SPECIAL: Standlautsprecher, aktive Lautsprecher, Mehrkanal-Lautsprecher-Sets, Bluetooth-Lautsprecher: Unsere Favoriten im Mai 2017

Lange gab es keine Kaufberatung mehr, die sich dediziert mit Lautsprechern befasst hat. Darum möchten wir dies hiermit nachholen. Im einzelnen stellen wir unsere Favoriten aus folgenden Kategorien vor:

  • Klassische passive Standlautsprecher
  • Aktive Lautsprecher
  • Mehrkanal-Lautsprechersets
  • Bluetooth-Lautsprecher

In jeder Kategorie werden wir unsere Favoriten im Mai 2017 aufzählen, jeweils das preislich günstigste Produkt beginnt, und die Liste endet mit dem teuersten. 

Wir starten nun umgehend durch und präsentieren unsere fünf favorisierten Standlautsprecher. 

Standlautsprecher

Teufel-Theater-500-T-500-F-16-Gruppenbild2

Hier starten wir mit den Dreiwege-Standlautsprechern Teufel Theater 500, die für aktuell knapp 800 EUR/Paar angeboten werden. Zu diesem sehr günstigen Preis gibt es eine attraktive Optik mit einem formschön integrierten Sockel, zahlreiche technische Kniffe, die für einen ausgewogenen, aber gleichzeitig dynamischen Klang sorgen, und eine tolle Pegelfestigkeit. Für weniger Geld dürfte es schwer sein, leistungsfähigere Boxen zu finden.

elac_uni_fi_fs_u5_front_offen_geschlossen

Und schon befinden wir uns in der nächsthöheren Preisklasse. Hier sticht uns die Elac Uni-Fi F5 ins Auge. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn optisch kommt hier eine außerordentlich attraktive, formschöne und edel aufgemachte Box daher, die dem Namen „Elac“ alle Ehre macht. 1.400 EUR Paarpreis stehen auf dem Preisschild, nicht zu viel für eine ausgewachsene Standlautsprecher-Konstruktion mit Koaxialtreiber für Hoch- und Mitteltonbereich. Der Hochtöner liegt im Zentrum des Mitteltöners (Punktschallquellen-Prinzip), was zu einer nahezu perfekten Gruppenlaufzeit führt. Mit ihrem detailreichen und sensiblen Klang, aber gleichzeitig der Möglichkeit, enorm kraftvoll und mit Substanz darstellen zu können, hat die Uni-Fi F5 das Zeug zum „Liebling“ ihrer Preisliga. 

PSB_Imagine_T2_front_beide

Die PSB Imagine T2 taucht auch immer wieder in unseren Kaufempfehlungen und Bestenlisten auf, und das nicht ohne Grund. Die kanadischen Boxen mit 3.000 EUR Paarpreis bestechen durch ihr überzeugendes Gesamtkonzept. Sie ist ein herausragender, lebendig, kraftvoll und räumlich dicht agierender Schallwandler in schlanker, eleganter Optik und somit weitaus mehr als ein „Geheimtipp“. 

Nubert nuVero 140 Gruppenbild1

Für 2.235 EUR Stückpreis ist die Nubert nuVero 140 immer noch eine unserer „Lieblings-Lautsprecher“. Die Schwaben beweisen in ihrem Vorzeige-Modell, dass ein Sound, der auch enorm erfahrene Hörer glücklich macht, schon zu einem Preis möglich ist, bei dem mancher „namhafte“ Hersteller noch im gehobenen Einstiegsbereich operiert. Die NuVero 140 hat alles, was ein Spitzen-Lautsprecher braucht: Ein unverwechselbares Design, viel Hightech (bei den Chassis, bei der Frequenzweiche, bei der Gehäuse-Konstruktion) und vor allem einen Klang, der in der Liga für unter 5.000 EUR Paarpreis nach wie vor seinesgleichen sucht. Kräftig, räumlich dicht, mit einer hervorragenden Loslösung der Akustik vom Lautsprecher, extrem pegelfest: Ja, selbst im 50 Quadratmeter messenden Hörräumen kann man diesen Schallwandler fast bedenkenlos verwenden. Die Räumlichkeit ist im Übrigen auch im Hochtonbereich herausragend, und die Basschassis definieren das Wort „Frequenzkeller“ sehr überzeugend. 

