IFA-SPECIAL: Yamahas AVENTAGE-Serie mit AV Vor-/Endstufenkombi und AVRs

 

Yamaha zeigt auf der IFA in Berlin erstmalig die neue Vor-/Endstufenkombination der Aventage A5000er Serie. Zunächst zu nennen wäre die CX-A5000 Vorstufe, die für 2.200 EUR den Weg in den Handel findet. Während andere Hersteller nicht mehr den Mut aufbringen, echte AV-Flaggschiffe zu offerieren, geht Yamaha einen anderen Weg und liefert eine Vor-/Endstufenkombination ab, die zum fairen Kaufpreis hervorragende Technik anbietet. So bietet die CX-A5000 eine komplette 11.2 Signalverarbeitung und ein Highend DSP, das 33 verschiedene Programme in typischer Yamaha Qualität bereitstellt. Natürlich gehören umfangreiche Netzwerkfunktionen zum „guten Ton“. AirPlay, das neue Spotify Connect für direkten Spotify-Zugang auf dem AVR, Napster sowie die Kontrolle mittels der grafisch und technisch aufwändige Yamaha AV Control App wären hier aufzuführen.

CX-A5000

MX-A5000

192 kHz/24-Bit HiRes-Audiofiles können als WAV- oder FLAC-Datei wiedergegeben werden. Der High-Resolution Music Enhancer ermöglicht stets eine enorm hohe Wiedergabequalität.

Videoseitig ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Vorstufe nicht nur 4k Signale durchschleift, sondern auch ein hochwertiges Upscaling auf 4k von niedriger auflösenden Signalen bewerkstelligt.

Anschlussseitig gibt es insgesamt 8 HDMI-Eingänge, von denen einer auf der Front zu finden ist. Es stehen zwei HDMI-Ausgänge zur Verfügung. Nur extreme „Custom Installation Freaks“ werden das Fehlen eines dritten HDMI-Outs, wie ihn z.B. Denon oder Pioneer bietet, bemängeln.

Natürlich ist die neueste und präziseste YPAO-Variante mit an Bord, die auf Wunsch nicht nur an mehreren Positionen, sondern auch mit Lautsprecher-Winkelmessung auftrumpft.

Weitere Ausstattungsmerkmale umfassen eine Mehrzonen-Kontrolle, eine lernfähige Fernbedienung und XLR-Buchsenbestückung auf der Rückseite.

Die zu diesem technischen Meisterwerk passende Endstufe heißt MX-A5000 und besitzt 11 Kanäle, das Ganze zu einem erstaunlich günstigen Kaufpreis von 2500 EUR. Wie auch die Vorstufe gibt es die Endstufe in schwarzer oder titanfarbener Variante. Die Leistungsdaten: 150 Watt pro Kanal (8 Ohm, 20 Hz bis 20 kHz, 0,06 %Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteuert), 230 Watt pro Kanal (6 Ohm, 1 kHz, 0,9 % Klirr, 1 Kanal ausgesteuert), 290 Watt pro Kanal (4 Ohm, 1 kHz, 0,9 % Klirr, 1 Kanal ausgesteuert), 280 W/Kanal (6 Ohm, 1 kHz, 10 % Klirr, 1 Kanal ausgesteuert, JEITA).

Die dreistufe Darlington-Verstärkerschaltung und Elkos mit 27.000 Microfarad sichern eine hochwertige und leistungsstarke Verstärkung sowie große Reserven bei kurzzeitigen Stromspitzen, wie sie z.B. bei Explosionen oder Verfolgungsjagden im Action-Blockbuster vorkommen. Schon die Vorstufe hat mit 13,6 kg ein durchaus stattliches Gewicht, klar ist aber, dass die mit riesigem Ringkerntrafo ausgerüstete Endstufe mit satten 25,4 kg deutlich mehr wiegt. Die MX-A5000 offeriert eine komplette XLR-Beschaltung und hat besonders hochwertige, goldbeschichtete Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Sie ist überdies Bi-Amping-fähig mit Kanal-Auswahlmöglichkeit. Für beste Signalqualität sorgen der extrem hochwertige Aufbau sowie selektierte Bauteile.

