TEST: Humax Satelliten-Receiver HD Nano Eco – Top-Qualität in der Einstiegsklasse?

 

Humax HD NANO Eco Front Seitlich1

Nach wie vor erfreuen sich Satelliten-Receiver hoher Beliebtheit. Zwar haben von den neu verkauften TVs die meisten einen Triple-Tuner an Bord, der auch DVB-S2-Signale verarbeitet, aber noch lange nicht jeder sieht es ein, wegen dem Wunsch, Satelliten-Signale zu empfangen, gleich einen neuen Fernseher zu kaufen. Wer einen preislich fair kalkulierten, praxisgerecht ausgestatteten und dennoch hochwertigen Sat-Receiver sucht, kann den neuen Humax HD Nano Eco für 119 EUR (UVP) ins Auge fassen, der den Weg in unseren Testraum gefunden hat.

Gerät, Verarbeitung, Ausstattung, Anschlüsse

Humax HD NANO Eco Einschub HD Karte

HD+ Karte inklusive – im Wert von 60 EUR

Humax HD NANO Eco Bedienelement Front

Standby-Schalter

Humax HD NANO Eco Anschluesse Rueckseite

Rückseite mit LNB-Anschluss, HDMI, optischem Digitalausgang und Anschluss fürs externe Netzteil

Humax HD NANO Eco Rueckseite Seitlich

Kompakt und gut verarbeitet

  Humax fährt zum günstigen Kaufpreis mit nachdrücklichen Argumenten für das neue Gerät auf. Schon optisch weiß es zu überzeugen, im Vergleich zu anderen Einsteiger HD Sat-Receivern der Liga 50 bis 100 EUR ist er zwar teurer, aber auch schon optisch deutlich hochwertiger. Das gut verarbeitete Gehäuse hinterlässt einen tadellosen Eindruck. Die Frontblende ist in schwarzem Hochglanz gehalten und recht ordentlich eingepasst. Die Oberseite des Sat-Receivers besteht aus angerautem Kunststoff. Unter dem Gerät gobt es vier kleine Standfüße, die einen sicheren Stand des mit 160 mm Breite, 34 mm Höhe und 133 mm Tiefe sehr kompakten Sat-Receivers garantieren. 260 Gramm wiegt der HD Nano Eco, der leider nicht über ein Display am Gerät verfügt. 

Humax HD NANO Eco Fernbedienung

Fernbedienung

Qualität bietet auch die im Paket enthaltene Fernbedienung. Sie entspricht sogar der Güte, die Remotes offerieren, die guten Einsteiger-TV-Geräten von A-Brands wie Sony oder Panasonic beiliegen. Die Tasten sind angenehm gummiert und alle groß genug. Auch weniger versierten Anwendern gelingen so alle Bedienprozesse ohne Schwierigkeiten. 

Humax erweist sich auch als sehr spendabel, denn eine HD+ Karte für die kostenlose Nutzung von HD+ Sendern – Normalerweise kostet dieser Spaß 60 EUR – wird gleich mitgeliefert, was den eigentlichen Kaufpreis des schicken kleinen HD-Experten massiv sinken lässt. 

Humax HD NANO Eco USB Anschluss Seitlich

USB 2.0-Terminal für die Nutzung der PVR-Funktion

Die Vorzüge des HD Nano Eco sind damit noch nicht erschöpft. Den Namen „Eco“ trägt er nicht nur wegen seinem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis, sondern auch wegen des geringen Standby-Stromverbrauchs von weniger als 0,5 Watt. Ferner ist der HD Nano Eco Personal Video Recording (PVR) ready – was heißt, dass man mit einem entsprechend formatierten USB-Medium, das am Sat-Receiver angeschlossen ist, Aufnahmen anfertigen kann. 

Menü

Praktisch ist, dass einen kleinen Assistenten gibt, damit der HD Nano Eco zügig betriebsbereit ist. So finden sich auch weniger versierte Anwender sofort zurecht. 

Humax HD NANO Eco Screenshot 1

Ausgabeauflösungen von 576i, 576p, 720p, 1.080i, 1080p und die direkte Durchleitung des Originalformats sind möglich

Humax HD NANO Eco Screenshot 2

Optionen bei der Kanalsuche

Humax HD NANO Eco Screenshot 3

Kanalsuchlauf

Humax HD NANO Eco Screenshot 4

Ergebnis

Zusätzlich findet sich natürlich auch ein normales Menü, das jederzeit während des Betriebs durch Druck auf die blaue Menü-Taste auf der Fernbedienung aufgerufen werden kann.  

