SPECIAL: Das derzeit beste Bild? Panasonic OLED TX-65CZW954 + Ultra HD-BD-Player DMP-UB900 im Ultra HD-BD mit HDR-Check

Panasonic TX-65CZW954 Front Seitlich1

Nun kommt zusammen, was zusammen gehört: Der Panasonic OLED-TV TX-65CZW954 für 9.999 EUR kann sein Können bei der Präsentation von Ultra HD Blu-ray/HDR-Content im Zusammenspiel mit dem Ultra HD-Blu-ray-Player Panasonic DMP-UB900 unter Beweis stellen. Wichtig: Wir waren zunächst skeptisch, da der CZW954 bereits im Jahre 2015, nach der IFA, auf den Markt gekommen ist. Daher stellt sich die Frage: Die ganzen kompatiblen TV-Geräte für die HDR-Wiedergabe entstammen dem aktuellen Modelljahr 2016. Erkennt der CZW954 als älteres Modell das HDR-Flag auf der Ultra HD-BD und gibt das Signal entsprechend wieder? Diese Sorge erwies sich als unbegründet. Im Setup-Menü haben wir unter dem Punkt „HDMI HDR“ die entsprechenden Einstellungen getroffen.

Panasonic HDR OLED 1

HDMI HDR Einstellung

Panasonic HDR OLED 3

HDR für alle vier HDMI-Inputs zu aktivieren

Für alle vier HDMI-Inputs des CZW954 kann man die HDR-Wiedergabe über HDMI aktivieren. Ist dies getan, wird der HDR-Inhalt von Ultra HD-Blu-rays erkannt: Zumindest bei den von uns getesteten „Der Marsianer“, „San Andreas“ sowie „Mad Max – Fury Road“. Bei „Kingsman – The Secret Service“, angeblich auch mit HDR-Content, wurde keine HDR-Wiedergabe signalisiert. Als Bildprogramm beim CZW954 eigen sich die beiden ISF-Modi „Professionell 1“ sowie „Professionell 2“ sehr gut. Der eine der beiden Bild-Betriebsarten ist für die Verwendung am Tage mit externem Lichteinfall, der andere für die Verwendung am Abend/in der Nacht beziehungsweise für den Einsatz im abgedunkelten Heimkinoraum. Die „24 Hz Smooth Film“ Funktion des CZW954 „bügelt“ das bild noch eine Idee glatter, Kameraschwenks kommen noch ruhiger heraus, und auch alle anderen Bewegungsprozesse gewinnen an Stabilität. Man spricht immer von 4K 50/60 Hz – auf der Ultra HD BD ist der Content aber in 24 Hz untergebracht, demnach kann man diese Funktion auch verwenden. 

Wir haben bislang drei 2016er HDR-fähige TV-Geräte im Test gehabt:

Panasonic TX-65DXW784 Front Seitlich1

Panasonic DXW784

Sony KD-65XD93 Front Seitlich2

Sony XD83

Samsung UE55KS9090 Front Seitlich1

Samsung KS9090

Generell haben wir in allen drei Tests festgestellt, dass die Wiedergabe von High Dynamic Range Content durchaus beeindruckend ist, selbst beim oberen Mittelklasse-Modell DXW784 von Panasonic. Die Geräte von Sony und Samsung gehören der Oberklasse an. Besonders Sony sowie Samsung glänzen mit tadellosem Schwarzwert, auch der Panasonic schneidet gut aber, aber nicht ganz so gut,  obwohl die technischen Voraussetzungen eigentlich da wären. Man merkt da schlichtweg, dass bei Panasonic noch deutlich teurere Baureihen darüber rangieren, so z.B. die Topserie DXW904, mit spezieller Honeycomb-Struktur fürs Direct LED Backlight. Auch, was die Güte der Bewegungswiedergabe und die maximale Helligkeit angeht, erzielen alle drei Devices überzeugende Ergebnisse. Lebendige, fein gestaffelte Farben haben wir beobachtet, und insbesondere beim Sony XD93 ein sehr homogenes, harmonisches Bild, das sich in den beiden Cinema Bildmodi (Cinema Home/Cinema Pro) als augenfreundlich und klar erweist. 

