SPECIAL: Mehr Power – mehr Performance? Der neue Denon 7.2 AV-Receiver AVR-X3400H

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Mit dem neuen AVR-X3400H will Denon die Konkurrenz in ihre Schranken weisen und stellt ein enorm leistungsfähiges und opulent ausgestattetes Gerät in der hart umkämpften Gewichtsklasse um 1.000 EUR auf. 7 Kanäle sowie zwei Subwoofer-Preouts sind hier Pflicht, obligatorisch auch die vollwertige 4K Ultra HD-Funktionalität inklusive HDR-Passthrough. Ja, auch Dolby Vision wird unterstützt. Auch die objektbasierten 3D-Audiotonformate dürfen nicht fehlen, sowohl Dolby Atmos als auch DTS:X ist mit an Bord. Und selbstverständlich ist auch der AVR-X3400H mit der HEOS Multiroom-Technologie ausgestattet und integriert sich naht- und kabellos in das System von Lautsprechern und Soundbars.

Der AVR-X3400H wird bereits in diesem Monat erhältlich sein und platziert sich, auf die Neuveröffentlichungen der letzten Monate) preislich ziemlich genau zwischen den neuen Pioneer VSX-LX302 (799 EUR) und Onkyo TX-RZ820 (1.199 EUR). Denon will hier ganz klar ein Ausrufezeichen setzen und bietet mit dem neuen Gerät der X-Serie ein Gerät an, dass für knapp 200 EUR weniger mit identischen Leistungsdaten von 180 Watt pro Kanal an sieben Kanälen aufwartet. Der Pioneer, wie die anderen Modelle mit Class D-Verstärkern ausgestattet, bietet etwas weniger Power nach Zahlen, kostet aber auch deutlich weniger. Bei den digitalen Anschlussmöglichkeiten setzt sich der Trend fort: Während der Onkyo-Receiver mit sechs Eingängen plus Front daherkommt, ist der AVR-X3400H mit insgesamt 8 Eingängen versehen. Multimedial gesehen setzen die Hersteller auf ihr jeweiliges Multiroom-Konzept, HEOS bei Denon und FireConnect bei Onkyo. Hier gibt sich der TX-RZ820 noch etwas flexibler, da auch dts:PlayFi und Google Chromecast-Support an Bord ist. Natürlich lässt sich anhand der nackten Daten kein ausreichend aussagekräftiges Profil erstellen, die Auflistung dient hauptsächlich dazu, zu untermauern, dass Denon in dieser Preisliga ein üppig bestücktes Kraftpaket liefert, dass sich auch mit teureren Geräten messen kann und möchte.

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Gesamtansicht mit Fernbedienung und Messmikrofon

Wie bereits erwähnt, verfügt der AVR-X3400H über Dekodierfunktionen für sämtliche gängigen Tonformate inklusive Dolby Atmos und DTS:X. Mit sieben Endstufen kann der AV-Receiver entweder ein konventionelles Setup mit Surround Back-Lautsprechern befeuern oder aber man nutzt zwei Endstufen für Deckenlautsprecher bzw. Top-Firing-Module in einem 5.1.2-System. Wer nicht alle Endstufen nutzt, kann diese natürlich auch für eine weitere Zone verwenden. Hier hat Denon auch praktischerweise einen dritten HDMI-Ausgang integriert, so ist eine parallele Nutzung eines Projektors und TV-Gerätes im Hauptbereich sowie eines weiteren HDMI-Ausgangs für die Bildwiedergabe in der zweiten Zone möglich.

Audio Return Channel-Funktionalität ist natürlich an Bord, über ein Firmware-Update wird diese sogar erweitert werden. Mit eARC (Enhanced Audio Return Channel) ist der AVR in der Lage, auch objektbasiertes Audio wie Dolby Atmos und DTS:X über HDMI von TV-Apps zu empfangen. Wann das Update hierfür erscheinen wird, ist aber noch nicht bekannt.