Humax HD NANO Eco Screenshot 5

Klar definierte Menüpunkte

Humax HD NANO Eco Screenshot 6

Senderlisten  

Humax HD NANO Eco Screenshot 7

Wenn man ein USB-Medium mit dem HD Nano Eco verbindet, kann man hier die Aufnahmen verwalten

Humax HD NANO Eco Screenshot 8

Benutzereinstellungen 

Humax HD NANO Eco Screenshot 9

Tonauswahl – beim digitalen Audio-Ausgang sind Stereo oder Dolby verfügbar 

Humax HD NANO Eco Screenshot 10

Über 60 öffentlich-rechtliche und private Sender in HD-Qualität empfangen und dank Electronic Program Guide (EPG) kann man auch gleich feststellen, was sich lohnt. An Anschlüssen sind HDMI sowie ein optischer Digitalausgang für die Verbindung beispielsweise mit einem AV-Receiver mit an Bord. Netzwerkfunktionen bringt der HD-Sat-Receiver nicht mit, wer diese wünscht, wählt ein anderes Modell aus dem reichhaltigen Humax-Produktportfolio. Der HD Nano Eco richtet sich klar an Anwender, die einen hochwertigen Sat-Receiver mit den wichtigen Grundfunktionen für den Alltag suchen. 

Bild

Bringt der HD Nano Eco denn ein brauchbares Bild zustande? Wir starten mit ARD in 720p – und gleich die ersten Minuten beweisen uns, was der HD Nano Eco kann: Ein dynamisches, lebendiges und farblich gefälliges Bild zu servieren. Rauschen ist zwar vorhanden, die Rauschneigung ist aber so gering, dass sie nur dann überhaupt auffällt, wenn man direkt vor dem TV sitzt. Hauttöne gibt der HD Nano Connect facettenreich wieder, der Glanz in den Augen von Akteuren und Akteurinnen, z.B. bei der geliebten Daily Soap (in unserem Falle „Rote Rosen“), wird glaubwürdig herausgearbeitet. Man sieht sogar einzelne Poren und Strukturen der Haut, ohne störende Artefaktebildung, wenn Gesichter in Großaufname gezeigt werden. Ab und zu ist minimales Ruckeln erkennbar, allerdings, wie auch bei den Rauchmustern, nur in sehr geringem Umfang. Leichte Treppenstufen an geschwungene oder diagonalen Objektkanten sind ebenfalls ab und zu zu sehen – im Vergleich zu nicht wenigen Tunern, die direkt ab Werk in TVs eingebaut sind, erzielt der HD Nano Connect hier beim Ersten Programm aber richtig gute Leistungen. 

„Volle Kanne Service täglich“ läuft parallel im ZDF, eine Live-Sendung, die andere Bildparameter hat als die eben erwähnte Daily Soap. Hier wechseln sich Stduio-Aufnahmen mit eingespielten Videosequenzen ab. Wie ist die Güte dieser Videosequenzen, welche die im Studio angesprochenen Themen vertiefen? Die Bildgüte des HD Nano Eco weiß auch hier zu überzeugen. Feine Muster und Strukturen, z.B. einen behaarten Männerarm oder die Oberfläche einer Rauhfasertapete, gehen dem Humax-Sat-Receiver leicht von der Hand. Gesichter werden fein nivelliert und lebendig, mit gefälliger, nicht übertriebener Farbsättigung wiederzugeben. Wir stellen fest, dass man einen richtig guten Fernseher braucht, um die visuellen Qualitäten des HD Nano Eco „ausleben“ zu können. Die Studioaufnahmen sind farblich satter, enorm dynamisch – aber auch hier übertreibt der HD Nano Eco nicht und trifft genau die richtige Balance: Ein scharfes, rauscharmes Bild mit sehr guter Detaillierung. 