Panasonic HDR OLED 2

HDR-Flag korrekt erkannt

So stellt sich jetzt im Anschluss die entscheidende Frage: Der TX-65CZW954 kostet 9.999 EUR, also deutlich mehr als die anderen Alternativen. Der Curved-OLED verspricht dafür absolute visuelle Höchstleistungen. Wird der OLED-TV diesen Erwartungen bei der Präsentation von UHD HDR Content von Ultra-HD-BD gerecht? Bei den Discs „Der Marsianer“, „San Andreas“ sowie „Mad Max – Fury Road“ machten wir die „Probe aufs Exempel“. 

Panasonic DMP-UB900 Front Seitlich3

Herausragender Zuspieler: Panasonic DMP-UB900

Panasonic DMP-UB900 Screenshot 8

HDR-Ausgabe beim DMP-UB900

Panasonic DMP-UB900 Screenshot 7

4:4:4 Chroma-Upsampling beim DMP-UB900

Unsere Beobachtungen sprechen für sich:

  • Z.B. bei „Der Marsianer“ gleich zu Beginn: Hier wird die felsige Marslandschaft in der fast völligen Dunkelheit im Vordergrund gezeigt, während im Hintergrund hellere Bildteile durchscheinen. Der CZW900 beweist hier die Überlegenheit im Schwarzwert und im Detailkontrast. Wer den OLED-TV nie gesehen hat, wird auch mit den LCD-TVs, die wir vorhin aufgezählt haben, glücklich, aber wer nun das Bild des CZW954 kennt, wähnt sich nochmals eine Klasse höher hinsichtlich des Levels der Bildgüte. Auch bei „San Andreas“, als der Blick vom Hubschrauber auf die völlig zerstörten, teilweise brennenden Skyscraper fällt, bringt der OLED noch mehr Plastizität und Struktur in die Grau-Abstufungen. Bei „Mad Max“ holt der Panasonic OLED aus den finsteren Gängen im Inneren der Zitadelle noch mehr Einzelheiten heraus, was man an der allzeit scharfen und detailreichen Struktur der Felsen z.B. nachvollziehen kann.
  • Die Farbtreue ist exzellent. Hier kann man sich bei „Mad Max – Fury Road“ ein Bild machen, als der gerade gefangen genommene Mad Max von den Warboys per Seil ans Fahrzeug gebunden wird und der ganze Fahrzeugkonvoi in den Sonnenuntergang hineinfährt. Wie klar hier alle Strukturen zu sehen sind, beweist auch ein weiteres Mal, wie genau es der CZW954 mit der Wiedergabe von HDR-Content nimmt: Eine so hohe Kontrastdynamik ist beispielhaft. Die Facetten am Himmel kommen brillant heraus, die Farbübergänge sind fließend.
  • Panoramabilder wie bei „San Andreas“, als das zerstörte Los Angeles zu sehen ist, beweisen, dass der CZW954 unglaublich viel Struktur auch in die hinteren Bildebenen bringt. Der Curved-TV sichert ein dreidimensionales Bild mit hoher Detaillierung. Auch, als zu Beginn von „San Andreas“ der am Steilhang hängende Wagen der verunglückten jungen Dame zu sehen ist, und sich von oben der Rettungshelikopter mit Ray Gaines und seier Crew nähert,  ist der Eindruck hoher Plastizität allzeit vorhanden.
  • Der Flug des Helikopters in „San Andreas“ kommt absolut bewegungsstabil, ruhig und scharf heraus. Das Bild wirkt KIno-gemäß und augenfreundlich, und nicht überscharf. Der OLED realisiert von allen TVs, die wir kennen, das angenehmste Bild, was sich am besten auch für das Betrachten mehrerer Filme hintereinander eignet. Keine Flimmerneigung, praktisch keine Artefakte – der CZW954 zeigt, was möglich ist.
  • Alle Details sind erkennbar, gleichzeitig aber übersteuert das Bild nicht: Bei „Der Marsianer“ hat uns beeindruckt, wie akkurat der Panasonic-OLED alle Einzelheiten an den Anzügen der Astronauten herausarbeitet. Auch die Oberflächen der verschiedenen Materialien kommen exzellent heraus. Als Watney nach dem verheerenden Sturm auf dem staubigen Boden liegt, werden die kleinen Steine und die erdig-rötlichen Farbnuancen überragend dargestellt. 
  • Bei „Mad Max“ präsentiert sich der CZW954 bei der Wiedergabe kontrastierender Bildteile in Top-Form und verdeutlicht hier auch ein weiteres Mal die Vorzüge von HDR: Als Immortan Joe für seinen Auftritt im Halbdunkeln fertig gemacht wird und er seine Rüstung angelegt bekommt, dringt von vorn Tageslicht in die Zitadelle hinein. Diese schwierig zu handhabenden Sequenzen stellt der Panasonic-OLED herausragend dar, und zeigt praktisch jedes Detail. 
  • Als der Tankanhänger heruntergelassen und angekuppelt wird, bringt der Panasonic alle Nuancen des schwarzen Anhängers sehr gut heraus, auch die ungewöhnlich gestalteten Reifen wirken wie anfassbar, so hoch ist die Plastizität.
  • Als bei „San Andreas“ Ray Garnes in seinem Pickup sitzt, hebt sich sein schwarzes Hemd sehr gelungen von den ebenfalls schwarzen Sitzen des Geländefahrzeugs ab. Der OLED differenziert kleine Kontrastunterschiede fabelhaft heraus und kann sich hier nochmals einen Vorsprung gegenüber den preiswerten „LCD-Kollegen“ verschaffen.
  • Bei allen Ultra HD-Blu-rays beeindruckt uns der Zuspieler DMP-UB900 mit stabiler Signalausgabe, zudem schafft er dank des Chroma-Upsamplings von 4:2:0 auf 4:4:4 eine ideale Voraussetzung für ein farblich noch nuanciertes Bild mit verbesserter Tiefenwirkung.
  • Der Curved-Shape des CZW954 fördert den plastischen Bildeindruck durchaus noch etwas, wenngleich ehrlich erwähnt werden muss, dass die OLED-Technologie einen weitaus größeren Anteil an der extrem dreidimensionalen Bildwirkung hat. 
Fazit

