TEST: Orion UHD-TV CLB48B4800S – Preiswerter, hochwertiger Ultra-HD-TV für den Alltag?

Orion CLB48B4800S Front Seitlich5

Für Marktpreise ab ca. 700 EUR kann man schon einen optisch attraktiven Ultra HD-Fernseher erwerben: Den Orion CLB48B4800S  im 48 Zoll-Format (entspricht ca. 121 cm Bildschirmdiagonale) gibt es für eben diesen Betrag. Optisch ein fraglos formschöner, solide verarbeiteter Fernseher mit schickem Standfuß-Design. Der Rahmen des TVs besteht aus echtem Aluminium, selten anzutreffen in so günstigen Preisklassen. Die Fernbedienung im konventionellen Layout bietet durchschnittliche Qualität, durch die teils recht kleinen Beschriftungen wird die Bedienung etwas erschwert. Eine Beleuchtungsmöglichkeit fehlt, auch die wichtigsten Tasten sind nicht beleuchtet. Das Navigationskreuz ist zentral und somit griffgünstig untergebracht. 

Orion CLB48B4800S Verarbeitung2

Top-Qualität für kleines Geld: Rahmen aus echtem Aluminium, gut verarbeitet

Orion CLB48B4800S Verarbeitung5

Hier erkennt das geschulte Auge gleich – echtes Metall und kein „Fake“

Orion CLB48B4800S Standfuss Rueckseite

Standfuß von hinten

Orion CLB48B4800S Standfuss Front

Standfuß von vorn

Orion CLB48B4800S Fernbedienung2

 Mitgelieferte Fernbedienung im klassischen Layout

Orion hat es sich zum Ziel gesetzt, einfach zu handhabende Geräte für den Alltag zu bauen, die fürs Fernsehen und das Betrachten von DVDs oder Blu-rays ausgelegt sind. Daher verzichtet der Hersteller bewusst auf Netzwerkfunktionen und Smart TV-Funktionalität. Wenn man Studien betrachtet, die untersuchen, wieviele Haushalte in der Praxis die umfangreichen Smart TV-Funktionen der aufwändigen Plattformen nutzen, ist man geneigt, zu glauben, dass Orion durchaus richtig liegt mit einem anderen Konzept. An Bord ist ein DVB-T/DVB-C/DVB-S2-Tuner, ebenfalls gibt es einen CI+ Slot und eine 400 Hz Frame Interpolation. Das entspiegelte Display, das der Orion mitbringt, erweist sich im Alltag, gerade bei externem Lichteinfall, als wahre Wohltat. Der Edge LED Backlight-TV verbraucht relativ wenig Strom, Lohn ist die Einstufung in die Energieeffizienzklasse A. Audioseitig wird, zumindest dem Datenblatt nach, nicht übermäßig viel geboten. Verschiedene Audio-DSPs sind an Bord, ebenso eine virtuelle Surroundfunktion und eine automatische Lautstärkeregelung. 

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HDMI 4 für 2.160p/60

Orion CLB48B4800S Anschluesse Rueckseite4

HDMI 1 mit ARC

Orion CLB48B4800S Bedienelemente Rueckseite

 Bedienelemente am TV 

Der Orion-TV verfügt leider nicht über HDCP 2.2, den aktuellen Kopierschutz der UHD-Ära. Über den HDMI-Input Nummer vier kann man zwar 2.160p/60 Signale in den TV schleusen, die weiteren drei HDMI-Eingänge sind nur für 2.160p/30 ausgelegt. Immerhin ist ARC (Audio Return Channel) mit dabei. Es fehlen Decoder für H.264 und H.265. Zwei USB-Anschlüsse sind noch vorhanden, ein Mini-Composite-Video-Eingang ist überdies vorhanden – Scartadapter sowie Adapterkabel sind im Lieferumfang enthalten. Neben den Antennenbuchsen findet sich noch ein optischer Digitalausgang im Anschluss-Sortiment, den CI+ Slot haben wir bereits erwähnt. 

Die Menüs sind optisch recht attraktiv und überdies leicht verständlich. Rasch ist die Erstinstallation erledigt und der Fernseher ist betriebsbereit. 

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Sprache, Land und Energiemodus werden festgelegt

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Tuner-Setup

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 Leicht verständliches Hauptmenü mit großen Symbolen

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Programmvorschau, recht schlicht gehalten

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Menü beim Anschluss eines USB-Sticks

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Menü „Einstellung“

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Nach Drücken der „Source“ Taste auf der Fernbedienung erscheint dieses Menü der Eingangsquellen

Orion CLB48B4800S Screenshot 8

 Sendersuche: Optionen

Insgesamt also präsentiert sich der Orion-Fernseher als praxisgerecht ausgestatteter TV für den alltäglichen Gebrauch, schade ist nur, dass Decoder für H.264 und H.265 fehlen. 

