CES 2018: Bericht vom LG-Auftritt

LG Logo

LG machte auf der CES nicht nur durch neue TVs und optimierte Technologien, sondern auch durch den sogenannten "OLED-Canyon" auf sich aufmerksam, der sich als Besuchermagnet erwies. Der OLED-Canyon empfängt die Besucher auf dem weitläufigen LG-CES-Stand neben dem Haupteingang des Las Vegas Convention Centers und verfügt über 90 konkave und 156 konvexe Open-Frame-Bildschirme (insgesamt 246 LG Open Frame-OLED-Displays).

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Eingang zum OLED Canyon

Die Besucher können durch einen 28 Meter langen, kurvenreichen Canyon-Trail wandern und faszinierende Bilder von insgesamt zwei Milliarden selbst leuchtenden OLED-Pixeln erleben.

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Beeindruckendes Farben- und Formenspiel

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LG scheute keinen Aufwand für eine Installation der Superlative

Das faszinierende Videoerlebnis mit beeindruckenden Naturwundern wie Wald, Gletscher, Wasserfall, Schneesturm und vielem mehr wird durch den eindringlichen Dolby-Atmos-Audio-Effekt noch verstärkt, der auch in den LG OLED-Fernsehern 2018 für den Consumer-Markt enthalten ist.

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OLED 77W8

Das Unternehmen präsentierte auf der CES zudem zahlreiche neue OLED und Super UHD TV-Baureihen, die sich optisch nicht großartig von den bestens bekannten 2017er Modellen abgrenzen. Das ist aber auch definitiv nicht erforderlich, da der optische Step zum Modelljahr 2017 damals recht groß ausfiel und das Design immer noch sehr modern und attraktiv wirkt. Natürlich unterstützen auch die 2018er OLED und Super UHD-LCD-TVs die vier HDR-Verfahren HDR10, Hybrid Log Gamma (HLG), Dolby Vision und Technicolor Advanced HDR/4K Cinema HDR.

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Die Unterstützung von vier HDR-Formaten und Dolby Atmos ist auch 2018 ein Thema

Dank Dynamic Tone Mapping werden alle großen HDR-Formate, bis auf das neue dynamische HDR10+ Format, unterstützt. Wir zeigen nun verschiedene Aufnahmen der neuen Modellreihen. Was die Bildgüte angeht, so lassen sich verständlicherweise keine besonders umfangreichen Aussagen auf einer Messe machen - doch wir waren begeistert vom äußerst dynamischen, angenehmen, kultivierten und farbechten Bild. Was gegenüber 2017 verbessert wurde, das klärt dann ein Testbericht. Auch, ob sich akustisch etwas getan hat. Wie schon 2017 unterstützen viele LG TVs Dolby Atmos. 2017 gefielen uns überdies die akustischen Qualitäten erstaunlich gut 

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Der OLED 77W8 im Picture On Glass-Design, hier als Kunstobjekt

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Extrem dünn

LG 77W8 Soundbar

Wie gehabt: Hochwertiges Soundsystem mit Lautsprecher-Arrays oben für die Dolby Atmos-Wiedergabe

LG 65G8

OLED 65G8

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Edles, zeitlos schönes Design beim 65G8

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G8 aus seitlicher Perspektive

LG 65E8

OLED 65E8

LG 68E8 Bild 2

Kaum Design-Veränderungen gegenüber 2017

LG 65E8 Fuss

Detail am Standfuß

Auch wenn optisch die Veränderungen höchstens als marginal zu bezeichnen sind, so tut sich technisch einiges.

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Der neue Alpha 9 Bildprozessor sowie „ThinQ artificial intelligence“ für die kommenden OLED und SUPER UHD LCD-TVs standen aus technischer Sicht auf der CES im Mittelpunkt.

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ThinQ Aufbau auf der CES mit einem 77W8 OLED

ThinQ hat die Aufgabe, im Speziellen bei der Sprachsteuerung neue Möglichkeiten eröffnen, die bisherige Smart Plattform bleibt bestehen. Samsung verfolgt mit "Smart Things" einen ähnlichen Ansatz.

Sprachbefehle stehen bei ThinQ im Fokus, allerdings sollen auch weitere Smart Funktionen inklusive Zugriff auf andere Smart Home Produkte wie Lautsprecher, Leuchtmittel und sogar Klimaanlagen, Staubsauger, etc. möglich sein. Weitere Verbesserungen hinsichtlich der Gesamt-Performance und auch in Bezug auf ThinQ erwartet sich der Hersteller von der Implementierung des neuen Alpha 9 Prozessors.