XTZ Divine Alpha FLR Front Seitlich2

7.500 EUR Paarpreis sind schon eine ganze Menge Geld, aber im Falle des Standlautsprechers XTZ Divine Alpha bekommt man auch eine ganze Menge Material dafür. Ausschließlich in feinem schwarzen Pianolack-Finish erhältlich, findet sich feinste Chassis-Technik beim Spitzenmodell der Schweden. Mittel- und Hochtöner sind beispielsweise mit einer Keramik-Membran bestückt, und die beiden Seas-Tieftöner mit Alu-Membran sind extrem belastbar, geben aber gleichzeitig auch kleinste Impulse hervorragend wieder. 920 Watt maximale Belastbarkeit und 460 Watt Dauer-Belastbarkeit sprechen eine eindeutige Sprache. Akustisch brilliert die Divine Alpha durch extrem hoch liegende akustische Verbindlichkeit und durch eine enorme Souveränität. So schafft der 80 kg pro Stück wiegende Edel-Lautsprecher gleich Vertrauen beim Hörer. 

Aurum Titan R9 Gruppenbild

Wer einen Lautsprecher der Extraklasse sucht, der auch nach vielen Jahren noch unverändert Freude macht, der sollte sich darauf gefasst machen, eine größere Investition vorzunehmen. Wenn man schon sehr viel Geld ausgeben möchte, dann sollte man es auch richtig anlegen – und das tut man in jedem Falle, wenn man zur Quadral Aurum Titan 9 greift. Ab 15.000 EUR (Paarpreis) beträgt hier das Investment. Das in Hannover entwickelte und gefertigte quSENSE-Bändchen für den Hochtonbereich ermöglicht eine Stahlkraft und eine Brillanz, die immer wieder erstaunt. Gleichzeitig erscheinen die Höhen homogen, angenehm und räumlich dicht. Mit einer hervorragenden Anpassung des Hochtonbereichs an den Mitteltonbereich, nicht immer einfach bei einem Bändchen, überzeugt die Titan 9 ebenfalls. Dass die „Titanen aus Hannover“ im Bassbereich schon immer stark waren, das untermauert auch die neueste Auflage. Tiefgang, Volumen und Präzision sprechen für sich und überbieten das, was die meisten Anwender kennen dürften. Das gilt im gleichen Maße auch für die Pegelfestigkeit, die mit nur einem Wort treffend zu charakterisieren ist: Gigantisch. 

Aktive Lautsprecher

Yamaha NX-N500 Gruppenbild1

Wahre Multitalente sind die Yamaha NX-N500 Aktivlautsprecher für 800 EUR Paarpreis. Sie nehmen sich schlichtweg jeder Aufgabe an: Sie können am PC als „externe Soundkarte“ dienen, indem der eingebaute USB-DAC verwendet wird, man kann sie in ein Yamaha MusicCast Multiroom-Audiosystem einbinden, sie sind dank der MusicCast App in der Lage, Signale von Music-Streaming-Diensten wie Spotify oder Juke wiederzugeben, und selbst Bluetooth fehlt nicht. Die audiophilen HiFi-Lautsprecher sind mit einem qualitativ sehr hochwertigen 32-Bit DAC ausgestattet, die Kompatibilität ist im PCM-Format bis hin zu 384 kHz/32-Bit gewährleistet. Auch DSD bis 5,6 MHz untersützen die NX-N500 nativ. Kompatibel sind die Lautsprecher mit weitgehend allen Formaten, darunter FLAC, WAV, AIFF und Apple Lossless. Und nicht nur in der Theorie sind die Voraussetzungen sehr gut. Auch in der Praxis überzeugen die beiden Monitore selbst bei Hi-Res-Audio-Material durch einen klaren, sehr gut gestaffelten Klang. 

