PREVIEW: Samsung 65 Zoll Curved QLED Ultra-HD-TV Q8C – Bildhelligkeit, Farbdynamik und Bildschärfe satt?

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Zur Zeit haben sich viele der aktuellen Top-TVs bei uns in der Redaktion versammelt. Da darf natürlich der Marktführer nicht fehlen. Der 65 Zoll-Curced-QLED TV Q8C hält die Samsung-Fahnen oben und kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von 4.499 EUR. Die Q8C-Baureihe ist nicht die teurerste QLED-Serie, darüber rangiert noch die Flat-TV-„QLED-Krönung“ in Form des Q9F mit 2.000 Nit maximaler Helligkeit. Der Q8C lässt es mit immer noch üppigen 1.500 Nit bewenden. Der Samsung QLED präsentiert sich als ausgezeichnet verarbeitet und glänzt durch die sauber gestaltete Rückseite. Dadurch ist es auch möglich, den Curved-TV völlig frei im Raum aufzustellen.

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Saubere Gestaltung hinten. Normalerweise gibt es für den Bereich unten in der Mitte natürlich eine Abdeckung, diese fehlte bei unserem Test-TV

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Live TV-Betrieb

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Premium Smart Remote

Der TV läuft unter Samsungs aktueller Version des „Tizen“ Betriebssystem und wird mit der „Premum Smart Remote“ ausgeliefert. Das kleine Tool liegt sehr gut in der Hand und ist hinsichtlich der Materialgüte als ausgezeichnet einzustufen. Im Gegensatz zu früheren Remotes mit „Fake-Alu“ Surface kommt nun echtes, kühles, wertiges Aluminium zum Einsatz. Wer klassische Fernbedienungen gewohnt ist, wird sich schon umgewöhnen müssen, da nur wenige Tasten die Bedieneinheit der Premium Smart Remote zieren. Unter anderem finden sich Tasten fürs Home-Menü und fürs Mikrofon, um Sprachbefehle einzugeben. Nach Drücken der Home-Taste gelangt man ins Hauptmenü, das parallel zur aktuellen Quelle (z.B. Live TV oder YouTube) eingeblendet wird. Das Home Menü gliedert sich in mehrere Ebenen, die je nach aktueller Quelle unterschiedlich bestückt sind. Im Live TV-Betrieb z.B.  befinden sich die Icons TV-Programm, Senderliste, Programmierung sowie die am häufigsten betrachteten Sender in einer Ebene, darunter ganz links sind Einstellungen, Quellwahl, Suche sowie die App-Übersicht in einem Fenster untergebracht. Es schließen sich in Leistenform unten zahlreiche nachgefragte und verwendete Apps (z.B. VoD-Dienste wie Amazon Video, Netflix, Google Play Movies&TV oder YouTube) an, die man auf Wunsch einfach an eine andere Stelle verschieben oder entfernen kann. Auch, wenn Samsung und LG harte Konkurrenten sind: LGs webOS 3,5 und Samsungs Tizen 2017 haben einiges gemein, was die Darstellung angeht. 

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One Connect Box als separates Device, das mit dem Display verbunden wird

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3 x USB, 4 x HDMI, Netzwerkanschluss, optischer Digitalausgang: Das Übliche

Wie von Samsung bekannt, wird auch der Q8C wieder mit der „One Connect Box“ ausgeliefert, an die praktisch alle Quellen angeschlossen werden. Mit einem einzigen, sehr dünnen optischen Kabel mit dem TV verbunden, kann die One Connect Box bis zu 5 Meter entfernt vom Display platziert werden. Optional ist ein längeres Kabel (15 Meter) lieferbar.

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Standfuß

Wer den Q8C an die Wand montieren möchte, freut sich über eine fast bündig mit der Wand abschließende „No Gap“ Wandhalterung. Der im Lieferumfang enthaltene, hochwertige Standfuß des Q8C sieht aber auch richtig gut aus. 

Bild

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Gut für das Betrachten vieler Inhalte geeignet: Der augenfreundliche „Film“ Modus

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Alle Video-EQ-Parameter finden sich in den „Experteneinstellungen“

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Frame Interpolation „Auto Motion Plus“ und HDR+ Modus für HDR-ähnlichen Effekt auch bei klassischem SDR-Inhalt

Aus visueller Sicht machen wir einen ersten Vergleich zwischen QLED- und QLED-Technik. Übrigens trägt der Q8C das Ultra HD Premium-Zertifikat und trumpft mit einer gegenüber den 2016er SUHD-TVs weiter verbesserten Frame Interpolation auf, die ein natürliches Bild mit praktisch komplett ruckelfreier Bewegungswiedergabe verbindet. Aber: Es gibt bei „Auto Motion Plus“ nur einen Automatikmodus oder die Möglichkeit, benutzerdefiniert (Unschärfe-Minderung und Judder-Minderung) einzugreifen. Weitere Modi wie „Klar“ oder „Film“ finden sich nicht. Nach wie vor hat der Samsung weder ISF- noch THX-Modi. es finden sich nur „Standard“, „Film“, „Natürlich“ und „Dynamisch“. 

