CES 2014: Der Auftritt von Samsung

Die CES in Las Vegas, die heute am 10. Januar ihre Pforten schließt, bot erneut eine Vielzahl an Premieren und interessanten Technologieträgern. 

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Bei Samsung präsentieren wir zunächst Tablets aus dem Mobile Device Bereich, hier wollen wir auf die Samsung Galaxy Tab Pro-Produktfamilie eingehen.  Mit 8,4 Zoll und 2560×1600 Pixel Auflösung ist nur 7,2 mm dünn und läuft unter Android 4.4 Kitkat. Mit 2 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 16 oder 32 GB internem Speicher ist es erhältlich. MicroSDS Karten bis 64 GB werden eingelesen. Eine 8 MP Kamera ist verbaut, 8.200 mAh Kapazität hat der eingebaute Akku. Neben WIFI 802.11 n ist auch das schnellste und neueste WIFI 802.11 ac mit an Bord. Bluetooth 4.0 darf auch nicht fehlen. Das Display ist sehr klar, liefert brillante Farben und auch bei deutlichem externem Lichteinfall gute Ablesbarkeit.

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In 10.1-Version gibt es das Galaxy Tab Pro ebenfalls. Mit sauberer Verarbeitung und recht schickem aber wenig innovativem Design tritt es ebenso unauffällig-elegant auf wie die 8,4 Zoll Version. Die 10.1-Version läuft ebenfalls unter Android 4.4 Kitkat. Es hat ein 16:10 Display und ist nur 7,3 mm dünn. Die beiden Tablets laufen recht flott und Anwendungen werden schnell geladen. Das Gewicht liegt bei 469 Gramm.

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Es geht auch noch größer, mit dem 12,2 Zoll messenden Galaxy Pro, das dann mit 3 GB Arbeitssepeicher ausgestattet ist. Die Displayauflösung liegt bei 2560×1600 Pixeln. Android 4.4 Kitkat ist auch hier das Betriebssystem, 9500 mAh ist die Kapazität des eingebauten Akkus. Das Gewicht ist mit 732 Gramm für die WiFi-Version und 740 Gramm für die 3G/LTE-Version doch recht üppig, aber das ist eben der Tribut an die Größe.  Die 12,2 Zoll-Version ist mit 32 GB oder 64 GB lieferbar. 7,95 mm dünn ist das große Galaxy Tab Pro. Es bietet sich hier an, eine Bluetooth-Tastatur zu koppeln, dann hat man sozusagen beinahe ein „echtes“ Notebook. Bluetooth 4.0, USB 3.0 und WLAN n/ac sind weitere Merkmale. MicroSD Karten bis 64 GB werden akzeptiert. 

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 Impressionen vom Samsung-Stand

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 Curved TVs von hinten mit „cleaner“ Rückseite

Wenden wir uns nun den bereits kurz in den News angerissenen neuen Samsung TV-Produktbaureihen zu. Das Line-Up 2014 steht ganz im Zeichen von Curved-Design, was nicht nur für die UHD-TVs, sondern auch für die Top-Modelle der FullHD-TVs gilt. Die neuen Geräte (UHD) wirken sehr elegant, sehr schick – selbst von hinten: Samsung setzt erneut bei den Spitzengeräten auf eine „cleane“ Rückseite, dies kennen wir schon von verschiedenen 2013er-Modellen. Übrigens  kommt auch eine Smart TV Evolution Box für 2013er UHD-TVs, dies sei gleich am Rande erwähnt, um 2014er Features in diese Geräte zu bekommen.  Material- und Verarbeitungsgüte der 2014er Top-TVs erscheinen sehr gediegen, ganz gleich, ob es um die Hauptgeräte oder aber die Standfüße geht. 

