SPECIAL: Nubert nuPro X-6000 Ende August bei uns im Test, alle Infos zum Aktivlautsprecher schon jetzt

Ende August, aller Voraussicht nach, wird die neue Nubert nuPro X-6000 (Stückpreis 1.245 EUR), eine mit High-Tech bis an den Rand gefüllte, schlanke Aktiv-Standbox, bei uns zum Test in der Redaktion eintreffen. Schon jetzt möchten wir die nuPro X-6000 in allen Einzelheiten präsentieren.

Überblick

Optisch im eleganten Unibody-Gehäuse antretend, integriert sich die in schwarz-matter oder weiß-matter Ausführung (jeweils Schleiflack) lieferbare nuPro X-6000 in nahezu jede Wohnlandschaft. In der Höhe misst der Lautsprecher kaum mehr als 1 Meter, hinzu kommt eine Breite von weniger als 20cm. Das ist schickes "Tower-Design". Das unter den Treibern eingebaute Display mit hoher Auflösung sieht schick aus und zeigt alle relevanten Informationen an. Unter dem Schallwandler verbaut Nubert einen hochwertigen Traversenstandfuß, damit sicherer Stand auf jedem Unterboden gewährt ist.

nuPro X-6000 in weiß ohne Gitter

Nubert nuPro X-6000 in weißer Variante mit Gitter

Die nuPro X-6000 ist ein Dreiwege-Lautsprecher, die zahlreiche interessante Möglichkeiten bietet. Zum einen die drahtlose Zuspielung von Bluetooth (mit aptX)-Signalen, zum anderen die drahtlose Verbindung von zwei nuPro X-6000 untereinander. Die nötige Wireless-Funktionalität ist bereits implementiert. Verbaut in der nuPro X-6000 sind zwei Basschassis, die mit jeweils einem eigenen Verstärker angespielt werden. Trotz der schlanken Bauform wird durch die langhubig ausgelegten Treiber eine kraftvolle sowie präzise Basswiedergabe erzielt.

nuPro X-6000 in Schwarz, Rückseite komplett

Wie alle aktiven Lautsprecher der nuPro X-Serie arbeitet auch die nuPro X-6000 hochauflösend digital. Gehen analoge Impulse ein, so werden diese sofort von einem hochwertigen A/D-Wandler in digitale Impulse transformiert. Beginnend bei der Eingangssektion, über den DSP-Chip bis zur Verstärkereinheit erfolgt eine direkte Verarbeitung aller Klangsignale, und zwar ohne irgendeine weitere Wandlung.

Rückseite im Detail

Erst der Tiefpassfilter der Endstufen setzt das Signal wieder in mechanische Schwingungen um. Vorteil dieses Ansatzes: Die ganze Signalkette kann frei von äußeren sowie inneren Störeinflüssen arbeiten. Daraus resultiert ein erstklassiger Störabstand von 113 dB sowie eine praktisch rauschfreie Wiedergabe. Eine Seltenheit bei aktiven Boxen.

Die nuPro X-6000 im Detail

Neu entwickelte Chassis bei der nuPro X-6000

Steigen wir nun genauer in die technischen Eigenschaften ein. Wie schon erwähnt, handelt es sich bei der nuPro X-6000 um eine vollaktive Dreiwege-Konstruktion. In ihrem Inneren sind eine aktive Weiche sowie vier kraftvolle Digitalverstärker untergebracht. Je 200 Watt leisten die Verstärkereinheiten. Das Klangsignal durchläuft zunächst die aktive DSP-Weiche und wird anschließend zu den integrierten Verstärkern weitergeleitet. Dadurch ist eine exakte Trennung sowie Linearisierung der Frequenzbereiche möglich. Das kommt im Besonderen der Tiefbasswiedergabe zugute.

Das Unibody-Gehäuse im edlen Schleiflack-Finish ist aus dickem MDF gefertigt. Dadurch werden Resonanzen effektiv unterdrückt, ein akkurates Klangbild wird so gefördert. Hinzu kommt, dass die abgerundeten Längskanten störende Kantendispersionen begrenzen, auch das kommt der neutralen, Nubert-typischen Klangcharakteristik zugute. Die Bassreflexöffnung ist auf der Unterseite des Gehäuses zu finden.

Solider und attraktiver Standfuß

Durch den soliden Standfuß unterhalb der Box wird sichergestellt, dass die Bassreflexöffung den richtigen Abstand zum Boden im Raum einhält. Die Einfassungen der einzelnen Chassis sind sanft gerundet, ein kleines, aber optisch attraktives Detail.

nuPro X-6000 mit zwei Langhub-Basschassis

Die akkurat mit Akustikstoff bezogenen Abdeckungen haften magnetisch. Wer die nuPro X-6000 demnach ohne Gitter betreibt, muss sich nicht an unschönen Vertiefungen fürs Schutzgitter stören. Die Schutzabdeckung ist übrigens grundsätzlich schwarz, auch bei der weißen nuPro X-6000. Hier lässt sich trefflich darüber streiten, ob nicht eine weiße Abdeckung fürs weiße Modell attraktiver wäre - hier dürfte es unterschiedliche Meinungen geben. Unserer Meinung nach sieht die nuPro X-6000 ohnehin am besten ohne Abdeckung aus.