  • Der Samsung Q8C ist definitiv heller als alle bislang von uns getesteten OLEDs. Selbst bei Tageslicht und Sonnenschein draußen kann man im Wohnzimmer noch HDR-Inhalte wahrnehmen. Auch, wenn aktuelle OLEDs, besonders der EZW1004 von Panasonic, durchaus eine erfreuliche Panel-Maximalhelligkeit aufweisen, so legt der Samsung noch locker einige Schippen drauf. 
  • Der Samsung Q8C bietet für einen auf LCD-Technik (wenn auch enorm modifizierten) basierenden TV einen ausgezeichneten Schwarzwert, der auch anspruchsvolle Anwender zufrieden stellen wird. Im abgedunkelten Raum, unter Heimkino-Bedingungen, fahren jedoch aktuelle Hightech-OLEDs mit noch satterem, noch tieferem Schwarz und nochmals feinerem Detailkontrast auf. 
  • Farbwiedergabe = OLED-Domäne? Das versprechen die Hersteller, aber der Q8C hält hier hervorragend mit und platziert sich ebenfalls an der Spitze dessen, was derzeit möglich ist. „Q Color“ mit 10-Bit-Panels und 100 Prozent Farbvolumen sowie eine praktisch komplette Abdeckung des DCI-P3-Farbraums zeichnen den Q8C aus. Dass Samsung den Worten auf der Website auch Taten folgen lässt, belegt der Q8C durch enorm hohe Farbdynamik, die erfreulicherweise auch mit hoher Farbreinheit kombiniert wird. 
  • Bildschärfe: Hier sticht der Q8C im wahrsten Wortsinne hervor. Extrem scharf, klar, trotzdem praktísch kein Ringing – das sitzt. Aber: gerade derjenige Anwender, der den klassischen „Kino-Look““ mag, kann auch dem nicht ganz so scharfen, dafür enorm natürlichen OLED den Vorzug geben. Letzten Endes ist es eine Frage der „Weltanschauung“.
  • Fazit: Wer es knackscharf, hell und extrem „clean“ liebt, wird mit dem Q8C fast alles richtig machen. Wer auf höchste Natürlichkeit und klassische visuelle Kino-Tugenden Wert legt, fährt mit einem OLED besser. Daher ist es sehr gut, dass es beide Konzepte gibt. Die „Generation High Tech Gamer“ und 4K Schärfe-Gurus werden sich mit dem glatten, gleichzeitig plastischen Bild eines Samsung QLED sofort anfreunden, wer schon lange Kino-Filme nahe der Original-Güte betrachten möchte und Wert auf ein extrem angenehmes Bild legt, greift zum OLED. Mehr Charisma hat der OLED, mehr Ultra HD Hi-Res-Feeling offeriert der Samsung. Daher gibt es kein „besser oder schlechter“, sondern vielmehr sollte der jeweilige Einsatzzweck im Fokus stehen. 

Nun zu ersten Eindrucken von „The Legend Of Tarzan“ ab Filmbeginn. 