Bild

Beginnen wir mit dem Display Basic Check. Vor der Begutachtung der Testbilder und den folgenden Messungen wählen wir beim Orion TV ein passendes Bildfeld aus. „Dynamisch“, „Standard“, „Mild“ und „Persönlich“ stehen hier zur Auswahl. Wir sind uns allerdings nicht ganz sicher, ob man hier eine richtige Wahl treffen kann, alle Modi wirken bezüglich ihrer Farbtemperatur zu kalt. „Persönlich“ und „Mild“ sind in der engeren Auswahl, letztendlich entscheiden wir uns aufgrund einem besseren Kontrasteindruck für „Persönlich“. Die Farbtemperatur ist bereits auf „Warm“ eingestellt, wenngleich sie einen eher kühlen Eindruck macht.

Beim ersten Testbild erkennen wir, dass Overscan noch aktiv ist. Dieses Problem ist aber schnell gelöst, in den Bildeinstellungen im Menü unter Bildformat wechselt man von 16:9 auf den etwas kryptischen Wert „scanne“, dann erhält man eine pixelgenaue Darstellung.
Die Helligkeit ist prinzipiell beim Wert 50 standardmäßig gut eingestellt und sollte nicht erhöht werden. Allerdings ist die Ausleuchtung des Orions nicht perfekt, so dass Teile der einzelnen Balken beim „Black Level Test Pattern“ untergehen. Eklatante Hotspots treten zwar nicht auf, die Ecken des TV-Gerätes sind aber schon etwas heller als die übrige Umgebung. Der Kontrast ist ebenfalls in Ordnung, IRE 234 – also 1 Step vor Überweiß – ist schon nicht mehr ganz klar vom Hintergrund zu differenzieren. Bei Änderung des Kontrastwertes greift man allerdings negativ in die unteren Helligkeitsbereiche ein. Die Schärfe belassen wir ebenfalls zunächst in der Grundeinstellung, das Testbild zeigt hier keine störenden Doppelkonturen bzw. Ringing.

farbtemperatur

Das Bild ist durchweg etwas zu kalt

gammakurve

Gutes Gamma, aber nicht perfekt

gammapunkt

Der Gamma-Punkt zeigt die vorhandenen Schwächen

gamut_luminance

Gamut Luminance in Ordnung – Potential ist noch vorhanden

gamut_weisspunkt

Voll befriedigende Ergebnisse bei der Darstellung des Farbraums und bei der Treffsicherheit beim Weißpunkt

rgb_balance

RGB-Balance nicht perfekt

uebersicht1

Übersicht 1

uebersicht2

Übersicht 2

uebersicht3

 Übersicht 3

Der Orion bietet eine solide Darstellung des konventionellen rec.709 HD-Farbraums. Besonders bei den Primärfarben gibt es nichts zu kritisieren, die Sekundärfarben Magenta und Cyan liegen aber etwas abseits, Cyan gar außerhalb des vorgesehenen Toleranzbereiches. Bei der Farbhelligkeit ist zu erkennen, dass alle Farben etwas zu hell sind, bei den Sekundärfarben (hier wichtig) ist die Abweichung aber nur gering. Sehr gute Ergebnisse liegen auch bei Gamma vor, der perfekte Wert von 2,35 wird aber nicht ganz erreicht. Wie wir uns bereits dachten, ist die Farbtemperatur des Orion TVs etwas zu kühl, die Überrepräsentation von Blau und Grün der RGB Balance macht sich bemerkbar.

Welche Einstellmöglichkeiten bietet der Video-EQ des TVs?

Orion CLB48B4800S Screenshot 4

Video-EQ, Teil 1

Orion CLB48B4800S Screenshot 5

Video-EQ, Teil 2 

Zunächst müssen wir ein weiteres Mal die klare und schicke Menügestaltung loben. Schnell ist der Einstellpunkt „Bild“ gefunden und wir können uns zunächst dem Parameter „Bildeinstellung“ hingeben. Hier finden sich die Programme (oben bereits erwähnt) „Persönlich“, „Standard“, „Dynamisch“ und „Mild“. Es folgen Regler für bekannte Parameter: Kontrast, Helligkeit, Sättigung und Schärfe. Gut gefällt uns, dass die Regler recht gut zu dosieren sind. Feinfühlige Anpassungen sind somit problemlos möglich. Weniger positiv zu bewerten ist, dass der Kontrast- und nicht der Helligkeitsregler an erster Stelle steht.

