INFO: Home Cinema Trends 2014 – der Auftritt von Denon und Yamaha

Home Cinema Trends 2014 Denon Impressionen

Natürlich sind die Denon AVR-Flaggschiffe AVR-X4100W (1.499 EUR, 7.2 AVR) und AVR-X5200 (1.999 EUR, 9.2 AVR) auch auf der Home Cinema Trends 2014, die gerade in Kassel stattfindet, präsent. Die beiden leistungsstarken AV-Receiver sind durch eine Ankündigung des Herstellers gerade noch attraktiver geworden, denn ab der ersten Dezemberwoche gibt es für 149 EUR noch ein Software-Upgrade auf das Hochleistungs-Tonformat Auro 3D. Wenden wir uns den beiden AV-Receivern zu.

Home Cinema Trends 2014 Denon AVR-X4100W

AVR-X4100W

Home Cinema Trends 2014 Denon AVR-X5200W 1

 AVR-X5200W

Home Cinema Trends 2014 Denon AVR-X5200W 2

Denon AVR-X5200W von innen

An Bord sind Decoder unter anderem für Dolby Atmos, Dolby True HD sowie DTS-HD Master Audio – und natürlich für Auro-3D. Das Auro-3D Upgrade umfasst 9.1 und 10.1 mit “Voice Of God” (VOG, Top-Lautsprecher, der von der Hörraumdecke herabstrahlt, nur beim 5200) Konfiguration. Wer die vollen Möglichkeiten von Auro-3D nutzen möchte, benötigt noch eine Endstufe extern, und zwar auch beim AVR-X5200W, der Auro 3D bis 10.1 unterstützt. Beim AVR-X4100W wird maximal 9.1 bei Auro-3D unterstützt.

Beide Denon Komponenten kommen des Weiteren mit eingebautem WiFi und Bluetooth, Audyssey DSX sowie DTS Neo:X (11.1 Channel bzw. 9.1 Channel), ebenso Bestandteil der Ausstattung ist Audyssey MultEQ XT32 mit LFC und Sub EQ . Die neueste HDMI-Version mit 4K 50/60 Hz Kompatibilität und 4:4:4 Farbauflösung ist auch an Bord. 7 HDMI-Eingänge hinten sowie 1 HDMI-Eingang vorn sowie gleich 3 HDMI-Ausgänge (2 + 1 Zone) stellen die Kern-Anschlussbestückung dar. Eine hochwertige Up-Conversion niedriger auflösender Videosignale ist ein weiteres wichtiges Merkmal für die Nutzung als AV-Schaltzentrale. Denons AV-Receiver konnten hier auch in unseren Tests stets punkten, mit sauberem De-Interlacing sowie hoher, gleichzeitig natürlicher Bildschärfe.

HD Audio Streaming ist heute ein wichtiges und stark nachgefragtes  Thema – die beiden Denon AV-Receiver kommen mit FLAC bis 192 kHz/24-Bit ebenso klar wie mit DSD und ALAC. An weiteren Musik-Dateiformaten werden MP3, WAV, AAC, WMA und AIFF akzeptiert. Gapless Playback fehlt auch nicht. Spotify Connect, Flickr, vTuner Internet Radio sind multimediale Merkmale, die in dieser Klasse selbstverständlich sind. Für Android und iOS Devices ist zur Steuerung die Denon Remote App verfügbar. In schwarzer oder Premium-silberfarbener Version sind die beiden AV-Komponenten lieferbar.

Der AVR-X4100W ist ein 6-Kanal-AV-Receiver und bringt 7 x 200 Watt an Leistung mit. Ferner hat er den Denon DDSC Schaltkreis mit AL24 Processing eingebaut. Denon Link HD sorgt für bestmögliche, jitterfreie Digitalsignalübertragung. Der AVR-X5200W besitzt als Differenzierungsmerkmale 9 x 205 Watt und ist bei Dolby Atmos auch 9.1.2 fähig. 11.2Ch Processing und ein 13.2Ch Pre-Out sind weitere zusätzliche Merkmale  im Vergleich zum 4100.  DTS Neo:X und Audyssey DSX werden anstatt bis 9.1 wie beim AVR-X4100 bis 11.1 unterstützt.

Die Soundbrothers haben für Schnellentschlossene überdies spezielle Messeangebote mitgebracht. Den AVR-500 AV-Receiver gibt es für 199 EUR, den DBT-1713UD Universalplayer für 299 EUR Messepreis.

