TEST: Numan Two – 2.1 Internet-Radio mit CD-Laufwerk, WLAN, Bluetooth, USB und DAB+ Tuner

Numan Two Front Seitlich3

Für 369,99 EUR gibt es auf www.numanaudio.de das Numan Two 2.1 Internet-Radio mit CD-Laufwerk, USB-Anschluss, Bluetooth- und WiFi-Modul sowie DAB+ Tuner. Natürlich fehlt auch ein konventionelles analoges FM-Radio nicht. 30 Watt leistet der eingebaute Verstärker. Das Numan Two arbeitet nach dem Bassreflex-Prinzip, auf der Unterseite ist überdies ein Tieftöner für einen soliden Bassbereich untergebracht. Einfach gestaltet sich die Einbindung ins WLAN-Netzwerk. Alternativ findet sich auch eine RJ45 Ethernet-Buchse auf der Rückseite. Übrigens – ein Einrichtungsassistent hilft bei der Inbetriebnahme .

Numan Two Anschluesse

Anschlüsse

Hinten sind auch Netzschalter, Anschluss für den Netzstecker, USB-Buchse sowie Cinch Stereo Line-Out und AUX-In untergebracht. Das Numan Two unterstützt MP3, WMA, AAC und FLAC. 

Numan Two Display

Farbdisplay

Numan Two Rueckseite Seitlich2

Rückseite komplett

Numan Two Unterseite

Unterseite

Numan Two Standfuss

Standfuß im Detail

Numan Two Tieftoener

Tieftöner unten 

Highlight ist das vorne mittig untergebrachte, prima auflösende und recht scharf darstellende TFT-Farbdisplay, das in drei Stufen dimmbar ist. Es misst 7 cm in der Diagonale. 10 Senderspeicherplätze sind vorhanden. Das Menü gibt es in Englisch, Deutsch, Dänisch, Holländisch, Finnisch sowie Französisch. Zwei verschiedene Alarme kann man programmieren. Das Wecksignal kann mittels Signalton, DAB, UKW oder Internetradio erfolgen. Schlummerfunktion und Sleep-Timer sind ebenfalls Ausstattungsbestandteil. 4,8 kg wiegt das Numa Two, es ist 35 cm breit, 12,4 cm hoch und 21,5 cm tief.

Numan Two Disc Einschub

CD-Laufwerk als Slot-In

Numan Two Bassreflexoeffnung

Bassreflex-Öffnung auf der Rückseite

Wahlweise lieferbar ist es mit schwarzer, weißer oder walnussfarbener Umrandung. Die Verarbeitung ist insgesamt gut, mit nicht zu großen Spaltmaßen. Unter dem Gerät sind vier Standfüße für sicheren Halt. Ordentlich ist auch die Materialqualität, nur im Detail (Multifunktionselement aus recht einfachem Plastik) könnte man optimieren, denn mit knapp 370 EUR ist das Numan Two nicht besonders preiswert – wenngleich man viel fürs Geld bekommt, daran zweifeln wir nicht. 

Numan Two Bedienelemente Oberseite

Multifunktions-Bedienelement

 Oben auf dem Numa Two ist ein Multifunktionselement, in der Mitte davon ist ein Knopf, den man für die Hoch- oder Herunter-Regelung der Lautstärke dreht. Oben sind drei Funktionen auf dem Knopf integriert, je nach dem, wo man drückt, kann man sie einsetzen: On/Standby, Mute, Snooze. Die Bestätigung des gegebenen Befehls erfolgt mit lautem Klacken, das Druckgefühl ist nicht unbedingt erstklassig. Rund um den großen Drehknopf sind weitere Tasten gruppiert. Preset, Alarm, Sleep, Info, Tune (+/-) oder Titelsprung (+/-), Source, Play/Pause, Stop/Auswurf (bei CD-Betrieb), Menu/Back.

Numan Two Fernbedienung

Fernbedienung

Die Handhabung ist einfach, wahlweise kann man auch die mitgelieferte, gut verarbeitete Fernbedienung mit angenehm gummierten Tasten verwenden. Sehr gut ist, dass Numan auf eine billige Folienfernbedienung im Kreditkartenformat verzichtet hat. 

Klang

An Bord ist ein kleiner EQ mit verschiedenen Programmen: Normal, Flat, Jazz, Rock, Movie, Pop, Classic sowie News sind vorhanden. „Rock“ erweist sich als recht kraftvoll und nachdrücklich ausgelegt und macht durchaus Spaß. Bei hohem Pegel wird der Bass aber zu übertrieben und verzerrt leicht. Dann schaltet man besser auf den Modus „Normal“ zurück. An Bord auch die Möglichkeit, Bässe, Höhen sowie Loudness selbst regeln. 

Wir haben verschiedenste Quellen laufen lassen und starten mit Spotify Connect. Problemlos wird das Numan Two von der Spotify-App als mögliches Wiedergabegerät erkannt, und so können wir gleich durchstarten. Mit „Back Again“ von General Base haben wir ein Trance-Stück der 90er Jahre ausgewählt, das tadellos präsentiert wird. Die maximal erzielbaren Pegel sind überraschend hoch, so dass das Numan Two in kleineren Hörräumen bis rund 20 Quadratmeter sogar als vollwertiges Erstgerät durchgehen kann. Hübsch ist das Geräte-Display anzusehen, das auch den Cover des Albums anzeigt, und zwar scharf und in sehr erfreulicher Qualität. Mit straffem, kräftigem Bass und einer sehr guten Raumwirkung kann das Numan Two ebenfalls aufwarten – der Klang ist darüber hinaus angenehm und in sich schlüssig. Sehr gut klappt der Titelsprung in Spotify Connect, nie treten Verbindungsprobleme auf, was bei anderen Komponenten durchaus häufiger zu bemängeln ist. „Poison 2k11“ von General Base im THK Extended Mix überzeugt durch eine klare Gesamtwiedergabe und durch eine ordentliche Dynamik. Fade oder oberflächlich spielt das Numan Two keinesfalls. Es „verbiegt“ den Klang auch nicht unschön – selbst recht erfahrene Musik-Liebhaber können sich das Two daher ins Home Office oder ins Schlafzimmer stellen. Klar ersetzt es keine hochwertige Stereo-Anlage, aber für ein kompaktes multifunktionales Device werden wirklich ausgezeichnete akustische Leistungen erzielt. Sehr zuverlässig funktioniert übrigens die Lautstärkeregelung per Fernbedienung, sofort spricht das Gerät auf entsprechende Änderungs-Befehle an. 

