IFA-SPECIAL: LG präsentiert mit X Power und X Sprint die neue Mittelklasse

Mit zwei Mittelklasse-Spezialisten beschreiten die Koreaner eine neue Smartphone-Marktstrategie – und die Idee dahinter klingt durchaus vielversprechend.

„Die Module waren nicht gut.“ Mit einem „Geständnis“ begann das Gespräch rund um LGs Smartphone-Neuheiten. Hintergrund: Die auswechselbaren Module („Friends“) beim Flaggschiff G5 floppten gewaltig, was sich auch auf die Verkaufszahlen des Vorzeige-Smartphones negativ auswirkte. Daher war beim Konzern erst einmal Wunden lecken angesagt, denn im schnelllebigen TK-Geschäft haben bereits kleine Fehler große Auswirkungen auf die brutalen Marktverhältnisse im Smartphone-Sektor.

Bis zur Veröffentlichung des G6 „überbrückt“ LG die Wartezeit mit zwei Mittelklasse-Modellen, bei denen das Unternehmen die Grundidee von „Friends“ aber indirekt beibehielt. Die Modelle LG X Sprint und X Power weisen nämlich „Key Features“ auf, sodass es für potentielle Käufer klare Merkmale aufweist, statt „nur“ ein Allrounder von vielen zu sein.

Rückseite des X Power und X Sprint (rechts)

Der Name X Power verrät schon, dass dieses Smartphone vor allem mit einer exzellenten Rufbereitschaft und langer Akkulaufzeit punkten soll. So wurde ein großzügig dimensionierter 4.100 mAh starker Akkublock eingebaut, der das Smartphone zu einer Rufbereitschaft von einer ganzen Woche verhelfen soll. Im Dauerbetrieb sollen sogar zwei volle Tage möglich sein.

Das restliche Ausstattungsprogramm ist dafür aber eher bescheiden: Im 5,3 Zoll-Gerät kommen ein 1,3 GHz-Quadcore-Prozessor sowie 2 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. 16 GB Speicherplatz sowie eine 13-Megapixel-Kamera und eine Selfie-Kamera mit 5 Megapixel runden das Programm ab. Das Fehlen von weiteren Extras geht bei einem Preis von ca. 180 Euro aber in Ordnung. Im September soll das Akku-Wunderkind bereits erhältlich sein.

Deutlich luxuriöser ist das LG X Sprint aufgestellt, denn hier stehen die Multimedia-Features klar im Vordergrund. Das 5,5 IPS Zoll Display bietet eine Quad-HD Auflösung und dank LTE Cat 9 werden Daten besonders schnell übertragen. Herzstück ist ein 1,8 GHz Hexacore-Prozessor mit 3 GB Arbeitsspeicher. 32 GByte interner Speicher, eine 8 Megapixel Frontkamera sowie ein Fingerabdruckleser runden das luxuriöse Ausstattungspaket für etwa 450 Euro ab, wobei ein Release erst für das 4. Quartal angekündigt wurde.

Das interessante Konzept, das übrigens von der X-Men Filmreihe inspiriert wurde, hat nur einen augenscheinlichen Haken: Für ein ausgefeiltes Designkonzept und Metallgehäuse blieb offensichtlich kein Budget übrig.

Übrigens: Mit den Modellen LG X cam und LG X screen haben die beiden Neuheiten bereits zwei Geschwister.

 

Special: Ulf Schneider
Datum: 07.09.2016




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