Schnell-Tipps zur Fußball-WM: Mit diesen Soundbars machen Sie Ihrem TV akustisch Beine

Seit gestern hat die Fußballweltmeisterschaft 2018 begonnen, doch irgendwie fehlt doch etwas: Kraftvolle Schüsse nur ein laues Lüftchen, das Jubeln der Zuschauer nur matt im Hintergrund: Das Lautsprecher-System im Flachbildschirm zeigt sich der Aufgabe, die WM klanglich mitreißend zu übertragen, nicht gewachsen. Wir schaffen Abhilfe: Diese nun detailliert aufgeführten Soundbars "retten" Ihre WM, mit räumlichem und lebendigem Sound und der nötigen Kraft, so dass auch der Lattenkracher mit Wucht in Ihr Wohnzimmer kommt.

JBL Bar Studio

JBL Bar Studio: Schnelles, preiswertes, effektives Sound-Upgrade insbesondere für ältere und akustisch schwache Flachbildschirme: 179 EUR kostet die gut aussehende JBL All-In-One-Soundbar Bar Studio.

Anschlüsse

Schicke Fernbedienung, top für die Preisklasse

Dafür gibt es eine ordentliche Verarbeitung, Dolby Digital-Decoder, Bluetooth, und sogar HDMI-ARC für den einfachen, schnellen Anschluss an den TV. 30W Leistung reichen meist aus, und der gefällige sowie klare Klang darf den preis-/leistungsbewussten Fußball-Fan gern durch die Weltmeisterschaft begleiten.

Teufel Cinebar One+

Cinebar One+ mit Wireless-Subwoofer

Teufel Cinebar One: "The One and Only" oder "Ready Player One": Wie gut klein sein kann, beweist uns die Cinebar One, und ganz besonders dann, wenn wir das "Cinebar One+" Paket (aktuell nur knapp 300 EUR, Stand 12. Juni 2018) mit zusätzlichem Wireless-Subwoofer wählen.

Gefälliges Design

Anschlüsse

Fernbedienung

Zügig wird die maue Klangkulisse des Audio-Systems im Flachbildschirm mit 80W (Soundbar) und nochmal 60W (Subwoofer) vertrieben, und Berliner Kraft-Sound macht sich breit. Der Sub schiebt, die kleine Cinebar One entfaltet eine erstaunliche Räumlichkeit, und Stimmen werden allzeit sehr verständlich wiedergegeben. Mit Dynamore Ultra ausgestattet, bietet die kleine Soundbar eine breite Stereo-Bühne und eine feine Effektstaffelung. Movie, Music und Voice sind als alternative DSP-Modi mit an Bord. Bluetooth und HDMI-ARC-Beschaltung sind natürlich auch mit dabei, um die WM zum persönlichen Sound- und Connection-Erfolg werden zu lassen.

Yamaha YAS-207

Set mit Subwoofer

Yamaha YAS-207: Für gut 330 EUR bekommt man die in weißer oder schwarzer Version lieferbare Yamaha YAS-207, die als damalige Weltneuheit erstmals auf DTS Virtual:X mit virtuell erzeugter Überkopf-Audio-Ebene setzte. Und bis heute ist die YAS-207, gerade unter Berücksichtigung des Preis-/Leistungsverhältnisses, eine der besten Soundbars. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Im Gegensatz zu den teureren Yamaha Modellen ist dies eine Soundbar, die mit psychoakustischen Effekten arbeitet, und kein Soundprojektor. Dolby Digital und DTS sowie Dolby PLII werden decodiert, und es gibt einen HDMI-Eingang und einen HDMI-Ausgang (4K-tauglich, mit HDCP2.2).

Fernbedienung

Anschlüsse

Die gut verarbeitete Soundbar kann man mittels einer Bluetooth-basierten App oder mittels der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung steuern.

Steuerbar per HT Controller App (Bluetooth)

100W Leistung der Soundbar und 100W Leistung des Subwoofers sorgen für ordentliche Pegel-Reserven.

Teufel Cinebase

Gerade günstig: Teufel Cinebase

Teufel Cinebase mit 200W Sinus-Leistung: Hier geht es für aktuell (Stand 12. Juni 2018) enorm niedrige 399 EUR ordentlich zur Sache. Seit 2014 im Handel, ist die Cinebase schon fast ein Klassiker, ihr Können überzeugt aber auch heute noch. Live-Atmosphäre im Stadion? Kein Problem mit der Cinebase, deren Endstufen auch bei gehobenem Pegel noch nachlegen können.

