TEST: Grundig 48-Zoll-TV City-Line Atlanta 48 CLX 8586 SP – UHD-Power aus Nürnberg für den Fachhandel?

Grundig 48CLX8586SP Front Seitlich2

UHD-Power aus Nürnberg: Wer einen voll ausgestatteten 48-Zöller, unter anderem mit Doppeltuner für DVB-C/DVB-T2/DVB-S2, 1.000 Hz Picture Perfektion Rate Frame Interpolation, aktivem 3D und HDMI 2.0 sucht, kann für 1.199 EUR den Atlanta 48 CLX 8586 SP UHD-TV aus der Grundig City-Line im Fachhandel kaufen. Optisch vertritt der 48 CLX 8586 SP klassische Linien. Der perfekt zum TV passende Fuß ist aus Aluminium gefertigt, während der schmale Rahmen aus Kunststoff besteht.

Grundig 48CLX8586SP Standfuss

Aluminium-Standfuß

Grundig 48CLX8586SP Verarbeitung

Schmaler Rahmen aus Kunststoff

Grundig 48CLX8586SP Rueckseite Seitlich2

Rückseite

Unten ist das Lautsprechersystem in einen Riegel aus Aluminium eingepasst, dahinter allerdings ist recht einfacher Kunststoff. Der Übergang vom Aluminium zum Kunststoff ist hinsichtlich des Spaltmaßes nicht ganz perfekt gelungen. Die Rückseite des Grundig ist aus angerautem, silberfarbenen Kunststoff. Im Lieferumfang des Smart-TVs enthalten sind zwei Fernbedienungen. Eine ultrakompakte Mini-Remote in Weiß, und eine vollwertige, klassische Tastenfernbedienung liegen ebenso bei wie zwei aktive 3D-Shutterbrillen. Wer den Atlanta-TV lieber per App steuert, kann dies ebenfalls tun. 

Grundig 48CLX8586SP Fernbedienungen

Diese beiden Fernbedienungen werden mitgeliefert

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Seitlich: Unter anderem 1 x USB 3.0, 1 x USB 2.0, 2 x HDMI 2.0

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Hinten: Scartbuchse, optischer Digitalausgang, LAN-Buchse, 3. USB-Anschluss (3.0, erkennbar an der blauen Farbgebung), Tuner-Buchsen für den Doppeltuner, Kopfhörerausgang

Im einzelnen bringt der Grundig SMART inter@active 4.0 mit Quad Core-Prozessor mit, und auch SAT-to-IP wird unterstützt. Der Atlanta erfüllt die Spezifikationen der Energieeffienzklasse A und hat WLAN sowie Bluetooth integriert. USB Recording 4.0, Decoder für HEVC und VP9, 4 x HDMI 2.0, 2 x USB 3.0, 1 x USB 2.0 und ein doppelter CI+ Slot beweisen, dass Grundig mitgedacht und den TV voll ausgestattet hat. DTS StudioSound HD wird unterstützt, und der Atlanta bringt ein 60 Watt starkes internes Soundsystem mit. 20 Watt davon entfallen auf den integrierten Woofer. Der Grundig ist ohne Standfuß 108,7 cm breit5, 66,3 cm hoch und 6,2 cm tief. Mit Standfuß ändert sich die Höhe auf 69,8 cm und die Tiefe auf 23,5 cm. Der 48-Zöller wiegt 12,2 kg. 

Menü-Screenshots

Der Grundig hat recht modern gestaltete Menüs in guter grafischer Qualität und insgesamt ansprechender Auflösung, nach relativ kurzer Eingewöhnungsphase navigiert man sich komfortabel durch. Die große, konventionelle Fernbedienung liegt sehr gut in der Hand, der TV reagiert zügig auf die Kommandos, die mittels der Fernbedienung gegeben werden. Der Tastendruckpunkt ist gut definiert. 

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Wahl der Sprache

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Erklärungen zum Setup-Assistenten

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Wahl des Landes

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Wahl der Benutzer-Betriebsart

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Standfuß oder Wandmontage?

