Das große Yamaha Aventage AV-Receiver-Special: Yamahas Top-Baureihe in ihrer Entwicklung von 2011 bis heute

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2011 auf der damaligen IFA war es so weit: Yamaha präsentierte mit der Aventage-AV-Receiver-Serie eine neue Top-Baureihe mit besonders hochwertigen Konstruktions- und Ausstattungsmerkmalen. Eine der „Spezialitäten“ von Anfang an war der aus Gründen der effektiven Stabilisierung eingesetzte fünfte Standfuß zentral unter dem Gerät. Auch die unverwechselbare Optik, die hochklassige DSP-Technik und das aufwändige YPAO-Einmesssystem wurden zu Aventage-Kennzeichen. Schon die erste Generation war multimedial talentiert, es gab eine App zur Steuerung und die AV-Receiver konnten ins Internet eingebunden werden. In unserem Special stellen wir alle unsere Berichte und Tests zu den verschiedenen Aventage-Generationen vor und ermitteln, wie sich Yamahas Top-Baureihe in mittlerweile fast sieben Jahren entwickelte hat.

Die Aventage-Chronologie von uns:

Nun, im folgenden Text, gehen wir auf einige besonders wichtige Punkte aus der obigen Chronologie ausführlich ein. Wer sich für die im nun kommenden Beitrag nicht behandelten Punkte interessiert, kann direkt oben aus der Tabelle den entsprechenden Bericht anwählen. 

2011, IFA: Wie alles begann

Der RX-A810 auf der IFA 2011

Mit vier Modellen starteten die Japaner 2011 das Projekt Aventage: RX-A3010, RX-A2010 (beide 9 Kanäle) RX-A1010 und RX-A810 (beide sieben Kanäle) arbeiten alle mit A.R.T Wedge für fortschrittliche Schwingungsdämpfung.

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Aventage-Kernmerkmal: Der fünfte Standfuß, A.R.T. Wedge genannt

In der Mitte des Gehäuses sitzt hier ein zusätzlicher Standfuß, dieser ist bis heute für die Aventage-AV-Receiver kennzeichnend. Neben Vibrationen, die durch den Schalldruckpegel von Lautsprechern erzeugt werden, dämpft „A.R.T. Wedge“ auch Schwingungen, die aus dem Transformator, den Leistungstransistoren und den Kühlkörpern hervorgehen.

Die erste Aventage-Generation auf der IFA 2011

Das 2011er Spitzenmodell bekam schon damals besondere „Goodies“. Der RX-V3010 hat extragroße, robuste Gerätestandfüße für besten Stand. Das Vorzeigemodell der neuen Serie kam 2011 auf 2.000 EUR (UVP). Im Inneren arbeitet der 2011 brandneue CINEMA DSP HD 3 Chip, welcher aus 2 einzelnen Prozessoren besteht, die fortschrittliche 3D-Verarbeitung und 2 Front-Präsenz-Kanäle ermöglichen.

Zu dieser Zeit lagen Dolby Atmos oder DTS:X noch in weiter Ferne. Trotzdem gab es schon Height-Boxen, eben in Form der zwei Front-Präsenz-Kanäle, diese sind die Yamaha-Form von „Front Heigh“ oder „Front High“, wie die beiden oberhalb der Frontlautsprecher montierten zusätzlichen Boxen bei damaligen Systemen von Dolby (Pro Logic IIz), dts (Neo:X) und Audyssey (DSX) hießen. Diskret bzw. mit Audio-Objekten wie heute, lief noch gar nichts, die Erweiterung erfolgte mittels Matrix. Das Yamaha System ließ sich schon 2011 auf bis zu 11.2 Kanäle erweitern.

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YPAO in den Topmodellen schon 2011 mit Winkeleinmessung und mitgeliefertem Tool

Das Einmesssystem YPAO wurde 2011 ebenfalls überarbeitet, um den Aventage Anforderungen gerecht zu werden. Die zur damaligen Zeit aktuelle Variante YPAO-R.S.C kam mit Mehrpunkteinmessung (Mehrpunkteinmessung bei allen vier AVRs, R.S.C. bei RX-A2010 und RX-A3010) und ermöglichte eine exakte Auswertung der jeweiligen Raumakustik. Natürlich gehörte schon 2011 eine Mehrpunkt-Einmessung mit dazu. Über eine Raumreflexionskorrektur werden Erstreflexionen bereinigt, die das Klangbild besonders stören. Mit der DSP-Effektnormalisierung werden CINEMA DSP Parameter variiert und an den Ton angepasst. Beim RX-A3010 werden zudem für noch exaktere Einmess-Ergebnisse die Lautsprecherwinkel mit gemessen.

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Standard 2011: Sieben HDMI-Eingänge und zwei Ausgänge hinten

Für die Aventage AV-Receiver, die übrigens alle 8 HDMI 1.4 Eingänge und 2 HDMI 1.4 Ausgänge aufwiesen, wurde eine besonders solide Grundkonstruktion geschaffen. Ein robuster Rahmen ist ein Kennzeichen, hinzu kommt eine H-förmige Verstrebrebung. Schon ein geringes Maß an Vibrationen kann den Klang beeinflussen – das wissen wir auch aus unserer Testpraxis. Daher waren wir gespannt, was Yamaha verspricht: Selbst bei hohen Pegeln, so der Hersteller, werden Vibrationen im Gehäuse praktisch auf Null reduziert. Der Aufbau des Gehäises sieht vor, dass die linken und die rechten Kanäle physisch und elektrisch voneinander getrennt sind. Dieses Konzept mit symmetrischem Leistungsverstärker optmiert die Kanaltrennung, während es das Signal-Rauschverhältnis deutlich verbessert wird. Der RX-A3010 bot sogar einen doppelten Boden.

Yamaha RX-A2010 von innen

Die Leistungsdaten lesen sich auch heute eindrucksvoll: Der 3010 erzielt 9 x 230 Watt und eine Gesamtleistung von 2070 Watt, der 2010 brachte 220 Watt x 9 und 1980 Watt Gesamtleistung mit. Beim 1010 sind es 1190 Watt Gesamtleistung (170 W x 7) und beim 810 stehen 160 W x 7 im Datenblatt, was zu 1120 Watt Gesamtleistung führt (alle Angaben 4 Ohm, 1 kHz, 0,9 % Klirrfaktor, 1 Kanal ausgesteuert). Alle Yamaha Aventage Receiver sind im Standbybetrieb Stromsparer und konsumieren nur 0,3 Watt. 

Wir mussten nur bis Oktober/November warten, dann folgten Tests von RX-A1010 und RX-A3010. 

2011: Tests von RX-A1010 und RX-A3010

Unser Fazit damals zum Test des RX-A1010: „Mit aufwändigem Aufbau und zeitgemäßer Ausstattung hinterlässt der RX-A1010 einen sehr guten Eindruck. YPAO als automatisches Einmesssystem ist mittlerweile richtig gut geworden. Kleine Unzulänglichkeiten sind zwar noch festzustellen, aber die Klangcharakteristik und die Einmessgeschwindigkeit sind durchaus gelungen. An bis zu 8 Positionen kann eingemessen werden. Die Menüs sind übersichtlich, wir vermissen nur etwas mehr Videoausstattung  – ein Video-EQ findet sich nicht. Gestreamt werden können nur Musikdateien, als Internet-Services gibt es vTuner und Napster, hier könnte Yamaha aufstocken. Der iPod oder das iPhone können direkt angeschlossen werden. Akustisch präsentiert sich der RX-A1010 als reifes, kultiviertes Gerät mit natürlichem Klang und tadelloser Präzision. Die eingebauten DSPs funktionieren sehr gut und optimieren gekonnt im Detail, anstatt den Klang im Groben zu verbiegen  – so geht DSP-Technik heute. Nachteilhaft am RX-A1010 ist eigentlich nur eines – die lediglich durchschnittliche Videosektion. Hier geht heute deutlich mehr.