Möchte man die Bluetooth-Kopplung vornehmen, sucht man eine entsprechende Taste auf der Fernbedienung vergeblich. Man muss ins „Main Menu“ und dort die Option „Bluetooth“ anwählen. Anschließend wird das Numan Two direkt erkannt, und die Kopplung erfolgt. „You Only Live Twice“ von Nancy Sinatra aus dem gleichnamigen 007-Film klingt recht homogen, eine enorm reichhaltige Detaillierung darf man bei einem derartigen Device natürlich nicht erwarten. Die Stimme löst sich aber recht gut vom Gerät und verteilt sich tadellos ausbalanciert im Hörraum. Auch „Live And Let Die“ kommt schwungvoll heraus, die Dynamiksprünge werden prima dargestellt. Räumliche Tiefe sowie räumliche Weite hinterlassen einen gelungenen Eindruck. „Don’t Be So Shy“ von Moti Special, Hit der 80er Jahre, macht richtig Spaß. Fundiert, mit Schwung, angenehm – das Numan Two zeigt auch hier, dass man das Retro-Radio für nahezu alle Musikstile verwenden kann. Selbst „Perfidia“ von Andrea Bocelli klingt keinesfalls oberflächlich, sondern bringt sogar einiges an Tiefgang mit. Andreas Stimme klingt zwar minimal belegt, löst sich aber recht überzeugend vom Gerät. Prima Räumlichkeit und eine gute Trennung der vokalen von den instrumentalen Elementen sind weitere Vorzüge.

Nun legen wir eine CD ins Laufwerk. Möchte man die Quelle wechseln, drückt man „Source“ am Gerät oder „SRC“ auf der Fernbedienung. Auf dem kleinen Screen werden dann die verschiedenen Eingänge angezeigt, mit den Cursortasten wechselt man dann. Sehr gut wird „Ain’t No Sunshine“ von Eva Cassidy wiedergegeben. Das Volumen auch im Bassbereich ist beachtlich, die Stimme wird gut aufgelöst – keine Kritik. Wieder tadellos: Die Räumlichkeit. Die instrumentalen Teile ohne Gesang werden ebenfalls ansprechend präsentiert. Hans Zimmers „Wheel Of Fortune“ wirkt ebenfalls nachdrücklich, lebendig und die vorderen musikalischen Ebenen differenziert das Numan Two sauber auseinander. Tadellos: Das Management der Dynamiksprünge. Das CD-Laufwerk reagiert zügig, wenn man z.B. von Titel 1 zu Titel 9 springt. Es läuft angenehm leise und wird auch während des Einlesevorgangs nicht laut. Sehr gut auch – flink wird die CD nach entsprechendem Befehl ausgeworfen. Das Slot-In-Laufwerk kann demnach praktisch ohne Abstriche, zumindest in unserem Testbetrieb, überzeugen. 

Der DAB+ Tuner sichert ebenfalls einen guten, voluminösen Klang. Stimmen sind sehr gut verständlich (BR-Klassik). Klassische Piano-Stücke werden prima wiedergegeben, auch im DAB+ Betrieb gibt es eine Coveranzeige. Klar, recht detailreich, mit ehrlichem Fundament: Auch für klassische Musik kann man das Numan Two sehr gut einsetzen. Auch Trance-Tracks auf radio Energy klingen richtig gut: Kräftig, mit einem relativ präzisem Bass, der aber  nicht unpassend die Stimme überlagert. (Arizona – I was Wrong, Robin Schulz Remix). Rhythmuswechsel kommen impulstreu heraus, verschiedene Effekte werden gut voneinander getrennt. 

Fazit

Numan Two Front Seitlich2

Ein echtes Universaltalent: Mit klarem, kräftigem Klang gibt das Numan Two jede Quelle und jeden Musikstil wieder. Durch die harmonische, homogene Auslegung ist es gleich, ob man Trance, Pop oder Klassik hört – das Numan Two kennt keinerlei Berührungsängste und ist überdies überraschend pegelfest. Das einfache Handling ist ein weiterer Vorteil des Devices aus Berlin. Die Verarbeitung ist gut und weist nur im Detail (Bedienelement oben wirkt etwas billig) leichte Schwächen aus. Fazit: Ein attraktiver, sehr flexibler Begleiter für den abwechslungsreichen Alltag. Spotify Connect, Internet Radio, CD-Laufwerk, USB-Anschluss, DAB+ Tuner – es ist alles an Bord, auch ein konventionelles FM-Radio (Analog) fehlt nicht.

Flexibel, klangstark, attraktiv und einfach zu handhabend – das Numa Two kann praktisch ohne Abstriche überzeugen
ueberragend
Internet-/DAB-Radios Oberklasse
Test 21. September 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 21. September 2016




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK