INFO: Samsung-Special zum Thema High Dynamic Range (HDR)

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Samsung hat nun umfassende Informationen zum Thema HDR (High Dynamic Range) herausgegeben, die wir Ihnen in diesem Special vorstellen möchten. Samsung sieht dabei HDR nicht als einzelnes Feature, sondern als Verbund von Merkmalen an, um dem Zuschauer ein Bild in bislang nicht gekannter Qualität zu offerieren. Erst mit HDR, das ist unsere Ansicht, wird Ultra HD mit einer Bildauflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten auf die Spitze getrieben. Ein feiner aufgelöstes Bild mit enormer Detailschärfe, das ist der Vorzug von Ultra-HD. HDR nun kümmert sich um einen deutlich höheren Kontrastumfang, der mit facettenreicherer Farbwiedergabe auch mit einer enorm gesteigerten Gesamt-Bildhelligkeit einher geht.

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Die Samsung KS7590 Baureihe markiert 2016 den Einstieg in die Curved SUHD-Welt

Viele bisherige Display-Technologie erreichen lediglich Helligkeitswerte von maximal 100 Nit (der klassische Röhren-Fernseher), während ein modernes Display, wie es zum Beispiel in Samsungs SUHD-Baureihen 7, 8 und 9 zum Einsatz kommt, satte 1.000 Nit an Maximalhelligkeit aufbietet.  Zum Vergleich: Noch vor kurzem waren bei LCD-TVs 400 Nit als maximale Helligkeit „State Of The Art“. 

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SDR und HDR veranschaulicht

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Vorteile von HDR in hellen sowie dunklen Bildbereichen

HDR-Material kann von entsprechend geeigneten Kameras kommen (selbst die Kamera z.B. im iPhone von Apple unterstützt HDR). Früher musste HDR-Content in Standard Dynamic Range (SDR) Material umgewandelt werden, weil die Panels HDR-Content nicht anzeigen konnten. Dabei wurden die Helligkeitskontraste deutlich reduziert (Dynamik-Kompression/Tone Mapping). Vorzüge von HDR-Content: Über- sowie Unterbelichtungen werden eliminiert, Bilddetails kommen sehr viel besser heraus. Das sieht man sehr gut, wenn z.B. auf dem HDR-geeigneten Display die Skyline von Shanghai oder New York nachts zu sehen sind. Detaillierung, Leuchtkraft und Maximalkontrast sind deutlich verbessert. Auch ein Gebirgspanorama während des Sonnenuntergangs beispielsweise gewinnt, wenn es HDR-Content ist, sichtbar an Qualität. Ein normales LDR-Bild hat nur 256 verschiedene Helligkeitsstufe, ein HDR-Bild hingegen kann Werte von 0,18 bis 560 vorweisen. Speziell Details in hellen Bildteilen werden bei HDR-Content viel besser sichtbar. Man kann HDR-Bilder mittels geeignet Kamera direkt produzieren, auch die Erstellung einer Computergrafik kann nach HDR-Spezifikation erfolgen. Dritte Variante ist die Kreation eines Hdrs-Bildes aus einer Reihe unterschiedlich belichteter LDR-Bilder. 

Was heißt HDR in der Praxis? Die angezeigten Weiß- und Schwarzwerre sind viel intensiver und decken überdies ein deutlich breiteres Spektrum ab. Das Weiß wirkt intensiv und strahlend, schwarze Bildbereiche erscheinen satter und tiefer. Die Farbpalette ist ebenfalls größer, so dass viele zusätzliche Farbnuancen wiedergegeben werden können. Man geht davon aus, dass „SDR“, Standard Dynamic Range, mehr und mehr von HDR abgelöst wird. Neben zahlreichen Ultra HD-Blu-rays gibt es auch bereits jetzt VoD-Anbieter, die HDR-Material zum Streaming offerieren. 

Was macht den Unterschied? Schon früher, gerade seit Einführung der LED-Technik zur effektiven Hintergrundbeleuchtung, nahmen doch Kontrastumfang und maximale Bildhelligkeit bei jeder neuen TV-Generation zu. Aber – lediglich im Detail. Hier konnte man etwas präziser Muster in dunklen Bildsequenzen erkennen, dort war etwas mehr Differenzierungsvermögen in weißen Bildbereichen vorhanden. Es waren aber nicht, wie jetzt bei HDR, Quantensprünge.