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Neue Curved UHD-TVs in 55 (oben) und 78 Zoll

Das Bild wirkt bei den neuen UHD TVs sehr gut. Ein Bergpanorama zeigt viele Details, Tiere sind auf einer Wiese zu sehen und im Hintergrund schneebedeckte Berge. Die Curved UHD-LCD-TVs von Samsung schaffen eine enorme Bildtiefe und nutzen hierfür den Curved-Effekt Gewinn bringend ein. Unseren ersten Eindrücken auf der CES folgend geben wir die Prognose ab, dass die neuen Samsung-TVs ein ausgesprochen farbechtes Bild produzieren. Wie sich das in der Praxis verhält, kann später nur ein ausführlicher Testbericht klären. 

In 55, 65 und in 78 Zoll kommt der UHD UHD-LED-LCD, und der Curved-Effekt enormer Bildtiefe wirkt insbesondere in der größten 78-Zoll-Variante sehr gelungen. Eine strahlende Sonne und ein Bergpanorama und ein Sonnenuntergang in den Bergen wirken sehr authentisch, der Detailkontrast ist sehr hoch, die Bildschärfe überzeugt – und zwar in den vorderen ebenso wie in den hinteren Bildebenen. Besonders, wenn man zentriert vor dem gebogenen Bildschirm sitzt, erscheint das Ergebnis besonders beeindruckend. 

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Natürlich darf auch der S9 Timeless nicht fehlen, schon beinahe ein „Klassiker“, der in Deutschland 2014 nun auch in 110 Zoll angeboten werden soll. Preis und Einführungsdatum stehen noch nicht fest.  Der S9 Timeless in 85 Zoll kostet übrigens aktuell immer noch 34.999 EUR in Deutschland – doch man konnte hören, dass auch hier Anpassungen zu erwarten sind.

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Wir wenden uns weiteren interessanten Neuheiten zu – so den verschiedenen Prototypen, diese sollen die Vorreiterrolle von Samsung auf dem Gebiet innovativer Technologien hervorheben. Der gezeigte 85-Zöller mit „aktivierbarem“ Curved-Effekt – sozusagen ein „biegsamer“ TV – ist laut Samsung mit dieser Funktion ausgestattet, um im ausgeschaltenen Zustand den Screen wie bei einem herkömmlichen Flachbildschirm eng an die Wand zu schmiegen, während man dann bei Inbetriebnahme die Curved-Funktion aktivieren kann, um die visuellen Vorzüge dieses Konzepts zu genießen. Noch nicht entschieden ist, ob und wann das Gerät in den USA und/oder in Europa tatsächlich auf den Markt kommen wird, doch die Chancen stehen gut. Der Prototyp sieht schon gut bezüglich der Bildgüte aus, er offeriert einen hohen Kontrast, tadellose Farben und eine hoch liegende Detailtreue. 

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Das 21:9 „real Cinemascope“ Format feiert ein UHD-Comeback. Nicht nur bei Samsung, auch bei Toshiba konnten wir einen Prototypen mit diesem Screenformat bestaunen.  „Panoramic Curved UHD TV“ heißt dies bei Samsung, 105 Zoll misst der gezeigte Prototyp. Allerdings ist eine Serienfertigung beschlossen – auf Märkten, auf denen z.B. der S9 Timeless als Premium-Modell sehr gut läuft, könnte auch der edle 21:9 UHD-TV angeboten werden. 

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Samsung ist 4K noch nicht genug und daher wird auch auch ein 8K TV (QUHD) gezeigt – allerdings natürlich nur als Prototyp. Auf dem TV zeigt sich aus seitlicher Perspektive eine Shopping Mall mit verschiedenen Stockwerken und dort herumlaufenden Besuchern – das Bild sieht natürlich großartig aus, feinst die Detaillierung, als würde man mit dem bloßen Auge in die Shopping Mall hineinsehen. 

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Das Thema „Glassless 3D“ lebt bei Samsung in Form eines 55 Zoll UHD Prototypen ebenfalls wieder auf. Nachdem die Thematik etwas in der Versenkung verschwunden ist, möchte Samsung das Ganze wieder nach vorn bringen. Vorzug des sehr leistungsfähigen Prototypen ist, dass Samsung einen realistischen 3D Effekt aus sehr vielen Blickwinkeln offerieren kann (35 „Sweet Spots“) – genau diese Problematik, dass nur wenige Blickwinkel, innerhalb derer ein authentischer 3D Effekt bei Glassless 3D zu bestaunen ist, existieren, war oftmals Problem in der Vergangenheit. 

