SPECIAL: Die Lautsprecher-Kaufberatung Winter/Frühjahr 2019 - vom Bluetooth-Lautsprecher bis hin zur passiven Standbox

Zuletzt im Frühjahr 2018 haben wir eine Lautsprecher-Kaufberatung veröffentlicht. Seitdem ist fast ein Jahr vergangen, ein Jahr, in dem wir zahlreiche neue Lautsprecher getestet haben. Wir nehmen den "Testjahrgang 2018/2019" hier als Grundlage, um Empfehlungen hinsichtlich Bluetooth-Lautsprechern, Netzwerk/Streaming-Lautsprechern, Aktivlautsprechern, passiven Regallautsprechern und passiven Standboxen abzugeben. Im Artikel gehen wir ganz einfach vor: Das preiswerteste Produkt beginnt, das teuerste steht am Schluss.

Teufel Rockster Go: Für rund 150 EUR offeriert der Rockster Go ein enormes Potential. Durch die gute Pegelfestigkeit beschallt er zuhause auch gern das kleinere Zimmer. Durch die robuste Verarbeitung kann man ihn aber auch überall hin mitnehmen, Auch die noch als kompakt zu bezeichnenden Abmessungen ermöglichen dies. Akustisch spielt er überraschend komplett auf und wird so zu einer preisgünstigen und leistungsstarken Option. Ein kleiner Grund zum Meckern ist die mit 12 Stunden nicht gerade üppig bemessene Akkulaufzeit. 

JBL Xtreme 2 (2018): Für B-Ware zahlt man nur rund 230 EUR. Dafür bekommt man eine sehr robuste Verarbeitung, eine praxisgerechte Ausstattung (inklusive Trageriemen, an dem sogar ein Flaschenöffner angebracht ist), eine charakteristische Optik und einen lebendigen, kräftigen Klang. Fürs kleinere Zuhause gibt der Xtreme 2 sogar eine sehr überzeugende Erstbeschallungs-Quelle ab. Großer Akku, lange Laufzeiten und eine sehr gute Freisprecheinrichtung sind weitere Argumente für den Xtreme 2.

Harman Kardon Citation 500 Streaming-Lautsprecher für 649 EUR: Exzellent in jeder Beziehung, das macht den schon optisch edel auftretenden Citation 500 aus. Ob man das Farbdisplay auf der Geräteoberseite wirklich braucht, sei mal dahingestellt, ein hochwertiges Detail ist es aber allemal. Dank satten 200 Watt Verstärkerleistung zieht der Citation 500 alle Register, er spielt mit Nachdruck, erzeugt einen für die Gehäuseabmessungen hervorragenden Tiefgang und liefert eine facettenreiche, klar definierte Räumlichkeit. Mittels Google Home ist der Citation 500 in wenigen Minuten betriebsbereit. Google Assistant funktioniert dank der hochwertigen eingebauten Mikrofone erstklassig. 

Klipsch Reference R-610F (700 EUR Paarpreis laut UVP): In der Praxis ist der solide verarbeitete kleine Standlautsprecher sogar noch günstiger zu bekommen. Und was für den schmalen Preis an akustischer Performance geboten wird, ist herausragend: Satter, aber zugleich exakter Bass, erstaunlich gut strukturierte Mitten und klare, aber nicht zu schneidende Höhen. Hinzu kommt der Klipsch-typische überragende Wirkungsgrad. Eine rundherum stimmiges Gesamtpaket. 

Teufel Rockster (999 EUR Normalpreis): Der "klassische" Rockster ist ein Rockstar und eine echte Bombe. Er realisiert spielerisch enorme Pegel, klingt dabei aber nicht einfach laut und unkultiviert, sondern gibt auch komplexe Musikstücke viel besser wieder, als wir erwartet hätten. Die zweite Generation klingt präziser, ist im Pegel-Grenzbereich verbindlicher und somit in wichtigen Belangen besser als die erste Generation., Vom Konzept her ist der Rockster nach wie vor einzigartig, er mutiert auch blitzschnell zum mobilen Hochleistungs-Beschallungssystem für die spontane Privatparty und hat sogar ein kleines Mischpult integriert. 

Dali Oberon 7 (Paarpreis 998 EUR): Kaum eine andere passive Standbox in diesen Preisregionen hat uns in der letzten Zeit so beeindruckt wie die Dali Oberon 7. Es müssen nicht immer die teuersten Lautsprecher sein, die für den größten Zuspruch sorgen, es geht auch günstiger - ohne irgendwo größere Abstriche machen zu müssen. Klar, in allen Belangen, Detailfreude, Dynamik, Stimmwiedergabe, Bassdruck - geht noch deutlich mehr. Aber zu welchem Mehrpreis? Die Oberon 7 macht alles hervorragend, gerade für einen Stückpreis von lediglich 499 EUR. Zudem ist die Farb-Auswahl vergleichsweise groß und geschmackvoll. 