Auf welche Chassis setzen die Schwaben bei der nuPro X-6000? Ein neu entwickeltes 15 cm Chassis mit einer Propylen-Verbund-Membran übernimmt die Wiedergabe des Mittel- und Tieftonbereiches. Aufgrund der langlebigen Auslegung mit einer beeindruckend großen maximalen Membranauslenkung werden nicht nur tiefe und wuchtige, sondern auch selbst bei hohem Pegel noch präzise Bässe erzeugt. Das Chassis weist gegenüber dem in der nuPro A-Serie verbauten Muster weitere Verbesserungen auf. Die effektive Membranfläche wurde vergrößert, der Klirrfaktor konnte weiter herabgesetzt werden und das Rundstrahlverhalten wurde optimiert. Der solide Druckgusskorb und die Hinterlüftung sorgen dafür, dass auch bei beträchtlicher Belastung kein Hitzestau auftritt. Durch diese konstruktiven Maßnahmen zeigt sich die nuPro X-6000 hohen Pegeln gegenüber nicht abgeneigt - ganz so, wie man es von Nubert kennt. Egal, ob passive oder aktive Nubert-Boxen, eine überragende Pegelfestigkeit gehört grundsätzlich mit zum "guten Ton".

Nein, kein Bändchen - auch bei der nuPro X-Baureihe setzen die Schwäbisch-Gmünder auf einen Kalottenhochtöner, der ebenfalls neu entwickelt wurde. Der Treiber mit starkem Magneten misst bezüglich der Membran 25mm und macht durch eine besonders effektive Dämpfung und ein ausgezeichnetes Abstrahlverhalten auf sich aufmerksam.Bedingt durch das hervorragende Abstrahlverhalten konnte die Auflösung im Ultrahochtonbereich verbessert und die "Bühnenwirkung" bei der Stereowiedergabe optimiert werden.

Fernbedienung

Im Lieferumfang enthalten ist nicht nur die Möglichkeit zur Steuerung der nuPro X-6000 per App, sondern auch eine formschöne Fernbedienung mit abgerundeten Gehäuseecken. Die Abdeckung aus Metall stärkt den robusten und attraktiven Gesamteindruck weiter. Die Fernbedienung liegt ausgezeichnet in der Hand, das haben wir schon auf der High End 2018, wo die nuPro X-Serie erstmalig öffentlich präsentiert wurde, feststellen können. Unter anderem kann man die Quelle per dedizierter Taste direkt anwählen, natürlich die Lautstärke einstellen und auch die Intensität im Bass- und im Mittel-/Hochtonbereich regeln. Erweiterte Einstellungen wie Paar- und Einzelbetrieb oder das Bluetooth-Pairing sind über das Steuerkreuz auf der Stirnseite der Box zugänglich.

Sämtliche Funktionen kann man außerdem, wie bereits mehrfach erwähnt, über eine App erreichen, die Nubert für Android- und iOS-Geräte gratis anbieten und die per Bluetooth Verbindung zur Masterbox aufnimmt.

OLED-Display vorne

Eine OLED-Anzeige mit hoher Auflösun, vorn unterhalb des letzten Basschassis untergebracht, gibt Auskunft über die Optionen und den Betriebszustand. Natürlich lässt sich das Display auch dimmen oder ganz abschalten. Auch mit aufgesetzter Stoffabdeckung lässt sich die Box weiterhin per Fernbedienung oder über die App steuern und das Display weiterhin ablesen.

Der Beweis (Bild zeigt nuPro X-4000): Auch mit Gitter davor ist das OLED-Display einwandfrei ablesbar

Wie umfassend sind die Einstelloptionen? Die nuPro X-Lautsprecher bringen mehrere Möglichkeiten mit, die Akustik an die Vorlieben des Zuhörers oder an die Raumgegebenheiten anzupassen. Eine gängige Bass- und Höhenregelung hebt die tiefen oder die mittleren und hohen Frequenzen wahlweise um bis zu zehn Dezibel an oder senkt sie ab. Diese Steuerung arbeitet nach dem von Nubert bekannten Prinzip der Klangwaage und schont die Balance und Harmonie der ursprünglichen Aufnahme - das haben wir bereits in den Tests anderen Nubert-Boxen immer wieder feststellen können.

Umfangreichere Eingriffsmöglichkeiten stellt der Fünf-Band-Equalizer, der über die App oder das Steuerkreuz erreichbar ist und punktgenaue Eingriffe an fünf Frequenzbändern ermöglicht, sicher. Zusätzlich beinhaltet die Ausstattung auch eine hörphysiologisch korrekte Loudness-Funktion, die je nach Lautstärke den Basspegel sanft bis moderat anhebt und damit gehörmäßige Defizite bei geringen Abhörpegeln ausgleicht.