Elac-Active-Monitor-AM-200-Gruppenbild1

Die Elac AM 200 kommen auf 599 EUR/Stück und sind klassische Aktivlautsprecher. Keine Vorstufen-Sektion, kein USB-DAC und kein Bluetooth, dafür aufwändige Endstufentechnik und der schon fast legendäre JET5 Hochtöner – alles eine Frage der Gewichtung. Akustisch meistern die AM 200 fast jede Hürde. Dynamisch, fein auflösend, überraschend stark im Bassbereich – fürs kleine Musikstudio, also den semiprofessionellen Einsatz, aber selbst fürs heimische Musikzimmer sind die Monitore eine sehr gute Wahl. Nur sollte man bedenken, dass es schon ein Lautsprecher mit Monitor-Charakteristik ist, zu weit weg sitzen sollte man demnach nicht und auch die korrekte Anwinkelung beachten.

Magnat-Magnasphere-33-Gruppenbild2

1.700 EUR kosten die in weißer oder schwarzer Variante erhältlichen Magnat Magnasphere 33 Regallautsprecher. Auf den ersten Blick viel Geld, aber die beiden sauber verarbeiteten Regalboxen funktionieren wireless – ok, ein Stromkabel wird pro Box benötigt, aber störende Lautsprecherkabel verunstalten den Hörraum nicht. Im Zentrum des Magnasphere-Systems steht ein kleines, unauffälliges Kontroll-Kästen mit zahlreichen Anschlüssen, darunter auch USB (bis 96 kHz/24-Bit). In bis zu 3 Zonen und mit 3 unterschiedlichen Frequenzen können Magnasphere-Lautsprechersystemebetrieben werden. Akustisch begeistert der aufwändige Hochtöner, der bis auf 50 kHz hoch spielt, durch sein Durchzeichnungsvermögen. Im Gegensatz zu manch anderem Magnat-Lautsprecher gefällt uns beim Magnasphere 33 aber auch, dass er stets harmonisch aufspielt. Der runde Bassbereich, die gute Herausarbeitung von Stimmen sowie die tadellose Pegelfestigkeit runden unsere erstklassigen Eindrücke ab. Zu erwähnen wäre noch die sehr hochwertige Fernbedienung.

nubert_nuPro_A_500_front_offen_geschlossen

Sogar das weibliche Geschlecht zeigt sich begeistert: Die äußerst schlanke, äußerst hochwertige und sehr formschöne Nubert nuPro A-500 sieht aus, als käme sie direkt von „Germany’s next Topmodel“. Pro Stück 895 EUR kostend, sieht der schwäbische Aktiv-Tower gerade in weiß blendend aus. Doch wer Nubert kennt, der weiß: Im Fokus steht immer ein grandioser Klang, und diesen bietet natürlich auch die nuPro A-500. Die drei recht kleinen Bass-Chassis liefern eine Performance ab, die man ohne weiteres nicht erwartet hätte, und die Pegelfestigkeit ist überragend. Gleichzeitig erfreut uns die nuPro A-500, weil sie viele Details aus jedem Quellmaterial herausholt. Eine hübsche Fernbedienung und zahlreiche Einstellmöglichkeiten runden unseren hervorragenden Eindruck ab. Mittels bei Nubert erhältlichem Zugehör kann die nuPro A-500 übrigens auch wireless betrieben werden. 

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Canton lässt alte Zeiten wieder aufleben: Mit der exklusiv bei HIFI-REGLER in weißer oder schwarzer Variante für 2.598 EUR erhältlichen teilaktiven Canton-Standbox Chrono RC-A gibt es wieder einen Canton-Lautsprecher mit aktivem Bassmodul. Somit hat man eine Box, die nicht nur enorm raumfüllend und dynamisch klingt, sondern auch zahlreiche Einsatzmöglichkeiten hat. Im Heimkino-Einsatz zum Beispiel liefern zwei aktive Subwoofer, einer in jeder Chrono RC-A, einen sehr homogenen, sich exzellent im Raum verteilenden Bass. Bei hochwertigen, klanglich reinen Stereoverstärkern mit weniger Endstufenleistung greifen die Chrono RC-A Gewinn bringend ein, weil sie im leistungsintensiven Bassbereich übernehmen. Also ein flexibler, klanglich enorm starker Standlautsprecher zum fairen Preis. 