Natürlich gibt es eine Vielzahl an weiteren Aventage-Modellen, ausgeführt als AV-Receiver.  Kennzeichen aller Yamaha Aventage AVRs sind der hochwertige Aufbau von Chassis und Innenleben, die High Performance-Bauteile und das A.R.T. Konstruktionsprinzip. A.R.T steht für Anti-Resonance Technology. Typisch Aventage ist auch der fünfte Standfuß unter dem Gerät. Für die D/A-Wandlung sorgen sehr leistungsfähige ESS Chips. Ausgestattet sind alle Aventage AV-Receiver, die sich bereits seit kurzem im Handel befinden, mit YPAO und dem Yamaha Music Enhancer. Dieser ermöglicht eine deutliche Verbesserung in der Wiedergabequalität von stark komprimiertem Musik-Dateimaterial.

Sogar alle Yamaha AVRs mit Ausnahme des RX-V375 sind kompatibel zum Yamaha Bluetooth-Adapter YBA-11, so auch alle Aventage-Devices. Die AV Controller App ist für Android- und Apple iOS-Smartphones verfügbar und sichert die mittlerweile gängige Möglichkeit, das Yamaha Device mittels Smartphone zu steuern. Spotify und Napster sind integriert. Der ECO-Modus begrenzt auf Wunsch die Endstufenleistung und reduziert dadurch den Stromverbrauch deutlich.

RX-A730

Kleinster Aventage AV-Receiver ist der RX-A730, der 150 Watt pro Kanal aufbietet (4 Ohm, 1 kHz, 0,9 % Klirr, 1 Kanal ausgesteuert). Er kostet 749 EUR und landet in einigen Wochen auch in unserem Testraum. Er hat das Yamaha Cinema 3D Processing und offeriert insgesamt 17 DSP-Programme. Hochauflösende FLAC/WAV-Audiodateien mit bis zu 192 kHz/24-Bit können abgespielt werden. AirPlay, Napster und Spotify Connect sind Merkmale des multimedialen Ausstattungsumfangs. 10,4 kg wiegt der RX-A730, er ist ein Siebenkanal-AV-Receiver mit 6 HDMI-Eingängen und einem HDMI-Ausgang.

RX-A830

Für 849 EUR folgt der RX-A830, ebenfalls ein 7-Kanal-AV-Receiver. Unterschiede zum 730: 8 HDMI-Eingänge, 2 HDMI-Ausgänge, 10,5 kg Gewicht, 160 Watt Leistung (gleiche Messmethode).

RX-A1030

Der RX-A1030 ist für 1.099 EUR im Handel und weist im Vergleich zu den anderen beiden Modellen folgende Differenzen auf: 170 Watt pro Kanal, vollsymmetrischer Endstufenaufbau,  DAC On Pure Ground Schaltkreis, 15,1 kg Gewicht und besonders hochwertiger Kühlkörper. Mit an Bord ist hier auch SCENE Plus als weiterentwickelte Funktion zum praktischen Starten von Macros.

RX-A2030

Für 1.500 EUR folgt der RX-A2030, der nun mit 220 Watt pro Kanal nochmals deutlich mehr Leistung bereit stellt. Überdies hat das Yamaha Cinema DSP 3D hier 23 Programme. Dieser AV-Receiver wiegt 17,1 kg und trumpft mit besonders präzisem Video-Processing auf. Bewegungsadaptives De-Interlacing und Multi-Cadence inklusive 3-2 Pull Down Erkennung sind hier wesentliche Merkmale. Der eingebaute Hochleistungs-Trafo garantiert auch bei längerem Einsatz mit hohem Pegel souveräne Stromlieferfähigkeit. Ein Detail am Rande: Alle Aventage AV-Receiver arbeiten mit klanglich feingetunten analogen Endstufen.

RX-A3030

RX-A3030, Anschlussauswahl

Für 2.099 EUR markiert der RX-A3030 die Spitze im AV-Receiver-Aventage-Sortiment – darüber rangiert nur noch die A5000 Vor-Endstufen-Kombination. Der RX-A3030 hat ein nochmals leistungsfähigeres DSP: Das Yamaha DSP HD Cinema. Die Anzahl der DSP-Programme ist mit 23 aber identisch zu den Modellen 2030 und 1030. Volle 11.2 Signalverarbeitung und satte 230 Watt pro Kanal sind hier kennzeichnend. Das Gewicht: 19,9 kg, sehr üppig – das verdeutlicht die aufwändige Technik. Goldbeschichtete Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sorgen für lang anhaltende und beste Kontaktsicherheit.

Die DAC-Bestückung fällt beim 3030 ebenfalls nochmals hochwertiger aus. Zwar arbeiten ebenso wie im 2030 gleich zwei ESS-DACs, aber der eine von beiden fällt beim 3030 nochmals aufwändiger aus. Für enorme kurzzeitige Stromlieferfähigkeit sorgen besonders leistungsfähige Elkos.




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