Noch positiver fiel die Bilanz beim RX-A3010 aus: „Der Aventage-Receiver RX-A3010 ist ein würdiges Spitzenmodell der neuen Baureihe. Er präsentiert sich aus audiovisueller Sicht in Bestform und glänzt klanglich mit erstklassiger Pegelfestigkeit, neutralem, authentischen Klangbild und exzellenter Grob- und Feindynamik. Die wie gewohnt überdurchschnittlich guten DSP-Programme sowie das sehr gute YPAO Einmesssystem inklusive Mehrpositionen- und Lautsprecher-Winkel-Einmessung sorgen für einen nochmals üppigeren Punktestand auf dem Yamaha-Konto. Im Gegensatz zum kleineren RX-A1010 macht dem RX-A3010 auch die Videosektion keinen Strich durch die Rechnung: Gerade bei Filmmaterial sind die Leistungen überragend, immer noch prima bei Videomaterial. Hervorragend ist der Video-EQ inklusive 6 Speicherplätzen. Medial wird das Klassenübliche offeriert, also Internet Radio, Musikdienst (Napster), DLNA 1.5 Streaming von Musikdateien, Direktanschluss von iPhone und iPod sowie die Möglichkeit der Steuerung über App oder Webbrowser. Die insgesamt überzeugende Verarbeitung, die tolle Hauptfernbedienung und das verständliche Bedienkonzept sprechen ebenfalls für den RX-A3010, die nicht perfekte Verkabelung im Inneren dagegen sehen wir nicht so gern“.

Vergleichen wir mit dem heutigen Stand, also rund sieben Jahre später, ist es immer noch beeindruckend, was die Aventage-Modelle 2011 schon boten. Klar, es gab noch ein Atmos oder DTS:X, und Hi-Res-Audio steckte noch in den Kinderschuhen. Aber lassen Sie uns anhand von Bildern und Screenshots zeigen, wie die ersten Aventage-Modelle im Detail aussahen und was damals schon möglich war:

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Optisch wie heute: RX-A1010

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Schick in Titan: RX-A3010

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Nur echt mit dem fünften Standfuß: 1010 von unten

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So ähnlich kennen wir sie heute noch: Fernbedienung des 1010

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Diesen Luxus gibt es heute nicht mehr: Hochwertige Hauptfernbedienung plus kleine Remote für Zone 2 beim 3010

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Klappe auf – hier beim RX-A3010

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Sehr ähnlich sah es beim 1010 aus

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Gefühlte Hochwertigkeit und typisch Aventage: Lautstärke-Drehregöer beim 1010

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Auf eine stimmige Detailverarbeitung legte Yamaha damals so viel Wert wie heute

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RX-A3010 von innen

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RX-A1010 von innen. Bei beiden Modellen auffällig sind spezielle Verstrebungen innen und der streng symmetrische Endstufenaufbau

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Hauptmenü des 1010

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Speaker-Layout beim 3010

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MP3-Wiedergabe über DLNA war auch 2011 schon möglich 

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Wiedergabe eines Titels mit Cover-Anzeige

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Einmessen an 8 Hörpositionen beim 3010

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Typisch Yamaha: Die Scene-Funktion (Macro-Funktionen) war auch 2011 schon an Bord und erhöht demnach bei allen Aventage-Generationen den Bedienkomfort 

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Und nochmals etwas Typisches: Nachbearbeitungsmöglichkeit der DSP-Programme, hier „Adventure“ beim 1010

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Den 3010 konnte man, wie man oben sieht, auch über den Webbrowser steuern

Übrigens: Natürlich war auch 2011 schon die Steuerung mittels App möglich.

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App-Steuerung von wichtigen Basisfunktionen beim 1010

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DSP-Programmauswahl via App beim 3010

Ein sauberer Einstieg ins Aventage-Zeitalter: Schon damals waren Yamahas Top-AV-Receiver schon voller Hightech und begeisterten mit DSP-Power und tollem Klang.

2012 – „The Next Generation“

Die 2011er Aventage-Generation war ein Volltreffer und eilte von Testerfolg zu Testerfolg. Das war für die Yamaha-Techniker aber kein Grund, sich auszuruhen, vielmehr wurde genau ein Jahr später, zur IFA 2012, die zweite Aventage-Generation präsentiert. 

Als besonderes konstruktives Kennzeichen bleibt natürlich der zentral unter dem Gerät montierte fünfte Standfuss. RX-A820, RX-A1020, RX-A2020 und RX-A3020 heißen die neuen Modelle. 

RX-A3020

Das Design ist wie bei der ersten Generation gehalten und wirkt immer noch elegant, kennzeichnend sind die beiden hochwertigen Drehregler für Eingangswahl und Lautstärke. 

Aufwändiger Aufbau

RX-A820, RX-A1020, RX-A2020 und RX-A3020 knüpfen nahtlos an die Tugenden der ersten Serie an, so Yamaha damals, und bestechen mit noch besserem Klang, erweiterten 4K-Möglichkeiten und umfangreichen Netzwerkfähigkeiten. 

Display

 

Saubere Verarbeitung

Yamaha hat den vier neuen AVENTAGE-Modellen Reihe RX-A820, RX-A1020, RX-A2020 und RX-A3020 auch neue Netzwerkfunktionen gegönnt. Zu diesen gehört kabelloses Streaming mit Apple AirPlay und Yamaha MusicPlay. Yamahas exklusive CINEMA DSP HD3 und CINEMA DSP 3D erzeugen ein besonders mitreißendes Klangerlebnis. Die Mehrpunkt-Einmessautomatik Y.P.A.O. mit RSC sorgt für eine vollautomatische Anpassung auf den Raum – und garantiert so eine ideale Stereo- und Mehrkanalwiedergabe. 

Fernbedienung im Modelljahr 2012

Das AVENTAGE-Spitzenmodell RX-A3020 ist mit der CINEMA DSP HD3 Technik ausgestattet. Zwei Yamaha-Klangprozessoren sorgen hier für ein weitläufiges, tiefes und präzises Surround-Klangerlebnis. Besonderes Augenmerk hat Yamaha auch auf die stimmige Verarbeitung der aktuellen HD-Tonformate gelegt. Die drei weiteren AVENTAGE-Modelle verfügen über die klassische CINEMA DSP 3D, die auf subtile und gleichzeitig effektive Weise das akustische Erleben von Surround-Klang optimiert. Je nach Quelle stehen, wie von Yamaha bekannt, unterschiedliche Cinema- und HiFi-DSP-Programme zur Verfügung. 

Des Weiteren neu gegenüber 2011er Generation: Verändert wurde die Stromführung, im Speziellen die Masse. Daraus resultierend ist die verbesserte Kanaltrennung. Des Weiteren ist bei den drei großen Modellen das D/A-Board komplett überarbeitet worden. Die eigentlichen Wandler (192 kHz/24-Bit) sind gleich geblieben, nur das Layout ist neu.

Akustisch führt dies laut Yamaha zu einem verbesserten Bühnenaufbau mit realistischerer Weite sowie Tiefe und zu einer verbesserten Surroundabbildung. Alle neuen Aventage AV-Receiver sind 4k-tauglich und können 4k Signale nicht nur durchschleifen, sondern auch 2k Material hochrechnen auf 4k, und das schon 2012, bevor 2013 die ersten Consumer TVs mit 4K Wiedergabe erschienen sind.

Das Hochrechnen auf 4k erfolgt nicht über eine zugekaufte Chiplösung wie sonst üblich, sondern über eine von Yamaha selbst entwickelte Lösung. Der Prozessor sorgt für ungemein scharfe und rauscharme Bilder, die Bewegungswiedergabe ist flüssig und gleichzeitig ohne störende Nachzieher. Für Apple iOS und Android Devices ist zudem eine neue Version der Yamaha AV Controller App verfügbar. Sie spricht nun 18 Sprachen und in Bezug auf die HDMI-Steuerung des RX-A3020 (HDMI Multiroom) kann man diese Funktion über die App steuern. 