Anschlüsse

Fernbedienung

HDMI-Beschaltung (leider nur Standard 1.4a), Decoder für Dolby Digital und DTS sowie Bluetooth gehören hier zum "guten Ton". Virtueller Surround-Sound gefällig? Bitte, mit leistungsfähigem DSP  (Sonic Emotion Absolute 3D) schafft die Cinebase  im 6.1-Layout ein weites, sauber gestaffeltes Klangbild. Gut verarbeitet ist das Berliner Sounddeck für Fortgeschrittene auch noch.

Nubert nuPro AS-250

Nubert nuPro AS-250: Für aktuell 555 EUR (Preis gültig bis zum 15.07., dem WM-Finaltag) bringen die Schwaben echten Stereo-Sound mit 160W Nennleistung in die Soundbase-Mittelklasse. Aufgeblasene Virtual Surround-Betriebsarten? Nicht mit den Nubert-Ingenieuren, die deshalb das AS-250 auch "aktives Stereo-Board" nennen. Kraft auch bei hohen Pegeln - da wird jedes WM-Gruppenspiel auch akustisch zum Erlebnis.

Anschlüsse

Display

Praktische, gute Fernbedienung und eine saubere Verarbeitung, was will man mehr? Zum Beispiel richtige HDMI-Terminals. HDMI läuft nur über einen als Zubehör erhältlichen Adapter, das wirkt etwas "behelfsmäßig". Aber wie heißt es so schön? Nobody is perfect!

Canton DM100

Canton DM100: Die noble Alternative. Fußball schauen mit dem richtigen Flair? Hier der Carbon-Champagner und das Kaviar-Häppchen, dort die fein verarbeitete, seriös und edel auftretende DM100, die aufgrund ihrer 100cm Länge auch zu großen Flatscreens sehr gut passt.

Fernbedienung

Jede Menge Tieftöner unter dem Gehäuse

Anschlüsse

Die geringe Bauhöhe verstärkt den gefälligen Eindruck. Leider fehlt HDMI, so muss man den "optischen Weg" beim Anschluss an den TV bestreiten. 200W Systemleistung, Dolby Digital-Decoder und DTS Virtual Surround sowie Bluetooth sind Bestandteile des Ausstattungsumfangs, ebenso die hochwertige Fernbedienung.

Samsung HW-MS750

Lieber elegante Soundbar als elegantes Sounddeck? Kein Problem, Samsung hält für Marktpreise um die 600 EUR das 2018er Modell HW-MS750, eine All-In-One-Soundbar der "Sound+" Top-Klasse,mit Vollausstattung, bereit. Genug Kanäle (5) und integrierte Lautsprecher (11) sollen in Kombination mit den für Sound+ typischen Technologien (spezielle Hochtöner, Distortion Cancelling) für noch mehr Atmosphäre im Wohnzimmer sorgen.

Fernbedienung

HDMI-Beschaltung

Besonderheit bei der HW-MS750 sind zweifellos die nach oben gerichteten Lautsprecher, die - ähnlich wie bei Setups mit den objektbasierten Tonformaten Dolby Atmos und DTS:X - für eine nach oben hin erweiterte Kulisse sorgen sollen. Das Samsung Topmodell ist aber keine "Dolby Atmos"-Soundbar, sondern setzt für die oberen Kanäle eine proprietäre Technologie ein. Nativ decodiert werden Dolby Digital und DTS. Die Soundbar ist in "Dark Titan" oder "Sterlingsilber"  erhältlich und auch per App komfortabel einzurichten.

Samsung-App

Der Fußball-Fan kann sich die Halbzeit mit den umfangreichen medialen Fähigkeiten der MS750 vertreiben, unter anderem werden Spotify, Qobuz, TIDAL und Deezer unterstützt. Bluetooth befindet sich natürlich auch in der Ausstattungliste. WM-Freunde, die Vollausstattung und optische Eleganz gepaart mit akustischer Weitläufigkeit suchen, liegen hier richtig.

JBL Bar 5.1

JBL Bar 5.1: Für 749 EUR erweist sich die JBL Bar 5.1 als die Alternative für denjenigen, der flott eine richtige 5.1 Anlage aufbauen möchte. Die zwei Wireless Rears befinden sich direkt an den Enden der Soundbar, werden abgenommen und dann hinten aufgestellt - und schon kann es losgehen, und zuvor kann man noch rasch mittels des mitgelieferten Mikrofons einmessen.

