SPECIAL: Sony mit neuen Impulsen auf dem Mobile World Congress

Sony Xperia XZ Premium

Vier Smartphones, neue Features & coole Gadgets: Sony zeigt eine beeindruckende Produktvielfalt auf hohem Niveau. Ein Besuch des Sony-Standes war in den letzten Jahren immer besonders ergiebig, denn neben Smartphone-Neuheiten präsentierten die Japaner auch neue Dienste und zukunftsweisende Hardware-Konzepte – so auch in diesem Jahr.

Sony Xperia XZ Premium/XZs

Basierend auf dem aktuellen Flaggschiff haben die Macher mit der Premium-Variante noch eine Schippe draufgelegt. Die Eckdaten sind ziemlich beeindruckend. So verfügt es über ein besonderes scharfes 5,5-Zoll-Display mit 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) mit HDR-Funktion, kommt mit dem aktuellen Android 7.0 Nougat und einem flotten USB-3.1-Typ-C-Anschluss. Zertifizierungen nach den Standards IP65/68 sowie eine üppige Akkukapazität von 3.230 mAh ist ebenfalls an Bord.

Im Inneren des Premium-Smartphones findet sich Hightech pur, denn der moderne Achtkern-Prozessor Snapdragon 835 von Qualcomm wird unterstützt von 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 GB internem Speicherplatz, sodass man den Japaner als absolut zukunftssicher bezeichnen kann.

Laut Hersteller sind aber vor allem die beiden Kameras das eigentliche Highlight. Die Hauptkamera mit 19 Megapixel nutzt erstmals die sogenannte Motion-Eye-Technologie, sodass selbst bei unerwarteten Bewegungen noch scharfe Schnappschüsse möglich sind. Noch beeindruckender ist das neue Super Slow Motion, denn Bewegungen werden dadurch dermaßen langsam dargestellt, dass echtes Hollywood-Feeling aufkommt.  Ebenfalls ein Pfund ist die Frontkamera mit über 13 Megapixel Auflösung, denn erste Testaufnahmen sehen selbst bei Kunstlicht angenehm ausgeleuchtet aus. Im Zusammenspiel mit vielen weiteren Features und gutem Weitwinkel wirkt dieses Kamera-Tandem als würde es in der obersten Riege mitspielen.

Erstmals müssen Sony-Fans (das Smartphone erhielt den Award „Bestes Neues Smartphone auf dem MWC) mit edlem Glasüberzug knapp 800 Euro (!) hinblättern, da der Trump-Effekt und erhöhte Produktionskosten deutliche Auswirkungen auf den UVP haben. Interessierte Käufer haben aber noch bis Juni Zeit zu Sparen.

Wer keine 4K-Auflösung braucht und mit 5,2 Zoll und etwas abgespecktem Prozessor leben kann, kann sich mit dem kleineren Schwestermodell Sony Xperia XZs (Release April) für rund 649 Euro begnügen.

Sony Xperia XA1/ XA Ultra

Xperia XA1

Detail XA1

Sony hat auch die Mittelklasse nicht außer Acht gelassen, wobei die Neuheiten eher wie Spitzenklasse-Modelle aussehen. Die Vollverglasung und der schmale Gehäuserahmen wirken nämlich unheimlich schick und elegant. Durch die optimale Ausnutzung liegen das Smartphone trotz 6 Zoll Display (1920 x 1080 Pixel) immer noch recht sicher in der Hand.

Unter der Haube ist das XA Ultra zeitgemäß aufgestellt: Android 7.0 Nougat, Mediatek-Prozessor MT6757 mit acht Kernen, 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, 32 Gigabyte interner Speicher sowie der USB-Typ-C-Anschluss.

Xperia XA1 Selfie

Wie schon in der Referenzklasse legten die Entwickler auch beim XA Ultra großen Wert auf die Kameraqualität. Die Hauptkamera beeindruckt mit 23 Megapixeln, während die Frontkamera als nützliche Spezialität ein Weitwinkel-Objektiv bietet, sodass sich auch Gruppen bequem einfangen lassen.

Angesichts des ungemein schicken Auftritts und der guten Ausstattung ist der UVP von 379 Euro für die Farbvarianten Schwarz und Weiß sehr fair. Mitte Mai sollen Händler erste Modelle aushändigen können.

Und es geht sogar noch günstiger: Die 5-Zoll-Variante XA1 löst zwar nur in 1280×720 Pixel auf, kostet dafür aber nur 279 Euro und ist bereits ab April erhältlich. Die Ausstattung ist mit 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, weniger Akkuleistung und einer handelsüblichen Selfie-Kamera mit 8 Megapixeln etwas schwächer.

Interessante „Spielereien“

Letztes Jahr noch eine Designstudie, 2017 aber Realität: Mit dem Sony Xperia Touch präsentieren die Japaner eine interessantes Peripherie-Gerät für Smartphones. Dieser Mini-Beamer verfügt über zwei Funktionen: Es kann in durchaus beeindruckender Qualität die Displayquelle auf eine maximal 23 Zoll große Fläche werfen oder als eine Art XXL-Touchscreen genutzt werden, indem das Displaybild auf einen Tisch  projiziert wird. Durch eine neuartige Kombination aus Kamera und Infrarot-Sendern reagiert die Projektion schnell auf Steuer- und Gestenbefehle, was auf der MWC-Messe eindrucksvoll und in vielen Varianten demonstriert wurde.

Xperia Touch

Der Sony Xperia Touch ist somit eine echte Innovation mit hohem Fun- und Nutzfaktor, hat aber ein entscheidendes Problem: Mit einem UVP von 1499 Euro müssen Käufer der ersten Stunde extrem tief in die Tasche greifen. Im Frühling beginnt der Spaß.

Xperia Agent

Noch ein Konzept ist der gesprächige Haushaltsroboter Xperia Agent. Ähnlich wie beim Amazon Echo soll der putzige Roboter Frauchen und Herrchen via Spracherkennung das Leben leichter machen. Und zwar in dem es an Dinge erinnert, den Wecker stellt oder online recherchiert. Der große Unterschied zu Echo: Der Roboter kann sich bewegen und schaut den Nutzer mit seinen großen Augen an, wenn man ihn anspricht – niedlich. Wem der Xperia Agent bekannt vorkommen sollte, braucht sich nicht zu wundern, denn die Designer haben sich bei der Optik ausgiebig vom fliegenden Roboter EVE aus Wall-E inspirieren lassen. Man darf somit gespannt sein, wohin diese Reise noch führt. 

Fazit

Starker Auftritt! Alle Smartphones überzeugen durch hohe Klasse und ein rundes Designkonzept, um sich von der breiten Masse wohltuend abzuheben. Mit den Gadgets beweisen die Japaner zudem, dass sie noch für Impulse auf dem Markt sorgen können. Sony könnte 2017 ein großes „Comeback“ gelingen.

Special: Ulf Schneider
Datum: 07.03.2017




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