SPECIAL: Lieber einen günstigeren 2015er Ultra HD-TV kaufen oder ein neues 2016er Modell?

Viele Leser stehen vor einer schwierigen Endscheidung. Entweder noch einen besonders günstigen Ultra HD-TV aus 2015 kaufen, oder aber gleich auf ein neues 2016er Modell zurückgreifen. Auf den ersten Blick kann es durchaus verheißungsvoll sein, einen 2015er Ultra HD-TV zu erstehen, denn man bekommt eine höherwertige Modellreihe und/oder eine größere Bildschirmdiagonale zum kleineren Kaufpreis. Wer allerdings tiefer in die Materie eintaucht, wird rasch merken, dass es sich nur dann lohnt, ein 2015er Modell zu erstehen, wenn man einen besonders günstigen Ultra HD Zweitfernseher sucht. Wer Wert auf erstklassige Bildqualität legt, wird aus den nun detailliert aufgeführten Gründen mit einem 2016er Modell besser fahren:

Panasonic HDR OLED 2

HDR-Content mit enorm großem Kontrastumfang

  • Viele 2016er TVs verfügen über ein besonders helles und kontrastreiches Display, das bereits High Dynamic Range (HDR) unterstützt. Mit HDR ist das Ultra HD Seherlebnis erst komplett. Etwas aufpassen sollte man lediglich beim Kauf, denn es gibt verschiedene HDR-Skalen. So kann man mit ultratiefem Schwarzpegel (z.B. OLED) und einem zwar recht hohen, aber nicht exorbitanten maximalen Helligkeitspegel HDR-Content betrachten. Dann macht man dies am besten im dunkeln oder zumindest weitgehend dunkeln Raum, Vorteil ist ein sehr authentisches, augenfreundliches Bild. LCDs, die je nach Modell bis zu 1.500 Nits (gegenüber ca. 500 bis 700 bei OLEDs) erreichen, verdeutlichen den HDR-Effekt auch sehr gut in Räumen mit stärkerem externem Lichteinfall. Hier sollte man sich vor dem Kauf genau informieren, zudem gibt es auch LCDs mit Nit-Werten um die 700.

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2015er OLED mit HDR: Panasonic

  • Die meisten LCD-TVs mit Quantum DOT-Display (z.B. Samsung SUHD und Sony Triluminos Ultra HD-TVs) erzielen Werte zwischen 1.000 und sogar 1.500 Nit (neueste LED Direct Backlight-Technologien). Im Übrigen gibt es einen uns bekannten 2015er TV, der in der High End-Liga beheimatet ist und schon HDR kann: Der OLED-TV im 65 Zoll-Format TX-65CZW954 von Panasonic.

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Mit „Backlight Master Drive“: Sony ZD9-Serie. Hier ist die Backlight-Steuerung besonders präzise

  • Noch besseres Backlight mit intelligenterer Steuerung. Schon bei normalem Material (kein HDR-Content) sind Schwarzwert, Gesamt- und Detailkontrast deutlich verbessert.

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Samsungs SUHD-Modelle, hier das Flaggschiff KS9890, begeistern durch tolle Farbwiedergabe

  • Bessere Farbwiedergabe inklusive dem Support des erweiterten Farbraums für die Ultra HD-Ära. Auch hier sind TVs mit aktuellem Hightech-Panel klar im Vorteil. 

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Schon Modelle der gehobenen Mittelklasse, wie die Panasonic DXW784-Baureihe bieten viel CPU-Power

  • Mehr Prozessor-Power. „Nie waren sie so stark wie heute“ – das trifft auf die aktuellen TV-Generation ab der oberen Mittelklasse wirklich zu. Ganz gleich, ob die schnelle Umsetzung von Bedienbefehlen oder aber das Herunterladen neuer Apps aus dem Internet – überall sind die aktuellen Geräte, gerade von Samsung, Panasonic, TP Vision Philips oder LG ungemein zügig. Vorteil der großen internen CPU-Kraft ist ferner, dass z.B. das Upscaling niedriger auflösender Inhalte (von Blu-ray zum Beispiel) besonders scharf, rauscharm und stabil gelingt. Auch das De-Interlacing von Interlaced Material (z.B. die privaten TV-Sender, die in 1.080i ausstrahlen mit HD+ Karte) ist ausgezeichnet. 

Daher ist das Fazit überraschend deutlich. Lieber etwas mehr Geld ausgeben und sich ein 2016er Modell sichern. Ab der oberen Mittelklasse sind HDR und entsprechende Hightech-Displays Standard, ebenso üppige Rechenleistung.

Special: Carsten Rampacher
Datum: 30. September 2016




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