Einmessmikrofon

Erster Teil der Anschlüsse

Zweiter Teil der Anschlüsse

Wireless Rears inkludiert

Da macht der Movie nach dem WM-Spiel richtig Freude. Die Überkopf-Ebene wird akustisch zwar nicht mit einbezogen, aber ansonsten erfreut uns die Bar 5.1 mit lebendigem Klang und nachdrücklich antretendem Wireless-Subwoofer. Bluetooth und eine 4K-fähige HDMI-Sektion fehlen auch nicht.

Sony HT-ZF9

Sony HT-ZF9: Der Hightech-Fan schaut die WM, Filme und TV-Serien mit der HT-ZF9. Dank der "Vertical Surround Engine" kann trotz herkömmlichem 3.1-Layout die Über-Kopf-Audioebene mittels virtuellem, sehr überzeugendem Processing wiedergegeben werden. Zahlreiche DSP-Modi sind zusammen mit dem Vertical Surround Modus zu verwenden.

Anschlüsse

Vertical Surround Engine

OSD

Mit HDMI-Beschaltung (2xEingang, 1xAusgang, 4K/HLG/HDR10/Dolby Vision-kompatibel), Dolby Atmos/Dolby Surround-Decoder, DTS:X/DTS Neural:X-Decoder, Google Chromecast plus Google Assistant-Sprachsteuerungsmöglichkeit, 400W Systemleistung und zwar sehr einfach verarbeiteten, aber kräftigen Wireless-Subwoofer. Steuerung per Fernbedienung und umfangreichem OSD, optional sind Wireless Rear-Lautsprecher zu haben. Fazit: Die WM kann ebenso kommen wie der Filmabend, und selbst Musik hören macht mit der ZF9 Spaß, auch gerne über Bluetooth.

LG SJ9

LG SJ9: Es ertönt massiver Protest - wer sagt denn, dass die Sony HT-ZF9 hier in dieser Preisklasse das höchste Maß an Hightech verkörpert? Schließlich befindet sich auch die für Marktpreise um die 800 EUR erhältliche LG Soundbar SJ9 auf de deutschen Markt.

Dolby Atmos-Module

Anschlüsse

Dolby Atmos wird nativ dekodiert, und auf der Oberseite der SJ9 sind die Speaker-Arrays für die akustische Überkopf-Ebene gut sichtbar. 500W Gesamtausgangsleistung sind wahrhaftig nicht wenig, die HDMI-Terminals sind4K/HDCD2.2 kompatibel (1 Eingang, 1 Ausgang). Bluetooth und zahlreiche Multimedia-Fähigkeiten inklusive WLAN-Netzwerkeinbindung und HiRes-Audio-Wiedergabe sorgen auch dann für Unterhaltung, wenn der Ball gerade einmal nicht rollt.

Mit Google Chromecast

Klanglich setzt sich die SJ9 ausgezeichnet in Szene, auch der mitgelieferte drahtlose Subwoofer hält mit der sehr guten akustischen Qualität der Soundbar mit.

Canton DM 90.3

Canton DM 90.3: Wer Nachdruck in allen akustischen Lebenslagen wünscht und überdies keine Lust hat, noch einen separaten aktiven Subwoofer, egal ob verkabelt oder kabellos, aufzustellen, dem legen wir die 1.199 EUR (UVP) kostende Canton DM 90.3 ans Herz. Verbaut sind 4K-fähig HDMI-Sektion, Decoder für Dolby Digital und DTS, DTS Virtual Surround und, jetzt kommt das Wichtigste, ein Hochleistungsverstärker mit satten 300W Systemleistung.

Anschlüsse Teil 1

Anschlüsse Teil 2

Die DM 90.3 ist nicht gerade als klein oder kompakt zu bezeichnen, aber sie klingt grandios: Kraftvoll, dynamisch und weiträumig. Der virtuelle Surround-Modus funktioniert prächtig, für Musik und auch für Filmton.

Hochwertige Standfüße

Lebendige Stimmwiedergabe und ein freier Hochtonbereich sind ebenso Pluspunkte der großen Canton wie die edle Fernbedienung. Fazit: Klarer Fall für "Techniker", die der etwas martialische Auftritt nicht stört. Und für die Musik nach dem Spiel: Natürlich ist Bluetooth an Bord.

Nubert nuPro AS-450

Nubert nuPro AS-450: Gerade sprachen wir vom martialischen Auftritt des Canton DM 90.3 Sounddecks - hier setzt Nubert mit dem Stereo-Board AS-450 locker noch eines oder auch gleich zwei drauf: Riesig kommt es daher, und so klingt es auch, nicht zuletzt dank insgesamt 200W für den Hoch- und Mitteltonbereich und nochmals 300 zusätzlichen Watt für den Bassbereich.