Wenden wir uns den weiteren Parametern zu. Die Farbtemperatur lässt sich in nur drei Stufen (Kalt, Standard, Warm) einstellen, das ist relativ grob. Anschließend lässt sich das Bildformat anpassen. Es gibt dann noch vier weitere Möglichkeiten zur Justage? Eine allgemeine Rauschunterdrückungsschaltung, die entweder an oder aus ist, eine „Dynamic CR“ Schaltung (an oder aus), „Face Color“ (für eine optimale Darstellung von Hauttönen, einstellbar) und „MoCom“, was für „Motion Compensation“ oder auch die eingebaute 400 Hz Zwischenbildberechnung steht.

Schauen wir nun, welche Bildgüte der eingebaute TV-Tuner in den Betriebsarten DVB-S2 und DVB-C offeriert. Hierzu schauen wir uns öffentlich-rechtliche Sender in 720p und einige Sender in 576i (SD) an. ZDF HD in 720p sieht richtig gut aus, wenngleich die Farbsättigung selbst im Modus „Mild“ etwas zu progressiv erscheint. Die Bildschärfe geht völlig in Ordnung, der Kontrast ebenfalls. Von der Tunereinheit herrührendes Rauschen kommt vor, aber in vertretbarem Umfang und keinesfalls enorm störend. Das gilt auch für Artefaktebildungen. Die Zwischenbildberechnung arbeitet ordentlich, Bewegungen werden recht flüssig und ohne große Schärfeverluste dargestellt. Sicherlich geht hier qualitativ noch deutlich mehr, bedenkt man aber die Preisliga, in der der Orion zu Hause ist, kann man das Ergebnis nicht ernsthaft kritisieren. Gut, aber nicht perfekt, ist der horizontale Blickwinkel, wer sehr schräg vor dem TV sitzt, muss sich mit Helligkeitsverlusten und Farbverfälschungen auseinander setzen. Mehrere Personen, wenn es der Winkel nicht zu ungünstig wird, können aber ohne Schwierigkeiten das TV-Programm in ansehnlicher Qualität verfolgen.

Der Orion-TV präsentiert feine Bilddetails ordentlich, hier kann man ebenfalls mit der Arbeit des preiswerten Ultra HD-Fernsehers zufrieden sein. Das Upscaling von 720p auf 2160p erfolgt in ebenfalls tadelloser Qualität, scalingbedingtes Rauschen findet sich nur in geringem Umfang. Da fällt das leichte Grundrauschen des Panels eher auf. Sieht man aus etwas Entfernung aber Personen und deren Gesichter, dann fällt eine etwas grobe Staffelung der Hautfarben auf. Bei Nahaufnahmen von Gesichtern schlägt sich der Orion hingegen sehr gut. 576i-Sender sind aus etwas Distanz durchaus zu ertragen, aber kein echter Genuss. Das Bild ist nicht besonders scharf und rauscht sichtbar. Hier sind andere TVs, gerade günstiger Preisklassen, auch nicht besser unterwegs. Beeindruckend ist, wie gut mancher teure Hightech-TV SD-Sender präsentiert, aber hier bewegen wir uns dann in ganz anderen Preisklassen.

Wenn man doch einmal noch eine DVD aus der Sammlung schauen möchte, wie schlägt sich der CLB48B4800S dann beim Upscaling von 576p auf 2.160p? „Star Wars Episode 3“, der Filbeginn wird von uns begutachtet. Und der CLB48B4800S überzeugt uns nahezu ohne Abstriche. Die Star Wars-typische gelbe Laufschrift wird mit authentischer Farbgebung präsentiert, nur minimal flimmern ab und zu die Kanten der Lettern. Der Lauf der Schrift ist ruhig, erst in den hinteren Bildebenen sind zwei Dinge festzustellen: Zum einen Wellenbewegungen innerhalb der Schrift, zum anderen das Ausbleichen der Ränder der einzelnen Buchstaben. Als dann der republikanische Sternzerstörer durchs Bild donnert, überzeugen uns Gesamtbildschärfe, Detailschärfe und Farbtreue. Auch am Kontrast gibt es nichts auszusetzen, wie der im Schatten liegende Flügel des gigantischen Raumschiffs zeigt.