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Übersicht über die bislang getroffenen Einstellungen

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Auf Wunsch kann etwaiges Zubehör schon jetzt konfiguriert werden

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Bluetooth kann hier aktiviert werden

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Netzwerkeinstellungen

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Netzwerkkonfiguration

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Wahl des Tunersignals

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DVB-S2-Installation

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Rahmenbedingungen zur Installation

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Antenneneinstellungen

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Installationsmerkmale

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Programmtabelle

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Hauptmenü im schlichten, modernen Design

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Registrierung notwendig für Nutzung von Smart Apps

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Video-On-Demand spielt auch bei Grundig eine wichtige Rolle

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Meine Apps

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EPG, übersichtlich gestaltet

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Browser

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Zugriff auf Server und PCs im Netzwerk

Was den Zugriff auf PCs und Server im Netzwerk angeht, müssen wir einmal „die Luft anhalten“ – beim ersten Versuch möchte es nicht recht klappen. Dann aber starten wir die Funktion „Mediaplayer“ erneut, und nun kommen keine Klagen mehr. Unseren UHD-Showcase gibt der Grundig selbst bei – völlig problemlos agierender – WLAN-Verbindung gut wieder, die Ladezeit driftet nicht ins Unermessliche ab, sondern bleibt im grünen Bereich. Auch anderes Streamingmaterial in 1.080p Auflösung gibt der 48 CLX 8586 SP einwandfrei wieder. 

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Bildeinstellungen

Im Bildmenü trifft man zunächst auf die 3D-Einstellungen. Diese beinhalten den „Effektmodus“, nur, wenn dieser aktiviert ist, kann man die Tiefe dem eigenen Empfinden nach einstellen. Unter „3D-Optionen“ findet sich noch die „LR-Korrektur“. Übrigens ist der Grundig in der Lage, wie es auch die Konkurrenten können, 2D-Material in 3D-Material zu konvertieren. Dies gelingt recht ordentlich, man kann einen Zugewinn gerade an Gesamt-Plastizität sehen. Allerdings, typisch für das Prinzip der aktiven Shutterbrille, ist rund um den TV Flimmern sichtbar, wenn man nicht im dunklen Raum, sondern im Raum mit Lichteinfall 3D-Inhalte betrachtet. Das Bild im Modus „Spielfilm“ (den man auch im 2D->3D Modus verwenden kann) ist ansonsten scharf und der Gesamtkontrast ist sehr gut. Wir raten im Sinne eines nicht zu weich gezeichneten, „puderartigen“ Bildes die Rauschfilter höchstens in der Minimal-Ausprägung zu verwenden. Bei leichten Kopfbewegungen verändert sich die Bildhelligkeit kaum, bei stärkeren Kopfbewegungen deutlich. Die Farben werden bei stärkeren Kopfbewegungen blasser, kleine Kopfbewegungen werden problemlos kompensiert, die Farbwiedergabe bleibt nahezu identisch. Kommen wir nach diesem Exkurs zum Video-EQ zurück. Unter den 3D-Einstellungen findet sich der Punkt „Bildformat“. Auto, 16:9, 14:9, 4:3, Letterbox, Untertitel, Panorama und Vollbild stehen hier zur Auswahl. Es folgen die Bildmodi: Natürlich, Spielfilm, Sport, Scharf  und Spiel stehen hier zur Auswahl. Bei „Hintergrundbeleuchtung“ findet sich auch ein Eco-Modus für besonders geringen Stromverbrauch. Dynamisch-Tag, Dynamisch-Nacht, Dynamisch-Auto und Benutzer sind die weiteren Programme. Bei „Benutzer“ kann man die Stärke der Hintergrundbeleuchtung dann manuell einstellen auf einen festen gewünschten Wert. 