Anschlüsse

Fernbedienung

Tieftöner, der mit satten 300W gespeist wird

Nubert legt Wert darauf, echtes Stereo zu offerieren, DSP-Modi oder eine Betriebsart für virtuellen Surround-Sound gibt es nicht. Mit der hochwertigen Fernbedienung ist das nuPro AS-450 bequem zu steuern, HDMI gibt es nur über den mitgelieferten Adapter, ebenso Bluetooth. Das ist nicht mehr ganz so zeitgemäß. Wer Stereo-Sound über alles schätzt und dafür keine große Anlage aufbauen möchte, liegt hier genau richtig. Und dank der überlegenen Endstufen-Power kommt auch der Jubelsturm nach dem Freistoß-Tor wunderbar zur Geltung.

Yamaha YSP-5600

Yamaha YSP-5600 inklusive aktivem Wireless-Subwoofer: Die wohl immer noch beste Soundbar-/Subwoofer-Lösung auf dem Markt. Halt, Moment! Der Yamaha-Fanblock hindert uns am Weiterschreiben. Soundbar? Hallo? Nein, das ist ein Soundprojektor! Keine psychoakustischen Grundlagen, die virtuelles Raumklang-Flair vermitteln sollen, sondern echte Schallreflexionen dank der Yamaha-eigenen Beam-Technologie mit insgesamt 46 einzelnen Lautsprechern sorgen hier für authentisches Feeling.

OSD

Einmessmikrofon

Anschlüsse, Teil 1

Anschlüsse, Teil 2

Das gilt auch für die nach oben abstrahlenden Speaker-Arrays für die Wiedergabe von DTS:X und Dolby Atmos. Mit dem automatischen Einmesssystem wird die YSP-5600 überdies schnell an die akustischen Bedingungen anpasst. Eines sollte jedoch klar sein: Dieses hoch talentierte Hightech-Produkt mit 4 HDMI-Eingängen (4K, HCDP2.2) muss schon nach gewissen Prinzipien im räum untergebracht werden. Mal schnell angeschlossen und in die Ecke gestellt ist hier nicht. Wer die YSP-5600 im größeren Hörraum angemessen unterbringt, bekommt, nicht zuletzt auch mit Hilfe der grandiosen Yamaha DSPs, eine echt weltmeisterliche klangliche Darbietung serviert. Das Finale kann kommen, und für die Party nach dem Spiel ist das eingebaute MusicCast-Streaming-Modul der perfekte Partner. Rasch die Lieblings-Playlist von Spotify angewählt, und los geht's. Und wenn der Freud seine Favoriten akustisch präsentieren möchte, wählt man die Bluetooth-Übertragung.

Fazit

Und wer soll es nun sein? Die deutschen Fabrikate Nubert und Canton überzeugen nicht mit der besten Ausstattung und den meisten High Tach-Merkmalen - das überlässt man schön Samsung, Sony und LG. Dafür mit den leistungsfähigsten Endstufen und der höchsten Musikalität. Man muss eben Prioritäten setzen. Die japanischen und südkoranischen Ausstattungswunder sehen hübsch aus und klingen auch gut, aber im Detail nicht so geschliffen wie Nubert oder Canton. Spitzenklasse für Einsteiger: Das markieren klar die beiden Teufel-Produkte Cinebar One+ und Cinebase, aktuell kostet keines der beiden Modelle mehr als 400 EUR. Da kann man bedenkenlos zuschlagen, mehr Sound fürs Geld gibt es kaum. Wer wenig ausgeben und dafür schon in die dritte Sound-Dimension (Überkopf-Ebene) entführt werden möchte, dem legen wir die preiswerte Yamaha YAS-207 ans Herz. Und wer noch weniger ausgeben, aber akustisch trotzdem deutlich profitieren möchte, der kann sich die JBL Bar One kaufen. 5.1-Setup, schnell und einfach wireless aufgebaut? Hiermit dient die JBL Studio 5.1, und das richtig gut. man muss keine separaten Wireless Rears kaufen, denn die sind schon im Paket enthalten. Und wer fesselnden Multichannel-Sound inklusive Überkopf-Ebene und authentisches Reflexionsverhalten wünscht, für den gibt es nur eine, unter guten Bedingungen extrem gut arbeitende Alternative: Die Yamaha YSP-5600, gerade für den Filmfan erste Wahl, wenn man denn das Budget hat.

Special: Carsten Rampacher
Datum: 15. Juni 2018

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