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Natürlich darf auch ein Curved UHD OLED TV nicht fehlen. Betrachten wir diesen, fallen die Vorzüge der OLED-Technik gerade hinsichtlich der Farbwiedergabe direkt ins Auge: Dynamischer, lebendiger, satter als bei allen LED-LCD-TVs erscheinen Farben hier.  Der exzellente Schwarzwert belebt auch die Theorie, dass OLED-TVs zahlreiche Vorzüge haben. Gerade in Verbindung mit UHD-Auflösung kommen diese Pluspunkte zum Tragen. Bleibt zu hoffen, dass UHD-OLED-TVs ihren Weg in den Handel finden – und dass der noch deutliche Nachteil der Lebensdauer von den Herstellern in den Griff bekommen wird. 

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Bei Samsung ist das Thema „Curved“ auch im FullHD-Sektor Thema, oben im Bild ein 55-Zoll-Modell. im März/April werden hier auch Modelle in Deutschland erwartet, und zwar die Serie H8000 FullHD (48, 55 und 65 Zoll). Die UHD-Curved-Serie hört auf den Namen H8500 (55, 65 und 78 Zoll). Wer partout keine Kurven mag, nimmt sich einen Samsung TV der Baureihen H7500 (UHD, lieferbar in 48, 55, 65 und 75 Zoll) oder H7000/FullHD (in 40, 46, 55 und 60 Zoll erhältlich). Preise und exakte Einführungstermine stehen derzeit noch nicht fest. Wir rechnen aber damit, dass auf der Samsung Roadshow im Frühjahr schon weitere Details bekannt gegeben werden.  Die neuen Flat (nicht Curved) TVs sehen im Design gegenüber den schon sehr eleganten 2013er Modellen im Übrigen nicht großartig anders aus.

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Samsung zeigte auch einen Vergleich Curved TV gegen konventionellen Flachbildschirm (der in einem „Blackbox-Rahmen“ aber auch bei Basisparametern wie Schwarzwert, Farbbrillanz, Detailkontrast unterlegen war – und dies liegt keinesfalls daran, dass der andere TV „curved“ ist) . Hier stellt sich die ernsthafte Frage, was mit derartigen Vergleichen bezweckt werden soll. 

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In den USA bietet Samsung schon verschiedene UHD-Video-Dienste an, z.B. von Netflix, National Geographic, MGo Premium und Amazon Instant Video werden offeriert.

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Shape M7 in weiß

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 Shape M7 in Schwarz

Samsung zeigt auf der CES 2014 auch weitere neue Soundlösungen. So z.B. Samsung Shape, das flexible Multiroom-System von Samsung.  Es finden sich die Lautsprecher Shape M7 und M5 im Line-Up, und soll sich besonders durch eine leichte Bedienbarkeit auszeichnen. Man kann die neuen Lautsprecher auch mit anderen Samsung Audio-Produkten vernetzen, so beispielsweise mit der Soundbar HW-H750 mit NFC und Röhrenverstärker oder aber mit der drahtlosen Premium 7.1 Heimkinoanlage HT-H7750WM, die auf der CES auch zu bestaunen ist. Die Sound Plate HW-H600 platziert sich unauffällig unter dem TV und hebt die Soundgüte merklich an. Somit steigt auch Samsung in den beliebten Markt der aktiven TV-Lautsprecher ein. Neu ist auch das GIGA Sound-System MX-HS8000. Wenden wir uns den einzelnen neuen Audio-Produkten noch detaillierter zu. 

