PREVIEW: 5 x Nubert nuVero 50 Wand-/Deckenlautsprecher/nuVero AW-12 Aktivsubwoofer + Yamaha AVENTAGE RX-AS710D

Nubert nuVero 50_komplett

Wir haben eine Wohnraum-Installation der Nubert nuVero 50 sowie dem Nubert Aktivsubwoofer nuVero AW-12 vorgenommen. Als AV-Receiver kommt der flache und elegante Yamaha AVENTAGE  RX-AS710D zum Einsatz. Die ersten Eindrücke sowie elementare Ausstattungsmerkmale schildern wir in diesem Preview. 

Nubert nuVero 50_2

Nubert nuVero 50 mit elegantem, hochwertigen Metallgitter

Nubert nuVero 50_open

Ohne Gitter

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Typisch für Nubert: Hochwertiges Anschlussterminal und Kippschalter

Die Nubert nuVero 50 kommt auf einen Stückpreis von 625 EUR und ist wahlweise in Diamantschwarz, Kristallweiß oder, wie in unserem Test-Set, in besonders edlem Goldbraun lieferbar. Nubert sieht die Box als „flachen, universell einsetzbaren High-End-Lautsprecher als Satellit für Surround-Sets oder Subwoofer-Satelliten-Systeme“. Besonders empfiehlt sich der „Made in Germany“-Lautsprecher für die Wandmontage, auch an der Decke macht er sich als Dolby Atmos-Speaker sehr gut. In dieser Funktion führte ihn Nubert auf der diesjährigen High End in München vor. Der nuVero 50 ist ein geschlossener Zweiwege-Lautsprecher, eine hochwertige Montagehalterung wird bereits mitgeliefert. Für einen erstaunlich kräftigen Bass sorgt der doppelte 150 mm Langhub-Tieftöner. Die Membran besteht aus Glasfaser-Sandwich. Der 26 mm Hochtöner ist mit einer Seidenkalotte bestückt. Der 4-Ohm-Lautsprecher weist bei +/- 3 dB einen Frequenzgang von 90 Hz bis 25 kHz auf, der Wirkungsgrad fällt mit 84,5 dB (1W/1m) durchschnittlich aus. Zu bedenken ist, dass es sich um eine geschlossene Konstruktion handelt, hier ist der Wirkungsgrad unter dem einer Bassreflexkonstruktion. Da der nuVero 50 aber direkt an Wand oder Decke befestigt werden kann, wäre eine Bassreflexkonstruktion in diesem Falle nicht ideal. 

Die Nennbelastbarkeit gibt Nubert mit 180 Watt, die Musikbelastbarkeit mit satten 280 Watt an, das sind tadellose Werte. Im Standby-Betrieb liegt die Stromaufnahme bei weniger als 0,5 Watt. 9 kg wiegt eine nuVero 50, die Höhe beträgt 47 cm, die Breite 20,3 cm und die Tiefe 15 cm mit Gitter. Verarbeitet ist die nuVero 50 hervorragend, wie wir es von Nubert kennen. Die interessante Optik mit vorstehendem Klangsegel ist nuVero-typisch, die glänzende Front und der matte Korpus mit sehr angenehmer Haptik geben einen attraktiven Kontrast ab. Hochwertige Bi-Wiring-Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sind selbstverständlich. Dank des rückseitigen Klangwahlschalters lässt sich die nuVero 50 auch für die freistehende und die wandnahe Aufstellung einstellen. Auch die Höhen kann der Anwender nach Gusto abstimmen: Brillant, neutral oder sanft stehen per Kippschalter zur Auswahl. 

Nubert nuVero AW-12

Findet (fast) überall Platz: Nubert nuVero AW-12

Der aktive Subwoofer nuVero AW-12 für 995 EUR ist gleichermaßen kompakt wie leistungsstark. Er ist mit zwei 180 mm Langhub-Tieftönern mit Glasfaser-Sandwichmembran bestückt und bringt eine Nennleistung von 200 und eine Musikleistung von 350 Watt mit. Eine schaltbare Softclipping-Funktion sorgt dafür, dass bei hohem Pegel unschöne Überlastungseffekte ausbleiben. Der Frequenzgang in den Low Cut Modi 1 und 2: 26 – 150 Hz bei – 3 dB, 24 – 200 Ht bei – 6 dB. 20 kg wiegt das Basskraftwert von der Ostalb, mit Füßen ist der nuVero AW-12 61,7 cm hoch, die Breite liegt bei 23,4 cm und die Tiefe mit Gitter bei 44,5 cm.  Aufgrund der nach unten gerichteten Bassreflexöffnung braucht der AW-12 mindestens 25 mm Bodenabstand. Dank der mitgelieferten Edelstahl-Traversenfüße ist dieser Abstand stets gewährleistet. 