  • Der Kongo mit dem über den Bäumen liegenden Nebel wird ausgezeichnet wiedergegeben. Der Samsung ermöglicht dank der großen Displayhelligkeit auch bei Tageslicht eine überzeugende Wiedergabe von HDR-Inhalten. Das Bild ist scharf und plastisch, dunkelt man ab, stellt man überdies fest, dass der Schwarzwert auf einem sehr guten Level ist. 
  • Die Bewegungen der Wolken gleich in der ersten Bildeinstellung erfolgen bei Einstellung der Frame Interpolation auf „Auto“ ruhig und gleichmäßig. 
  • Als die Soldaten durch die hohen Grashalme laufen, stellt der Q8C nahezu jeden Grashalm mit enormer Schärfe dar. Auffällig ist, dass das maximale Schärfeniveau etwas über den von uns in Augenschein genommenen OLEDs liegt. Das heißt nicht, dass die OLED-TVs unscharfe Bilder als Nachteil aufweisen, vielmehr aber legt der Samsung einfach noch etwas oben drauf – und es ist kommt auf den jeweiligen Anwender an, welchen Bildeindruck er mehr schätzt. Fest steht: Der Q8C macht alles richtig und präsentiert auch Farbnuancen überragend und authentisch. 
  • Als bei Laufzeit 2:07 der Felsen durch den Bildschirm gleitet, begeistert der Q8C aufgrund mehrere Faktoren: Erstens verläuft die Kamerafahrt absolut ruhig und scharf, ohne störende Artefakte. Zum zweiten holt der Samsung nahezu alles an Detailkontrast selbst bei Tageslicht heraus. Zum dritten werden die Konturen des Felsens klar, aber ohne jede Artefakte präsentiert. 
  • Laufzeit 2:18, Truppen formieren sich und stehen im leichten Dunst: Der steinige Unterboden kommt lebendig heraus, auch kleine Steine zittern nicht, sondern stehen  komplett stabil. Details an den Uniformen der Soldaten sind klar auszumachen. Der Samsung zeichnet das Bild bis in die hintersten Ebenen stabil durch. 
  • Kapitel 2, Laufzeit 10:59: Der vom Regen nasse Boden der Straße wird exakt präsentiert. Die Gebrauchsspuren an der Gebäudefassade werden gekonnt hervorgehoben. Der Bildeindruck, geprägt durch die präzise Wiedergabe aller Passanten mit der für die damalige Zeit typischen dunklen Kleidung, ist enorm dreidimensional und vielschichtig.

TV-Tuner, DVB-S2, ZDF „Drehscheibe“, aktivierter HDR+ Modus für „Quasi-HDR-Darstellung“ sowie Modus „Film“:

  • HDR + Programm verbessert selbst bei normalem 720p TV-Content Gesamt- sowie Detailkontrast und steigert die visuelle Gesamt-Intensität
  • Solider Bildstand, nur selten im Bildhintergrund leichtes Zittern im hochfrequenten Bildbereich
  • Natürliche Farben, die aber „echter“ bei Anwahl des Modus „Film“ als bei „HDR+“ wirken. Wer es aber intensiver und satter schätzt, kann ohne extreme negative Effekte auch auf HDR+ setzen.
  • Der Samsung hat ein extrem rauscharmes Panel, dazu rauscht auch der hochwertige DVB-S2 Tuner kaum – das passt. Ein sehr sauberes Bild, das auch mit akkuraten Farbübergängen glänzt, ist die Folge. 
  • Hautfarben stellt der Samsung ausgezeichnet dar, auch feine Übergänge arbeitet er sensibel heraus. 
Klang

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Ton-Menü

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Ton: „Experteneinstellungen“

Was kann das Lautsprechersystem des Samsung? Die Konkurrenz von Sony, LG oder Panasonic veranstaltet einen großen Wirbel um die besonders hochwertigen, in die Top-TVs eingebauten Soundsysteme. Wie hält der Q8C hier dagegen? Wir lauschen „Hello“ von Adele und stellen fest: Auch das Soundsystem des Q8C muss sich keinesfalls verstecken. Das 4.2-Kanal-Lautsprechersystem stellt Adeles Stimme klar und lebendig dar, der Hochtonbereich ist die eigentliche Überraschung: Frei, räumlich sauber und mit einer ordentlichen Auflösung bleibt hier kaum ein Wunsch offen. 60 Watt Leistung sollen laut Samsung-Datenblatt vorhanden sein, wer gern  lauter hört, wird feststellen, dass dies keine leeren Versprechungen sind: Der Q8C erweist sich als erstaunlich pegelfest und bietet im Modus „optimiert“ auch ein weitläufiges Raumgefühl. Der Bsssbereich ist schon vorhanden, verständlicherweise kann hier aber aufgrund der Rahmenbedingungen wie auch bei den Konkurrenten nur ein befriedigendes Volumen offeriert werden. 

Erstes Fazit

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Der Samsung Q8C im beliebten 65-Zoll-Format stellt eine hochinteressante Alternative zu den zuletzt getesteten OLED Ultra HD-TVs dar. Sehr hell, extrem scharf, mit beachtlich gutem Schwarzwert: Der Samsung setzt Glanzlichter. Das kann man für 4.499 EUR Kaufpreis auch erwarten, aber die OLED-Kontrahenten sind eher teurer als preiswerter. Für den Samsung spricht auch der tadellose Klang, die Bedienung ist im Wesentlichen einfach. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 10. Juli 2017




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