TEST: Creative Sound BlasterAxx AXX 200 – Flexibles Wireless Sound-System

Fazit

Für rund 150 EUR in der UVP ist das Wireless Sound System Sound BlasterAxx AXX 200 von Creative erhältlich. Auf der Produktseite wird mit dem neuen SB-Axx1-Audioprozessor für eine deutlich verbesserte Klangwiedergabe und –Aufnahme geworben, mit der das Akustikerlebnis gegenüber anderen portablen Lautsprechern, auch mit Hilfe der von Creative bekannten Klangverbesserung SBX ProStudio, kaum Wünsche offen lassen soll. Abgesehen von ihren akustischen Fähigkeiten bietet das AXX 200 aber noch viele andere zusätzliche Eigenschaften wie ein integriertes Mikrofon zur unkomplizierten Stimmaufnahme oder zum Karaoke Singen, Bluetooth-Fähigkeit zur Verbindung mit dem Smartphone, ein Quad-Mikrofon-Array für 360°-Aufnahmen oder auch einen Stimmverstärker, bei dem das System als Megafon benutzt wird. In unseren Test miteinbeziehen werden wir eine für 60 EUR erhältliche Docking Base, die das Laden des im AXX 200 integrierten Akkus und die Portabilität zusätzlich vereinfachen soll.

Docking Base + Speaker

Hier die Docking Base und die Unterseite des AXX 200

Docking Base + Speaker 2

Das Gerät passt wie angegossen

Das Paket enthält zunächst natürlich das Sound System selbst, ein MicroUSB-Kabel zur Verbindung mit dem PC oder dem Ladestecker. Weiterhin finden wir noch zwei aufsteckbare Ladeanschlüsse für den Ladestecker sowie ein Stofftäschchen zum sicheren Transport. In der Verpackung der Docking Base befinden sich neben einem weiteren MicroUSB-Kabel insgesamt vier verschiedene dieser Ladeanschlüsse, damit man das System in verschiedenen Regionen der Welt problemlos aufladen kann. Eine Fernbedienung wird leider nicht mitgeliefert. Vor der Erstnutzung wird empfohlen, das Gerät mindestens acht Stunden aufzuladen. Wir bedienen uns hierbei gleich mal der Docking Base. Dazu muss unten am System ein Aufkleber entfernt werden, um die Verbindungskontakte des Lautsprechers zur Docking Base freizulegen. So weit keine Probleme und einfach zu handhaben.

Verarbeitung 1

Das Gerät im ganzen

Verarbeitung 2

Das AXX 200 im Profil

Verarbeitung 3

Elegang in Weiß gehalten, hier Bedienelemente

Verarbeitung 4

Bassreflexöffnung und Anschluss-Slots

Verarbeitung 5

Bedienelemente im Detail

Verarbeitung 6

Touch-Bedienelemente an der Oberseite

Rein optisch macht das AXX 200 einen guten Eindruck. Die Hexaeder-Form lässt es nicht langweilig wirken und vor allem durch die ansprechende schwarze Klavierlack-ähnliche Oberfläche auf der Oberseite macht das System auf dem Schreibtisch eine gute Figur. An der Rückseite befinden sich wie gewöhnlich die Knöpfe zur Steuerung der Audiowiedergabe, zur Mikrofonaufnahme, zur Regelung der Titelwiedergabe (Shuffle und Wiederholen), und auch der Schiebeschalter zur Aktivierung des Megafons. Außerdem zwei Klinkenanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon/Aux, USB- und ein MicroSD-Slot. Alle Knöpfe und Schalter haben einen guten Druckpunkt und reagieren ohne Probleme auf die Wünsche des Benutzers.

Gleiches gilt für die touchgesteuerten Buttons auf der Oberseite. Mit diesen lassen sich die spezielleren Einstellungen Voice Focus, Noise Reduction und das SBX Prostudio ein- und ausschalten. Die anderen Buttons dienen zur Anrufannahme (wenn mit Handy verbunden) und zum Stummschalten des Mikrofons sowie des Lautsprechers. Mit den acht Querstrichen in der Mitte lässt sich die Lautstärke regeln.

Der Versuch, ein Smartphone per NFC mit dem AXX 200 zu verbinden, klappte leider nicht auf Anhieb, hier kann aber auch stets das Mobilgerät der schuldige Faktor sein. Die Bluetooth-Verbindung klappte aber sofort problemlos. Die Anrufannahme klappte ohne Verzögerung und es gab auf beiden Seiten keine Verständigungsprobleme. Das eingebaute Mikrofon hat gerade mithilfe der aktivierten Noise Reduction weder Rauschen noch Echos beim Gegenüber ausgelöst. Sprachqualität reicht also für Handytelefonate problemlos aus.

