IFA-SPECIAL: „Lichtjahre voraus“ – erste Bildeindrücke vom „Blu Escent“ 4K Laser-Projektor JVC DLA-Z1

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Eine echte Weltpremiere ist derzeit auf der IFA bei JVC zu bewundern: Der 4K Laser-Beamer DLA-Z1. Natives 4K (4.096 x 2.160 Pixel) wird mit Hilfe der „Blu Escent“ Laser/Phosphor-Technologie dargestellt.  Das Schönste am DLA-Z1: Es handelt sich quasi um ein Seriengerät (offiziell zwar noch Prototyp, aber die Markteinführung ist bereits für November 2016 geplant), somit kann man sich dieses High-Tech-Device bald ins eigene Heimkino stellen. Etwas gespart haben sollte man aber schon: Rund 35.000 EUR sind als Preis im Gespräch. Mit 39 kg „Lebendgewicht“ ist der DLA-Z1 als durchaus stattlich zu bezeichnen.  50 x 72 x 21,5 cm (BxTxH) misst der Beamer, auch das ist recht groß. Der Beamer ist extrem hochwertig verarbeitet. Auch wenn man ihn nach der Installation kaum genauer in Augenschein nehmen dürfte – die Gehäuseverarbeitung ist ausgezeichnet.

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Extrem hochwertige Optik

Das aufwändige Ganzglasobjektiv ist von höchster Güte: 18 Glaslinsen in 16 Gruppen mit 100 mm Durchmesser im  Aluminium-Korpus sind eine Ansage. Die Linsen sind auch mit für das immense Gewicht verantwortlich. Key Parts für den DLA-Z1 werden in Japan hergestellt, die Endmontage erfolgt im modernen JVC-Werk in Thailand.

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Seitliche Ansicht des JVC DLA-Z1

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Status-LEDs am Gerät

Die Helligkeit liegt bei 3.000 Lumen, das ist beachtlich. Die Lebensdauer des Laser-Systems wird mit bis zu 20000 Stunden (durchschnittliche Haltbarkeit) angegeben. Die Lasereinheit ist auch von einem autorisierten JVC-Servicepartner austauschbar. Ein 1,4 zu 2,8:1 motorisiertes Zoom-Objektiv mit horizontalem und vertikalem Lens-Shift ist an Bord. Die verbesserte Multiple Pixel Control (MPC) bringt einen automatischen Modus mit und arbeitet mit Signalen von bis zu 4K60P mit 4:4:4 Farbauflösung.

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Projektionsdiagonalen

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Standfuß rückseitig

Das extrem hohe dynamische Kontrastverhältnis spricht ebenfalls für JVCs neueste Kreation, die übrigens auch 3D (mit 120 Hz) unterstützt: Die PK-AG3 (aktive 3D-Shutterbrille mit Funk-Signalübertragung) und der PK-EM2 (3D-Transmitter) sind optional erhältlich. Einfach gestaltet sich übrigens das Updaten der Firmware: Erstmals bei JVC ist dies nun per USB möglich.

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Wie ist es um die visuelle Performance bestellt?

Faszinierend sind unsere ersten Bildeindrücke: Facettenreich und vielschichtig kommt ein Feuerwerk heraus, präzise ist die Farbwiedergabe, und die feine 4K Auflösung wirkt plastisch und natürlich scharf. Der Vorführ-Content liegt in Ultra HD/4K vor, allerdings legen JVCs Vorführer auch gern mal eine normale Blu-ray ein, stellen den BD-Player auf 1.080p Bildsignalausgabe ein und lassen den DLA-Z1 hochskalieren: Rauscharm, scharf, fein durchzeichnet – kurzum Spitzenklasse.

Das von JVC selbst produzierte Material zeigt z.B. einen Strand, danach türkisblaues Wasser in vielen Farbschattierungen. Die Abstufung der Farben gelingt vorzüglich, auch die Tiefenwirkung des Bildes ist verblüffend.  Palmen am Strand werden mit sehr präziser Modellierung auf der Leinwand präsentiert.  Ein Wasserfall ist ebenfalls eine Augenweide, wenn der DLA-Z1 die Bildwiedergabe übernimmt. Faszinierend ist, wie natürlich, wie lebendig von den Bewegungsabläufen her der DLA-Z1 agiert.

Wechsel des Contents, nun wird die Ultra HD-BD des „Marsianers“ zugespielt Nicht eben die beste Ultra HD-Blu-ray, aber was der DLA-Z1 während des Rettungsmanövers von der Marsoberfläche visuell leistet, ist auf Referenzniveau. Das Innere der Rakete, der Raumanzug von Mark, und dann der Start, als man die Rakete auf sich zufliegen sieht und um den Flugkörper herum sich die rotbraune Marslandschaft aufbaut: Grandiose Farbwiedergabe, sehr gute Bildschärfe und ein enormer Kontrast gehen Hand in Hand. Klar zu sehen ist auch, dass der DLA-Z1 viel Helligkeit bereitstellt. In der Sequenz auf dem Trafalgar Sqare in London, als viele Menschen live den Rettungsversuch auf großen Bildwänden betrachten, punktet der DLA-Z1 ein weiteres Mal mit hoher Durchzeichnung und erstklassigem Bild-In-Bild-Kontrast.

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Rückseite

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Bedienelemente am Gerät

Der DLA-Z1 ist ISF-lizensiert, und des Weiteren läuft gerade noch die THX-Zertifizierung des kompletten Gerätes. Zur Markteinführung im November ist sie dann abgeschlossen.  Mit einer tollen Bewegungswiedergabe und einer enormen Kontrastdynamik wartet der DLA-Z1 ebenfalls auf. Man kann sich den Gang ins örtliche Multiplex-Kino sparen – der DLA-Z1 projiziert auch auf einer 7 Meter-Leinwand  noch souverän.

JVC sieht im DLA-Z1 eine Alternative zum High End 4K-Laser-Beamer VW-5000ES (wiegt 43 kg) von Sony. Der Sony kommt allerdings auf rund 60.000 EUR. Der DLA-Z1 ist deutlich günstiger und dient auch als Imageträger, der beweist, was JVC hinsichtlich hochklassiger Bildtechnologie „auf dem Kasten“ hat, Mit 2 x 18 Gbps HDMI/HDCP 2.2 Eingängen und HDR-Kompatibilität inklusive Auto-HDR Bildvoreinstellungsmodus ist der Beamer für jede Aufgabe bestens gerüstet. Der DCI Standard gemäß „Digital Cinema Initiative“ wird ebenfalls erfüllt.  Der BT.2020 Farbraum der Ultra HD-Ära wird mit über 80 Prozent abgedeckt.

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JVC DLA-Z1

Unser Fazit: Begeisternd, was JVC hier abliefert. Der DLA-Z1 überzeugt mit großartigem Kontrastverhältnis, tollem Schwarzwert, enormer Helligkeit und feinster Detaillierung.  Der DLA-Z1 ist im Übrigen ein Produkt, dessen Ursprünge im Profi-Bereich liegen. Eigentlich mal doppelt so groß wie jetzt, führte das professionelle Gerät die beim DLA-Z1 verbaute Technologie in ähnlicher Form ein.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 04.09.2016




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