Home Cinema Trends 2014 Heos

Überdies gibt es auch das neue Heos by Denon Wireless-Audio-Multiroom-System zu bewundern: Der größte aktive Lautsprecher Heos 7 kommt auf 599 EUR, der Heos 5 auf 399 EUR und der Heos 3 auf 299 EUR UVP. Präsentiert wurden auch noch Heos Amp (macht passive Boxen aktiv und integriert sie in ein Heos-System) und Heos Link (integriert vorhandene HiFi-Anlage in Heos-System).

Zu Denon Heos. Damit die HEOS Wireless-Lautsprecher so gut klingen, wie man es von Denon erwartet, ist eine spezielle Gehäuseform entwickelt worden, die stehende Wellen im Gehäuseinneren verhindert. Die Lautsprecher sind selbst entwickelt, überdies setzt Denon auf Passivmembranen für besonders gute Basswiedergabe.

Dank der audiophilen Synchronisation gibt es beim Audio Sync praktisch keine Verzögerung. Kaum noch messbar ist die Verzögerung bei komprimierten Formaten, 0,4 Sekunden beträgt sie bei unkomprimierten Audioformaten. Dies ist wichtig für perfektes Stereo – man kann HEOS Lautsprecher so miteinander koppeln, dass ein HEOS Lautsprecher als linker und ein HEOS Lautsprecher als rechter Lautsprecher in einem Stereo Setup arbeitet. Dies funktioniert mit allen drei HEOS Lautsprechern und ist per App einfach zu bewerkstelligen.

Wenden wir uns den Produkten zu. HEOS 3 arbeitet mit einem 2-Kanal Verstärker, 2 Vollbereichs-LS plus Bassreflexöffnung sind installiert, vertikal und horizontal aufstellbar (mit passendem DSP), HEOS 3 ist auch für die Wandmontage geeignet und hat USB- und AUX-Eingang. HEOS 5 hat einen 4-Kanal-Verstärker eingebaut. 2 x Hochtöner, 2 x Tieftöner plus Passivmembranen sind an Bord. Es gibt einen praktischen Griff und USB/AUX Eingang. HEOS 7 hat einen 5-Kanal-Verstärker, 2 x Hochtöner, 2 x Mitteltöner, Bass plus 2 x Passivmembran. Es findet sich auch ein Kopfhörerausgang sowie wie bei den anderen beiden Modellen AUX plus USB. In Silber/Weiß und in Schwarz sind im Übrigen die HEOS Komponenten dann ab Marktstart zu haben.

Kommen wir zum HEOS Amp, der einen Class D-Verstärker mit 2 x 100 Watt an 6 Ohm verbaut hat und der bestehende Boxensysteme HEOS fähig macht. Analoge, optischer und USB-Eingang sind vorhanden. Ebenso ist ein Pre-Out für den Anschluss eines aktiven Subwoofers dabei. Der Preis für so viel Leistung – 499 EUR.

HEOS Link kommt auf 349 EUR und macht die bestehende AV oder HiFi Anlage HEOS-fähig. Analoger, optischer, koaxialer Audioausgang sowie ein 12V Trigger sind vorhanden. Es gibt zudem einen analogen, einen optischen und einen USB-Eingang.

Mitgeliefert bei den Heos-Komponenten wird ein „Installationskabel“, das z.B. die Netzwerkinformationen gleich vom mobilen Device übernommen werden. Das Kabel sieht zwar aus wie ein normales 3,5 mm Miniklinkenkabel, hat aber mehr Funktionalität.

Es können in einem Heos-System insgesamt bis zu 32 Zonen berücksichtigt werden, als “Party Zone” mit dem gleichen Signal aus allen Lautsprechern gibt es maximal 8 Zonen. Natürlich kann man Räume auswählen, gruppieren und die „Pinch To Party“ Funktion nutzen. Jeder User hat seine eigene Playlist und kann demnach auch autark agieren. Jeder kann seine Musik in die Playliste für eine Anlage hinzufügen, was bei Parties sicherlich nicht uninteressant ist. Wichtig ist der „HEOS Account“, in dem man z.B. Passwörter von Musikdiensten, Favoritenlisten und Musikwiedergabelisten ablegen kann. „Pflicht“ ist der Account allerdings nicht – für lokal abgelegte Musik wird er nicht benötigt, unbedingt benötigt wird er aber, wenn man Online-Musikdienste nutzen möchte. Apropos Online-Dienste: Es sind z.B. Spotify, Deezer, tuneIn und Napster an Bord. Für andere Regionen als Europa gibt es z.B. Pandora und Rhapsody.