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Video-EQ, den man unter dem Menüpunkt „Erweitert“ findet

Gehen wir auf den Menüpunkt „Erweitert“, kann man Kontrast, Farbe sowie Farbtemperatur (sehr unpräzise, nur „Warm“, „Normal“ oder „Kalt“ – hier würden wir in jedem Fall „Warm“ wählen, selbst in diesem Modus sind die Farben noch eine Idee zu kühl, d.h. hinsichtlich der Farbtemperatur zu hoch) und eine aktivierbare Regelung „Brillante Farben“.

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Auch der Gammawert kann eingestellt werden

Weitere Optionen im Video-EQ umfassen eine dynamische Kontrastregelung und „Perfect Clear“ (verbesserte Bilddarstellung in grauen Bildsequenzen). Als sehr gelungen empfinden wir den kleinen, vor weißem Hintergrund abgesetzten Hilfetext, der die Funktion gleich erklärt. Der Kinomodus für eine bessere Darstellung von Filmmaterial ist ebenfalls in den erweiterten Einstellungen zu finden. „MEMC“ steht für „Motion Estimation Motion Compension“ und sichert, so Grundig, eine scharfe und klare Darstellung auch schneller Kamerafahrten und Bewegungen. Bei MEMC stehen verschiedene Modi zur Verfügung: Niedrig, Mittel sowie Hoch. Schärferegelung, allgemeiner Rauschfilter und Blockrauschfilter, beide mit den Programmen Niedrig, Mittel und Hoch, vervollständigen das Angebot an Bildeinstell-Optionen. Insgesamt fehlt uns ein Menü zum Weißabgleich, auch erweiterte Regler für Justagen an Primär- und Sekundärfarben schenkt sich Grundig. 

Grundig 48CLX8586SP Screenshot 27

Ton-Menü

Im Ton-Menü finden sich neben dem „DTS Studio Sound“ Logo auch verschiedene Klang-Programme: Natürlich, Spielfilm, Standard, Musik, Sprache und Benutzer. Wählt man „Benutzer“, kann man einen grafischen EQ nach eigenen Vorstellungen einstellen. Die Bänder: 120/500 Hz, 1,5/5/10 kHz. Akustisch werden trotz 60 Watt-Soundsystem nur durchschnittliche Ergebnisse erzielt. Der 48 CLX 8586 SP ist sogar recht pegelfest, aber leider ist der Klang im Bassbereich relativ schwach, obwohl es sogar einen On Board-Woofer gibt. Die leicht blecherne Gesamt-Charakteristik ist leider in allen Klangprogrammen vorhanden. Es gibt bilanzierend schlechtere, aber auch bessere Konkurrenten. 

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„AVL“ schaltet die Automatische Lautstärkebegrenzung ein und aus.

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Netzwerkeinstellungen

Grundig 48CLX8586SP Screenshot 30

Timerfunktionen

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Zugang zu Netflix, auch mit direkter, großer roter Taste unten auf der Hauptfernbedienung

App-Screenshots

Grundig Smart Remote 1

Zunächst wird der TV angemeldet

Grundig Smart Remote 2

TV wird im Netzwerk gesucht

Grundig Smart Remote 3

TV wurde erkannt

Grundig Smart Remote 4

Funktionsübersicht

Grundig Smart Remote 12

Einstellungen

Grundig Smart Remote 11

Übersichtliche Programmliste

Grundig Smart Remote 10

Tastaturfunktion

Grundig Smart Remote 9

Übersichtliche sowie leicht verständliche Bedienung

Grundig Smart Remote 8

Kompletter Fernbedienungsersatz

Grundig Smart Remote 7

Weitere Bedienelemente

Grundig Smart Remote 6

Große virtuelle Tasten für Lautstärke sowie Kanalwechsel

Grundig Smart Remote 5

Touch-Navigationskreuz

Die App hat keinen so großen Funktionsumfang wie manche App der Konkurrenz. Es besteht z.B. nicht die Möglichkeit, das TV-Bild auf der App „mitzunehmen“. Man kann aber ansonsten, wie es üblich ist, die App als Fernbedienungsersatz nutzen, auch eine Tastaturfunktion gibt es und einen EPG. 