Als Obi-Wan und Anakin mit ihren Raumjägern dicht über die Oberfläche des Sternzerstörers fliegen und kurz darauf steil nach unten in Richtung Planetenoberfläche „abbiegen“, beweist der Orion-TV weitere Qualitäten. Die nach links aus dem Bild driftende Kommandobrücke des Sternzerstörers wird detailreich und scharf wiedergegeben. Während der Raumschlacht stört nur ab und zu leichtes Kantenflimmern, ansonsten – Hut ab! Die Explosionen sind farblich akkurat durchgestuft, als sich Anakin und Obi-Wan im Kommandoschiff von General Grievous befinden, kommen Einzelheiten wie z.B. die Oberfläche des Bodens, oder Details an den Kampfdroiden gut heraus. Hier schafft der Orion ein vergleichbares Niveau, wie wir es bei zum Teil teureren Main-Brands kennen.

Das sehr geringe Scalingrauschen fällt auf, wenn z.B. große einfarbige Flächen wie die grauen Wände im Inneren des Kommandoschiffs präsentiert werden. Leider ist ein leichtes Grundrauschen des Panels festzustellen. Hautfarben stellt der CLB48B4800S, wie die Gesichter der Hauptakteure Obi-Wan und Anakin beweisen, sauber dar. Erfreulicherweise zeigt das Panel des TVs keine störenden Farbstiche. Wir warnen hier aber vor Verallgemeinerungen, wie wir aus anderen Tests her wissen, kann die Farbreinheit des Panels von Gerät zu Gerät, das gilt für alle Hersteller, variieren, auch wenn es absolut das gleiche Modell mit der gleichen Bezeichnung ist.

Kann uns der Orion-Fernseher auch überzeugen, wenn Blu-rays in 1.080p/24 auf die native Panelauflösung hochgerechnet werden? Wir haben die „Samsara“ Blu-ray eingelegt und beginnen mit dem ersten Kapitel, als üppig geschminkte und prächtig gewandete Mädchen bei einem traditionellen Tanz gezeigt werden. Das Quellmaterial ist hochwertig, daher ist es gut geeignet, um herauszufinden, zu welchen Leistungen unser Testgerät im Stande ist. Die tanzenden Mädchen in Peking/China werden in sehr guter Schärfe und in guter Plastizität auf den Bildschirm gebracht. Der Glanz in den Augen wird realistisch wiedergegeben, die leicht pudrige Oberfläche der geschminkten Haut im Gesicht ebenfalls. Details der prächtigen Gewänder wirken authentisch, die Farbgebung ist, wie wir auch schon im Display Basic Check festgestellt haben, etwas zu kalt, was sich in der täglichen Praxis aber nicht allzu gravierend auf den Sehgenuss auswirkt.

Die Aschewolken und die Lava beim Vulkanausbruch im zweiten Kapitel werden vom CLB48B4800S ausgezeichnet präsentiert. Die Plastizität der Aschewolken kann überzeugen, ebenso die Intensität der glühenden Lava. Der Schwarzwert des TVs ist gut, wenn auch nicht sensationell. Das Differenzierungsvermögen nimmt in dunklen Bildteilen etwas ab, aber nicht in gravierendem Maß. Dieses Phänomen haben wir bei teureren Konkurrenz-Fernsehern schon in weitaus stärker sichtbarer Form beobachtet.

Dann, im dritten Kapitel, sind Tempelanlagen (Bagan, Myanmar) inmitten grüner Natur sichtbar. Bei diesen Panoramaaufnahmen zeigen die meisten TVs leichte Schwächen, so auch der Orion. Die Grashalme der Wiesen sind nicht besonders gut zu differenzieren, überdies hat das Grün einen leichten Neon-Einschlag. Die Bildruhe ist recht gut und gibt keinen Grund zu Beanstandungen. Der Dunst/Nebel, der über der Landschaft liegt, wird prima dargestellt. Ab und zu schleichen sich leichte Bildruckler und etwas Flimmern an den Rändern der Bauwerke ein.

Die Dünen der Wüste im fünften Kapitel (Mount Nemrut National Park, Adiyaman, Türkei) kommen, auch farblich, sehr gelungen heraus. Ab und zu sieht man leichtes Rauschen, das aber vom Panel und nicht vom Upscaling her kommt. Die steinernen Köpfe mit all ihren Rissen werden plastisch und mit tadelloser Bildruhe gezeigt. Die Wüste in der angehenden Nacht zeigt noch guten Kontrast, Gesamtbildschärfe sowie Detailtreue können überzeugen.

