INFO-SPECIAL: „Performance Is Everything“ – die Denon, Marantz und HEOS-Neuheiten von der European Dealer Conference 2016

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Unter dem Motto „Performance Is Everything“ findet aktuell auf Malta die 2016er Product Launch European Dealer Conference von D&M statt. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein für Sie vor Ort und stellen Ihnen interessante Neuheiten von Denon, Heos by Denon sowie Marantz vor. Traditionell eröffnete Terry O’Connell (oben im Bild), Präsidentin Sales and Marketing D&M Europe,/RoA/China, die mittlerweile sechste European Dealer Conference.

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Denon AVR-X6300H

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Denon AVR-X4300H

Richtig interessant wird es ab Herbst, wenn die beiden neuen Denon AV-Receiver AVR-X4300H (9 Kanäle, jeweils 200 Watt, 1.599 EUR) und AVR-X6300H (erstmals in der Denbon-History mit 11 Kanälen, je 205 Watt, 2.499 EUR) auf den Markt kommen. Nicht nur, weil der AVR-X4300H im Unterschied zum beliebten Vorgänger AVR-X4200W nun 9 anstatt 7 Endstufen mitbringt und der AVR-X6300H das erste 11-Kanal-Modell von Denon ist, nein, das „H“ macht den Unterschied: Diese Abkürzung im Geräte-Namen steht für „HEOS“, was nichts anderes bedeutet, als dass Denon in die beiden Top-Geräte ein komplettes HEOS-Modul integriert hat.

Somit gliedern sich die beiden AV-Receiver nicht nur in ein bestehendes HEOS-Setup ein, sondern haben auch, eben typisch HEOS, eine Vielzahl stark nachgefragter Streaming-Dienste an Bord. Dazu gehören auch TIDAL, Soundcloud und Deezer, natürlich fehlen auch Spotify Connect und Tune In Internet Radio nicht. Noch 2016, so war zu hören, sollen Juke und Amazon Music hinzu kommen. Einzig und allein Google Connect, stark im Fokus bei der Konkurrenz von Pioneer und Onkyo, steht nicht auf der Liste.

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AVR-X6300H von hinten

Wenden wir uns den AVRs kurz zu. Der AVR-X6300H hat eine Monoblock-artiges, aus hochwertigen Bauteilen bestehendes Endstufen-Design und unterstützt Dolby Atmos sowie DTS:X bis 7.1.4 oder 9.1.2 ohne zusätzliche Endstufen. Auro-3D sowie Auro-Matic als talentierten Upmixer gibt es, wie üblich, per optionalem kostenpflichtigem Update. Der 6300 wird in schwarzer oder premium-silberfarbener Variante erhältlich sein. Der AVR-X4300H ist etwas weniger aufwändig aufgebaut, dafür gibt es schon weitere Informationen; 8 HDMI-Eingänge neuester Spezifikation sowie 3 HDMI-Outputs stehen zur Verfügung. Auch der 4300 kann gegen die Entrichtung eines entsprechenden Obulus „fit“ für Auro-3D gemacht werden. Audyssey MultEQ XT32, Dynamic Volume, Dynamic EQ, Sub EQ XT und LFC sind mit an Bord. Der 4300 ist auch in schwarzer oder premium-silberfarbener Version zu haben.

Dritter im Bunde der neuen Denon AVRs ist das 7-Kanal-Gerät Denon AVR-X3300W mit 7 x 180 Watt, 7.2 Processing, 8 HDMI-Eingängen und 2 HDMI-Ausgängen. Audyssey MultEQ XT32 fehlt ebenso wenig wie ein fortschrittliches Videoprocessing mit Upscaling geringer auflösender Signale auf bis zu 4K. Der 3300 ist nur in schwarz erhältlich, er kommt schon jetzt auf den Markt und decodiert Dolby Atmos, wir gehen davon aus, dass DTS:X wie beim AVR-X2300W und beim AVR-X1300W per entsprechendem Update hinzu kommt. Übrigens, wer nach einem Nachfolger für das Spitzenmodelle AVR-X7200WA fragt: Dieses kommt erst 2017, der 7200 läuft 2016 noch komplett durch.