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Rückseite

Die akustische Anpassung des Raumes übernimmt Audyssey MultEQ XT32 und diese wird im Idealfall direkt bei der Installation des Gerätes durchgeführt. Wie mittlerweile bei Denon üblich, ist auch im AVR-X3400H ein sehr umfassender und für Heimkino-Einsteiger absolut geeigneter Einrichtungsassistent an Bord. Über das angeschlossene Bildschirmmenü wird man Schritt für Schritt durch die notwendigen Vorgänge geführt. Schritt für Schritt ist hier absolut wörtlich zu nehmen, sogar die Aufstellung der Lautsprecher und der Anschluss der Lautsprecherkabel wird hier visuell dargestellt und mit einem kurzen Hilfetext beschrieben. Selbst absolute Neuanfänger können hier kaum Fehler machen. Ebenfalls hilfreich und komfortabel beim Handling des Gerätes sind die vier Quick Select-Tasten, die mit den beliebtesten Eingangsquellen und den bevorzugten Audio-Einstellungen belegt werden können.

Audyssey MultEQ XT32 ist auch mit der neuen Audyssey MultEQ-Editor App kompatibel, die kostenpflichtig im Google Play Store und im App Store erhältlich ist und sehr präzise individuelle Einstellungen ermöglicht. Ebenfalls dazu gehört Audyssey LFC – der Nachbar-Schutz. Hierbei werden die Einstellungen entsprechend angepasst, dass kraftvolle Bässe auch bei nicht allzu hoher Lautstärke spürbar werden. Ebenfalls integriert ist die SubEQ HT-Technologie, die bei der Nutzung von zwei Subwoofern für einen sehr gleichmäßigen und ganzheitlichen Sound sorgen soll.

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Innenleben

Die im Denon AVR integrierte Video-Einheit bietet volle 4K Ultra HD-Unterstützung. Das bedeutet, dass Videosignale in 4K/Ultra HD-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie der vollen Farbtiefe (4:4:4) übertragen werden. Das schließt den BT.2020-Farbraum und HDCP 2.2 ein. Außerdem werden die drei essentiellen HDR-Formate unterstützt, neben dem konventionellen HDR10 auch das vor allem für TV wichtige Hybrid Log Gamma und auch Dolby Vision ab Werk. Bei letzterem fehlt es uns zwar noch etwas an Content, allerdings wurden mittlerweile einige Blu-ray Discs angekündigt und auch Serien, die beispielsweise via Netflix ausgestrahlt werden (z.B. Stranger Things), sind mit diesen zusätzlichen Daten versehen. Mittlerweile nicht mehr unbedingt Standard, beim AVR-X3400H aber integriert, ist die Möglichkeit, niedrigauflösende Videos auf 4K zu skalieren, und das inklusive Analog/HDMI-Umwandlung.

Der AVR-X3400H wird entweder kabelgebunden oder per WLAN ins Netzwerk integriert, ist mit zwei Antennen ausgestattet und unterstützt Dual-Band. Der Receiver unterstützt das ganze HEOS-Sortiment und ermöglicht den Zugriff auf Internetradio und Streaming-Angebote (Spotify Connect, Deezer, JUKE!, Napster, Soundcloud und Tidal). Auch die Wiedergabe von Netzwerk-Servern ist gegeben und AirPlay ist an Bord. Für Convenience ist mit Bluetooth gesorgt. Dass der AVR-X3400H mit HEOS-Technologie daherkommt, sich mit anderen HEOS-Komponenten kurzschließt und per App steuerbar ist, wurde ja bereits eingangs erwähnt. Die Digital/Analog-Wandlung übernimmt ein neuer D/A-Wandler von AKM, der AK4458N mit 32Bit.

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Denon AVR-X3400H

Ebenfalls typisch für Denon ist die hohe Integrationsfähigkeit der Geräte in eine bestehende Hausinstallation. Der AVR-X3400H bietet Crestron Connect-Kompatibilität sowie per IR-Bedienung gesteuerte Ein-/Ausgänge, 12V-Schaltausgang, 7.2 Vorverstärkerausgänge und einen RS232-Anschluss. Stromsparer erfreuen sich am Denon Eco-Modus, der die Leistungsaufnahme des AV-Receivers je nach Nutzungsart anpasst.

Hier geht es direkt zur Produktseite auf denon.de!

 

Special: Philipp Kind
Fotos: Denon PR
Datum: 14.07.2017




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