Sound Blaster Central App 2

Home-Menü der Sound Blaster Central App

Sound Blaster Central App 3

Verschiedene Klang-Modi

Sound Blaster Central App 4

Musik-Player in der App

Sound Blaster Central App 6

Profile

Sound Blaster Central App 8

Fernbedienung des AXX 200 mit der App

Die Smartphone-App „Sound Blaster Central“ dient als Fernbedienung für das Gerät. Hierbei können mehrere Equalizer-Optionen ausgewählt werden (Stadionatmosphäre, Bassentfernung etc.), je nachdem, wie das Musik- oder Filmerlebnis gestaltet werden soll. Die Benutzung dieser App empfehlen wir, da sie mehr Optionen bietet, als die Handhabung am System selbst und bei bestimmten Funktionen (beispielsweise bei den Stimmeffekten) intuitiver ist.

Klang

Untersuchen wir also, was das AXX 200 klanglich zu bieten hat und starten mit etwas House und „Hoch-Tief“ von Peer Kusiv. Positiv fallen hier die Darstellung der Gitarren und die Trennung dieser zum rhythmusangebenden Schlagzeug auf, was in den Mitten für ein harmonisches Klangbild sorgt. Was uns hier allerdings auffällt, ist die fehlende Pegelfestigkeit des Systems, gerade, was den Bass betrifft. So schlägt der Lautsprecher bei „Hoch-Tief“ ziemlich schnell durch und andere Klänge verschwinden, da es mit der Lautstärke nicht gänzlich zurechtkommt. Einfacher tut sich das AXX 200 dafür beim Trance-Klassiker „Arisen“ von Arksun, wo es die Gesamtakustik deutlich besser in Szene zu setzen weiß. Übertreiben sollte man es mit der Lautstärke dennoch nicht, da erneut Mitten und Höhen etwas an Detail verlieren und der Speaker übersteuern kann. Eine allzu mächtige Klangdarstellung ist aber bei einem portablen Lautsprechersystem auch nicht zu erwarten. Abhilfe schafft hierbei die SBX ProStudio Klangverbesserung, welches diese Verluste teilweise ausmerzt und zumindest für etwas mehr Atmosphäre im Klangbild sorgt.

Anschließend gehen wir zu etwas poppigerem über und sehen mal, wie sich das AXX 200 bei „Get Lucky“ von Daft Punk schlägt. Hier machen wir ähnliche Beobachtungen. Die Bassstärke ist bei diesem Track natürlich von vornherein zurückgefahren, was dem Lautsprecher hier die Präsentation der Tiefen erleichtert. Dadurch entsteht eine in sich stimmigere Akustik als noch bei den vorherigen Beispielen und der Gesang von Pharrell Williams sowie die E-Gitarre können so mehr zur Geltung kommen. Auch wenn man sagen muss, dass wir bereits mehr Räumlichkeit von solchen Soundstations kennen, bei denen sich der Gesang und die einzelnen Instrumente besser voneinander lösen können. Das SBX ProStudio bietet hier wiederum eine kleine Abhilfe, wenn auch natürlich kein Erste-Klasse-Klangvolumen erreicht werden kann. Dennoch können wir bei diesem Beispiel eine solide Performance verbuchen. Wie sich bei unserem Test herausgestellt hat, bietet jenes SBX ProStudio eine gute Kombination mit der „Beats Audio“-Klangerweiterung, die bei Smartphones typisch ist. Dadurch wird eben dieses Problem des Klangvolumens ein weiteres Stück verbessert, wodurch der Klang deutlich weniger gedämpft und angenehmer wirkt als vorher.

In der Sound Blaster Services Systemsteuerung (verfügbar auf www.creative.com/support), die speziell zur Steuerung des AXX 200 am PC gedacht ist, befinden sich, wie schon in der Smartphone-App, Equalizer-Einstellungen für die Tonausgabe. Darunter z.B. ein Night Mode, der bei Filmen die Bässe entfernt bzw. lindert, damit man ggfs. Familienmitglieder nicht aufweckt oder ein Clear Dialog Modus, der Dialoge deutlicher darstellt. Alle diese Modi tun ihren Job problemlos und die Sound Blaster Services Systemsteuerung ist leicht und intuitiv zu handhaben, wenn auch manchmal etwas langsam.

Fazit

Verarbeitung 2

Das Creative Sound BlasterAxx AXX 200 ist ein solides portables Lautsprechersystem, das für die aufgerufenen 150 EUR absolut seinen Zweck erfüllt. Durch den lobenswerten Lieferumfang und seine Kompaktheit ist der Transport äußerst unkompliziert. Wer musikalisch guten Klang in dieser Preisklasse sucht, wird vielleicht eher zu einem Kopfhörer greifen, allerdings bietet das AXX 200 ein gutes Rundum-Paket mit zahlreichen Extras, mit einem ansprechenden Design und einfacher Handhabung.

Optisch ansprechender und moderner Lautsprecher mit Spaßfaktor für unterwegs
sehrgut
16.06.2014

+ Portabilität
+ Ansprechende Optik
+ Unkomplizierte Handhabung
+ Einwandfreie Mikrofonqualität für Handytelefonate
+ Solider Klang

– Pegelfestigkeit hat Potential
– Ohne Klangverbesserung eher flaches Klangbild

Test: Michael Kind
Fotos: Sven Wunderlich




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