Neues Messmikrophon

Neu präsentiert sich ab dem RX-A2020 das mitgelieferten YPAO-Meßmikrophon. Es ist flacher, dreieckig und hat eine abgerundete Form. Das sorgt dafür, dass deutlich weniger unerwünschte Schallreflexionen sich am Mikrophon bilden, dadurch wird das Messergebnis deutlich präziser.

2013: Aventage goes High End – mit der Vor-/Endstufenkombination CX-A5000 und MX-A5000

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CX-A5000 und MX-A5000

Unser Fazit vom Test ließ keine Zweifel an der Güte der Vor-/Endstufen-Kombination: „Yamaha offeriert mit der Kombination aus CX-5000 und MX-5000 zum enorm fairen Kaufpreis ein Hightech-Feuerwerk der Extraklasse: Voll ausgestattet, exzellent verarbeitet, mit besten Baugruppen ausgerüstet und mit superbem Klang sowie exzellenter Videosektion werden Maßstäbe gesetzt. Nicht einmal 5.000 EUR werden für beide Geräte zusammen fällig – da hält der Markt praktisch keine Alternative bereit“.

Was war passiert? Yamaha veränderte mit dieser edlen Vor-/Endstufenkombination die AV-Welt, weil damals vom dem Großserienherstellern kaum jemand den Mut hatte, etwas Vergleichbares zu bauen. Was konnte die CX-M5000?

Sie ist typischen Yamaha AVENTAGE Design gehalten und kokettiert mit einem prallen Ausstattungspaket: Komplette 11.2 Signalverarbeitung, ein Highend-DSP-Chip mit insgesamt 33 Cinema- und HiFi-DSP-Programmen und ein hochwertiges Videoprocessing inklusive der Upscaling-Möglichkeit auf 4K. Netzwerkfunktionen umfassen AirPlay, Music Streaming von PCs und Servern aus dem Heimnetzwerk, das neue Spotify Connect ist mit an Bord und auch der Internet-Musikservice Napster. Yamahas AV Control App ermöglicht eine nahezu komplette Steuerung der CX-5000 Vorstufe mittels Android oder Apple iOS-basiertem Mobil-Device.

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MX-A5000 von innen

Beeindruckend tritt die 11-Kanal-Endstufe auf. Dort finden alle elf verbauten Endstufeneinheiten identische Arbeitsbedingungen vor. 150 Watt pro Kanal an 8 Ohm bei 20 Hz bis 20 khz, 0,06 % Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteuert beziehungsweise 170 Watt pro Kanal, ebenfalls bei 8 Ohm, aber an 1 kHz und mit 0,9 % Klirrfaktor (ausgesteuert sind ebenfalls 2 Kanäle) stehen an Leistung zur Verfügung.. Dies muss kommentiert werden. Meist wird die Leistung nur bei 1 kHz und bei Aussteuerung eines einzigen Kanals angegeben. Damit kann man in der Praxis nicht wirklich etwas anfangen, denn zum einen ist die zur Disposition stehende Leistung während des gesamten Frequenzspektrums (20 Hz – 20 kHz) interessant (keiner hört konstant einen Testton bei 1 kHz – zudem „fressen“ tiefe Frequenzen mehr Leistung als hohe), zum anderen steuert keiner in der Praxis nur einen Kanal aus. Das Minimum sind 2 Kanäle im Stereobetrieb – daher sind Yamahas Angaben schon praxistauglicher. Meist aber werden zumindest 5 oder 7 Endstufen parallel verwendet, vielleicht im Falle der MX-5000 Endstufe sogar 11. Daher dürfte es dann nicht verwundern, wenn in der Praxis weniger Leistung zur Verfügung steht. Wir können aber zur Beruhigung sagen: Mit 5 oder 7 ausgesteuerten Kanälen liefert die MX-5000 so üppig und souverän Leistung, dass auch große Hörräume mit gewaltigem Pegel „unter Druck“ gesetzt werden können. 

Also eine rundherum erstklassige Leistung der 2013 neu eingeführten Aventage Vor-/Endstufen-Kombination. Nun geht es ein Jahr weiter, mit dem Test des RX-A3030.

2014: Test des Aventage RX-A3030

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Yamaha RX-A3030

Wie sah im Februar 2014 unsere Bilanz zum RX-A3030 aus? Starten wir erst einmal mit einem traditionellen Yamaha-Schwerpunkt, der sich schon lange vor Beginn der Aventage-Ära eingebürgert hatte und bis heute ein Yamaha-USP ist: Die DSP-Programme. Was konnte der 3030 hier auffahren? Der 3030 verfügt über einen leistungsstarken DSP-Prozessor (CINEMA DSP HD3), der insgesamt 23 DSP-Programme für Kino, Musik und sonstiges Entertainment (TV, Gaming) bereit stellt. So werden die Standard-Decoder, u.a. für Dolby TrueHD, Dolby PLII, DTS-HD Master Audio, DTS-HD High Resolution Audio und DTS 96/24 sinnvoll erweitert.

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RX-A3030 innen

Yamahas DSP-Programme behandeln jedes Soundfeld (z.B. Front oder Surround) individuell und basieren auf real existierenden Räumen, die präzise akustisch vermessen wurden. Übrigens – anstatt auf DTS Neo:X oder Ähnliches zu setzen, hat Yamaha mit den „Front Presence“-Lautsprechern ein eigenes System, um die Effektbühne vorn nach oben auszubauen. 

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DSP-Modi können auch über die App gewählt werden

Die DSP-Programme können sogar noch individuell angepasst werden, je nach DSP-Programm ist der Funktionsumfang für die Anpassungen aber unterschiedlich. Mit Dialog Level Adjustment, virtuellen Presence-Speakern (wie Front Height – und das Ganze durch DSP-Algorithmus virtuell), Silent Cinema (DSP-Raumklang bei Verwendung eines normalen Stereokopfhörers, funktioniert erstklassig) und dem Compressed Music Enhancer (poliert komprimierte Dateiformate wirkungsvoll auf und sichert präziseren Bass, mehr Kontur in den Mitten und verbesserte Hochton-Performance) sind weitere Yamaha-typische Ausstattungsmerkmale vorhanden. Der High Resolution Music Enhancer ist ebenfalls mit an Bord. Dieser hat die Aufgabe, Hi-Bit-Upsampling mit bis zu 96 kHz/24-Bit bei  niedriger auflösenden Quellen durchzuführen. 

Fernab der DSP-Power verfügte der 3030 über umfangreiche Multimedia-/Netzwerkfähigkeiten, so auch über Spotify Connect. Für die Nutzung gab es eine Anleitung:

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Spotify Connect 2014

Natürlich fehlte auch beim 3030 die aktuellste YPAO-Version nicht. 

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YPAO-Mikrofon

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Gleich startet der Einmessvorgang

Unser Fazit zum damaligen AVR-Aventage-Topmodell: „Der Yamaha RX-A3030 ist auf audiovisuell exzellentem Niveau. Top klingt er auch bei im Trend liegenden HiRes-Audiodateien. Leider wird DSD nur über HDMI, aber nicht über USB/Netzwerk unterstützt. Mit einem ausgeklügelten und wirksamen Lautsprechereinmess- und Room EQ-System trumpft der enorm pegelfeste, solide verarbeitete AV-Receiver ebenfalls auf. Typisch für Yamaha sind die zahlreichen, sehr gut programmierten DSP-Modi. Netzwerk-mäßig viel Lob: AirPlay, Spotify Connect und Napster werden supportet, vTuner ist als kostenlose Internet Radio-Plattform auch an Bord. Die sehr leistungsfähige Videosektion des RX-V3030 liegt an der Klassenspitze“. So kann es weitergehen, oder?

