SPECIAL: Sony Xperia XZ3 mit OLED-Display auf der IFA

Bereits nach einem halben Jahr schieben die Japaner wieder ein neues Flaggschiff hinterher und setzen dabei erstmals auf die OLED-Technologie. Prinzipiell ist das XZ2 immer noch topaktuell, doch offensichtlich waren die Macher mit der Display-Technologie nicht mehr zufrieden, denn statt Triluminos-LCD bietet das Xperia XZ3 nun einen OLED-Screen. Nutzer dürfen sich somit über ein tiefes Schwarz und an einer satten Farbdarstellung erfreuen. Zudem wächst der Touchscreen von 5,7 auf 6 Zoll und folgt auch hier dem Trend von größeren Displays.

„Natürlich“ entschied man sich überdies für das beliebte18:9-Format und einer hohen Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixel. Kurzum: Die Displayqualität ist top und nun 100% konkurrenzfähig zu anderen Referenzmodellen. Ebenfalls positiv: Da sich das Display auf der Frontseite üppig streckt, fallen die Displayränder schmal aus, sodass die Handlichkeit absolut noch gegeben ist.

Rückseite

Optisch ist das XZ3 nicht mehr so kantig wie frühere Modelle. Neben mehr Rundungen besticht die Optik durch eine hochwertige Vollverglasung und den vier Farbvarianten Black, White Silver, Forest Green und Bordeaux Red. Die exzellente Verarbeitungsqualität wird durch die IP-Zertifizierungen 65/68 untermauert – das Gerät ist also vor Staub und Wasser wirksam geschützt. Einziger obligatorischer Nachteil: Das Glas zieht Fingerabdrücke wieder magisch an. Die Haptik ist gut, aber man muss schon aufpassen, dass man das XZ3 fest "im Griff" hat.

Auch im Bereich Software-Finessen gibt es ein paar Neuheiten. So lässt sich per Doppeltippen auf den Display-Rand ein personalisierbares Mini-Menü aufrufen ("Side Sense“). Der Clou: Side Sense ist lernfähig und passt sich somit den zeitlichen und räumlichen Gewohnheiten des Nutzers an. Das ist zwar nicht grundsätzlich neu, wurde beim XZ3 aber klug umgesetzt, zumal der Mini-Launcher eine bequeme Ein-Hand-Bedienung erlaubt. Apropos Bedienung: Es kommt das topaktuelle Android 9 Pie zum Einsatz und Sonys User Interface wurde einem kompletten Facelift unterzogen.

Bei der Ausstattung sind die Veränderungen hingegen überschaubar. So wurde die Kamera 1:1 vom Xperia XZ2 übernommen – was aber kein Makel ist, da die Qualität überzeugt. Die 19-Megapixel-Hauptkamera sammelt dabei vor allem im Camcorder-Modus Pluspunkte, denn Superzeitlupen-Videos mit 960 Bildern pro Sekunde in Full-HD-Auflösung sind nach wie vor der Maßstab. Sony verschließt sich allerdings weiterhin den Bokeh-Effekten, denn der Knipser bietet keine zweite Linse dafür – ungewöhnlich. Die 13-Megapixel-Frontcam mit Weitwinkel-Funktion ist dafür ein Garant für tolle (Gruppen-)Selfies.

Sony Xperia XZ3

Das restliche Ausstattungsprogramm ist den Ansprüchen entsprechend hochwertig und breit aufgestellt, weist aber keine nennenswerten Besonderheiten auf. Das XZ3 wird mit 64 GB Speicherplatz ausgeliefert, von dem rund 49 GB zur freien Verfügung stehen, dazu gibt es die Möglichkeit der Speichererweiterung per microSD.

Für eine flotte Performance kommt der bewährte Prozessor Snapdragon 845 zum Einsatz, der von soliden 4 GByte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Das klingt zwar nicht spektakulär, dürfte aber für den Großstadtalltag mehr als ausreichend sein.

Gut bestückt ist auch der festverbaute Akkublock, der 120 mAh mehr als das Vorgängermodell bietet (3.300 Milliamperestunden). Das ergibt Sinn, denn schließlich ist auch das Display größer geworden. Unverständlich allerdings, dass zwar der USB-3.1-Typ-C unterstützt wird, aber kein schnellladefähiges Netzteil mitgeliefert wird. Auch eine Klinkenbuchse für den Kopfhörer-Einsatz fehlt, wobei aber ein Typ-C-Adapter im Karton liegt.

Glücklicherweise spielt Sony dafür wieder seine Sound-Trümpfe aus, denn auf der Frontseite gibt es klug platzierte Stereo-Lautsprecher, die munter aufspielen und durch das Dynamic Vibration System auf Wunsch auch Force Feedback geben – eine nette Spielerei.

Ab Oktober soll das neue Flaggschiff bereits für 799 Euro erhältlich sein, allerdings gibt es die Dual-SIM-Version nur im freien Handel.

 

Special: Ulf Schneider
Datum: 06.09.2018

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