SPECIAL: Erste Eindrücke vom High End Sony Walkman NW-ZX2B für 1.200 EUR

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Wir hatten im Rahmen der Sony Roadshow die Gelegenheit, den neuen Top HiRes-Walkman NW-ZX2B für 1200 EUR bei Klang-Checks etwas besser kennen zu lernen.

Der NW-ZX2B ist mit 128 GB Speicherkapazität ausgestattet und unterstützt auch den LDAC Codec, damit wird drahtlose Übertragung von Musik praktisch in HiRes-Qualität möglich. Komprimierte Audio-Files können dank dem Sony-eigenen DSEE HX nahezu auf HiRes-Qualität aufpoliert werden. Was man dem edlen Stück gleich anmerkt – nur das Beste ist gut genug.

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Sehr solide Verarbeitungs- und Materialqualität kann zu diesem Preis erwartet werden

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Die Bedienelemente sind sauber eingearbeitet

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Rückseite

Der Walkman hat ein absolut steifes, massiv verarbeitetes Gehäuse. Hier hat man richtig Technik in der Hand, für den Audiophilen, und kein millimeterdünnes Designerstück. Die gummierte Rückseite ist eine Hommage an die Profitechnik, und zudem sorgt dieses Detail für großartige Griffigkeit. Noblesse und das Flair der Luxusklasse versprüht selbst das natürlich goldene Terminal für den 3,5 mm Miniklinkenstecker.

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Das Display löst mit 854 x 480 Pixeln fein auf

Das LED-LCD-Multi-Touchdisplay löst mit 854 x 480 Pixeln auf und verfügt sogar über TRILUMINOS-Tchnologie, die man aus den großen BRAVIA Smart TV-Serien des Hauses kennt. Als Betriebssystem fungiert Android 4.2, unterstützt werden folgende Musikformate: FLAC, ALAC, AIFF, MP3, AAC-LC, HE-AAC, WMA, LPCM, DSD.

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Darstellung der Musikbibliothek

Bei „Get Lucky“ von Daft Punkt in HiRes gibt der Edel-Walkman gleich alles – wir hatten hier ein Sony Headphone der 600 EUR Liga am Start, um den Walkman mehr zu fordern. Toll straffer Bass, sensationelle Detaillierung, sehr natürliche räumliche Darstellung. Stimmen und Instrumente sind perfekt getrennt, trotzdem ist das akustische Gesamterlebnis harmonisch und wie aus einem Guss.

Einzelne musikalische Details hinterer Ebenen werden exzellent hervorgehoben und impulstreu eingearbeitet. Der Klang ist höchst angenehm und nie drückend oder schwer.. „Love Never Felt So Good“ von Michael Jackson klingt ebenfalls enorm lebendig und feindynamisch exzellent. Jede Einzelheit kann herausgehört werden, und zwar so homogen und angenehm, als gäbe es nichts anderes. Die großartige Souveränität ist das, was diesen High End Walkman auszeichnet.

Man fühlt sich als Hörer völlig frei, von Musik umgeben, die sich so gut vom Kopfhörer löst, dass man es kaum glauben kann – wenn man es nicht selbst erlebt hat. Feinste Facetten im Hochtonbereich, die man sonst nie heraushörte, sind plötzlich vorhanden, und man gewinnt den Eindruck, das Lied „neu“ zu hören, ganz gleich, wie gut man es zuvor kannte.

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Einstellungsmöglichkeiten am NW-ZX2B

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Verschiedene Sound-Modi können gewählt werden

Er gibt alles so gelassen in erstklassiger, bislang kaum gekannter Qualität wieder, dass man nicht aufhören kann, der Musik zu folgen. Rhythmus, Kontrolle, Raumgefühl – alles ist auf enorm hohem Level. „So Emotional“ von Whitney Houston kommt ebenfalls herausragend zur Geltung. Die Stimme der leider verstorbenen US-Ikone hört man so klar, so charismatisch, als säße man direkt auf dem Live-Konzert. Frisch, natürlich, gleichzeitig kultiviert, kraftvoll – all das, was man von Spitzen-Klang erwartet, bietet Sonys Ausnahme-Talent. Alles ist so akkurat durchstrukturiert, als würde es der Aufnahme-Toningenieur selbst präsentieren. 

Sicher, das möchten wir gar nicht außen vor lassen, 1.200 EUR ist ein stolzer Preis für einen HiRes-Walkman, und daher wird die Zielgruppe für ein solches Produkt eher klein sein – absolute Audio-Liebhaber, die z.B. Klassik und Jazz in höchstmöglicher Qualität portabel hören möchten, sind hier an der richtigen Adresse. Mit dem NW-ZX2B offeriert Sony ein semiprofessionelles Tool zur Wiedergabe von HiRes Dateien – und in Verbindung mit einem entsprechenden Kopfhörer werden die Unterschiede zu normal auflösenden bzw. komprimierten Dateiformaten überraschend gnadenlos herausgestellt.

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Mit DSEE HX peppt man Bitrate-geschröpfte MP3s auf

Ein Direktvergleich MP3/HiRes haben wir uns angehört, und eine komprimierte Datei wirkt im Hörvergleich blass, unscheinbar, oberflächlich. Wie zu erwarten, sinkt die Differenz, wenn wir mit einem immer noch respektablen 250 EUR Sony Kopfhörer gegen hören – dann klingt MP3 besser und HiRes nicht so beeindruckend wie mit dem mehr als doppelt so teuren Kopfhörer-Oberklasse-Modell.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 17.02.2015




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