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Hoch- und Niederpegelanschlüsse auf der Rückseite

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IR-Fernbedienung im Scheckkarten-Format

Mitgeliefert wird eine Infrarot-Fernbedienung. Sämtliche Einstellungen und Funktionen lassen sich mit ihr steuern:

  • Tiefpassfilter
  • Phasenlage sowie Polarität
  • Übergangsfrequenz Line-Out
  • Untere Grenzfrequenz
  • Softclipping-Schaltung
  • Vier Speicherplätze für eigene Justagen
  • Stand-by

Yamaha RX-AS710D_1

Yamaha RX-AS710D: Durch seine kompakte, flache Bauweise ideal für den Wohnzimmereinatz

Der Yamaha RX-AS710D ist der erste SlimLine AVENTAGE AV-Receiver (111 mm hoch, 377 mm tief) und kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 900 EUR. Auch er bietet den für die AVENTAGE-Modelle typischen fünften Fuß am Geräteboden. Durch dieses „A.R.T. Wedge“ Verfahren werden, so Yamaha, Vibrationen effektiv reduziert. Überhaupt präsentiert sich der kompakte AVR  mit Frontblende aus Aluminium in sehr ansprechender Verarbeitungsgüte.

Yamaha RX-AS710D_2

Design wie die großen AVENTAGE AV-Receiver

Yamaha RX-AS710D Design

Solider Drehregler für die Eingangswahl

Yamaha RX-AS710D LS-Terminals

Überdurchschnittlich hochwertige Lautsprecherkabel-Anschlüsse

Yamaha RX-AS710D back

Rückseite komplett

Der solide Lautstärkedrehregler und die tadellos verarbeitete Geräterückseite gefallen ebenso wie das gut auflösende und ausgezeichnet ablesbare Gerätedisplay. Besonderheit des RX-AS710D ist der eingebaute, sehr gut klingende DAB/DAB+ Digitalradio-Tuner, der mit klaren Höhen, lebendigen Mitten und einem runden, sauber integrierten Bassbereich überzeugen kann. 

Wichtig ist natürlich auch die Leistung, und hier ist anzumerken, dass der RX-AS710D sogar sieben Endstufen mitbringt. An 8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 0,07 % Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteurrt, stehen 60 Watt zur Verfügung, ein tadelloser Wert für einen so kompakten AVR. 100 Watt sind es an 8 Ohm bei 1 kHz, ein Kanal ausgesteuert, 1 % Klirrfaktor, Das ist aber ziemlich praxisfremd. Deutlich wichtiger für die Praxis ist die Energiesparfunktion, die den Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent reduziert. Für alle Kanäle hält der Yamaha 192 kHz/24-Bit Burr Brown-DACs bereit. 

Yamaha ist DSP-Pionier, und da verwundert es kaum, dass auch der RX-AS710D über DSP-Programme verfügt. Insgesamt 17 Programme aus verschiedenen Sparten, Musik, Cinema und Entertainment, sind an Bord vertreten. Decodiert werden natürlich DTS-HD und Dolby True HD, Dolby Atmos ist bei diesem Modell nicht an Bord. Natürlich ist der Yamaha AV-Receiver mit einem in bekannter Optik gehaltenen On Screen-Menü ausgestattet. 

Der Yamaha-AVR hat WiFi und Bluetooth integriert, beide drahtlosen Schnittstellen sind sehr betriebssicher und stellen so einen echten Mehrwert dar. AirPlay, Napster und Spotify sind z.B. integriert, AirPlay funktioniert, wie wir es von Yamaha AVRs kennen, völlig problemlos, ebenso Spotify. Der Klang stark komprimierter Dateien kann mittels des „Compressed Music Enhancers“ effektiv verbessert werden. In Verbindung mit den im Hochtonbereich starken nuVero 50 registrierten wir deutlich besser auflösende Höhen. Aber auch eine angenehmere und präzisere Stimmwiedergabe sowie einen strafferen Bass sind die Vorteile. Natürlich gibt der Yamaha auch HiRes-Audiodateien wieder, so DSD (2,8/5,6 MHz), FLAC/WAV/AIFF bis 192 kHz/24-Bit, Apple Lossless bis zur 96/24-Wiedergabe und Gapless Playback für lückenlose Wiedergabe fehlt auch nicht. Mit der „AV Controller App“ kann man den Yamaha per Tablet oder Smartphone steuern, wenn man die Bedienung nicht mittels der ordentlichen, mitgelieferten Fernbedienung erledigt. Der AVENTAGE-Receiver verfügt über einen eingebauten Yamaha MusicCast-Client, so kann er komfortabel in ein MusicCast-Netzwerk für die Musikwiedergabe im ganzen Haus integriert werden. 