Durch „Natural Language Processing“ soll die Sprachkontrolle in Verbindung mit ThinQ besonders exakt arbeiten. Auch die Installation und Verbindung mit verschiedenen Geräten, wie externe Soundbars oder Spielekonsolen, wird laut LG erheblich vereinfacht. Anwender können nach Informationen, Bildern oder Videos mittels der Sprachkontrolle über die Fernbedienung suchen. Beispiel für eine Suche: „Zeig mir alle Filme, in denen [Schauspielername] mitgespielt hat“ oder „Zeig mir Yoga-Videos“. 

Auch nimmt der TV Befehle entgegen wie „Schalte den TV nach dieser Sendung ab“ und kann auch Informationen über das aktuelle Programm geben. In einigen Ländern soll der TV auch mit „Google Assistant“ zusammen arbeiten, um Smart-Geräte von Drittanbietern zu steuern.

Natürlich ist die Leistungsfähigkeit des Alpha 9 Prozessors nicht auf die erstklassige Zusammenarbeit mit ThinQ beschränkt, sondern bietet auch andere Vorzüge. 

LG a9 CPU Demonstration

Demonstration des Alpha 9-Prozessors

Der neue Alpha 9 Prozessor hat die Wiedergabe besonders dynamischer Farben, überragende Schärfer und eine exzellente Plastizität im Fokus. Eine sogenannte "Quad Step Noise Reduction" ist für saubere, angenehme und rauscharme Bilder verantwortlich. Schärfe und Bildtiefe verbessert der Alpha 9 Prozessor ebenfalls, aufgrund der präziseren Bildanalyse und Objekterkennung wirken Einzelheiten besonders natürlich und die vom Betrachter empfundene Bildtiefe wird erweitert. 7,3 mal größere Look Up-Tables ermöglichen überdies eine reinere, akkuratere Farbwiedergabe.

Der Alpha 9 Prozessor präsentiert sich auch bei High Frame Rate-Inhalten in Bestform. LG zeigte Demos mit 4K HFR (High Frame Rate) mit 120 Frames in der Sekunde. Bewegungen sind schärfer und fließender, störende Bewegungsunschärfen und andere Artefakte treten kaum noch auf. Hier bleibt abzuwarten, wie LG das umsetzen möchte, da wir nicht wissen, ob die neuen 2018er OLEDs HDMI 2.1 an Bord haben. HFR-Wiedergabe von externen HDMI-Quellen funktioniert erst mit HDMI 2.1.

LG Super UHD TV Logo

Auch die LCD-Technik der Super UHD TVs wird weiter entwickelt

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Plastisches Bild bei den Super UHD TVs

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Präsentation mit wechselnden Farben

LG Super UHD TV Blickwinkel

Früher ein Problem bei LCD-basierten Displays, heute glänzen LGs Super UHD TVs mit exzellenter Farbwiedergabe auch aus schwierigem Blickwinkel

LG Super UHD TV Farben

Verbesserte Farbwiedergabe

LG Super UHD TV Black

Tieferes Schwarz

Mit visuellen Verbesserungen starten die Nano Cell-Displays. In den auf der CES gezeigten Demos, die natürlich keinesfalls final aussagekräftig sind, war eine sehr saubere, dynamische Farbwiedergabe zu beobachten. Farben wirken noch eine Idee feiner und überdies satter, ohne es zu übertreiben. Der Schwarzwert, unter Messe-bedingungen mit externem Lichteinfall nicht einfach zu beurteilen, scheint tief zu sein. Ob es hier Verbesserungen, wie vom Hersteller anvisiert, gibt, muss ein Test klären. Der horizontale und der vertikale Blickwinkel, so viel ist schon klar, ist bei den 2018er Super LED TVs ausgezeichnet. Verfeinertes Full Array Local Dimming, verfeinerte Nano Cell Quantum Dot-Technologie sorgen für ein sehr gutes Bild.  

LG Super UHD TV Bild 1

Leuchtende Farben, sehr dynamisch. OLED? Nein, ein Super UHD TV mit Nano Cell-Display

LG Super UHD TV Fuss

Charakteristisches Fuß-Design bei den Super UHD TVs

LG Super UHd TV side

Super UHD TVs 2018 aus seitlicher Perspektive 

Im LCD-Bereich gibt es den neuen Alpha 7 Prozessor. In Kombination mit Nano Cell und dem Full Array LED-Backlight möchten die Südkoreaner nochmals verbesserten Schwarzwert, ein besseres Rendering, authentischere Farben und bessere Detaillierung aus einem größeren Blickwinkel erreichen. Die Full Array LED LCD-TVs sollen 2018 dichtere Backlight-Zonen aufweisen und so weniger Halos produzieren, was gerade cineastisch orientierte Anwender bei LCD-basierten TVs mit LED-Hintergrundbeleuchtung stört. Wir freuen uns schon auf die ersten 2018er LG TV-Testgeräte.

Special: Carsten Rampacher
Datum: 13. Januar 2018

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