2014: Und wieder gibt es zur IFA neue Aventage-Modelle

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Eingebautes WLAN ist Kennzeichen der AVENTAGE AV-Receiver

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Hightech anno 2014: Steuerung auch per App fürs Tablet möglich

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Große Familie – 2014 gibt es fünf verschiedene AVENTAGE AV-Receiver

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Yamaha RX-A740 als Einstieg in die AVENTAGE-Welt

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Der Yamaha RX-A840 im MHL-Einsatz

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RX-A840

Yamaha zeigte auf der IFA alle fünf 2014er AVENTAGE AV-Receiver – erinnern wir uns und beginnen wir mit den Modellen RX-A740 und RX-A840. Beide dienen als Einstieg in die noble AVENTAGE Welt und weisen ein 7.2 Layout auf. Umfangreiche Multimedia- und Netzwerkfunktionen wie AirPlay, Spotify Connect, vTuner Internet Radio und HiRes Audio-Kompatibilität sind selbstverständlich vorhanden. Ebenso der Support für 4K 2160p/60 Hz. Weitere Merkmale sind der DSP-Prozessor CINEMA DSP 3D mit umfangreichen DSP-Programmen für Filmton, Musik, Sport, TV-Übertragungen und Games. YPAO R.S.C ist als hochwertiges Einmesssystem mit an Bord, man kann auch mehrere Hörpositionen einmessen. Extra Bass und Virtual Cinema Front gehören ebenfalls zum Ausstattungsumfang. 

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Yamaha RX-A1040

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Yamaha RX-A2040

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RX-A2040 von innen – sorgfältiger, symmetrischer Aufbau

 

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RX-A3040

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RX-A3040 von innen

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Auch 2014 wieder dabei: Tool für perfekte Lautsprecher-Winkeleinmessung beim RX-A3040

Die drei großen AVENTAGE Modelle RX-A1040, RX-A2040 und RX-A3040 sind noch opulenter ausgestattet. Ihre besonderen Kennzeichen: Vollsymmetrischer Verstärkeraufbau, edle D/A-Konverter des renommierten Anbieters ESS und eine top ausgestattete Videosektion mit Processing der Spitzenklasse bis hoch auf 4K. Die zwei Topmodelle RX-A2040 und RX-A3040 sind erstmalig auch mit Dolby Atmos-Decoder ausgestattet. Das war damals ein Novum, erstmals kam objektbasierter „Immersive Sound“ in Yamahas Aventage-Topmodelle. DTS:X gab es damals für AV-Receiver noch nicht. 

2015: Test des Yamaha RX-A3040

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Yamaha RX-A3040

Und wieder ein Top-AV-Receiver aus der Yamaha Aventage-Baureihe, erstmals mit Dolby Atmos nach entsprechendem Firmware-Update.

Yamaha RX-A3040 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Wieder ein typischer Aventage AV-Receiver denn wie üblich ist ein hochwertiger, vibrationsdämpfender Aufbau gegeben, außerdem die uns bestens bekannten ESS SABRE32 Ultra Digital/Analog-Wandler und volle HDMI 2.0-Bestückung.

Yamaha RX-A3040 Innenleben Gesamt

Innenaufbau und verstrebtes Chassis

Auch an Leistung mangelt es nicht: 230 Watt pro Kanal an 4 Ohm, bei einem angesteuerten Kanal (1 kHz) und 0,9 % THD – prinzipiell stehen diskrete 9.2 Kanäle zur Verfügung, bei Bedarf kann man auf bis zu 11 Kanäle aufrüsten. Obligatorisch beschränkt sich die Wiedergabe nicht nur auf Dolby TrueHD und DTS-HD MA, auch hochauflösendes Audiomaterial steht im Fokus. Dazu gehört FLAC und WAV in bis zu 192 kHz/24-Bit und Apple Lossless 96 kHz/24-Bit.

Yamaha AV Setup Guide 4

Damals und heute nützlich: Der AV Setup Guide fürs Tablet

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Hilfe bei der Installation, sehr nützlich und umfangreich

Außerdem stehen AirPlay, Napster, Spotify, JUKE und HTC Connect zur Verfügung. WiFi ist integriert, auch ohne Netzwerk-Kabel kann man also sämtliche Multimedia-Features genießen.

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Immer noch typisch Yamaha: DSP-Programme und deren Nachbearbeitung

Auch auf Bedienkomfort legt Yamaha sehr großen Wert und offeriert zusätzlich zur übersichtlichen, sauber übersetzten grafischen Benutzeroberfläche eine AV Controller App für mobile Endgeräte. Auch bei der Installation geht man dem Anwender zur Hand, so erkennt Yamahas automatisches Einmess-System YPAO sämtliche Lautsprecher selbst und weist ihnen entsprechende Parameter zu – im Gegensatz zu manchem Konkurrenten werden auch Dolby Atmos Decken- oder Top-Firing-Lautsprecher als solche erkannt. Die UVP des Yamaha RX-A3040 beträgt 2.099 EUR.

Unsere Bilanz fällt positiv aus: „Der Yamaha RX-A3040, wenn auch nicht unbedingt günstig, ist das „Schnäppchen“ unter den Dolby Atmos-Flaggschiffen der großen Hersteller. Dazu wartet er nicht nur mit hoher Betriebssicherheit sondern auch mit enormer Benutzerfreundlichkeit auf. Zugegeben, die graphische Benutzeroberfläche ist nicht mehr die jüngste, aber beim Einmessen legt er vor: Ob Decken-Lautsprecher oder Top-Firing-Module, ob Presence- oder Atmos-Lautsprecher, die Komponenten werden exakt erkannt und analysiert. Mit der jetzt erhältlichen AV Setup Guide-App ist die gesamte Einrichtung ein Kinderspiel. Akustisch spielt er in der obersten Liga locker mit, liefert eine geschlossene Klangkulisse mit exzellenter Räumlichkeit und atmosphärischer Dichte ab und ist sogar für audiophilen Stereo-Betrieb geeignet. Multimedial glänzt AirPlay, Spotify Connect, DLNA-Streaming und andere, exotischere Dienste. Andere bieten hier noch ein wenig mehr, Yamaha legt aber ein großzügiges Fundament. Die Videosektion ist exzellent und bietet sogar sechs Modi, die individualisiert werden können“. 

Einmal mehr also ein überzeugender Aventage AV-Receiver, doch die Geschichte schreitet weiter voran, auf dem Weg zu neuen Bestleistungen.

2015: Vorstellung von RX-A1050, RX-A2050 und RX-A3050

Yamaha RX-A3050

Yamaha RX-A3050

Yamaha RX-A2050

Yamaha RX-A2050

Yamaha RX-A1050

Yamaha RX-A1050

Nun wird es ernst, und DTS:X stößt zu Dolby Atmos: Yamaha präsentiert 2015 die ersten drei eigenen AV-Receiver der Aventage-Serie mit Dolby Atmos und DTS:X-Unterstützung. Den objektbasierten Surround-Sound mit beiden Formaten führt Yamaha erstmals beim 7.2-Receiver RX-A1050 sowie den 9.2-Modellen RX-A2050 und RX-A3050 ein. Der RX-A3050 lässt sich für den 11.2-Betrieb erweitern. Die Leistungsdaten liegen bei 170, 220 und 230 Watt pro Kanal (4 Ohm).

Wie 2014 mit Dolby Atmos werden auch die neuen Receiver zunächst ohne DTS:X ausgeliefert und später über ein Firmware-Update aktualisiert. Das brachte damals bei allen AV-Receivern größere Schwierigkeiten mit sich, das DTS:X-Update ließ auf sich warten, überall.

High-Tuch und Flexibilität: Yamaha bietet in dieser Generation drei verschiedene Lautsprecher-Layouts für Deckenlautsprecher, hoch montierte Front-Lautsprecher und „Dolby atmos fähige“-Lautsprecher mit Deckenreflektion zur Dolby Atmos-Konfiguration an, die sich mit dem YPAO R.S.C-Multipunkt-Einmess-System, welches auch Reflektionen erfasst, genau auf die örtlichen Raumbedingungen anpassen lassen. Beim RX-A3050 lassen sich mit dem YPAO-Messmikrofon auch Raumwinkel erfassen.