Anschlussterminal

Was kann man alles mit der nuPro X-6000 verbinden? Die schlanke Standbox stellt sechs Digitaleingänge bereit, und zwar zwei optische, zwei elektrische digitale Anschlüsse sowie einen USB-Port plus dahinter liegendem USB-DAC, über den sich die Box als externe Soundkarte an einem geeigneten Rechner verwenden lässt. Zusätzlich wird jede nuPro inklusive eines HDMI-Adapters ausgeliefert, der am USB-Versorgungsausgang Platz findet. An allen digitalen Eingängen können nun HiRes-Aufnahmen bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz zugespielt werden.

Des Weiteren stehen ein Stereo-Cincheingang mit einstellbarem Gain sowie ein symmetrischer XLR-Anschluss zur Verfügung, wobei dort eingehende Analogsignale umgehend digital gewandelt werden, um eine verlustfreie Weiterverarbeitung zu ermöglichen. So lassen sich insgesamt bis zu zwei analoge und sechs digitale Zuspieler an einer Box der nuPro X-Serie betreiben, das steigert die Flexibilität immens.

Als weiterer, drahtloser „Anschluss“ kann der integrierte Bluetooth-Empfänger gelten, über den Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Computer als drahtlose Zuspieler mit der nuPro Verbindung aufnehmen können. Dank AptX-Support erfolgt die Übertragung in HiFi-Qualität. Um andere Wireless-Standards wie UPnP oder Airplay zu nutzen, empfiehlt Nubert die Verwendung geeigneter Adapter aus dem hauseigenen Zubehörangebot.

Jeder nuPro-Lautsprecher besitzt außerdem einen Subwoofer-Ausgang mit regelbarer Grenzfrequenz für einen optionalen Aktiv-Woofer und einen Link-Out, um zwei Boxen zu einem Paar zu verknüpfen. Der Link-Betrieb erfolgt wahlweise über ein mitgeliefertes elektrisches Digitalkabel oder aber kabellos per Funkverbindung. Im Gegensatz zu den meisten ähnlich ausgestatteten Aktivlautsprechern arbeitet die Wireless-Übertragung laut Nubert völlig verlustfrei! Ebenfalls finden sich auf der Rückseite jeder Box noch ein USB-Versorgungsausgang (etwa für den Betrieb von Wireless-Adaptern) sowie eine Service-Buchse.

Was gibt es zum Thema Stromverbrauch zu sagen? Der nuPro X-6000 ist mit einer komfortablen Energiesparautomatik ausgestattet. Diese schaltet die Box selbstständig ein oder versetzt sie bei Nichtbenutzung in den stromsparenden Stand-by-Modus. In diesem Stand-by-Modus, der sich über die App, Fernbedienung oder am Steuerkreuz auch manuell aktivieren lässt, verbraucht die nuPro X-6000 weniger als 0,5 Watt. Mittels eines Wippschalter lässt sich die X-6000 auf Wunsch auch vollständig vom Netz trennen. Das Weitbereichsnetzteil erlaubt den Einsatz dieser Aktivbox an Netzspannungen von 110/120 bis 230/240 Volt.

Interessiert an der nuPro X-6000? Dann ist es eine Freude, den großzügigen Lieferumfang als weiteren Pluspunkt hinzuzufügen. Montageset, Traversenfüße, magnetische Frontabdeckung, Fernbedienung mit Batterie, HDMI-ARC-Adapter, Netzkabel (2 Meter), Klinken-Cinch-Adapterkabel (1,5 Meter), elektrisches Digitalkabel (3 Meter), optisches Digitalkabel (1,5 Meter), und auch noch ein USB-Kabel (Typ A/Typ B) (1,5 Meter).

nuPro X-Vorführung auf der High End. Ganz außen steht die nuPro X-6000

Kurz haben wir die nuPro X-6000 auf der High End bereits gehört. Der trockene, klar definierte und kraftvolle Bass überzeugt, und der Übergang vom Tief- in den Mitteltonbereich geht nahtlos und ohne Klangloch vonstatten. Die vier jeweils 200 Watt starken Digitalendstufen sichern ein nachdrückliches Zupacken der nuPro X-6000 auch bei hohem Pegel. Der Hochtonbereich erfreut uns mit ausgezeichneter Auflösung, und der Vorzug einer Kalotte, einen nahtlosen Übergang vom Hoch- in den Mitteltonbereich zu ermöglichen, kommt klar heraus. Mit toller und authentischer räumlicher Wirkung und einer charismatischen Stimmpräsentation sammelt die nuPro X-6000 weitere Pluspunkte. Wir sind schon jetzt auf den Auftritt der nuPro X-6000 in unserer Redaktion gespannt.

 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 10. Juli 2018

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