High End: Yamaha präsentiert Stereo-Serien S2100/S3000 zusammen mit Vienna Acoustics

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 Vorführung mit der S3000er Serie und Vienna Acoustics Imperial Series Liszt

Auf der High End in München präsentiert Yamaha gerade die neue Stereo-Serie S2100, bestehend aus dem Vollverstärker A-S2100 für 1.999 EUR und dem CD-Player CD-S2100 für 1.899 EUR. Allerdings hat man sich einen ganz speziellen Rahmen ausgesucht – man führt die Neuheiten an Lautsprechern des Nobel-Anbieters Vienna Acoustic vor. Deren „Einstiegsmodell“ hört auf den netten Namen „Beethoven Baby Grand“, ist eine schlanke, edle Standbox mit einem enorm hochwertigen Fuß (inklusive höhenverstellbarer Spikes, dank speziellem Schraubmechanismus muss man die Box nicht kippen) für einen Stückpreis von 2.099 EUR. 

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A-S2100 und CD-S2100

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Fernbedienung

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Lautstärkedrehregler beim A-S2100

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VU-Meter beim A-S2100

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 CD-S2100 im Detail 

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A-S2100 von Innen

Der neue A-S2100 kommt mit streng symmetrischem Endstufenaufbau und besonders hochwertigen MOSFET Leistungstransistoren. Überdies kommen großvolumige ELKOs zum Einsatz. Das Schaltungslayout steht für niedrige Impedanz und kürzeste Signalwege.

Auch zum Programm gehört ein üppig dimensionierter Transformator, der tadellose Stromlieferfähigkeit auch bei hoher Lautstärke garantiert. Ein diskret konfigurierter Phono-Verstärker ermöglicht eine präzise Zusammenarbeit  auch mit hochwertigen Plattenspielern. Auch der eingebaute Kopfhörerverstärker arbeitet diskret und ist aufwändig aufgebaut. Der A-S2100 besitzt sowohl symmetrische (XLR) als auch asymmetrische (Cinch) Eingänge sowie besonders robuste Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. An 4 Ohm mobilisiert der Verstärker 2 x 160 Watt (1 kHz, 0,7 % Klirrfaktor), an 4 Ohm bei 20 Hz bis 20 kHz, 0,07 % Klirrfaktor, liegen 2 x 150 Watt an, bei 8 Ohm unter gleichen Bedingungen sind es 2 x 120 Watt. Der A-S2100 wiegt 23,4 kg und ist 435 mm breit 157 mm hoch und 463 mm tief. 

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CD-S2100 von innen

Der CD-S2100 weist eine rechts-links-symmetrische Konstruktion auf und besitzt einen besonders widerstandsfähigen, zugleich sehr präzise arbeitenden CD-Lademechanismus. Die D/A-Wandler stammen vom renommierten Spezialisten ESS und arbeiten mit 32 Bit Genauigkeit und 192 kHz Samplingrate. Besonderes Kennzeichen, welches dem Zeitgeist Rechnung trägt, ist die USB-DAC-Funktion, so können auch andere Zuspieler die erstklassigen D/A-Wandler nutzen. Yamaha denkt hier insbesondere an HiRes-Audio-Files, die sich ständig wachsender Beliebtheit erfreuen und sie sich meist auf Rechner oder Server befinden.  Das Laufwerk im inneren ist sorgfältig geschirmt, um Störeinflüsse auf andere Baugruppen  oder Störeinflüsse von anderen Baugruppen praktisch auszuschließen. Der CD-S2100 weist einen für digitale und analoge Schaltkreise jeweils getrennte Transformatoren auf. Neben CDs werden auch SACDs, CD-R/RW (MP3/WMA) wiedergegeben. Der CD-S2100 wiegt 15,6 kg und ist 435 mm breit, 137 mm hoch und 438 mm tief. 