Als Anschlüsse gibt es Ultra HD/60 Hz-taugliche HDMI 2.0a-Schnittstellen mit HDCP 2.2, 4:4:4 und HDR-Unterstützung. Die HDR-Kompatibilität wird ebenfalls mit einem Firmware-Update nachgereicht.

Alle drei Modelle verfügen über acht HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge. Ab werk gibt es Unterstützung für die Streaming-Dienste von Spotify, Napster und JUKE. Ausserdem ist die drahtlose Musikwiedergabe via AirPlay und Bluetooth möglich. Auch High Resolution Lossless-Formate wie DSD 2.8MHz/5.6MHz, FLAC/WAV/AIFF 192kHz/24bit und Apple Lossless 96kHz/24-bit können mit den Yamaha-Receivern genutzt werden. Der RX-A2050 und RX-A3050 verfügen zusätzlich über einen umfangreichen Video-Prozessor.

2015: Test der CX-A5100 AV-Vorstufe mit DTS:X und Dolby Atmos

Yamaha CX-A5100 Front Seitlich2

CX-A5100

Große Versprechen begleiten die Markteinführung der zweiten Generation der Aventage AV-Vorstufe 2015: Von „absoluter Qualität“ spricht Yamaha hinsichtlich des Niveaus der 11.2-AV-Vorstufe Aventage CX-A5100. Neben Dolby Atmos und Vorbereitung für DTS:X wird auch die Integration des Yamaha Multiroom-Audio-Systems MusicCast, leistungsfähige Videosignalbearbeitung mit Upscaling bis hoch auf 4K, XLR-Anschlüsse und YPAO in höchster Ausbaustufe als Lautsprechereinmess- und Room EQ-System angeboten.

Yamaha CX-A5100 Fernbedienung1

Mitgelieferte, recht hochwertige Systemfernbedienung

Yamaha CX-A5100 MX-A5000 Gruppenbild1

Zusammen mit MX-A5000

Die beiden verfügbaren Farben: Schwarz (Vorstufe), Titan (Endstufe). So ist es natürlich in der Praxis nicht gedacht, aber wir können auf diese Weise zwei Farben zeigen

In schwarzer, titanfarbener Variante oder goldener Variante erhältlich, tritt die Vorstufe im typischen Yamaha Aventage-Design an und präsentiert sich in bester Verarbeitungsqualität. Als passende Endstufe führt Yamaha die von uns bereits getestete MX-A5000 im Programm. Diese 11-Kanal-Endstufe gibt es schon länger, da sie technisch weiterhin aktuell ist. Der Vorgänger der CX-A5100, die CX-A5000, wird nicht mehr produziert, weil die neuen „Immersive Sound“ Tonformate nicht wiedergegeben werden können. Die Vorstufe ist im Vergleich zur Vorgängerin 300 EUR teurer geworden. Wir schauen, was man für den Mehrpreis an Mehrleistung erwarten kann. 

Yamaha CX-A5100 Innenleben Gesamt

CX-A5100 innen

Yamaha CX-A5100 Screenshot 22

HiRes Audio-Wiedergabe

Yamaha CX-A5100 Screenshot 25

Typisch: Yamahas praktisches Optionsmenü

An Bord ist der Yamaha Cinema HD3 Prozessor mit insgesamt 33 DSP-Programmen, die sich in verschiedene Untergruppen, zum Beispiel Musik, Film und Entertainment, auftrennen. Zehn der DSP-Programme kamen bereits im legendären Yamaha Flaggschiff-AV-Receiver DSP-Z11 zum Einsatz. Im einzelnen enthält die Auswahl für die CX-A5100 sechs Presets für Filme. Aktuelle Actionfilme wirken mit „Spectacle“ sehr imposant, Star Wars- und Star Trek-Liebhaber werden bei „Sci-Fi“ auf ihre Kosten kommen, denn hier steht eine sehr weitläufige, räumlich dichte Wiedergabe im Mittelpunkt. „Adventure“ ist sehr gut für Western und auch für so manchen 007-Film. „Drama“ und „Standard“ sowie „Mono Movie“ sind weitere Film-DSPs, die man aber im Alltag eher weniger brauchen dürfte. Weiter finden sich sieben Entertainment-Programme, die sich um Sportsendungen, Musikvideos sowie verschiedene PC/Konsolen-Games (Action Game, Roleplaying Game) kümmern. An Musik-DSPs stehen, für die Wiedergabe von klassischer Musik, acht Konzerthallen auf der ganzen Welt zur Verfügung, ein Austragungsort für Kammermusik sowie drei Kirchen. Bei „Live/Club“ gibt es verschiedene Clubs in unterschiedlichen Größen sowie eine Arena für Live-Konzerte. 

Übrigens: Vom Yamaha YPAO Einmesssystem werden alle Atmos-Lautsprecher „vorschriftsmäßig“ mit eingemessen. Das funktioniert nicht bei jedem Einmesssystem so problemlos. 

Wir haben uns im Test 2015 sehr ausführlich mit der Wirkung von Yamahas DSP-Modi auseinander gesetzt und präsentieren den damaligen Auszug aus dem Testbericht, in dem wir verschiedene Betriebsarten miteinander verglichen haben. 

Yamaha_CX_A5100_App_Recital

Umfangreiche Nachbearbeitung für die DSP-Programm auch mittels der Tablet-App

Die Blu-ray war „Figaros Hochzeit“, in DTS-HD High Resolution Audio, wir hörten den orchestralen Beginn plus die erste Arie Figaro/Susanna, und verwendeten das DSP Hall Munich A, das DSP Hall Munich B, sowie die Entertainment-DSP „Recital/Opera“, und hörten auch „pur“ ohne DSP-Bearbeitung. Hier unser Kommentar:

Zunächst einmal schlagen wir nach, was wir uns hier für DSPs ausgesucht haben. Lesen bildet – auch in diesem Fall: 

DSP Recital/Opera: Dieses Programm reguliert den Nachhallanteil auf einen optimalen Pegel und betont die Tiefe und Klarheit der menschlichen Stimme, um gleichzeitig den Nachhall im Orchestergraben vor dem Zuhörer zu vermitteln, und zugleich den akustischen Eindruck und das Gefühl, selbst auf der Bühne zu stehen. Das Surround-Soundfeld ist relativ moderat, wenngleich Konzerthalleneffekte genutzt werden, um die der Musik eigene Schönheit wiederzugeben. So wirkt auch stundenlanger Operngenuss nicht ermüdend.

DSP Hall in Munich A: Dieses Schallfeld simuliert eine Konzerthalle in München mit etwa 2.500 Plätzen und eleganter Holzverkleidung, wie sie in europäischen Konzertsälen üblich ist. Ein feiner, schöner Nachhall verteilt sich großzügig und schafft eine beruhigende Atmosphäre. Der virtuelle Sitzplatz des Zuhörers befindet sich in der Mitte links in der Arena.

DSP Hall in Munich B: Dieser Saal wird häufig für die Aufnahme von Orchestermusik genutzt. Es ist ein „schuhkastenförmiger“ Konzertsaal mit etwa 1.300 Plätzen. Der Saal ist mit Marmor ausgekleidet, was einen ziemlich linearen Frequenzgang bewirkt. Die hohe Decke bewirkt außerdem, dass der Klang besonders lange ausklingt.