Bild

Wir verwenden den Modus „Spielfilm“ und starten gleich durch mit Eindrücken des TV-Tuners. Dieser macht im DVB-S2 Betrieb ein scharfes Bild mit gutem Kontrast. Um Artefakte zu reduzieren, kann man den Blockrauschfilter verwenden, aber nur auf die schwächste Stufe setzen – sonst erscheint das Bild unnatürlich. Der Grundig realisiert ein relativ plastisches Bild, man bekommt den Eindruck, tief hineinsehen zu können. Farben wirken etwas ausdruckslos und minimal zu kühl, selbst wenn man die Farbtemperatur auf „warm“ stellt. Der Schwarzwert bewegt sich im guten Klassendurchschnitt, Bestwerte werden nicht gesetzt. Wenn man das Gamma auf 2,2 im Menü stellt, hat man eine gute Durchzeichnung grauer sowie schwarzer Bildbereiche. SD-Sender, die manche Anwender auch noch auf einem UHD-TV schauen, zeigen dann ein nicht mehr allzu scharfes Bild, manche SD-Inhalte sehen aber trotzdem noch brauchbar aus. Manchmal allerdings gehen sehr viele Details verloren, und dann erscheint das Ergebnis doch recht verschwommen. 

Legen wir nun eine Blu-ray ein. Wir haben uns „Avengers“ von Anfang an angeschaut. Hier hinterlässt der Atlanta einen tadellosen Eindruck. Das Upscaling von 1.080p auf 2.160p gelingt sauber, das Bild ist sehr scharf, trotzdem kommt es kaum zur Bildung von Artefakten. Im 2. Kapitel, als der Tesserakt entwendet wird, wirken alle Details an den Geländefahrzeugen, die durch die unterirdischen Gänge rasen, auch bei rasanten Bewegungen scharf. Ausgezeichnet wird der startende Helikopter wiedergegeben. Das Innere des Gebäudes, welches am Ende des Kapitels einstürzt, kommt ebenfalls in hoher Gesamtbildschärfe und mit präziser Detaillierung heraus. Farben wirken auch hier etwas kühl. Als Natascha im nächsten Kapitel eingeführt wird, kommen ihre Gesichtszüge und der Glanz in ihren Augen sehr gut heraus, als sie telefonierend durch das zerstörte Gebäude läuft.

Im 8. Kapitel „Konfrontation in Stuttgart“ kommt gleich zu Beginn das prächtige Gebäude von außen mit exakter Zeichnung auch hochfrequenter Bilddetails heraus. Die Instrumente der Musiker werden mit überragender Durchzeichnung der Oberflächenstruktur, sehr gut sichtbar an der Violine, präsentiert. Die festlichen Gewänder der anwesenden Damen und Herren stellt der Grundig glaubwürdig dar. Als die Menge nach Lokis Attacke nach draußen flüchtet, sieht man die davonrennenden Menschen scharf, die Steinmauer, die im Hintergrund ist, weist keine Artefakte auf.  Auch, als nach einer Attacke Lokis auf einen älteren Herren Captain America mit seinem Schild eingreift, wirkt die Bewegungsdarstellung souverän und der Bildstand erscheint solide. Der Kampf Loki gegen Captain America wird mit tadelloser Bewegungsschärfe dargestellt, und der Asphalt der Treppenstufen, auf denen Loki sitzt, erscheint ungemein plastisch und scharf, mit exakter Durchzeichnung der Oberfläche. 

Wie sieht die Bildgüte aus, wenn wir das erste Kapitel von „Avatar“ in nativem 3D auf dem Grundig Atlanta betrachten? Wir sind sehr angetan, 3D liegt dem Grundig offensichtlich. Hier leistet er sich keinen Fehler, er produziert kaum Crosstalk, auch nicht in den hinteren Bildebenen. Wie wir schon beim Konvertieren von 2D- in 3D-Material festgestellt haben, zeigt sich der Atlanta bei kleineren Kopfbewegungen als unkritisch, es sind kaum negative Veränderungen bei Farbwiedergabe und Bildhelligkeit zu sehen. Das Bild des 48 CLX 8586 SP ist immer sehr scharf, gleich zu Beginn wird die kurze Kamerafahrt über die Planetenoberfläche von Pandora darüber hinaus sehr stabil und praktisch ruckelfrei wiedergegeben. Einzelne Zweige an den Bäumen kommen tadellos heraus, der gesamte Bildstand ist sehr stabil.

