SPECIAL: Lenovo moto x4 und moto z2

Nach großen Erfolgen in Asien und Schwellenländern soll auch Europa vom Verbund aus Lenovo/Motorola (nur noch Moto) und Medion überzeugt werden. Das Unternehmen wählte dafür einen cleveren Schachzug: Attraktive Preise und innovative Features.

Einfallsreich sieht das Lenovo moto x4 zwar nicht aus, doch das eloxierte Aluminiumgehäuse und das 3D-geschwungene Design der Rückseite lösen durchaus Begehrlichkeiten aus. Das Gehäuse mit Gorilla Glass 3 ist aber nicht nur schick, sondern auch IP68-Zertifiziert und somit wasserdicht, was auf der Messe auch ausgiebig demonstriert wurde.

Das moto x4 ist wasserdicht

Das kompakte Smartphone bringt „nur“ rund 163 Gramm auf die Waage und bietet ein 5,2 Zoll großes AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), das angenehm knackig und farbstark abbildet.

Wie die Mitbewerber steckte auch Lenovo viel Entwicklungsarbeit in die Kameras, die sie vollmundig als intelligent bezeichnen. Bereits die nackten Eckdaten weisen auf besondere Talente hin. So wird bei der rückseitigen Kamera die angesagte Dual-Pixel-Autofokus-Technologie verwendet (12 MP und 8 MP), wodurch man variable und hochwertige Schnappschüsse einfangen kann. Eine besondere Fähigkeit ist die Objekterkennung. Auf Wunsch gibt das Lenovo moto x4 Auskunft zu den geschossenen Motiven, sei es Gegenstände oder Sehenswürdigkeiten – das klappte bei der Demonstration bereits sehr gut. Durch eine Vielzahl an Software-Kniffen sind zudem noch weitere Gimmicks möglich, wie beispielsweise Gesichtsfilter oder animierte Selfies.

Kamera

Objekterkennung

Der Frontknipser ist hingegen optimal für beschauliches Licht sowie kurze Distanzen ausgelegt und bietet sogar sehr üppige 16 Megapixel. Da der Camcorder darüber hinaus in Ultra-HD-Qualität (3840 x 2160 Pixel) mit 30 Bildern die Sekunde aufnehmen kann, gibt es hier bei der UVP von 400 EUR nichts zu kritisieren.

Auch das restliche Ausstattungspaket bietet einige Überraschungen. So ist Amazons Sprachassistentin Alexa an Bord, ein Fingerabdruck-Sensor, USB-Typ-C-Anschluss und via vorinstallierter App können über Bluetooth 4.2 bis zu vier Speaker parallel angesteuert werden, um auch größere Räume zu beschallen. Clevere Idee, die aber zumindest auf der Messe nur mit Verzögerungen funktionierte.

Beim Lenovo moto x4 dient das aktuelle Android 7.1 Nougat als Betriebssystem, und auch bei der Prozessorausstattung wird Technik neuester Stand geboten. Im Inneren werkelt ein Qualcomm-Snapdragon-630-Prozessor mit acht ARM-Cortex-53-Kernen für bis zu 2,2 Gigahertz Leistung sowie eine Andreno-508-Grafikeinheit mit 650 Megahertz.

Ende September soll das x4 bereits über die Theke gehen.

moto z2 Force Edition

Bei diesem Modell bewegt sich Lenovo sogar im oberen Preisbereich, denn der UVP liegt bei 799 Euro. Dafür ist das Unibody-Gehäuse der 7.000 Serie aus Aluminium und bietet eine IP68 Zertifizierung, was für besondere Robustheit sorgen soll. Das polierte Gehäuse ist angenehm schlank (6 mm Bautiefe) geraten, sodass das moto z2 Force Edition auch in engen Hosentaschen verschwindet.

moto z2

Als Touchscreen wurde ein hochwertiges 5,5 Zoll-Quad-HD-AMOLED (2560 x 1440 Pixel) Display verbaut, das nicht nur extrem scharf ist, sondern auch durch seine Brillanz und plastischer Farbwiedergabe überzeugen kann. Der Clou: Das Display wird durch ein besonders bruchfestes „ShatterShield“ geschützt, was lästigen Kratzern vorbeugen soll. Lenovo gibt daher vier Jahre Garantie gegen Bruch und Sprünge im Display – auf Kratzer hingegen nicht.

Erwartungsgemäß bietet das Smartphone ebenfalls eine Dual-Kamera. Die beiden 12-MP-Knipser liefern in Tandem Monochrom- und Farbaufnahmen, sodass Fotos mit Tiefenschärfe möglich sind. Der Benutzer kann dabei einen Unschärfeeffekt im Hintergrund oder Vordergrund hinzufügen („Bokeh-Effekt“). Effektvoll: Hintergrunde lassen sich sogar in Graustufen darstellen. Qualitativ verspricht der Hersteller Schnappschüsse auf allerhöchstem Niveau, auch dank eines Nachtmodus. Eine 5-Megapixel-Kamera für Selfies sowie ein 4K-Camcorder runden Ausstattung ab.

moto z2 Geräte-Front

Im Bereich Konnektivität bleiben keine Wünsche offen: LTE Cat.16, BT 4.2, Dual-Band-WLAN, NFC sowie das schnell USB Typ-C. im Zusammenspiel mit der TurboPower-Aufladung soll in nur wenigen Minuten bereits acht Stunden Strom wieder verfügbar sein.

Beim Prozessor vertrauen die Hersteller dem bewährten Qualcomm Snapdragon 835, der von 6 GB RAM unterstützt wird. Der interne Speicherplatz beläuft sich auf 64 GB und lässt sich via microSD erweitern.

Bei der Handhabung sorgt das Betriebssystem Android 7.1 Nougat, ein Fingerprintscanner auf der Vorderseite sowie Sprachsteuerung via Abfragen über Moto Voice für hohen Bedienkomfort.

moto z2 Kamera-Aufsatz

Eine große Besonderheit beim moto z2 Force Edition ist die Unterstützung der Aufsatzmodule („Mods“), wodurch sich das Smartphone in Handumdrehen in eine, wenn auch sehr kompakte,  Stereoanlange oder einen Videoprojektor verwandelt wird. Neu ist die Moto 360 Camera für 269 Euro. Das nur 2mm dicke Modul verwandelt jedes Moto z Gerät in eine 360-Grad-Kamera. Auf Knopfdruck können Nutzer somit interaktive 360-Grad 4k Videos mit 3D Sound aufnehmen. Clever: Die Tonaufnahme folgt der Blickrichtung. Alle Aufnahmen lassen sich via App nachträglich bearbeiten und schnell in den sozialen Netzwerken verbreiten.

Ende September sind beide IFA-Neuheiten bereits erhältlich.

Special: Ulf Schneider
Datum: 20. September 2017




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