Nun ist es aber auch interessant, was zu unserer Figaro-Aufführung zu finden ist. Hierbei handelt es sich um eine Aufzeichnung der Salzburger Festspiele 2006, die im Salzburger Landestheater stattgefunden hat, ein vergleichsweise kleines Schauspielhaus/eine kleine Oper mit lediglich 707 Sitzplätzen. Passt also überhaupt eines der DSPs? Wir hören in die Oper hinein und stellen fest, was zu erwarten war: „Hall in Munich A“ passt schon hinsichtlich der Größe überhaupt nicht. Die Hallverhältnisse sind falsch, schließlich ist diese Konzerthalle um ein Vielfaches größer. Munich Hall B passt schon deutlich besser, wobei es immer nicht „virtuell aufgeblasen“ erscheint, wegen der 1.300 Plätze der zweiten Münchner Halle. Man darf zudem nicht vergessen, dass nicht nur die Größe, sondern auch die Bauform und die Ausschmückungen innen entscheidend zum Klang beitragen. Nachhall, die Abgabe von Direktschall etc. werden durch solche Faktoren beeinflusst. Bleibt „Recital/Opera“ – und siehe da: Dieses DSP passt ausgezeichnet und sichert ein intensives, dichtes Klangerlebnis. 

Schon die orchestrale Eröffnung kommt facettenreich heraus. Die gesamte Lebensfreude, die durch das Orchester vermittelt wird, trägt die CX-A5100 in den Hörraum. Die Position der einzelnen Musiker mit ihren Instrumenten ist sehr sicher festzustellen. Die lebendige, strahlende Ausschmückung des Hochtonbereichs beweist uns, dass DSPs keinesfalls eine im Hochtonbereich monotone, von zu viel Hall getragene Akustik mitbringen. Frische, Brillanz und gleichzeitig Homogenität sind kennzeichnend für das Yamaha DSP-Programm. 

Als dann die erste Arie mit den wunderschönen Stimmen von Anna Netrebko (Susanna) und Ildebrando D’Arcangelo ertönt, läuft Yamahas Adentage-Vorstufe zu ganz großer Form auf. Ungemein prächtig wird die Stimme von Figaro wiedergegeben, mit feinen Konturen und großer Ausdruckskraft. Netrebko Organ klingt ebenfalls filigran durchzeichnet, mit Brillanz und Strahlkraft ausgestattet. Das gesamte Hörerlebnis besitzt einen ungemein stark ausgeprägten Live-Charakter, als hätte man das Glück, selbst in der Oper, in dieser erstklassigen Aufführung von 2006 zu sitzen. Man erlebt auch kleine Dynamikunterschiede in der Stimmwiedergabe hautnah mit, und stellt fest, dass die Yamaha-Kombination auch „operntaugliche“ Pegel locker meistert. Im Vergleich zum direkten Decoding ohne angeschlossene DSP-Nachbearbeitung ist die gesamte Atmosphäre etwas weniger dicht und lebendig, wenn man diese Stücke einfach in DTS-HD High Resolution Audio hört. Die Differenzen fallen aber erst beim direkten Gegenüberstellen auf, erstklassig ist der Hörspaß in reinem DTS-HD ebenfalls.

Klare Bilanz: Nicht nur die CX-A5100 kommt ausgezeichnet bei uns an, sondern auch die verbaute DSP-Power. Man muss nur Sorgfalt bei der Auswahl des entsprechenden DSP-Programms walten lassen, dann kann man sehr feinfühlig anpassen und individuelle Optimierungen genießen.  Wie sieht es mit etwas Kleinerem aus? Natürlich ebenfalls aus der Aventage-Serie? 2016 haben wir den RX-A860 unter die Lupe genommen.

2016: Test des Yamaha RX-A860

Yamaha RX-A860 Front Seitlich1

Hohe Klangqualität, umfassende Ausstattung und MusicCast an Bord sind im Fokus stehende Merkmale der 2016er Aventage-Generation. Wir schrieben damals: „Für nahezu jeden Anspruch ist der passende AV-Receiver im Sortiment, mit sieben oder neun Endstufen kann man AVENTAGE AV-Receiver kaufen. Oftmals reichen immer noch sieben Endstufen – diese sollen aber bitte eine ausgezeichnete Qualität mitbringen. Wer so denkt, für den ist der neue Yamaha AVENTAGE AV-Receiver RX-A860 mit WLAN und Bluetooth im 7.2 Layout für 999 EUR eine interessante Alternative. Decoder für Dolby Atmos und DTS:X sind im üppigen Ausstattungspaket enthalten, DTS:X inklusive Neural:X als Aufpolierer funktionieren jetzt schon.

Yamaha RX-A860 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Der in schwarz und titan erhältliche Yamaha liefert 100 Watt an 8 Ohm (20 Hz bis 20 kHz, 0,06 Prozent Klirrfaktor, 2 Kanäle ausgesteuert). An 4 Ohm, 1 Kanal ausgesteuert, 0,9 Prozent Klirrfaktor, sind es 160 Watt an Leistung.

Yamaha RX-A860 Innenleben Gesamt

RX-A860 von innen

Papier ist geduldig, daher werden wir später in den Klangtestreihen klären, wie es um die Leistungsbereitschaft der sieben eingebauten Endstufen in der Praxis bestellt ist. Wer nicht immer das volle Leistungsvermögen benötigt: Der RX-A860 bringt auch einen Eco-Modus mit, der den Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent reduziert. Mittels „Auto Power Down“ kann darüber hinaus eingestellt werden, ob sich der RX-A860 nach 20 Minuten, nach 2 Stunden, nach 4 Stunden, nach 8 oder nach 12 Stunden automatisch ausschaltet. Der RX-A860 ist in der Lage, Videosignale auf bis zu 4K hochzurechnen, einen Video-EQ fürs Feintuning gibt es nicht im Menü. 

Unser Fazit 2016 im originalen Wortlaut:

Der Yamaha RX-A860 beeindruckt uns – er leistet sich keine einzige Schwäche im Testbetrieb, sondern trumpft mit großer Stärke in allen Disziplinen auf.  Die Ausstattung lässt praktisch keinen Spielraum für ernste Kritik. Decoder für DTS:X inklusive DTS Neural:X als Aufpolierer und Dolby Atmos inklusive Dolby Surround sind an Bord. HDMI-Terminals gibt es ebenfalls genug, nur, dass lediglich drei davon mit HDCP 2.2 ausgestattet sind, mutet etwas dürftig an.

Yamaha RX-A860 Anschluesse Rueckseite3

Drei der HDMI-Eingänge verfügen über HDCP 2.2

Aber, Hand aufs Herz: Wer braucht mehr als drei Terminals mit HDCP 2.2? Demnach ein Mangel auf dem Papier, in der Theorie, aber es besteht keine echte Relevanz für die Praxis.  

MusicCast_App8
MusicCast war ein hervorstechendes Merkmal des RX-A860, und bis heute gehört MusicCast zu den Key Features bei Yamaha

Sehr praktisch ist das MusicCast-Modul an Bord, in Verbindung mit der Yamaha MusicCast-App kann der RX-A860 schnell in ein MusicCast-Multiroom-System eingebunden werden. Die Signale des 860ers können auf MusicCast-kompatible Komponenten im ganzen Haus verteilt werden. Zudem bietet der Yamaha Netzwerkreceiver mit MusicCast-Modul den Zugriff auf verschiedene stark nachgefragte Musik-Streamingdienste.

Zwei weitere Apps sind verfügbar, um das „Zusammenleben“ mit dem RX-A860 so angenehm wie möglich zu gestalten: Der AV Setup Guide hilft mit attraktiver grafischer Darstellung bei der Ersteinrichtung, die Yamaha AV Controller App ist für die Steuerung der AV-Receiver-Funktionen während des Betriebs zuständig. Besonders die aufwändige Version für Tablets begeistert. Sogar die zahlreichen DSP-Programme können mit Hilfe der App feinjustiert und angepasst werden. 