Mehrkanal-Lautsprechersets

Saxx clearSOUND Gruppenbild1

Saxx clearSound 5.2-Lautsprecherset für 1.633 EUR: Als Frontlautsprecher wählen wir nicht die große Standbox clearSOUND 190, sondern die zierlichere clearSOUND 170. Der CS 150 face dient als Center, und die großen Regalboxen CS 130 nehmen wir für den Surroundbereich. Der deepSOUND DS 10 Aktiv-Subwoofer vervollständigt das Mehrkanal-Set, und zwar, wie schon erwähnt, gleich in doppelter Ausführung. Die Ergebnisse sprechen für sich – für einen mehr als fairen Kaufpreis wird hier wirklich „großes Kino“ geboten. Besonders hervorzuheben ist das umfassende, fast lückenlose Surrounderlebnis. Dadurch, dass zwei kompakte aktive Subwoofer arbeiten, ist eine homogene, kraftvolle, angenehme Basswiedergabe gewährleistet. Darüber hinaus lassen sich die beiden recht kleinen Aktivbässe sehr gut unterbringen. Die anderen Komponenten haben uns ebenfalls überzeugt. Mit sehr treffsicherer Stimmwiedergabe punktet der CS 150 face Centerlautsprecher, die Frontlautsprecher offerieren eine gute Auflösung und ein natürliches Klangbild. Die zwei verhältnismäßig großen Regallautsprecher im Surroundbereich sind eine ausgezeichnete Wahl, da sie viel Atmosphäre schaffen und hinsichtlich räumlicher Tiefe sowie räumlicher Weite gefallen. Die Verarbeitung bis ins Detail ist für die Preisklasse außerordentlich erfreulich. 

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XTZ Spirit 5.1 Set für 2.055 EUR: Man mag es kaum glauben, wenn man sich das edle, sorgfältig verarbeitete XTZ-Set anschaut: Nur etwas über 2.000 EUR wechseln hier den Besitzer. Wer es nicht glaubt, kann nachrechnen: Die Spirit 11 als Standlautsprecher kommt auf einen Paarpreis von 850 EUR, der Spirit 6 Center liegt bei 290 EUR und die Spirit 2 als Regalbox wird für einen Paarpreis von 395 EUR offeriert. Kommt noch die tieffrequente Unterstützung in Form des Spirit Sub 12, Stückpreis 520 EUR, hinzu. Macht 2.055 EUR für ein 5.1-Set. Und wie sieht das Fazit aus? XTZ hat praktisch alles richtig gemacht bei der Spirit-Serie: Runder, harmonischer und gleichzeitig präziser Klang, edle Verarbeitung, zeitgemäße Optik – und das Ganze zu einem Preis, der verblüfft. Für gut 2.000 EUR dürfte es derzeit schwer sein, ein noch leistungsfähigeres Gesamtpaket zu bekommen. Klar hervor sticht beim Spirit-Set der extrem leistungsfähige aktive Subwoofer. Alle Komponenten sind ausgezeichnet verarbeitet, so dass nur wenig Spielraum für Kritik bleibt: Wünschenswert wäre, wenn die Schweden passende Top Firing Module für die Spirit 11 Frontlautsprecher anbieten würden. 

Canton GLE_Setup_2

Canton GLE-Lautsprecherset in 5.1.4 Konfiguration für 4.632 EUR: Das kürzlich erschienene Canton Dolby Atmos Aufsatz-Modul GLE AR400 musste sich in der Kombination mit GLE 496 (größte Standbox der GLE-Serie, kam für Front und Surround zum Einsatz), dem GLE 456 (Center) und dem SUB 12.2 beweisen. Und das Ergebnis spricht für sich, denn die Hessen zeigen, dass rundherum erstklassiger Dolby Atmos/dts:X Sound auch zu sehr moderaten Preisen möglich ist. Die Dolby Atmos/Top Firing Module im edlen Softlack sind darüber hinaus auch sehr hochwertig verarbeitet und mit einem vollwertigen 2-Wege-System, in bewährter Canton-Manier auch entsprechend hoch belastbar, ausgestattet. Die Bestückung unseres Setups mit gleich vier Canton GLE 496 Standboxen ist sehr zu empfehlen. Grandios für die Preisliga sind, das gilt für alle Komponenten, Auflösungsvermögen und Räumlichkeit. GLE 496, sowie GLE 456 Center sind relativ einfach verarbeitet, Mängel aber können wir keine feststellen. Für kleine Preise wird hier viel Klangqualität und Technik geboten. Der SUB 12.2 liefert eine hervorragende Performance ab und überzeugt durch Tiefgang, Präzision und Pegelfestigkeit. Das ganze Set kann man sowohl für Mehrkanal-Musik als auch für Filmton hervorragend verwenden. 

