IFA 2013: TV-Highlights und TV-Neuheiten von LG

UHD-Sortiment bei LG

3D – bei LG immer mit passiver Polfilterbrille

Beeindruckend – die „LG-Halle“ 11.2

LG als Technologie-Leader bei OLED TV – bis zu 77 Zoll (UHD) werden als Prototyp gezeigt, 55-Zöller (FullHD) sind schon im Handel

TV als Gesamtkunstwerk, gern auch im noblen historischen Ambiente, dank neuem „Bilderrahmen“ für den „Gallery OLED“

Eine Vielzahl an Neuheiten und Innovationen findet sich noch bis morgen bei LG in Halle 11.2 auf der IFA in Berlin.

77 Zoll UHD OLED

Natürlich gehört auch der LG Curved OLED dazu. Neben dem bereits vor der IFA vorgestellten 55 Zoll-Modell 55EA9809 präsentiert LG in Berlin auch eine 77 Zoll-Variante mit UHD-Auflösung. Der 55-Zöller belässt es bei FullHD.  Laut dem südkoreanischen Unternehmen ist der 77 Zoll UHD-OLED-TV der derzeit weltgrößte OLED mit 4k Auflösung. 195 cm Bildschirmdiagonale lassen ein Seh-Erlebnis wie im IMAX-Kino zu. Der gigantische OLED war selbst für das LG-Standpersonal eine Überraschung, denn er war nicht von Anfang an an den Pressetagen Mittwoch und Donnerstag auf dem Stand, sondern kam erst am Freitag, dem ersten Publikumstag morgens auf den Stand.

55EA8809

Rahmen um das Display – so sieht der TV wie ein Bild aus

Wer auf Kunst und Design steht, kann sich den 55 Zoll messenden GALLERY OLED TV anschauen. Der weltweit erste wandmontierbare OLED-TV hört auf den Namen 55EA8809. Der Rahmen OSF210 wird zusammen mit einer Wandhalterung angeboten, so befestigt, hat man den Eindruck, ein wertvolles Bild würde an der Wand hängen. Im Bilderrahmen ist ein 2.1 Soundsystem integriert. Im Display selber ist kein Soundsystem integriert. Ohne Bilderrahmen als Zubehör liegt der gerade und nicht gebogene OLED auf dem Preisniveau des Curved 55 Zoll-OLEDs. LG fokussiert hier klar, Display plus Rahmen zu verkaufen und nicht das Display allein. Zunächst gibt es eine Version des Rahmens, vier zusätzlich sind zunächst nur als Messe-Mockup zu bestaunen.

55EA9809

Curved in Reinkultur

Schon gut bekannt ist unsere Redaktion mit dem 55 Zoll FullHD Curved OLED 55EA9809. Der Acrylstandfuß, die Clear Speaker und der eingebaute Subwoofer sind neben dem Curved Design Highlights. LG  möchte mit dem OLED klar Trends bestimmen und offeriert das Gerät für 8.999 EUR. Der geschwungene Bildschirm sorgt nicht nur dafür, dass das Bild subjektiv als größer empfunden wird, sondern sichert auch einen besonders plastischen Bildeindruck, der von verblüffend hoher räumlicher Tiefe geprägt wird. OLEDs können in Dünnschicht-Technik auf biegsame Folien aufgebracht werden, dies ist aufgrund der Tatsache möglich, dass keine einkristallinen Materialien mehr notwendig sind.

Eingekapselt sind die OLEDs dann von einer sehr dünnen Kunststoffschicht. Im Falle des 55 Zoll Curved heißt dies, dass das Gerät gerade einmal 4,3 mm „dick“ ist. Allerdings ist aufgrund des gebogenen Bildschirms beim Curved OLED keine Wandbefestigung möglich. Er wiegt allerdings nur rund 17 kg und findet daher problemlos auf einem Sideboard oder einem schicken TV-Rack Platz.

Ein weiterer, sofort erkennbarer Vorteil von OLED ist das nahezu unendlich erscheinende, mögliche Kontrastverhältnis. Im Gegensatz zu konventionellen TV-Geräten sind OLEDs, ähnlich einer Plasma-Zelle im Plasma-TV, selbstleuchtend und benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung. Bei schwarzen Bildinhalten emittiert der TV also keinerlei Licht und bietet daher einen immensen Kontrast.