Heco Tresor: Für einen Paarpreis von 999 EUR geht die Zweiwege-Regalbox eigene Wege: Individuelle Optik, für die Preisklasse extrem hochwertige Materialgüte und Verarbeitung. Und nicht nur die Optik sorgt für Erstaunen, auch der Klang: Angenehm und klar, mit einem präzisen Bassbereich, ist die Tresor für kleinere bis mittelgroße Hörräume eine tolle Alternative. Zumal sie so ausgelegt ist, dass sie mit praktisch jeder musikalischen Richtung problemlos zurechtkommt. 

KEF LSX: 1.200 EUR Komplettpreis für zwei edle und mit Hightech gefüllte Streaming-Aktivboxen, die so kompakt sind, dass sie nahezu überall perfekt zu integrieren sind. Das Einzige, was etwas stört: KEF bietet für die Einrichtung und Steuerung zwei Apps an. Hier wäre weniger mehr. Ansonsten: Hervorragende Gruppenlaufzeiten dank Uni-Q-Koaxialchassis, tadelloses Auflösungsvermögen und eine erstaunliche Pegelfestigkeit. 

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Nubert nuPro X-6000: So geht Aktivbox! Die Formulierung ist zwar sehr salopp und sprachlich für Enthusiasten etwas fragwürdig, trifft aber voll ins Schwarze. Denn die sehr elegante, außerordentlich leistungsfähige nuPro X-Serie dürfte vielen Konkurrenten schlaflose Nächte bereiten. Gerade die schlanke, kleinere Standbox nuPro X-6000, Stückpreis sehr faire 1.245 EUR und Paarpreis demnach 2.490 EUR, macht sich selbst im Designer-Wohnzimmer schon aus optischer Perspektive richtig gut. Wireless (nur Stromkabel benötigt) zu betreiben, klanglich Nubert-typisch sehr stark und hochwertig verarbeitet, kann man hier nur eine große Kaufempfehlung aussprechen. Für die nuPro X-6000 (und alle anderen  nuPro X-Aktivlautsprecher) spricht auch die sinnvolle und umfassende Anschlussbestückung. 

Elac Vela FS 407: 4.000 EUR Paarpreis sind ein Wort, aber dafür liefert Elac auch kompromisslose Premium-Qualität ab. Optisch progressiv gestaltet, begeistert der schlanke Standlautsprecher auch mit feinster Material- und Fertigungsqualität. Akustisch dann zieht die Kieler Box alle Register: Feinste Auflösung und transparenter Hochtonbereich dank Jet 5 Hochtöner, extrem viel Wucht und Räumlichkeit für einen so schlanken und insgesamt kompakten Standlautsprecher, und eine grandiose Stimmwiedergabe. Die Vela 407 kann so ziemlich alles, und macht manchem weit teureren Konkurrenten "die Hölle heiß".

XTZ Divine Delta: Für rund 4.000 EUR kann man wahlweise auch einen großen Regallautsprecher einkaufen. Die XTZ Divine Delta ist hier ein besonders herausragendes Beispiel. Mit extrem hochwertiger Chassis-Bestückung und einer liebevollen Verarbeitung macht die Schwedin gleich auf sich aufmerksam. XTZ hat sich hinsichtlich der Chassis besonders starke und erfahrene Partner "ins Boot" geholt. Klanglich macht die Divine Delta "Druck in jeder Lebenslage", und verbindet dies kultivierter akustischer Finesse für enorme Ansprüche. 

Canton Smart Vento 9 (4.400 EUR Komplettpreis für das Paar Smart Vento 9): Mit aktiven Boxen komfortabel auch große Räume beschallen, dank Decodern für Dolby Digital und DTS (in Verbindung mit einem weiteren Paar Smart Vento hinten) sogar auf einfache Art und Weise eine 4.0 Surround-Konfiguration wireless realisieren, und das Ganze in einer beeindruckenden Klanggüte und einer bestechenden Verarbeitungsqualität: Die Canton "Smart Vento" Serie vereint akustische Qualität, Modernität, Flexibilität und Verarbeitungsgüte auf höchstem Niveau. 

Quadral Aurum Vulkan 9, Paarpreis 8.000 EUR: Die Quadral Vulkan 9 beschallt souverän auch große Hörraume und beeindruckt durch den exzellenten Tiefgang ebenso wie durch die enorm feine Auflösung im Hochtonbereich. Der Lautsprecher arbeitet nach dem Druckkammer-/Bassreflex-Prinzip und gibt sich über den gesamten Frequenzbereich äußerst dynamisch. Die Optik ist klassisch, die Verarbeitung hervorragend, und gegen einen humanen Aufpreis kann man sich die Vulkan 9 sogar in der persönlichen Wunschfarbe lackieren lassen. 

Fazit

"Lautsprecher gibt es wie Sand am Meer". Richtig, das ist aber auch gut so, denn es gibt auch sehr viele verschiedene Anforderungsprofile und Budget-Vorstellungen. Daher muss man sich vor dem Kauf eines Lautsprechers - ganz gleich, ob kleiner Bluetooth-Speaker oder große passive Standbox, genau damit auseinander setzen, was man selber will. Denn der Markt hält für alle eine leistungsfähige Alternative bereit. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 04. Februar 2019

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