HEOS Link und HEOS AMP haben auch einen digitalen Eingang, so dass z.B. auch der TV-Ton über das HEOS System wiedergegeben werden kann. Musik vom USB-Stick kann auch in die HEOS-Kette eingebunden und somit im ganzen Haus geteilt werden. HEOS hat auch Zugriff auf Smartphones und Tablets im Netzwerk – auf Wunsch ist diese Funktion aktivierbar.

Auch in Kassel zu bewundern sind zahlreiche Yamaha-Komponenten.

Home Cinema Trends 2014 Yamaha CD-S2100

CD-S2100

Mit A-S2100 und CD-S2100 bieten die Japaner eine optisch attraktive und leistungsfähige Kombination aus Verstärker und Zuspieler für ambitionierte HiFi-Liebhaber an. Durch den aufwendigen Verstärkerschaltkreis mit verlustfreier Signalverarbeitung soll Musik mit großem Dynamikumfang und Detailtreue erklingen. Begleitet wird der hochwertige Vollverstärker von einem SACD-Player, der mit einem USB-DAC für die Wiedergabe digitaler Audiodateien ausgestattet ist. Ein präziser CD-Mechanismus und der neu entwickelte Schaltungsaufbau sorgen für verlustfreie Wiedergabe. 

Home Cinema Trends 2014 Yamaha CD-N301 A-S701

Wer moderne Netzwerkfeatures in einen CD-Player integriert haben möchte, freut sich über den für 349 EUR neu lieferbaren CD-Player CD-N301 (Im Bild oben). DLNA-Zertifikat, Spotify Connect-Kompatibilität und AirPlay gehören hier zum Ausstattungsumfang. 3,2 kg wiegt der elegant gestaltete multifunktionale CD-Spieler, der Flac-Dateien im 192 kHz/24-Bit Format wiedergeben kann und hochpräzise D/A-Wandler mit enorm geringem Rauschen verbaut hat. Der CD-N301 ist wahlweise in schwarz oder silbern erhältlich.

Beim leistungsstarken Vollverstärkeroben im Bild handelt es sich um den 649 EUR kostenden A-S701 mit 2 x 160 Watt Maximalleistung und 2 x 100 Watt RMS. Im konstruktiven Mittelpunkt steht Yamahas ToP-ART Technologie. Diese Abkürzung steht für Total Purity Audio Reproduction Technology und das Gesamtkonzept besteht aus ToP-ART Design und ART Base. Die ToP-ART Verstärkertechnologie verfügt über Eingang/Ausgang im direkt symmetrischen Aufbau, mit linken und rechten Kanälen, die in einer direkten und symmetrischen Anordnung für höchste Signalklarheit und kürzeste Signalwege angeordnet werden. Das ART Base-Gehäuse garantiert hohe mechanische Stabilität, ein fester Mittelsteg sorgt für enorme Stabilität und Schwingungsdämpfung.
Der Verstärker ist kompatibel zum YBA-11 optionalen Bluetooth Adapter und bringen koaxialen und optischen Digitaleingang mit.

Stimmung, Eleganz und Klang – dafür stehen Yamahas Relit-Systeme.

Home Cinema Trends 2014 Yamaha Relit

Yamahas Relit-Modellreihe mit indirekten Lichteffekten und spezieller App steht ebenfalls in Kassel. Das Programm besteht aus Relit LSX-700 als größte Version, LSX-170 mit Diffuser, der Klang und Licht im 360 Grad Radius verteilt, und LSX-70, der dank eingebautem Akku auch mobil am Ball bleibt.

Natürlich darf auch das Aventage AV-Receiver-Flaggschiff RX-A3040 für 2.099 EUR nicht fehlen.

Home Cinema Trends 2014 Yamaha RX-A3040

Optisch gibt sich das Topmodell klar als Yamaha-AVR zu erkennen. Die schon bekannte Formensprache der AVENTAGE AV-Receiver wird konsequent fortgesetzt. Zwei große Drehregler für Quellwahl und Lautstärke, links und rechts auf der Alufront, ein gut ablesbares DOT-Matrix-Display und eine robuste Klappe, hinter der sich weitere Anschlüsse und Bedienelemente befinden, kennzeichnen die Front.