Im Praxisbetrieb ist dies sofort nachvollziehbar. Wir konnten zwar auf dem neuen Curved OLED bei der Vorstellung in Frankfurt und auf der IFA nur von LG gestellten Content ansehen, die visuellen Ergebnisse waren aber grundsätzlich beeindruckend. Der Schwarzwert erschien wirklich extrem und auch der Kontrast wirkt, bei einem farbigen Tuch, das vor schwarzem Hintergrund schwebt, sensationell. Dadurch bietet der Curved OLED von LG natürlich auch einen exzellenten Plastizitätseindruck und Tiefenstaffelung. Lediglich leichtes Rauschen an Kanten war zu sehen, was allerdings genauso am Demo-Content liegen kann. Hier müssen wir abwarten, bis wir das Gerät in der Redaktion einem ausgiebigen Test unterziehen können.

Kurz konnten wir, bei der Präsentation in Frankfurt, einen Blick auf das Bild eines Tuner-Signals erhaschen. Besonders HD-Programme erscheinen plastisch, extrem kontrastreich und lebendig.

Neben der ultraschnellen Reaktionszeit, von dem hauptsächlich eine saubere Bewegungswiedergabe und hohe Bewegungsschärfe sowie die 3D-Wiedergabe profitiert, überzeugt OLED noch mit einem geringen Energieverbrauch. Prinzipiell sind OLEDs sogar weitaus effizienter als LCD-TVs mit LED-Hintergrundbeleuchtung, da eben keine dedizierte Beleuchtung mehr notwendig ist. Allerdings muss natürlich zusätzlich zum Schaltstrom dann auch Beleuchtungsstrom fließen – aktuell hält sich es in etwa die Waage, der LG Curved OLED in 55 Zoll bietet aber hervorragende Energieeffizienz.

Einen leichten negativen Beigeschmack hatte OLED bisher aufgrund der in Bezug auf “herkömmliche” TVs geringeren Lebensdauer. Die unterschiedlich eingefärbten OLEDs durchlaufen einen Alterungsprozess, bei dem die Leuchtkraft bzw. Helligkeit nach längerer Betriebszeit immer weiter nachlässt. Das lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden und ist auch bei anderen Beleuchtungstechnologien der Fall.

Problem dabei ist, dass die verschiedenen Farben unterschiedlich schnell altern. Blau z.B. altert schneller als Rot oder Grün, das bedeutet dass über kurz oder lang die roten und grünen OLEDs heller strahlen als die blauen, das führt zwangsläufig zu Farbverfälschungen, die zwar teilweise aber nicht völlig software-seitig nachkorrigiert werden können. LG geht diesem Problem komplett aus dem Weg und setzt anstelle von eingefärbten weiße OLEDs ein und setzt diesen weißen OLEDs eine Farbfilterfolie vor. Somit altern alle OLEDs gleich schnell und es treten keine Farbverfälschungen auf.

Allerdings nimmt diese Folie dem TV etwas Helligkeit weg. Daher arbeitet der Curved OLED von LG mit einem zusätzlichen weißen Pixel (RGB + weiß), der dem Bild zusätzlich Helligkeit verleiht und auch im 3D-Betrieb für Benefits sorgen soll. LG gibt als Lebensdauer für den Curved OLED TV 25.000 Betriebsstunden an.

 

Optisch gibt sich der OLED 55-Zöller, wie man auf der IFA sofort sehen kann, auch von hinten als sehr elegant zu erkennen. Die Rückseite besteht aus Sichtkarbon – kohlefaserverstärktem Kunststoff und wirkt dabei besonders hochwertig. Seitlich befinden sich vier HDMI-Slots sowie USB 3.0 und CI+. An der Rückseite sind die übrigen Anschlüsse eingefasst, mit einer ebenfalls aus Sichtcarbon bestehenden Abdeckung werden diese sauber versteckt. 3 USB-Anschlüsse inklusive 1 x USB 3.0 sind ebenso wie die sehr gute LG Smart TV Plattform.