Yamaha RX-A710D Einmessmikrofon

Einmessmikrofon des YPAO-Einmesssystems

 

Yamaha RX-AS710D Remote

Fernbedienung

In normalen, nicht akustisch optimierten Hörräumen zeigt das YPAO-Lautsprechereinmesssystem mi Room EQ-Funktion seine Fähigkeiten. Ohne die angeschlossenen Lautsprecher unschön zu „beschneiden“, wird hier ein klarer Klang mit ausgewogener Front-Surround-Balance geboten. Die in diesem Modell eingesetzte YPAO-Variante kommt mit „R.S.C.“, was für „Reflected Sound Control“ steht. Für natürlichen Klang auch bei Zimmerlautstärke und darunter ist die von Yamaha selbst entwickelte „YPAO Volume“ Schaltung zuständig, die in der Praxis gut funktioniert. Integriert ist die „Virtual Surround Back Speaker Funktion“, welche 7.1 Sound aus einem 5.1 Lautsprechersetip erzeugt. Mit etwas akustischen Präzisionseinbußen sollte man bei Verwendung aber rechnen. 

Der Yamaha hat HDMI-Terminals, die für den 4K60p 4:4:4 Pass Through ausgelegt sind, er bringt 6 HDMI-Inputs und einen HDMI-Ausgang mit. Drei Eingänge und der Ausgang sind mit HDCP 2.2 ausgestattet. Auf der Gerätefront finden sich HDMI- und USB-Eingang. 

Klang

Klanglich harmonieren alle Komponenten den ersten Eindrücken nach hervorragend. Echtes akustisches Heimkinovergnügen kommt so bei der BD „Avengers“ auf. Die Kapitel „Der Krieg“ und „Die Avengers versammeln sich“ zeigen, wie homogen und geschlossen die gesamte Klangkulisse ist. Der kompakte RX-A710D bietet ein tadelloses Leistungsvermögen und steuert die fünf identischen nuVero 50 kraftvoll und präzise an. Der nuVero AW-12 beweist seine Klasse, als die Riesenechse aus dem schwarzen Loch auftaucht und ganze Straßenzüge verwüstet. Das massive tieffrequente Grollen wird sauber übertragen. Der Tiefgang des kompakten aktiven Subwoofers ist bestechend. Die Schreie der verängstigen Menschen werden sehr gut ins akustische Gesamtgeschehen eingebunden. Der Music Score, der die Spannung nachhaltig unterstützt, präsentiert sich ausgezeichnet eingebunden. Das Können des Hochtöners mit Seidenkalotte ist immens, dies beweisen Transparenz, Strahlkraft und Räumlichkeit. Stimmen sind immer exakt ausbalanciert, sie stehen nie zu weit im Vordergrund, sind aber trotzdem allzeit bestens verständlich.

Bei der „Lichtmond 3 – Days Of Eternity“ Blu-ray in DTS-HD sind schon die ersten beiden Stücke „Nightflight To Chronos 1“ sowie „Nightflight To Chronos 2“ sowie „Feel The Spirit“ und „Wheel Of Time“ sehr gut dazu geeignet, die Fähigkeiten des Test-Sets auszuloten. Natürlich kann der kompakte Slim-Line-AVENTAGE-Receiver nicht so ein immenses Feuerwerk entfachen wie die großen Yamaha AVENTAGE AVRs, aber das, was wir gehört haben, reicht sehr gut für den Wohnzimmereinsatz aus. Die nuVero 50 bieten erneut eine sehr klare, ausgezeichnet auflösende Vorstellung, und das Bassfundament, welches der nuVero AW-12 bereit stellt, ist herausragend. Man sucht immer nach einem deutlich größeren aktiven Subwoofer – der AW-12 besticht mit einem Volumen und einem Tiefgang, das manchem deutlich ausladenderen Bassisten bestens zu Gesicht stehen würde.

Bei „Romanza“ und bei „Canto Della Terra“ überzeugt uns die nuVero 50 in ihrer Funktion als Center mit einer fein gestaffelten, akkurat aufbereiteten Stimmwiedergabe. Die geschlossene, sehr lebendige Frontklangkulisse und die beinahe nahtlosen Übergängen in den Surroundbereich ermöglichen eine weitläufige Räumlichkeit. Man fühlt den Live-Charakter des Konzertes in der Toskana richtiggehend und ist perfekt ins klangliche Gesamtgeschehen eingebunden. Die Trennung der Stimme/Stimmen von den Instrumenten gelingt überragend, der Yamaha AV-Receiver überzeugt mit souveräner Leistungsentfaltung auch bei gehobenen Lautstärken und mit präzisem Klang – demnach ein echtes „AVENTAGE“ Gerät.

Erstes Fazit

Gerade fürs Wohnzimmer ist das hier vorgestellte Ensemble exzellent geeignet. Der flache, aber voll ausgestattete Yamaha RX-AS710D lässt nur Dolby Atmos vermissen. Sonst ist alles, was man braucht, an Bord: Ein sehr gutes Einmesssystem, moderne Multimedia-Merkmale und leistungsstarke Endstufen. Natürlich fehlen auch die für Yamaha typischen DSP-Programme nicht. Die Nubert nuVero 50 ist ein gleichermaßen flacher wie klangstarker Lautsprecher, pegelfest, dynamisch und fein auflösend. Der Nubert nuVero AW-12 brilliert mit enormem Nachdruck, toller Präzision und überraschend ausgeprägtem Tiefgang.

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich, Nubert, Yamaha
Datum: 08. Dezember 2015 




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