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Kino-Vorführung mit KEF Reference-Lautsprechern, JVC-Beamer und Auto-3D/Dolby Atmos/DTS:X-Material

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AV-Receiver von Denon und Marantz, AV-Vorstufen von Marantz im Ausstellungsraum

In einem richtigen kleinen Kino konnten sich die Zuhörer von den Vorzügen der drei objektbasierten Audioformate Dolby Atmos, DTS:X sowie Auro-3D überzeugen, es gab akustische Beispiele zu jeder Technologie. Interessanterweise wurde überdies der als exzellent bekannte Auro-Upmixer „Auro-Matic“ an einem Song von Adele vorgeführt – erneut hinterließ Auro-Matic einen akustisch glänzenden Eindruck, mit fließenden Übergängen, tollem 3D-Gefühl und enormer Präzision.

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AV7703 mit symmetrischer XLR-Beschaltung

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Weitere Bedienelemente unter einer großen Klappe auf der Front

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Kleinere Klappe beim SR6011

Auch bei Marantz finden sich zwei neue AV-Receiver und eine neue AV-Vorstufe. Der SR6011 kommt im Herbst für 1.399 EUR. Es handelt sich um ein 9-Kanal-Gerät mit 185 Watt/Kanal. Marantz-typische Merkmale wie die „Current Feedback Technology“ oder neu entwickelte HDAM-Module fehlen auch nicht. 8 HDMI-Eingänge neuester Spezifikation sind vorhanden, ebenso wie Denon setzt auch Marantz auf Audyssey MultEQ XT. Ein Phono (MM) Eingang ergänzt die Ausstattung. WLAN, Bluetooth, Spotify Connect sowie Decoding von Atmos und DTS:X sind weitere Merkmale.

Auch mit HEOS-Modul erscheint für 1.799 EUR der Marantz SR7011. Er hat 9 jeweils 200 Watt leistende Endstufen und decodiert Atmos und DTS:X. 8 HDMI Eingänge und 3 HDMI Ausgänge sorgen für ein Höchstmaß an Flexibilität. Dank integriertem HEOS gibt es nicht nur Spotify Connect, sondern auch Deezer, TIDAL und Tune In unter anderem. Beide Marantz AV-Receiver sind in schwarzer oder silbergoldener Farbvariante lieferbar.

Die neue Vorstufe AV7703 ist mit symmetrischer XLR-Beschaltung versehen und schafft bis zu 11.2 Processing. 8 x HDMI-In und 3 x HDMI-Out , das oben schon beschriebene HEOS Modul und Dolby Atmos/DTS:X Decoding sind weitere Merkmale. Bei der Vorstufe steht explizit dabei dass DSD in 2,8 und 5,6 MHz sowie FLAC, ALAC, AIFF und WAV unterstützt werden, das dürften die anderen Modelle von Denon und Marantz aber auch beherrschen. Die AV7703 gibt es nur in schwarzer Ausführung. Für SR7011 und AV7703 ist auch ein Auro-3D Update zu haben. Für den SR6001 steht diese Option nicht zur Verfügung.

Wie wurde HEOS in die selektierten AV-Modelle von Denon und Marantz integriert beziehungsweise wie ist es zu steuern? Hierfür wird, wie auch bei den anderen, schon bekannten HEOS-Komponenten, die HEOS-App verwendet, D&M hat darauf verzichtet, eine „Über-App“ zu kreieren, mit der man komplette AVR- und HEOS-Funktionalität steuern kann. Daher wechselt man, für den Anwender beinahe unmerklich, in die HEOS-App und verlässt die 2016er Denon AVR-App, wenn die HEOS-Dienste verwendet werden.