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Samsungs SUHD-Technologie passt perfekt zu den Anforderungen von HDR

Direkt mit einer erstklassigen HDR-Wiedergabe einher geht das Ultra HD Premium-Zertifikat, welches alle 2016er Samsung SUHD-TVs tragen. Mehr als 30 Firmen aus allen Bereichen der Industrie, darunter Produktionsstudios, Film- und Videoanbieter, Technikfirmen und TV-Hersteller, die UHD Alliance. Und genau diese UHD Alliance hob „Ultra HD Premium“ aus der Taufe. Nicht nur TV-Geräte, sondern auch Ultra HD Videoinhalte, die über Streaming-Services und über Ultra HD Blu-rays zugänglich gemacht werden, tragen mittlerweile das Ultra HD Premium Logo. 

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Quantum DOT Color und HDR 1000 – vereint bei SUHD

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Ultra HD Premium-Anforderungen

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Besonders sattes Schwarz

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Mehr als die doppelte Bildhelligkeit: Früher rund 400, nun 1.000 Nits

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10 Bit Farbtiefe

Um das Ultra HD Premium Logo zu erhalten, muss folgendes erfüllt sein:

  • Auflösung: 3840 x 2160 Pixel
  • Farbtiefe: 10-bit
  • Farbraum: (Wide Color Gamut)
    Eingangs-Signal: BT.2020
    Display-Darstellung: Mehr als 90 % des P3-Farbumfangs
  • High Dynamic Range (HDR): SMPTE ST2084 EOTF
    – Entweder mit mehr als 1000 Nits maximale Helligkeit und weniger als 0.05 Nits Schwarzwert
    – Alternativ mehr al 540 Nits maximale Helligkeit und weniger als 0.0005 Schwarzwert

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Bei den Spezialmodi findet sich der HDR+ Bildmodus

Samsung geht noch einen Schritt weiter und offeriert für HDR-fähige SUHD- und UHD-TVs des Jahrgangs 2016 das per Online-Update verfügbare „HDR+“ Spezialprogramm an. Wir konnten mit einem KS7590 bereits Erfahrungen mit dieser Betriebsart sammeln. Und wir sind vom Nutzen der HDR+ Betriebsart überzeugt: Besonders feine Kontrastabstufungen, harmonische, gleichzeitig dynamische Farb- und Helligkeitswiedergabe sowie ungemein feine Farbübergänge zeichnen den Modus aus. Bei verschiedenen HDR-Ultra HD Blu-rays waren die Ergebnisse stets exzellent. ganz gleich, ob „Der Marsianer“, „Mad Max – Fury Road“ oder „San Andreas“: Ein homogener, in sich schlüssiger Bildeindruck, geprägt von hoher Plastizität und feinstem Detailkontrast, sind kennzeichnend. 

Generell können wir festhalten, dass HDR wirklich einen Quantensprung darstellt. Als Basis für unsere Eindrücke diente Samsungs Ultra HD-Blu-ray-Player UBD-K8500. 

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UBD-K8500

Er ist in der Lage, HDR-Content von Ultra HD-BDs und Streaming-Diensten zu einem entsprechend kompatiblen TV zu leiten. Wie man z.B. beim Filmbeginn von „Der Marsianer“ sehen kann, werden alle Farbnuancen der Mars-Oberfläche, auch, wenn sie z.B. teilweise im Schatten liegen, optimal wiedergegeben. Bei 2mad Max – Fury Road“ bemerkt man im Inneren der „Zitadelle“ mit den dunklen, nur schwach beleuchteten Gängen, wie gut man die Steinstruktur der Wände und den Körper des flüchtenden Mad Max erkennen kann. Bei „San Andreas“ wird eine ungeheure Bildtiefe und ein exzellentes Differenzierungsvermögen bei den Trümmern der zerstörten Skyscraper erkennbar. Insgesamt also stellen HDR-Inhalte ein intensiveres, umfassenderes Film-Vergnügen bereit. Man taucht tiefer ins visuelle Geschehen ein und kann unterschiedliche Bildebenen deutlich besser voneinander unterscheiden. 

Unsere Tests von Samsung-Equipment mit HDR-Support:

Special: Carsten Rampacher
Datum: 08. Juli 2016




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