Akustisch überzeugt der AVENTAGE AV-Receiver durch seine Kraft, die enorme Dynamik, die im Vergleich zu früheren Yamaha AVENTAGE Modellen deutlich homogenere, gefälligere tonale Gesamtauslegung und die tolle Pegelfestigkeit. Ganz gleich, ob Musik oder Filmton, der Yamaha gibt stets Vollgas, auch dank der sauber abgestimmten, sehr leistungsfähigen DSP-Programme. Alllerdings würden wir uns für die Zukunft wünschen – „meckern auf hohem Niveau“ – wenn Yamaha es auch bei günstigeren Modellen der AVENTAGE-Serie möglich machen würde, die DSP-Programme in Verbindung mit Dolby Atmos und DTS:X zu verwenden. Bislang geht dies nur bei den Topmodellen.  Das YPAO-Einmesssystem mit Mehrpositionen-Einmessung gibt sich nicht einmal im Ansatz eine Blöße und misst präzise sowie zuverlässig ein. Nicht nur hinsichtlich der Audio-Qualitäten, zu denen auch eine angenehme, feine Stereowiedergabe gehört, auch bei der Videosektion räumt der RX-A860 trotz fehlendem Video-EQ Punkte ab: Der Yamaha skaliert Full HD-Videosignale in überragender Güte auf 4K hoch – auch hier eine einwandfreie Leistung.

2017: Die neue Aventage-Generation in allen Details, Tests von RX-A870 und RX-A3070

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RX-A3070

Wir starten „groß“ und zwar mit dem RX-A3070, der sich in unserem Test vergangenes Jahr trotz „nur“ 9 Endstufen sehr gut gegen die Kontrahenten, die mit 11 Endstufen antreten, behaupten konnte. DAB+ Tuner, XLR-Terminals, besonders hochwertige DACs und YPAO mit 64-Bit Rechengenauigkeit sorgen zusammen mit der überragenden Yamaha DSP-Technik für große Vorzüge. Wenden wir uns den Details zu und starten mit der aufwändigen Verarbeitung und Konzeption.

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Mikrofon + Ständer

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Rückseite

Yamaha-RX-A3070-Innenleben-Gesamt

Innenleben. Auch 2017 Merkmal: Gleiche Arbeitsbedingungen für die Endstufen, aufwändiges Chassis

Was wird beim 3070 alles bezüglich maximaler Hochwertigkeit fürs Geld getan? Ein Frontpanel aus Aluminium bietet visuelle und akustische Vorteile, wie auch bei den anderen Aventage-Modellen. Ebenso Kennzeichen aller Aventage AVRs ist die Anti Resonance Technology (A.R.T) mit speziellem 5. Standfuß (A.R.T. Wedge), sie garantiert eine überragende Klangqualität dank Vibrationsdämpfung. Hochwertige, schwere Standfüße für mehr Stabilität des Chassis und der H-förmige Gehäuseaufbau für zusätzliche Stabilität wären noch aufzuführen. 

Yamaha RX-A3070 Screenshot 13

DSP-Einstelloptionen mittels OSD, dessen Design ist gut bekannt

Natürlich ist der beste DSP-Chip, der Cinema DSP HD3 Chip, an Bord, mit integriert ist „Rear VPS“ (Virtual Presence Speakers).YPAO kommt mit extra präziser 64-bit EQ-Berechnung, wie gehabt gibt es auch eine Winkeleinmessung. An der Anzahl der HDMI-Eingänge und HDMI-Ausgänge hat sich nichts geändert. Nach wie vor bietet Yamaha ein Video-Processing an. MusicCast gehört bei allen Aventage AV-Receivern zum Standard-Ausstattungsmerkmal, wie auch schon 2016. Die ESS ES9026PRO SABRE DAC und SABRE9006AS Ultra DAC sind Garanten für die im Test gezeigte erlesene Klangqualität. Kraftvoller 9-Kanal Surround Sound mit folgenden Leistungsdaten: 150 W / Kanal (8 Ohm, -20 kHz, 0,06% THD, 2 Kanal angesteuert), 230 W / Kanal (4 Ohm, 1kHz, 0,9% THD, 1 Kanal angesteuert), und 230 W / Kanal (8 Ohm, 1 kHz, 10% THD, 1 Kanal angesteuert). Klar, dass WLAN und Bluetooth vorhanden sind, ebenso AirPlay und zahlreiche Streamingdienste, die man von MusicCast her kennt. 

Weiter zu den HiRes-Fähigkeiten. DSD wird nach wie vor mit 2,8 und 5,6 MHz wiedergegeben, laut Datenblatt kein Support von Quad-DSD mit 11,2 MHz. Als sehr gelungen empfinden wir Yamahas Maßnahme, einen DAB/DAB+ Tuner in den 3070 zu integrieren.

Yamaha RX-A3070_XLR

XLR-Anschlüsse

 

Yamaha-RX-A3070-Anschluesse-Rueckseite3

HDMI-Sektion

HDMI® (8 in / 2 out) mit voller 4K Ultra HD Unterstützung (4K / 60p [4:4:4]), HDR Video inklusive Dolby Vision und BT.2020 Farbraum Durchleitung, sowie YPAO-R.S.C Klangoptimierung mit hochpräziser 64-bit EQ-Berechnung und Winkeleinmessung sind dabei. Das Yamaha Video Processing optimiert Video-Inhalte und bietet 6 Speicherplätze. In unserem Test gefiel die Video-Signalverarbeitung fast ohne Abstriche. Nur verschiedene, ab Werk voreinstellen Bild-Modi (z.B. „Kino“ oder „Dynamisch“ wurden im Test vermisst. 

RX-A2070:

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Mit Fernbedienung und Mikrofon

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Anschlüsse

Weiter geht es mit dem RX-A2070, ebenfalls ein 9.2 AV-Receiver mit MusicCast-Modul. Neu bei diesem Modell ist, dass der Top Cinema DSP-Prozessor Cinema DSP HD3 nun auch beim 2070 verwendet wird. Der Vorgänger RX-A2060 hatte noch nicht den Top-DSP-Prozessor an Bord. Vorteil des HD3 Prozessors: Alle Yamaha DSP-Modi können auch bei Dolby Atmos und dts:X verwendet werden. Der RX-A2070 hat ansonsten etwas einfachere DACs, ebenfalls von ESS, und etwas weniger Endstufenleistung. YPAO mit 64-Bit Präzision und der DAB/DAB+ Tuner sind auch beim 2070 an Bord. Der XLR-Eingang des 3070 fehlt, die HDMI-Anschlussbestückung ist identisch.

Hier mehr zum RX-A2070: Dolby Atmos und DTS-X Wiedergabe mit CINEMA DSP HD, CINEMA DSP HD3 mit Rear VPS (Virtual Presence Speaker), das neue CINEMA DSP Programm „Enhanced“ ist auch mit dabei, ebenso das Alu-Frontpanel und der fünfte Gerätestandfuß (A.R.T. Wedge).Besonders hochwertige Standfüße, das symmetrische Verstärker-Layout, der H-förmiger Gehäuseaufbau, und die hochwertige Audioqualität dank ESS DAC zählt Yamaha ebenfalls auf. Natürlich ist auch der RX-A2070 ein MusicCast AV-Receiver. Die Leistungsdaten bleiben wir nicht schuldig: 140 W / Kanal (8 Ohm, -20 kHz, 0,06% THD, 2 Kanal angesteuert), 220 W / Kanal (8 Ohm, 1 kHz, 10% THD, 1 Kanal angesteuert), sowie 220 W / Kanal (4 Ohm, 1kHz, 0,9% THD, 1 Kanal angesteuert). Klar, es fehlen weder Bluetooth noch WLAN-Modul, und auch alle relevanten Musik-Streaming-Dienste sind an Bord, genauso wie die Kompatibilität zu allen gängigen HiRes-Audio-Formaten inklusive DSD. HDMI® (8 in / 2 out) mit voller 4K Ultra HD Unterstützung (4K / 60p [4:4:4]), HDR Video inklusive Dolby Vision und BT.2020 Farbraum Durchleitung, die YPAO-R.S.C Klangoptimierung mit hochpräziser 64-bit EQ-Berechnung und Winkeleinmessung und Yamahas Video-Processing komplettieren das Feature Set-Up. 