Gesteuert wird der Hightech-Fernseher mittels einer konventionellen Fernbedienung oder der Magic Remote. Vier passive 3D-Brillen liegen ebenfalls bei.

 

84LA9800

Gas gibt LG auch im Bereich 4k TVs. Schon Ende 2012 kam der nach wie vor erhältliche 84-Zöller 84LA9800 als absolutes Topmodell auf den Markt. Auf dem IFA Innovations Media Briefing im Juli waren dann die beiden kleineren UHD-Modelle (55 Zoll und 65 Zoll, 4500 und 7000 EUR) der LA9700er Serie mit integriertem 4.1 Soundsystem zu bestaunen. Das Nano FullLED Backlight sorgt für exzellenten Kontrast und tiefes Schwarz. Der 65-Zöller hat 144 Local Dimming Zonen und 244 LEDs – zwei LEDs pro Dimming Zone sichern einen tadellosen Detailkontrast. Der 55-Zöller bringt 100 Dimming-Zonen und 200 LEDs mit.

65LA9650

55LA9650

Neu auf der IFA: Die Einsteiger-UHD-Serie heißt LA9650, hier finden sich ebenfalls zwei Modelle mit den Bildschirmdiagonalen von 55 und 65 Zoll. Hierbei handelt es sich um UHDs mit „normalem“ Edge LED Backlight und Local Dimming. Es finden sich drei HDMI- und drei USB-Schnittstellen. Die LA9700er Modelle haben eine HDMI-Schnittstelle mehr. Ein 2.1 Soundsystem mit invisible Speakers ist hier mit an Bord.

Bei allen Modellen legt LG großen Wert auf ein hochwertiges Upscaling von FullHD Content auf 4k.  Nach wie vor sieht LG, dass aufgrund des wenigen verfügbaren UHD-Contents FullHD Material als Quelle klare Priorität hat, und hier muss man auch ansetzen, um Kunden mit vorzüglichem Upscaling anzulocken.

Die Modelle der UHD-Serien LA9700 und LA9650 kommen im vierten Quartal 2013. Die UVPs liegen rund 1.000 EUR unter den Preisen der LA9700er Serie.

Ein Novum in der Branche: Beide Baureihen besitzen einen eingebauten HEVC (High Efficiency Video Coding)-Dekoder für die direkte Wiedergabe von Ultra HD-Content von einem USB-Flash-Laufwerk.

Noch ein Wort zu HDMI 2.0: LG gibt an, dass auf der aktuellen Hardware-Plattform ein Update auf HDMI 2.0 derzeit nicht möglich ist. da HDMI 2.0 überhaupt erst kürzlich verabschiedet wurde, setzt LG alles daran, die HDMI 2.0 Kompatibilität zukünftig zu gewährleisten.

Das Thema Smart TV wird bei allen Fortschritten in der Display-Technologie natürlich trotzdem mit voller Kraft weiter voran getrieben.

Skylanders Battlegrounds

LG Electronics bringt die beliebten und für die ganze Familie geeigneten Videospiele ‚Skylanders Battlegrounds’ (interaktives Action-Rollenspiel) und ‚Where’s My Mickey?’ auf seine CINEMA 3D Smart TV-Plattform. Auf der IFA 2013 wird erstmals gezeigt, in welcher Form die Spiele unter Verwendung der LG Magic Remote-Fernbedienung gespielt werden können. Die Spiele sollen rechtzeitig zum Jahresendgeschäft im LG Smart TV Game World App-Store verfügbar sein.

On Now als interaktiver EPG kommt ebenfalls neu hinzu, mit Infos über die Schauspieler, geplanten Widerholungen. Bei der LG-Variante (wie z.B. auch bei Samsung oder Panasonic) ist eine sprachbasierte Suchfunktion integriert. Spracheingabe erfolgt über das Mikrofon der Magic Remote. man kann z.B. nach „Filmen mit Bruce Willis“ suchen, nicht nur im TV-Programm, sondern auch in den Video-On-Demand-Angeboten oder in YouTube. Offline kann diese Funktion nicht genutzt werden.




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