Schon die preislich fair kalkulierten LCD-TVs liefern einen enorm hohen visuellen Standard. Niemand hätte es vor einigen Jahren gedacht, dass LCD-TVs in der Lage sein können, ein so kontrastreiches Bild mit tadellosem Schwarzwert erzeugen zu können. Für normale bis gehobene Ansprüche stellt ein 2016er LCD-TV mit intelligenter Backlight-Steuerung und HDR1000 Panel demnach eine ausgezeichnete Wahl dar. Wer hingegen wissen möchte, was in Bezug auf die Bildgüte derzeit maximal geht, greift zum Panasonic CZW954. Dieser ist mit 10.000 EUR zwar sündhaft teuer, aber eben auch dementsprechend gut. Mit herausragendem Schwarzwert, enormer Plastizität, fabelhafter Farbtreue, unglaublicher Kontrastdynamik, perfekt angepassten ISF-Bildprogrammen und beispielhafter Bewegungswiedergabe beweist der Panasonic OLED ein weiteres Mal, warum er unsere Bestenliste TV anführt. Der Panasonic DMP-UB900 präsentiert sich als idealer Zuspieler, der auf Augenhöhe agiert. Für diese Leistung ist der Ultra HD-BD-Player mit 799 EUR (UVP) nicht zu teuer.

Special: Carsten Rampacher
13. Mai 2016




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