RX-A1070

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RX-A1070

yamaha_rx_a1070_bedienelemente

Frontale Bedienelemente

yamaha_rx_a1070_anschluesse

Anschlüsse

Der RX-A1070 ist der größte 7.2 Kanal AV-Receiver von Yamaha. Auch er bringt schon das 64-Bit YPAO und sogar den Cinema DSP HD3  Chip mit. Er verfügt über weniger Endstufenleistung als der RX-A2070, also nicht nur weniger Endstufen (7 anstatt 9), sondern auch etwas weniger Leistung. Ein DAB/DAB+ Tuner ist auch beim 1070 in der Ausstattungsliste zu finden. Auch ein durchdachter Aufbau des Chassis und schwere Standfüße (inklusive dem 5. Standfuß ART WEDGE) sind Kennzeichen des 1070. Wem 7 Kanäle genügen, der findet hier seinen Favoriten. Hochwertige ESS-Wandler sorgen für einen präzisen Klang. Im einzelnen finden sich die folgenden Merkmale:

Dolby Atmos und DTS-X Wiedergabe mit CINEMA DSP HD3, das neue CINEMA DSP Programme „Enhanced“, Frontpanel aus Aluminium bietet visuelle und akustische Vorteile, die Anti Resonance Technology (A.R.T) Wedge garantiert eine überragende Klangqualität dank Vibrationsdämpfung. Hochwertige, schwere Standfüße verhindern störende Vibrationen. Innen gibt es einen symmetrisch aufgebauten Leistungsverstärker und einen H-förmigen Gehäuseaufbau. 

Professionelle Audioqualität dank ESS DAC, MusicCast für ein Hörvergnügen in jedem Raum und kraftvoller 7 Kanal Surround Sound: 110 W / Kanal (8 Ohm, -20 kHz, 0,06% THD, 2 Kanal angesteuert), 165 W / Kanal (8 Ohm, 1 kHz, 10% THD, 1 Kanal angesteuert), sowie 170 W / Kanal (4 Ohm, 1kHz, 0,9% THD, 1 Kanal angesteuert). Natürlich sind WLAN und Bluetooth an Bord sowie zahlreiche Streaming-Musikdienste. Der DAB/DAB+ Radiotuner für hochwertiges Digitalradio sowie umfangreiche HiRes-Kompatibilität rundet das Angebot ebenso ab wie die umfangreiche HDMI® (8 in / 2 out) Bestückung  mit voller 4K Ultra HD Unterstützung (4K / 60p [4:4:4]), HDR Video inklusive Dolby Vision und BT.2020 Farbraum Durchleitung. Die beste YPAO-R.S.C Klangoptimierung mit hochpräziser 64-bit EQ-Berechnung und Winkeleinmessung sowie  YPAO Volume für einen natürlichen Klang auch bei niedriger Lautstärke gehören auch dazu.

Yamaha RX-A870

 

Yamaha-RX-A870-Front-Seitlich1

Gerät in Schwarz

Mit dem RX-A870 folgt die Neuauflage des sehr erfolgreichen RX-A860 aus 2016. Auch der RX-A870 ist ein 7.2 Kanal AV-Receiver mit MusicCast. Ein DAB/DAB+ Tuner ist an Bord. YPAO befindet sich in einer einfacheren Form (mit Winkelmessung, aber ohne 64 Bit Präzision) in der Feature-Liste. Der Cinema DSP HD3 Chip bleibt den Modellen RX-A3070/2070/1070 vorbehalten, beim RX-A870 und RX-A670 kommt ein einfacherer DSP-Prozessor zum Einsatz. Platten-Liebhaber werden den 870 wegen des dedizierten Phono-Eingangs schätzen. Dolby Atmos® und DTS:X™ werden natürlich decodiert, und typisch sind auch die besonders massiv ausgeführten Gerätestandfüße.

Yamaha-RX-A870-Innenleben-Gesamt

870 innen

Der 870 konnte bei uns im damaligen Test an die Erfolgsstory des Vorgängers 860 anknüpfen und den großartigen Testerfolg wiederholen.  Auch dank der Anti Resonance Technology (A.R.T) Wedge, die eine überragende Klangqualität dank Vibrationsdämpfung garantiert, erfreut die authentische Akustik. Die Leistungsdaten: 100 W / Kanal (8 Ohm, -20 kHz, 0,06% THD, 2 Kanal angesteuert), 160 W / Kanal (4 Ohm, 1 kHz, 0,9% THD, 1 Kanal angesteuert), 160 W / Kanal (8 Ohm, 1 kHz, 10% THD, 1 Kanal angesteuert. 

Yamaha-RX-A870-Anschluesse-Rueckseite3

WLAN/BT integriert

Integriertes WLAN und Wireless Direct kompatibel, Bluetooth® für kabelloses Musik-Streaming und Compressed Music Enhancer für Bluetooth sind Features.

Yamaha RX-A870 Screenshot 13

DSP-Anpassung per OSD

An Bord finden sich  AirPlay®, Spotify®*, Pandora®*, Tidal*, Deezer*, Qobuz*, JUKE* Musik-Streaming-Dienste (Musik Service-Verfügbarkeit variiert je nach Region). An HiRes-Formaten wiedergegeben wird: DSD 2.8 MHz / 5.6 MHz, FLAC / WAV / AIFF 192 kHz / 24bit, Apple Lossless 96 kHz / 24-bit Wiedergabe. HDMI-Anschlüsse sind genug vorhanden (8 in / 2 out), alle mit voller 4K Ultra HD Unterstützung (4K / 60p [4:4:4]), HDR Video inklusive Dolby Vision und BT.2020 Farbraum Durchleitung. YPAO R.S.C. (Reflected Sound Control) für eine automatische Lautsprecherkonfiguraton mit Mehrpunkteinmessung.

RX-A670:

yamaha_rx_a670

Geräte-Front

Den Einstieg in die AVENTAGE-Welt markiert der RX-A670. Bei der Ausstattung, z.B. den HDMI-Ein- und Ausgängen, sind Abstriche zu machen. Ein DAB/DAB+ Tuner fehlt aber auch hier nicht. Der RX-A670 ist ein 7.2 Kanal MusicCast AV-Receiver, der Dolby Atmos und DTS:X decodiert. Natürlich fehlt auch hier die Anti Resonance Technology (A.R.T) Wedge nicht, sie garantiert eine überragende Klangqualität dank Vibrationsdämpfung. Die Leistungsdaten: 80 W / Kanal (6 Ohm, 20 Hz-20 kHz, 0,09% THD, 2 Kanal angesteuert), 115 W / Kanal (6 Ohm, 1kHz, 0,9% THD, 1 Kanal angesteuert), 145 W / Kanal (6 Ohm, 1kHz, 10 % THD, 1 Kanal angesteuert). Integriertes WLAN und Wireless Direct Kompatibel, Bluetooth® für kabelloses Musik-Streaming und Compressed Music Enhancer für Bluetooth, AirPlay®, Spotify®*, Pandora®*, Tidal*, Deezer*, Qobuz*, JUKE* Musik-Streaming-Dienste (Musik Service-Verfügbarkeit variiert je nach Region). Das kleine Modelle hat nicht so viele HDMI-Terminals (4 in / 1 out), alle mit 4K Ultra HD Unterstützung (4K / 60p [4:4:4]), HDR Video and BT.2020 Farbraumdurchleitung. Das YPAO™ Automatisches Lautsprecher-Setup mit Klangoptimierung fehlt natürlich nicht.

 

Fazit

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Eine echte Erfolgsgeschichte, die Yamaha mit den Aventage AV-Receivern seit 2011 kontinuierlich fortschreibt. Die DNA hat sich seit der ersten Generation kaum verändert: Solider mechanischer Aufbau, das Beste an DAC- und DSP-Technik, was fürs jeweilige Geld zu finden ist und ein sicherer Griff zu angesagten Features, die im Praxisbetrieb Sinn machen. Hohe Preisstabilität und demnach ein vergleichsweise geringer Wertverlust sind ebenfalls Aventage-Vorzüge. Wir sind schon gespannt, was 2018 auf uns zukommt. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 05. April 2018

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