Klipsch Reference Premiere Dolby Atmos Gruppenbild2

Klipsch Premiere 5.1.2-Lautsprecherset in folgender Bestückung: Front: 2 x RP-280FA (3.000 EUR/Paarpreis), Center RP-450CA (750 EUR), 2 x Dipol RP-240S (700 EUR), aktiver Subwoofer R-112 (800 EUR), das macht einen Gesamtpreis von 5.250 EUR. Gerade im dedizierten Heimkino, das gerne auch mehr als 30 Quadratmeter groß sein darf, entfaltet dieses Ensemble seine Talente zur Gänze. Extrem dynamisch, pegelfest, dank der Dipole mit diffuser, weitläufiger Klangkulisse im Surroundbereich: Für aktuelle Actionfilme, aber auch für Rockkonzerte, Techno-Hymnen und für R&B-Beats ist das Klipsch-Set exzellent geeignet. Aktuelle Dolby Atmos-Tonspuren kommen hervorragend zur Geltung, die Top Firing-Module sind gleich in die RP-280FA eingearbeitet. Der enorm breite Center ist sehr pegelfest und integriert sich praktisch nahtlos in die Front-Effektkulisse.

KEF R-Serie 5.1.4 Gruppenbild3

Schon fast ein „Evergreen“ ist unser 5.1.4-Ensemble aus der R-Serie von KEF. Das ändert aber nichts daran, dass in der Preisliga zwischen 7.000 und 8.000 EUR bezogen auf den Preis eines kompletten Sets immer noch Großes geboten wird, Die vier sehr schicken, nicht zu großen R500 Standlautsprecher, die wir für vorn und hinten wählten, setzen sich durch enorm präzise Gruppenlaufzeiten (UNI-Q-Treiber) und durch ihren ausgewogenen Sound sehr guten Szene. Der Center wirkt, auch wenn er gar nicht so riesig aussieht von der Gehäusegröße her, auch bei hohem Pegel nicht verloren. Stimmen gibt er stets facettenreich wieder. Die KEF R 50 Ausatzmodule sind aufwändig konstruiert und weisen auch einen UNI-Q-Treiber auf. Sie liefern in der dritten Hördimension, der Über-Kopf-Ebene, einen fein auflösenden und enorm dichten Klang. Der R400B Aktivsubwoofer ist kompakt, aber extrem leistungsstark. Er bietet zwei kraftvolle Endstufen, jede von ihnen treibt ein aktives Chassis an. Insgesamt bietet das R-Serie-Set eine tolle Kombination aus Hightech, Noblesse und Klangstärke, klangliche Hauptvorteile sind die hohe Ausgewogenheit und die nahtlosen Übergänge zwischen den Frequenzbereichen.

Dali Rubicon Set Gruppenbild

Dali Rubicon 5.1-Lautsprecherset Rubicon 6/Rubicon Vokal/Rubicon LCR/Aktivsubwoofer M-10D für knapp 9.300 EUR: Hier stellen wir eines der besten klassischen 5.1 Lautsprecher-Ensembles vor, das uns bislang untergekommen ist. High-Tech (z.B. der Hybrid-Hochtöner, Kalotte und Bändchen) und beste Verarbeitung vereinen sich mit höchster akustische Qualität. Feines Auflösungsvermögen, dichte Räumlichkeit und eine sehr gute Tiefenstaffelung beim Klang sind hervorzuheben. Der großformatige Center Rubicon Vokal erweist sich ebenfalls als Volltreffer. Er integriert sich erstklassig in die Front-Klangkulisse, gibt weibliche wie männliche Stimmen mit großartiger Konturierung und enormer Sorgfalt wieder und knickt auch bei massiven Effekten nicht ein. Der M-10D Aktivsubwoofer ist enorm kompakt – davon sollte man sich aber keinesfalls blenden lassen. Denn dieser Würfel steckt viele deutlich größere Bassisten locker in die Tasche. Er schafft spielerisch hohe Pegel, bleibt dabei immer kontrolliert und bringt viel Struktur auch in komplexe Bass-Gebilde. Dass die Rubicon 6 gleichermaßen dynamisch wie kultiviert ist und die flache Rubicon LCR nicht nur flexibel hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten, sondern auch stark im Klang ist, beweist dieser Test ebenfalls aufs Neue. 