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Der HEOS AV-Receiver im klassischen 5.1 Layout kommt 2017

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Auch beim HEOS AV-Receiver gibt es hochwertige Schraubterminals fürs Lautsprecherkabel

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HEOS 1 als kabellose Rears

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HEOS AV-Receiver im Einsatz

HEOS bekommt im Übrigen einen HEOS AV-Receiver im klassischen 5.1 Layout, der 2017 auf den Markt kommen wird. Sehr schlicht, im typischen HEOS Design gehalten, sind kräftige Endstufen und eine aufs Wesentliche reduzierte Ausstattung die Kennzeichen. Wahlweise kann man alle 5 Endstufen verkabeln, oder nur die vorderen drei (Front links, Center, Front rechts) und dann z.B. auf HEOS 1 als kabellos integrierte Rear-Lautsprecher setzen. Wir konnten schon etwas Probe hören, an einem großen KEF Lautsprecherset vorn und zwei drahtlos eingebundenen HEOS 1 Lautsprechern hinten ging es bei 007 „Skyfall“ ordentlich zur Sache. Pegelfest, dynamisch und homogen ausgelegt, hinterließ der Prototyp des HEOS AVRs einen sehr guten und somit bleibenden Eindruck.

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Liebevoll gestaltet: Die „Stereo-Ecke“ im Ausstellungsraum

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Neue 1600er Stereo-Serie

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 Stereo-Vorführung der Extraklasse mit SA-10 und PM-10

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Marantz SA-10

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Marantz PA-10

Viel geboten wurde auch auf dem klassischen HiFi Stereo-Sektor. Hier rollt Denon nun den DCD-1600NE Super Audio Player und den PMA-1600NE Vollverstärker als neue Macht in der oberen Mittelklasse aus. Der DCD-16000NE kommt mit dem Denon-eigenen Advanced AL32 Processing Plus und verfügt über PCM1795 192 kHz/32-Bit D/A-Wandler. Ein hochwertiges Laufwerk (Denon Original Disc Drive Design) und ein sepzielles DAC Masterclock-Design für geringen Jitter zeichnen den Player ebenfalls aus. Die Wiedergabemöglichkeiten für Daten-Discis umfassen auch DSD, AIFF und Flac HD. In schwarz und in Premium-Silber wird es den Player geben, genauso wie den PMA-1600NE. Der hochwertige Vollverstärker stemmt 2 x 140 Watt (4 Ohm) und hat „Advanced Ultra-High-Current (UHC) MOS Sinhgle-Push-Pull-Technologie an Bord. Interessantes Merkmal ist der USB-B-Eingang für HiRes-Audio bis hoch auf 384 kHz/32-Bit beziehungsweise bis auf 11,2 MHz DSD.

Marantz zeigte die brandneuen, erstmals von Ken Ishiwata auf der High End 2016 in München präsentierten Topmodelle PM-10 (Vollverstärker, 7.999 EUR) und SA-10 (SACD/CD-Player, 6.999 EUR), sondern gönnte den Anwesenden eine erneut vom Marantz Brand Ambassador Ken Ishiwata durchgeführte exzellente Vorführung. Der PM-10 liefert 200 Watt/Kanal an 8 Ohm und 400 W/Kanal an 4 Ohm. Wie auch der SA-10 ist er in goldener oder schwarzer Variante erhältlich. Es finden sich separate Stromversorgungen für Vorverstärker und Control-Processor und für jeden der beiden Endstufenzüge. Der SA-10 begeistert mit einem komplett neu entwickelten SACD-M3 Transportmechanismus für CD, SACD sowie DVD-ROM. Ein USB-Eingang (USB-B) für bis zu 384 kHz/32-Bit beziehungsweise bis zu 11,2 MHz DSD ist vorhanden. Ein innovatives Upsampling auf DSD mittels der Marantz-exklusiven Musical Mastering Stream-Technologie ist ein weiteres Highlight.

Einige Bemerkungen noch am Rande: Im Gegensatz zu Pioneer, Onkyo und Yamaha wird es, zumindest nach derzeitigem Stand, keinen Netzwerk-Stereoreceiver im klassischen 43 cm Rastermaß geben. Auf die weltweite Sicht – nicht auf Deutschland allein – bezogen, so Denon, ist der Markt dafür zu klein. Auch bei Marantz ist kein entsprechendes Produkt in Planung, ebensowenig ein CD-Spieler mit Netzwerkfunktion im 43 cm Rastermaß. Es finden sich aber in den Design-Linien mit kompakteren Abmessungen und moderner Optik entsprechende, leistungsstarke Alternativen. Das Thema DAB/DAB+ möchte man auch derzeit nicht angehen. Denon beruft sich auf die enormen Erfolge mit Netzwerk-Devices mit Internet Radio. 

Special und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 07. Juni 2016




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