Der 3040 ist als 9-Kanal-AV-Receiver konzipiert. An 8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 0,06 % Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteuert, entwickelt der 3040 150 Watt pro Kanal, bei 4 Ohm, 1 kHz, 0,9 % Klirrfaktor, ein Kanal ausgesteuert bei 1 kHz, setzt der 3040 230 Watt pro Kanal frei. Somit ist der 3040 ausgezeichnet gerüstet, um auch im große Heimkino für ordentlich Pegel zu sorgen.  Der 3040 wiegt 19,6 kg. Das hohe Gewicht des 3040 resultiert unter anderem aus dem großen Trafo, den sehr ausladenden Elkos und dem doppelten Chassisboden.

Dolby Atmos als neues Tonformat wird decodiert. Mit Dolby Atmos kommt eine weitere Dimension mit diskreter Kanalinformation hinzu, Lautsprechermodule, die in der Decke des Raums eingebaut werden bzw. auf die Fronts in exakt definiertem Winkel als separat angetriebene Module draufgesetzt werden, ermöglichen durch ihnen einzeln zugewiesene akustische Ereignisse eine neue Qualität bei der räumlichen Effektwiedergabe. Kommen wir zum zentralen DSP-Prozessor. Hier arbeitet der 3040 mit dem besten Prozessor, der Cinema DSP HD3 heißt. Für DSP-Liebhaber werden 23 DSP-Programme aus verschiedenen Sektionen angeboten. Im einzelnen finden sich: Movie (Standard, Spectacle, Sci-Fi. Adventure, Drama, Mono Movie, Sports, Recital/Opera, Action Game, Roleplaying Game, Music Video) und Music (Hall in Munich, Hall in Vienna, Hall in Amsterdam, Chamber, Church in Freiburg, Church in Royaumont, Village Vanguard, The Bottom Line, Cellar Club, The Roxy Theatre, Warehouse Loft, 9 Kanal Stereo).

Auch die eingesetzten D/A-Wandler sprechen für sich. Der ESS ES90106 und einmal noch der ES9006 kommen im 3040 zum Einsatz. Das YPAO-Lautsprechereinmesssystem mit Room EQ arbeitet beim 3040 in der neusten Version mit 3D/Lautsprecherwinkel/R.S.C. mit Mehrpunktmessung.Yamaha bringt ein modernes GUI für eine einfache Bedienung zum Einsatz. Alternativ kann zur Steuerung nicht nur die mitgelieferte Systemfernbedienung, sondern auch die tadellose Yamaha App, erhältlich für iOS und Android Devices, eingesetzt werden. Der AV-Receiver unterstützt bis zu 4 Hörzonen und bietet darüber hinaus 11.2-Kanal-Erweiterungsfähigkeit, 11.2 Kanal Vorverstärkeranschlüsse, vergoldete Lautsprecheranschlüsse, extra konstruierte, schwere und massive Füße und extragroße Blockkondensatoren.Er ist videoseitig natürlich in der Lage, auf bis zu 4K hochzuskalieren. Wie wir schon aus der Vergangenheit wissen, geschieht dies in ausgezeichneter Qualität, mit hoher Schärfe, tadellos solidem Bildstand und lebendiger, echter Farbwiedergabe.

Umfangreiche Netzwerk- und Multimediafunktionen kennzeichnen den RX-A3040. Spotify, Napster und Juke sind integriert, hinzu kommen vTuner Internetradio, AirPlay sowie HTC Connect. Grundprinzipien der AVENTAGE AV-Receiver-Konstruktion kommen natürlich gerade beim RX-A3040 zum Einsatz. Der 5. Fuß in der Mitte des Gerätes wird A.R.T Wedge genannt. A.R.T steht für Anti-Resonanz-Technologie. Der interne Aufbau und das Schaltungslayout sind auf perfekte Symmetrie ausgelegt. Die linken und die rechten Kanäle sind physisch und elektrisch voneinander getrennt. Das maximiert die Kanaltrennung, verbessert den Rauschabstand und sorgt somit für ein offenes, vielschichtiges Klangbild.

Übrigens – den Vorgänger RX-V3030, immer noch ein erstklasssiger AV-Receiver, gibt es zum Sound Brothers Spezialpreis von 1.599 EUR – schnell zugreifen, denn das Angebot ist begrenzt. Das gilt auch für den RX-A830, den man für schmale 599 EUR einkaufen kann. Wer überdies die Sound Brothers App auf dem Smartphone hat und dies an der Kasse zeigt, spart 100 EUR beim 3030 und 50 EUR beim 830.

Text: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. Oktober 2014




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