Bluetooth-Lautsprecher

Teufel Bamster XS Front Seitlich2

Sehr edel, klanglich überraschend stark, ultrakompakt und preiswert: Der Teufel Bamster XS gefällt uns aus nahezu jedem Betrachtungswinkel. 14 Stunden Akkulaufzeit bei moderatem Pegel sind hervorragend. Leider ist der Bamster XS nicht wasserfest oder spritzwasserfest, das hätte noch hervorragend gepasst. Dafür gibt es eine hübsche Filztasche als Transportbeutel, und selbst eine Freisprecheinrichtung fehlt nicht. Der Bamster XS kann daher getrost als Volltreffer und idealer Begleiter für den Alltag bezeichnet werden. 

jbl_flip4_gesamt3

Neu & cool: Der JBL Flip 4 für 139 EUR führt konsequent das weiter, was die Vorgänger begründet hatten: Das Image des preiswerten, praktischen, trendeigen BT-Speakers, der es jedem Recht macht. Leider sind im Unterschied zum Vorgänger nur noch 2 anstatt 3 BT-Zuspieler parallel koppelbar, und JBL Connect + zum Koppeln vieler Flip 4 untereinander ist zur alten Version JBL Connect leider nicht kompatibel. Ansonsten aber begeistert uns der Flip 4 mit Spritzwasserfestigkeit, kräftigem Bass, solider Verarbeitung und einer guten Freisprecheinrichtung. 12 Stunden hält der eingebaute Akku, das ist sehr gut. 

Dreamwave-Elemental-3

Outdoor-Fans und Survivor-Profis aufgepasst – hier kommt der Dreamwave Elemental, der für 249 EUR sogar eine Lampe integriert hat. Im robusten Army-Style begeistert der US-amerikanische Speaker aber auch im Detail durch erstaunlich saubere Verarbeitung. 7 Stunden Laufzeit des 12.000 mAH-Akkus bei höchstem Pegel, das ist nicht schlecht. Wer es moderat angehen lässt, hat demnach deutlich länger Strom-Reserven. Natürlich kann man via USB auch andere Devices am starken Akku des Elemental aufladen. Kräftig, fundiert und mit guter Räumlichkeit versehen, enttäuscht der „Rough&Tough&Dangerous“-Speaker auch akustisch nicht. 

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Für 300 EUR ist der KEF Muo ein ganz besonderer Bluetooth-Lautsprecher. Enorm edel verarbeitet und mit hochwertiger Technik versehen, begeistert uns der komplette Klang, der auch den Bassbereich nicht vernachlässigt. Überdies bietet Muo einen gefälligen, harmonischen Hochtonbereich. Man kann zwei Bluetooth-Zuspieler gleichzeitig an Muo betreiben und freut sich überdies über die Möglichkeit, zwei Muo per KEF-eigener App miteinander zu koppeln. Ein echtes Schmuckstück, leider ohne Spitzwasserschutz und Freisprecheinrichtung. Aber geht es nur um den puren Klang, dann führt kaum ein Weg an KEFs Alternative vorbei. 

Dali Katch Gruppenbild2

Für 399 EUR stellt der Dali Katch so etwa das Nobelste dar, was in Form eines Bluetooth-Lautsprechers zu bekommen ist. Schon die sehr sorgfältig ausgewählten lieferbaren Farben, der lederbezogene Trageriemen oder das penibel verarbeitete Lautsprecher-Schutzgitter verdeutlichen, dass der Katch keine Konkurrenz zu fürchten hat. Mit verschiedenen DSP-Modi für die freie oder die wandnahe Aufstellung, reichlich Endstufenleistung und zwei kompletten 2-Wege-Lautsprechersystemen auf beiden Gehäuseseiten verdient sich der dänische Streaming-Speaker eine Sonderstellung. Top: 24 Stunden hält der eingebaute Akku bei moderater Lautstärke, und schon nach 2 Stunden ist der Akku wieder aufgeladen. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 04. Mai 2017




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