Im siebten Kapitel wird der weltberühmte Spiegelsaal des Schlosses Versailles gezeigt. Und auch hier schlägt sich unser Testkandidat wieder richtig gut: Gesamtbildschärfe, Detailschärfe und Bildruhe sind tadellos, bis auf die etwas zu kalten Farben gibt es keine ernsthaften Beanstandungen. Die Maserung im Marmor der Wände wirkt authentisch, Einzelheiten der wertvollen Kristallleuchter kommen gut heraus. Die prächtige Decke mit den Gemälden erscheint ebenfalls realistisch. Selbst kleinere Kontrastdifferenzen arbeitet der Orion-Fernseher brauchbar heraus.

Was die Wiedergabequalitäten angeht, wenn man natives UHD-Material darstellen möchte: Hier haben wir gleich zu Beginn Kritik anzubringen, denn unser 4K-Bewegtbildmaterial (H.-264) des UHD-Showcase von Florian Friedrich gibt der TV beim Anschluss des USB-Sticks nicht wieder. Das ist leider bedauerlich. Als wechseln wir zu den qualitativ hervorragenden 4K-Still Images von Burosch – hier haben wir Panoramaaufnahmen von den Dächern von Dubrovnik, der griechischen Insel Santorini (hier agiert der Orion recht gekonnt, mit gutem Kontrast und ordentlicher Detailtreue – sieht man an den Menschen an den Tischen der Restaurants) und von Portofino in Westitalien.

Die Oberfläche, man sieht es bei den Häusern von Portofino, wirkt minimal „wie gemalt“ und nicht wie ein Foto. Der Glanz der Wasseroberfläche wird dafür gut dargestellt. Die kräftig gesättigten Farben kommen prima heraus. Der Orion-TV erbringt hier gute, aber nicht überdurchschnittliche Leistungen. Wir haben die Bilder schon schärfer und detailreicher sowie plastischer gesehen. Den großen Benefit, den die 4K-Auflösung bringt, stellt der Orion-Fernseher daher nur teilweise heraus. Für die Preisklasse kann man vielleicht darüber hinweg sehen, eine Unterstützung zumindest für H.264 wäre aber unbedingt wünschenswert.

Klang
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Ton-Einstelloptionen. Es gibt folgende Tonprofile: Standard, Musik, Film, Sport und Persönlich 

Orion CLB48B4800S Screenshot 7

Weitere Justagemöglichkeiten

Akustisch sind die Leistungen des Orion nicht überdurchschnittlich gut, aber auch nicht so schlecht, wie wir es von verschiedenen, gerade preisgünstigen Flatscreens her kennen. Die virtuelle Surroundfunktion erzeugt sogar etwas spürbare Räumlichkeit, und Stimmen sind stets klar verständlich. Es fehlt ein Klangprogramm oder eine Zusatzfunktion, welche die Stimmpräsenz verstärkt. Gerade die ältere Zielgruppe, die aufgrund der einfachen Bedienung mit diesem attraktiven Fernseher liebäugeln könnte, wird in manchen Fällen eine solche Funktion vermissen, mit der Stimmen unter allen Bedingungen noch besser verständlich sind. Die Pegelfestigkeit ist in Ordnung, Verzerrungen treten in größerem Maße nicht auf. Dass es kein echtes Bassfundament gibt, dürfte klar sein, im Hochtonbereich gibt sich der Orion eher zurückhaltend.

Fazit

Orion CLB48B4800S Front Seitlich2

Der Orion CLB48B4800S ist ein solide verarbeiteter, optisch attraktiver UHD-TV für den Fernsehalltag. Er lässt sich im Wesentlichen einfach bedienen, hat übersichtliche Menüs und bietet bei DVDs, Blu-rays und im TV-Betrieb tadellose visuelle Leistungen. Im Display Basic Check hat der Fernseher voll befriedigend abgeschnitten. Die Anschlussbestückung mit gleich vier HDMI-Terminals sammelt auf der einen Seite Punkte, auf der anderen Seite fehlt HDCP 2.2-Support. Leider unterstützt der Orion-TV weder H.264 noch H.265. 

Sauber verarbeiteter, preiswerter UHD-Fernseher mit tadellosen visuellen Eigenschaften
sehrgut
Ultra HD-TVs bis 50 Zoll
Test 04. Juli 2015

+ Sehr gutes Upscaling
+ Angenehme Gesamtbildschärfe
+ Guter Kontrast
+ Im Wesentlichen einfache Bedienung
+ Solide Verarbeitung und tadellose Materialqualität
+ 4 x HDMI
+ Fairer Kaufpreis

– Keine Decoder für H.264 und H.265
– Kein HDCP 2.2
– Farben etwas zu kalt

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 04. Juli 2015




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