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Beethoven Baby Grand für 2.099 EUR/Stück

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Fuß

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Edles Finish

Im Betrieb zusammen mit der Vienna Beethoven Baby Grand zeigt die Kombination erstaunliches Potential.  Die Vienna Acoustics-Lautsprecher erweisen sich als ideale Spielpartner, denn das gebotene Auflösungsvermögen ist schlichtweg verblüffend. Für so kleine und schlanke Standlautsprecher liefert die Beethoven Baby Grand eine hervorragende Räumlichkeit und auch im Bassbereich ein überraschend gelungenes Fundament. Die beiden Österreicher sind in der Lage, das enorme Auflösungsvermögen und die exzellente Antrittsgeschwindigkeit des A-S2100 sehr vorteilhaft zur Geltung zu bringen. Stimmen lösen sich sehr gut von den Lautsprechergehäusen – so stellen sich die überragend verarbeiteten „Baby Grand“ nicht nur als handwerklich ausgezeichnet verarbeitete, sondern auch äußerst klangstarke Schallwandler dar.

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S3000er Serie im Einsatz 

Yamaha hat noch eine größere Stereoserie, und zwar die S3000 Serie, die allerdings schon hinlänglich bekannt und nicht mehr neu ist. Der Vollverstärker A-S3000 kommt auf 4.799 EUR, der CD-S3000 auf 4.299 EUR. Beide Komponenten sind strictly High-End, das heißt beste Bauteile, aufwändiger, streng symmetrischer Aufbau und größte Resonanzarmut sowie kürzeste Signalwege.

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Imperial Series Liszt in weißer Ausführung

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Imperial Series Liszt-Spezialität: Koax-Flachmembrantreiber im eigenen, anwinkelbaren Gehäuse

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In jeder Farbvariation exklusiv – Vienna Acoustics Imperial Series Liszt

Was uns aber überraschte, wie brillant die große Yamaha Kombination an der Vienna Acoustics Imperial Series Liszt klingt. Die Imperial Series Liszt kostet pro Stück, je nach Finish, ab 6.000 EUR und bietet als technischen Leckerbissen der Extraklasse einen Flachmembran-Koaxialmittel-/Hochtöner im eigenen Gehäuse. Ergänzt wird dieser exklusive Treiber von drei Basschassis (jeweils knapp 18 cm). Weitere Besonderheit – das Gehäuse des Coax-Treibers ist komplett separat vom Rest des Gehäuses und lässt sich überdies anwinkeln. Die Impedanz des edlen österreichischen Lautsprechers liegt bei 4 Ohm, Vienna Acoustics empfiehlt Verstärkerleistungen zwischen 50 und 400 Watt. Der Wirkungsgrad liegt bei 91 dB. Das Paar Boxen wiegt 88 kg, Eine Box wiegt demnach 44 kg. Die Liszt Imperial ist 1148 mm hoch, 198 mm breit und 435 mm tief. Ganz gleich, ob in Cherry, Premium Rosewood, Piano Black oder Piano White – dieser Lautsprecher, mit Gehäuse in bester Möbelschreiner-Qualität, veredelt jedes Wohnambiente . Und auch akustisch darf man von Veredelung sprechen – die enormen Fähigkeiten der Yamaha Stereo-Kombination bleiben nicht länger unvollendet, sondern werden von der Imperial Series Liszt optimal präsentiert. Was der österreichische Schallwandler für einen Raum erzeugt, sorgt für Verblüffung, ebenfalls die enorme Souveränität, mit der er diesen großen Raum ausfällt: Feine Strukturen, plötzliche Dynamiksprünge oder zahlreiche parallel stattfindende musikalische Ereignisse managt der Imperial Series Liszt auf vortreffliche Art und Weise. Ganz gleich, ob Klassik oder Jazz – die Vielschichtigkeit, mit der diese Kette aufspielt, verdient höchsten Respekt und zeigt uns auch, dass Yamaha im Stereobereich wieder ganz oben angekommen ist.

Text: Carsten Rampacher
Bilder: Thomas Hermsen
Datum: 16. Mai 2014




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