Áls dann Jake Sully in seiner Schlafkabine im Fokus steht, wird der Wassertropfen oberhalb seines Gesichts sehr plastisch mitten in den virtuellen Raum gestellt. Auch das Steppmaterial des Kissens kommt akkurat heraus. Als dann die Schlafkabinen herausfahren und das Raumschiff-Personal schwerelos im langen Gang herumfliegt, zeigt der 48 CLX 8586 SP ein weiteres Mal Klasse: Bis in die hintersten Ebenen des Gangs ist ein sauberes Bild zu sehen – viele, auch sonst sehr gute Kontrahenten produzieren hier Ghosting-Effekte. Betrachtet man 3D-Inhalte in dunklen oder fast dunklen Räumen, ist auch um den TV kaum Flimmern zu erkennen, nur wenn man bei stärkerem externem Lichteinfall schaut, ist eine Flimmerneigung zu beobachten.

Das Herausfahren der Schlafkabinen geschieht ohen Ruckeln. Als das Langstreckenraumschiff dann von außen zu sehen ist und auf den Zuschauer zu und anschließend am Zuschauer vorbei fliegt, gibt sich der Grundig wieder keine Blöße und stellt das Sonnensegel, die Wohneinheiten, die am großen Raumschiff befestigten Kurzstreckenraumschiffe und die Tanks sehr sauber und scharf dar. Kurze Zeit später nimmt das Kurzstreckenraumschiff mit Jake an Bord Kurs auf die Basis auf Pandora. Das Innere des Raumschiffs, das Abteil für die Söldner und das Cockpit der Piloten, kommt in feiner, gelungen abgestufter Detaillierung heraus. Wir springen ins 6. Kapitel.  Jake unternimmt in Gestalt seines Avatars zusammen mit seinem Team einen Ausflug in den undurchdringlichen Dschungel Pandoras. Während des Helikopterfluges tauchen einige flugsaurierartige Geschöpfe als Schwarm neben dem Fluggerät auf. Die verschiedenen Bildebenen stellt der Grundig in dieser Szene ausgezeichnet dar und vermittelt überzeugend einen Eindruck der Vorteile von 3D.

Nun landet der Hubschrauber im Dschungel, die sich bewegenden Farne während des Landevorgangs arbeitet der 48 CLX 8586 SP prima heraus. Die gesamte exotische Flora und Fauna wird ungemein vielschichtig präsentiert. Dass die Farbbalance nicht 100 Prozent stimmig ist, fällt bei diesem 3D-Beispiel kaum ins Gewicht. Viel eher achtet man auf authentische Dreidimensionalität – und hier zeigt der Grundig, was er kann: Als die Waffe kreist und genau am Zuschauer vorbeigeht, kommt dieser schon beinahe legendäre Effekt exzellent heraus. Sowohl die Objekt- als auch die Gesamt-Plastizität ist auf hohem Level. Fazit: Schade, dass 3D-Wiedergabe aktuell nicht mehr die Bedeutung am Markt hat wie vor einigen Jahren. Klar war 3D niemals etwas, was jeder wollte, aber die Akzeptanz war schon einmal größer. Der Grundig jedenfalls macht „Appetit auf 3D“ – mit einer nahezu fehlerlosen Vorstellung. 

