IFA 2017: Erste Eindrücke von Dalis kabellosem digitalem „Callisto“ Lautsprechersystem mit erstklassigem Klang

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Dali führt auf der IFA in Berlin noch bis morgen das kabellose Lautsprechersystem „Callisto“ mit dem Regallautsprecher Callisto 1 und dem Standlautsprecher Callisto 6 vor. Um sich von den anderen Systemen ähnlicher Machart deutlich abzuheben, hat Dali einiges getan: So werden nicht nur die für die Dänen typischen Holzfaser-Membranen für den Tief- und Mitteltonbereich direkt im Haus gefertigt, sondern auch die Module des Hybrid-Hochtonsystems bei Standbox und Regallautsprecher. Dieses Hybrid-Modul umfasst ein Bändchen und eine neu entwickelte Kalotte für die perfekte Anbindung an den Mitteltonbereich. Auch die Verstärkertechnik der aktiven Boxen wurde von Dali selbst entwickelt. 

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Sound Hub

Kernstück von Callisto ist der elegant gestalteten Dali Sound Hub. Mittels 24-Bit/96 kHz-Verbindung erfolgt die Zusammenarbeit mit den Lautsprechern. Bluetooth, sowie 2 optisch-digitale und 2 analoge Eingänge sind vorhanden, ebenso USB und ein koaxialer Digitaleingang. Die kompakte mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung verdient auch noch Erwähnung. 

Auf der Rückseite des Hubs ist noch Platz für Module, z.B. ist eines für die BluOS-Unterstützung vorgesehen. Steckt man ein Bluesound-Modul ein, so kann man alle Streaming-Optionen und die App-Steuerung von Bluesound mittels BluOS nutzen. So bieten sich insgesamt ungemein flexible Nutzungsmöglichkeiten. Und das ist nicht alles: Mit dem Start von CALLISTO beginnt eine globale Kooperation mit dem kanadischen Audiospezialisten Lenbrook International. Das BluOS Multiroom-System des kanadischen Unternehmens soll eine bequem per App steuerbare HD-Musikwiedergabe bieten. Alle künftigen Streaming-Produkte von Dali werden über eine BluOS-Anbindung verfügen.

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Hybrid-Hochtonmodul. Der neu entwickelte 29 mm Kalotten-Hochtöner wird bei Dali selbst gebaut

Da das gesamte System von Dali selbst entwickelt und in weiten Teilen auch produziert wird, konnte man natürlich die Chassis exakt auf die Verstärkerelektronik anpassen. Die maximale Auslenkung der Chassis und die tonale Homogenität sind dadurch exzellent. Der eingebaute Verstärker liefert 300 Watt Leistung und arbeitet nach dem Class D-Prinzip (digitale Verstärkung). Er ist direkt mit den Treibern verbunden.

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Schick integrierte Pegel-Anzeige

Leistungsstarke 165 mm Holzfaser-Membranen und der neu entwickelte 29 mm Soft-Dome Tweeter ermöglicht zusammen mit dem Hochton-Bändchen eine kultivierte, detailreiche und kraftvolle Wiedergabe. 

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Standbox Callisto 6 in schwarzer Version

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Callisto 1 heißt die kompakte Regal-Variante

Wir hatten die Möglichkeit, in die Callisto Standlautsprecher schon hinein zu hören. Zwar kommt das Callisto-System voraussichtlich erst im Januar 2018 auf den Markt, doch akustisch hört es sich schon extrem gut an. Bei Eva Cassidys Klassiker „Ain’t No Sunshine“ beeindruckt die enorme Pegelfestigkeit.

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Bändchen für filigrane Hochtonwiedergabe

Die kraftvollen Endstufen arbeiten perfekt mit den Chassis zusammen, und auch bei hoher Lautstärke ist die Auslenkung der Membrane noch linear und präzise. Die Stimme wird ausgezeichnet eingearbeitet und die gebotene Räumlichkeit ist exzellent. Man merkt, dass Opticon- und Rubicon-Gene in den hochwertig verarbeiteten Callisto-Boxen vorhanden sind. 

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Wir sind beeindruckt – die Callisto 6 spielt extrem souverän

Bei „Did Trouble Me“ von Tom Jones beweisen uns die Callisto Standlautsprecher, dass auch männliche Stimmen überragend herausmodelliert werden. Struktur und Präsenz sind überdurchschnittlich gut ausgeprägt, das gesamte Feingefühl ist sehr gut. Wie wir es von Dali-Lautsprechern kennen, ist das Klangbild sehr harmonisch, aber gleichzeitig fundiert und kräftig sowie lebendig. Eine tolle Mischung, mit der man praktisch jedem Musikstil gerecht wird.

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Elegant und klangstark präsentiert sich die Callisto 6

Dass es auch durchaus härter zugehen kann, wird dann bei „Deeply Disturbed“ von Infected Mushroom deutlich. Knallhart, unnachgiebig kommt der Kickbass heraus. Hier scheitern viele andere Aktivboxen, selbst wenn sie uns sonst überzeugen konnten. Die hervorragende räumliche Wirkung stellt auch beim Electronic-Track von Infected Mushroom einen großen Vorzug der souverän agierenden Callisto-Standlautsprecher dar.

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 05. September 2017

 

 

 

 

 




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