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Die Shape Wireless Lautsprecher können vertikal oder horizontal aufgestellt werden

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 Das ermöglicht große Flexibilität

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Komplettes Shape-Setup

Das Samsung Shape Wireless Audio/Multiroom-System ermöglicht den kabellosen Musikgenuss aus verschiedenen Quellen in jedem Raum eines Hauses. Laut Samsung gestaltet sich die Installation einfach, ob dies allerdings stimmt, muss ein späterer Test bei uns klären. Der sogenannte „Multiroom Hub“ mus mit dem WLAN-Router zu Hause verbunden werden, natürlich muss der Netzstecker in die Steckdose gesteckt werden – fehlt nur noch die Shape-App, die für iOS und Android-Devices heruntergeladen werden kann. Die Integration von Samsung TV-Geräten des Jahres 2014 funktioniert elegant über die im TV eingebaute drahtlose Soundshere-Funktion. Diese gab es bereits 2013 und wurde offensichtlich erweitert. 2013 konnte man mittels Soundshere eine drahtlose Verbindung zwischen entsprechend kompatiber Samsung-Soundbar und dem TV herstellen. 

Die beiden Lautsprecher hören, wie bereits erwähnt, auf die Namen Shape M7 und Shape M5. Den Namen verdanken sie dem speziellen Design des Gehäuses. Vorteil im Sinne einer flexiblen Aufstellung – wahlweise können sie waagrecht oder senkrecht aufgestellt werden. Ebenso ist eine einzelne Aufstellung oder eine kombinierte Aufstellung möglich.

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Neue Samsung-Soundbar für Wandmontage oder Aufstellung vor dem TV

Die Soundbar HW-H750 besitzt eine Röhrenvorstufe und digitale Endstufen, um die Vorteile technischer Klassik mit denen technischer Moderne zu verbinden. Per Samsung Soundshere ist eine schnelle Drahtlosverbindung mit einem Samsung TV, der entsprechend kompatibel ist, rasch hergestellt. Die Soundbar ist für die Integration ins Samsung Shape Wireless-System vorbereitet.  Wahlweise ist Wandmontage oder auch die Aufstellung vor dem TV möglich. 

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Für besten Sound soll auch die Heimkinoanlage HT-H7750WM sorgen – besonderes Kennzeichen ist hier DTS Neo: Fusion II, was eine aufwändige und präzise, klanglich überzeugende Interpolation jeder Audioquelle sicherstellen soll. Als einziger Hersteller kann Samsung laut eigenen Angaben auf der CES mit dem neuesten DTS-Decoder antreten.  Für 7.1-Sound braucht man nur 6 Boxen (zwei Frontlautsprecher, zwei drahtlose rückwärtige Lautsprecher, ein Center und ein Subwoofer).  Der im System integrierte BD-Player kann bis auf UHD hochskalieren. 

Zach

Samsung Soundplate als 4.2 System

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HW-H600 baut sehr flach

Die Samsung Soundplate HW-H600 ist für TVs mit Bildschirmdiagonalen von 32 bis 55 Zoll geeignet.  Integriert ist ein 4.2 Lautsprechersystem.

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In eine ganz andere Richtung zielt das MX-HS8000 GIGA Musiksystem. Partysound und Lichteffekte lassen das Wohnzimmer zu einem Club werden. Das portable System liefer 2.300 Wat. Dank „Cloth Wave Edge“ Technik werden Vibrationen begrenzt, ein kraftvoller und knackiger Klang liegt im Fokus. Der 15 Zoll Subwoofer soll bis herunter auf 35 Hz spielen. Für effektvolle Untermalung stehen 15 Lichteffekte zur Verfügung.  Und dank des neuen Bluetooth HiFi-Codecs lässt sich das GIGA System mit entsprechend kompatiblen Samsung Smart TVs für ein nachdrückliches Filmerlebnis verbinden. 

So bleibt festzuhalten: Samsung tritt auf der CES 2014 wieder als Innovator auf, und liefert dort, wo man es erwartet, nach: Nämlich bei Wireless Multiroom Audio und bei aktiven TV-Lautsprechern. 

Bericht: Carsten Rampacher
Datum: 10. Januar 2014

 




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