Mobile World Congress 2018: Sony Xperia XZ2/Compact

Traditionell bringt Sony das Topmodell wieder in zwei Größen auf den Markt. Der Markt wünscht sich nach wie vor kompakte Smartphones, auch wenn sich dadurch Einbußen bei der Ausstattung ergeben. Im Falle des Sony Xperia X2 scheint dies aber verschmerzbar zu sein.

Nach einer kleinen Auszeit befinden sich die Stereo-Lautsprecher wieder links und rechts neben dem Display. Gut so, denn nur so bekommen Nutzer im Querformat echten Stereoklang plus ein nettes Extra - doch dazu später mehr. Verschwunden ist hingegen der Fingerprintscanner auf der rechten Seite. Der Sensor wandert auf die Rückseite unter der Kameralinse. Grund: Sony beansprucht den Platz für die Erweiterung des Displays. Das ist nunmehr 5,7 Zoll groß und weist ein 18:9-Format auf (14,5 cm). Dargestellt werden die Inhalte in Full HD+ (2160 x 1080 Pixel). Dank der dynamischen Kontrastverstärkung HDR sollen Filme, Spiele und Fotos ganzheitlich optimiert werden.

Optisch bleibt Sony seinem minimalistischem, leicht kantigen Design treu. Die gläserne Vorder- und Rückseite, der Aluminiumrahmen sowie schmale, abgerundete Displayränder wirken wieder edel und sorgen für ein optisches Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Mitbewerbern. Das Gehäuse ist zudem auch wieder Wasser- und staubgeschützt nach IP65/681.

Optionale Ladestation - nur für das XZ2 erhältlich

Unter der Haube wirft der Konzern wieder das komplette Multimedia-Knowhow in die Waagschale. Erstmals lassen sich bei einem Xperia-Smartphone Videos in 4K-Auflösung und HDR aufnehmen. Außerdem können zu jedem Zeitpunkt die Aufnahme auf Knopfdruck Zeitlupensequenzen mit 960 Bildern pro Sekunde in Full HD festgehalten werden. Apropos Videos: Ähnlich wie beim PlayStation-Controller bietet das Sony Xperia XZ2 einen Vibrationseffekt, der passend zum Geschehen sein soll („Dynamic Vibration System“). Der Clou: Selbst eigene Videos lassen sich mit Vibrationseffekte aufpeppen. In der Praxis entpuppt sich das als nettes Gimmick.

Ein nettes Gimmick, der 3D Creator

Ebenfalls ein amüsantes Zusatz-Feature ist der 3D Creator. Es handelt sich um eine Selfie-Funktion, die dreidimensionale Aufnahmen von Gesichtern oder Gegenständen erstellt. Das ist nun auch mit der Frontkamera möglich. Diese 3D-Scans kann man anschließend verschicken oder auch in einem 3D-Drucker ausdrucken. Ein Wandel zu einem Emoji ist hingegen nicht möglich. Schade: Trotz des erweiterten Gesichtsscans hat Sony die Kamera nicht für eine Entsperrung via Gesichtserkennung freigegeben. Die Hauptkamera löst mit 19 Megapixeln auf (Frontkamera 5 MP-Kamera mit Exmor RS Sensor) und bietet wieder die gewohnt gute Qualität des Vorgängermodells.

Verfügbare Farbvarianten

So viel Ausstattung braucht natürlich einen entsprechend potenten Antrieb. Der bewährte Qualcomm Snapdragon 845 Octa-Core-Prozessor sowie 4 GB RAM kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf ohne Verzögerungen. Der interne Speicher ist leider auf 64 GB begrenzt, kann aber per microSD-Karte um bis zu 400 GB erweitert werden. Auch der leistungsstarke Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 3.180 mAh ist für höhere Ansprüche ausgelegt. Laut Hersteller soll selbst eine intensivere Nutzung von bis zu zwei Tagen nonstop möglich sein. Gut für schnelles Arbeiten zudem: Der USB 3.1 Typ-C-Anschluss sorgt für einen flotten Datenfluss.

Das Xperia XZ2 wird im zweiten Quartal mit Android 8.0 Oreo in den Farben Liquid Black, Liquid Silver, Deep Green und Ash Pink für 799 EUR (UVP) als Single SIM- oder Dual SIM-Variante erhältlich sein.

Sony Xperia XZ2 Compact

Größenvergleich

Bei der kompakteren Version schrumpft das Display auf 5 Zoll (12,7 cm), bietet aber die identisch hohe Auflösung. Ein optischer Unterschied ist das fehlende Glas auf der Rückseite. Stattdessen wird schlichtes Hartplastik verbaut. Aufgrund dessen wird auch nicht die Qi-Ladefunktion unterstützt, denn induktives Aufladen über eine spezielle Station (nicht im Lieferumfang erhältlich) ist nur mir dem großen Bruder möglich. Auch das Dynamic Vibration System bleibt durch die Kompaktgröße dem Sony Xperia XZ2 vorenthalten. Dass auch der Akku geschrumpft ist (2.870 mAh), soll hingegen keinen Einfluss auf die Rufbereitschaft haben.

Da das restliche Ausstattungspaket 1:1 übernommen wurde, gehört das Sony Xperia XZ2 Compact zu den leistungsstärksten Vertretern dieser Größenordnung. Der Japaner ist ebenfalls ab dem zweiten Quartal in den Farben Black, White Silver, Moss Green und Coral Pink für 599 EUR (UVP) als Single SIM- oder Dual SIM-Variante erhältlich.

 

Special: Ulf Schneider
Datum: 07.03.2018

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