR sind extrem kompakt und perfekt auch für die Wandmontage. Im Hochtonbereich ist gegen die Dali dank des ausgefuchsten Hybrid-Hochtöner-Moduls (Bändchen für die höchsten Frequenzen und Kalotte für die perfekte Ankopplung an den Mitteltonbereich) kaum ein Kraut gewachsen: Dieser exzellente Übergang zwischen Mittel- und Hochtonbereich, verbunden mit brillantem Auflösungsvermögen, erreicht kaum jemand sonst. Der Saxx-Hochtöner kommt der Performance allerdings wirklich nahe. 

Nubert nuVero 70 Gruppenbild2

nuVero 70 – Meister ihres Fachs

  • Mit 1.135 EUR pro Stück ist die Nubert nuVero 70 spürbar teurer als die CLX 4. Allerdings auch noch größer und noch weniger auf einen zusätzlichen aktiven Subwoofer angewiesen. Das ist auch gut so, denn außer dem gigantischen nuVero 17 für 1.570 EUR gibt es derzeit keinen anderen nuVero-Subwoofer. Wer also nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, nimmt entweder die nuVero 70 als 2.0-Set oder aber er ersteht z.B. einen optisch etwas anders aussehenden nuLine AW-1100 für 963 EUR dazu. Der nuLine AW-600 für 585 EUR ist fast schon zu kompakt, um herausstechen zu können in einer Zusammenarbeit mit den brillanten nuVero 70. Und die nuVero 70, die übrigens auch als Center dienen kann, ist mit das Beste, was es gibt: Neutral, dynamisch, extrem hoch belastbar. Doch Nubert verfügt mittlerweile über einen jahrzehntelange Erfahrung im Bau bester Lautsprecher. da verwundert es uns zutiefst, wie gut die Saxx-Boxen, gerade die clubSOUND-Serie, schon nach so kurzer Zeit geworden sind – im Hochtonbereich wirkt der Saxx AMT-Hochtöner sogar mindestens ebenso geschmeidig und klingt besonders homogen. 

Teufel Definion 5S Gruppenbild3

Definion 5S

  • 1.999,99 EUR kostet ein Pärchen Teufel Definion 5S. Zwei enorm große, aber auch sehr schicke Regallautsprecher – man muss nur das Bicolor-Design mögen, sonst wird es leider nichts aus einer langjährigen tiefen Freundschaft. Mit Flachmembranen und Koaxial-Chassis demonstrieren die im Bassbereich exzellenten (wer braucht da noch einen aktiven Subwoofer) Berliner Freudespender High-Tech. Doch, was die Mischung aus Harmonie und feiner Auflösung im Hochtonbereich angeht, da haben die Definion 5S ihren Meister in den Saxx CLX 4 gefunden. Der Saxx-eigene AMT-Hochtöner ist einfach so gut gelungen, da kann man nur Lob zollen. Und die Verarbeitung der clubSOUND-Boxen ist im Detail nochmals liebevoller. 
Fazit

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Saxx ist mittlerweile deutlich mehr als ein Geheimtipp. Mit der clubSOUND-Baureihe attackieren die cleveren Niedersachsen noch unverhohlener als zuvor das Establishment. Beste Verarbeitung trifft auf hochklassige Technik, das Ganze zu einem fairen Kaufpreis – was möchte man mehr. Kraftvoll, angenehm, dynamisch, und für jeden Musikstil zu haben: Es bleibt wirklich kaum ein Wunsch offen, wenn man das 2.1 Ensemble, bestehend aus CLX 4 und deepSOUND DS-12 Subwoofer, ins Haus holt. Wer kein komplettes Mehrkanal-Setup benötigt, kann mit den erstklassigen Saxx-Speakern auch bei der Filmtonwiedergabe viel Freude haben. Homogenität, Klarheit und Basskraft sind, bezogen auf die Preisklasse, über jeden Zweifel erhaben. 

Hochklassiges 2.1-Ensemble für gut 2.000 EUR, das dem Establishment einen gehörigen Schecken einjagt 
preisklassenreferenz
2.1-Systeme bis 3.000 EUR
Test 02. Dezember 2017

 

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 02. Dezember 2017




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