IFA 2014: Hands-On mit der Samsung Curved Soundbar HW-H7500/7501

Samsung Curved Soundbar Front Seitlich1

Curved TVs sind mittlerweile bei allen großen TV-Herstellern zu finden – bei Curved Soundbars sieht es aber noch relativ mager aus. Zur Rettung soll die HW-H7500/7501 von Samsung eilen, die auf der diesjährigen IFA in Berlin ihren Produkt-Launch feiert.

Samsung präsentiert die Soundbar sowohl an der Wand montiert als auch direkt in Kombination mit 55- und 65-Zoll Curved TVs. Beim Aufbau mit den TV-Geräten sieht man direkt, dass der Krümmungsradius der Soundbar absolut identisch zu den TV-Geräten ist. Die Soundbar lässt sich zudem direkt auf den Standfuß des TVs aufbringen und sieht daher kaum wie ein eigenständiges Gerät, sondern eher direkt dem TV zugehörig aus.

Samsung Curved Soundbar Verarbeitung

Erster Eindruck einer soliden Verarbeitungsqualität

Samsung Curved Soundbar Bedienelemente

Stationäre Bedienelemente

Die Oberfläche der Soundbar ist aus Kunststoff, der im geschliffenen Alu-Look gehalten ist und somit auch in diesem Punkt mit dem Design der TV-Geräte übereinstimmt. Vorne und seitlich ist ein graues Gitter aus Metall befestigt, hinter dem sich die Lautsprecher befinden. Obenauf kommen stationäre Bedienelemente in Chromglanz-Optik zum Einsatz, dazu gehört ein Power-Button, Eingangswahl- und Lautstärke-Tasten, natürlich kann die Soundbar komplett mit der Fernbedienung des Fernsehers gesteuert werden. Insgesamt macht das lediglich 42mm flache Gerät einen schicken und eleganten Eindruck, die Oberfläche kann aber trotz Alu-Look die Kunststoff-Haptik nicht verbergen.

Samsung Curved Soundbar Front

Acht Chassis sitzen in der HW-H7500/H7501

Über die Chassis-Bestückung ist bisher nur wenig bekannt. Lediglich dass es sich um acht einzelne Lautsprecher handelt, von denen für eine bessere Räumlichkeit jeweils zwei Stück an den Seiten platziert sind. Daher auch das Statement von Samsung, bis zu 8.1 Kanäle zu unterstützen.

Samsung Curved Soundbar Subwoofer

Der Subwoofer kommuniziert drahtlos mit der Soundbar

Zu dem Paket gehört auch ein Subwoofer, der ebenfalls in silberner, geschliffener Alu-Optik gehalten ist und drahtlos mit der Soundbar-Einheit kommuniziert. Außer der Stromversorgung ist kein weiteres Kabel notwendig, denn auch die Soundbar kommuniziert vollkommen ohne Kabel mit Samsungs TVs via „TV SoundConnect“.

Samsung hat der Curved Soundbar samt Subwoofer zwar ein kleines, eigenes Abteil spendiert, dass jedoch die Umgebungsgeräusche der Messe nicht komplett ausblenden konnte, da die Rückseite des „Raumes“ offen ist. Unsere Klangeindrücke sind daher als genau dies zu betrachten – Eindrücke, die wir im sicherlich folgenden Testbericht bestätigen oder revidieren müssen.

Zunächst empfinden wir die gebotene Bühne als recht räumlich und breit, wenn auch der Surround-Eindruck nicht stark zur Geltung kommt. Da, wie bereits erwähnt, der Raum nach hinten hin offen ist, ist dies auch kein Wunder. Erstaunlich ist aber, was das Paket für einen Pegel bereitstellt – der Messe-Trubel will schließlich übertönt werden – und dabei sogar verzerrungsfrei und harmonisch bleibt. Der Subwoofer erklingt voluminös und kraftvoll, selbst der Tiefgang scheint für die relativ kompakte Größe recht solide zu sein. Er reagiert flink, trägt aber untenrum relativ dick auf und eine akkurate Aussage bzgl. der Präzision ist hier nicht möglich.

Samsung Curved Soundbar mit TV

Insgesamt ist die Soundbar – und mit Sicherheit auch das Demo-Material – stark auf Spektakel ausgelegt. Dynamik und eine Vielzahl von Effekten wird hier absolut geboten, die Ortung fällt bei den vielen Umgebungsgeräuschen natürlich recht schwer. Dennoch gefällt uns die gebotene Atmosphäre, die aufgrund ihrer Dichte gut zur Immersion ins Bildgeschehen beiträgt. Zur Stimmwiedergabe oder generell der Performance bei verschiedenen Musikgenres können wir keine Aussage treffen, da uns lediglich ein Demo-Trailer zur Verfügung steht. Was können wir von diesen Eindrücken mitnehmen? Akustisches Potential ist vorhanden, für einen mitreißenden Filmabend ist dank sehr guten Pegeleigenschaften gesorgt – die endgültige akustische Darbietung können wir aber nur in der Redaktion bewerten.

 

Text: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 06.09.2014




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