Bei den in 720p vorliegenden Signalen der öffentlich-rechtlichen Sender übernimmt der Humax, wenn „1.080p“ als Ausgabeauflösung im Menü angewählt und aktiviert ist, das Upscaling von 720p auf 1.080p, was in absolut anstandsloser Qualität geschieht – nur wenig Scalingrauschen und eine hohe Detailtreue sprechen hier für den Humax HD Nano Eco, der in der Bildgüte seinen teureren „Geschwistern“ kaum nachsteht. 

Absolut problemlos funktioniert die Aktivierung der beiliegenden HD+ Karte, die einfach in den Slot gesteckt wird. Schon nach rund 1 Minute kann man dann die Privatsender in 1.080i anschauen. Farblich recht intensiv, richtig scharf und enorm rauscharm kommt das Sat 1 Frühstücksfernsehen zur Geltung. Auch hier wechseln sich Studioaufnahmen mit Clips ab, die zu bestimmten Themen produziert wurdeen. Diese Clips sehen in 1.080i ausgezeichnet aus, farbecht, mit sehr gutem Kontrastverhältnis und mit nur sehr geringer Rauschneigung. Ältere TVs mit Panels, die zu mehr Rauschen neigen und zudem farbstichtig sind, können die vom HD Nano Eco offerierte Bildqualität nicht voll zur Geltung bringen – dafür aber gibt es ganz andere, weitere Nutzungsmöglichkeiten: Nicht wenige Einsteiger-TVs mit Triple-Tuner haben einfache, billige Tunereinheiten an Bord, die dem Niveau nicht gerecht werden, was Panel und interne Bildsignalverarbeitung sonst leisten könnten. Hier hilft der preiswerte Humax-Receiver aus. Eine günstige und lohnende Zusatz-Investition, die ein manchmal sogar deutlich besseres, weil schärferes, rauschärmeres Bild sicherstellt. 

„How I Meet Your Mother“ läuft in Pro 7 HD, auch hier ein 1.080i-Signal. Nicht so scharf wie das Sat 1 Frühstücksfernsehen, aber trotzdem in guter Qualität: Wenig Rauschen und echte Farben, prima Kontrast. Nur in dunkleren Sequenzen mischt sich mehr Rauschen bei. Das Bild ist ruhig und stabil.

Bei den 1.080i Sendungen übernimmt der Humax das De-Interlacing, wenn man ihn auf die mögliche 1.080p Signalausgabe einstellt. Dass er dies so gut hinbekommt, verdient höchsten Respekt, es kommt nur zu geringer Treppenstufenbildung an geschwungenen oder diagonalen Objekten und zudem ist der Bildstand solide. 

Selbst SD-Sender in 576i (SR Fernsehen) werden in brauchbare Bildgüte dargestellt. Sicher nehmen Schärfe und Detailtreue deutlich ab, und parallel das Rauschen zu, aber mit gut getroffenen Farben und im Vergleich zu manchem Konkurrenzprodukt vertretbaren Bildrauschen sammelt der HD Nano Eco trotzdem weiter Punkte. Das gesamte Bild erscheint recht angenehm und homogen. 

Fazit

Humax HD NANO Eco Front Seitlich3

Der Humax HD Nano Connect ist ein äußerst kompaktes und gut verarbeitetes Gerät, dem eine einfach zu handhabende und aus qualitativer Sicht überzeugende Fernbedienung beiliegt. Die Ausstattung des recht günstigen Sat-Receivers ist praxisgerecht, eine PVR-Funktion ist integriert, der Electronic Program Guide (EPG) funktioniert anstandslos und lädt zügig. Mit hervorragender Bildqualität in 720p und in 1.080p kann der HD-Receiver ebenso aufwarten wie mit einer im Preis von 119 EUR enthaltenen HD+ Karte im Wert von 60 EUR. Kritikpunkt: Kein Gerätedisplay vorhanden. 

Mit hervorragendem Bild und hoher Betriebssicherheit tut sich der preiswerte Humax HD Nano Eco hervor
ueberragend
HD-Sat-Receiver bis 150 EUR
Test 18. November 2014

+ Kompakt und gut verarbeitet
+ Einfache Einrichtung
+ Hervorragendes  Bild in 1.080i und 720p
+ PVR-Funktion
+ HD+ Karte im Wert von 60 EUR im Lieferumfang enthalten
+ Sehr gute Fernbedienung

– Kein Display am Gerät
– Keine Netzwerkfunktionen

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. November 2014

 

 




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