Natives UHD-Material vom „UHD Showcase“ mit diversen Panoramen aus Griechenland, von der Zugspitze, Detailaufnahmen von Vögeln, Schmetterlingen und Blumen sowie kurzen Sequenzen z.B. aus Rom mit dem Kolosseum hinterlassen einen kultivierten Gesamteindruck. Der Grundig Atlanta realisiert bei nativem UHD-Material, welches wir uns auch im „Spielfilm“ Modus ansehen würden, ein enorm scharfes Bild, das aber gleichzeitig kaum Ringing zeigt Auch in den hinteren Bildebenen werden Details akkurat eingearbeitet. Extrem gut stellt der Grundig das Panorama am See dar, sehr facettenreich und mit enormer Bildtiefe. Der stabile Bildstand und die gute Bewegungswiedergabe sind weitere Pluspunkte. Bei diesem Material fällt auch auf, dass der Schwarzwert ordentlich, aber nicht sensationell ist. Es handelt sich beim Grundig um einen Edge LED-LCD, man sieht es an den Hot Spots in Rahmennähe. Diese fallen beim Grundig Atlanta übrigens schwächer aus als bei manchem Konkurrenten. 

Fazit

Grundig 48CLX8586SP Front1

Der Grundig City-Line Atlanta 48 CLX 8586 SP sieht gut aus und lässt sich bilanzierend einfach handhaben. Die Erstinstallation läuft ohne Schwierigkeiten ab, die Menüs sehen ordentlich aus und nach kurzer Eingewöhnung geht man problemlos damit um. Im Lieferumfang sind zwei Fernbedienungen enthalten, alternativ gibt es auch eine App, die allerdings nur einen durchschnittlichen Funktionsumfang offeriert. Sprach- und Gestensteuerung gibt es übrigensd auch nicht. Ansonsten ist es sehr gut um die Ausstattung des Grundig-TVs bestellt. Vier HDMI 2.0 Terminals sind der aktuelle Standard, Doppeltuner, leistungsstarke Frame Interpolation, Bluetooth, 3D mit aktiven Shutterbrillen, Quad Core-CPU – es mangelt sonst an nichts. Aus Sicht der Bildgüte hat der Grundig Licht- und Schattenseiten. Farben wirken etwas zu kühl und die Farbbalance ist nicht perfekt. Das ist der Haupt-Kritikpunkt. Hier gibt es Konkurrenten, die den korrekten Weißpunkt sichtbar besser treffen. Das Bild wirkt, selbst bei der eingestellten Farbtemperatur „warm“, farblich zu kalt. Auch die Präsentation von SD-TV-Sendern verdient Kritik. Sicher soll dies nicht die Domäne eines UHD-TVs sein, aber das geht deutlich besser. Wenden wir uns nun die Schokoladenseiten zu. HD-TV-Sender kommen prima heraus, und auch Blu-rays werden mit solidem Bildstand und prima Gesamtbildschärfe sowie Detailtreue präsentiert.  Hier gibt es also wenig zu kritisieren. Auch natives UHD-Material gibt der 48 CLX 8586 SP lebendig, fein detailliert und angenehm wieder. Die große Stunde des Grundig schlägt dann im 3D-Betrieb: Scharf, klar, stabil erscheint das Bild, kaum Crosstalk, tolle Detailtreue und hervorragende Objekt- wie auch Gesamtbild-Plastizität. Hier gehört der 48 CLX 8586 SP zweifellos zu den Besten, was ihm trotz nur durchschnittlicher Audioqualitäten insgesamt ein respektables Testergebnis sichert. 

Optisch attraktiver UHD-TV mit sehr guter Wiedergabe von Blu-rays und UHD-Material sowie überragendem 3D-Bild
ausgezeichnet
UHD-TVs bis 50 Zoll
Test 17. Dezember 2015

+ Schicke Optik
+ Insgesamt sehr gute Ausstattung
+ Ausgezeichnetes Bild bei HD-TV-Sendern und Blu-ray
+ Sehr gute Wiedergabe von nativem UHD-Material
+ Überdurchschnittlich gute Präsentation von nativem 3D-Content
+ Trotz Edge LED-Technik kaum störende Hot Spots
+ Quad-Core-CPU

– Farben könnten reiner dargestellt werden
– Qualität der Wiedergabe von SD-TV-Sendern

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 17. Dezember 2015




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