20 Jahre AREA DVD: Testgeräte aus den ersten Jahren, Teil 1 von 1998 bis 2003

AREA DVD gibt es seit 1998, demnach feiern wir 2018 unser 20-jähriges Jubiläum. Grund genug, zurückzublicken auf unsere ersten Jahre. Wir haben einige News, Tests und Berichte herausgesucht, um einen Rückblick auf die damalige Zeit zu geben. Die Auswahl erhebt keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur einen interessanten Querschnitt bieten. 

Panasonic DVD-A350, Juni 1998

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Panasonic DVD-A350

Mitte 1998 war der Panasonic DVD-A350 ein absolutes Topmodell mit internem Dolby Digital Decoder. Unsere Aussagen damals waren euphorisch – mit kleinen Einschränkungen hinsichtlich der Serienstreuung.

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Menü für den internen Decoder

„Nun zum wichtigsten Punkt: Der Bildqualität. Den technologischen Vorsprung durch den 10 Bit-Videodecoderchip gegenüber dem Vorgänger A-100 kann man bereits auf den ersten Blick sehen: Das Bild ist hervorragend klar und scharf und bietet ein leichtes Plus an Detailauflösung. Die Eröffnungssequenz von „Contact“ und die phantastischen Farben von „The Fifth Element“ fließen mit diesem Player so ruhig wie Butter über den Bildschirm. Der eingebaute AC-3-Decoder erfüllt zumindest seinen Zweck. Wunderdinge kann man aber nicht von ihm erwarten. Wer besseren Sound und mehr Einstellmöglichkeiten haben will, der sollte lieber zu dem günstigeren DVD A-150 ohne Decoder greifen und das gesparte Geld als Anzahlung für einen externen Decoder anlegen. Insgesamt ist der Panasonic DVD A-350 ein phantastisches Gerät, das seinen Preis auf jeden Fall wert ist. Leider gibt es aber auch immer wieder Geräte aus der Serie, die Fehler aufweisen“.

Sony STR-DA50ES, Februar 1999

Im Februar 1999 nahmen wir einen damaligen diskreten Mehrkanal-Spitzenreceiver unter die Lupe: Den Sony STR-DA50ES. Damals kostete das 5-Kanal-Gerät 2.300 DM. Unsere damalige Bilanz:

„Insgesamt macht der Sony STR-DA 50 ES einen hervorragenden Eindruck. Vom Klang ist der Receiver im Digital-Betrieb wirklich ausgezeichnet. Insbesondere die Leistungsreserven sorgen dafür, dass auch bei höherer Lautstärke der Spaß nicht aufhört. Der etwas spärliche Klang mit matrixcodiertem Dolby Surround lässt sich verschmerzen, da in der Regel eh der diskrete 5.1 – Digitalton auf dem Programm stehen sollte.

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Damalige sehr spezielle Systemfernbedienung

Eindeutig nachbesserungsbedürftig ist indes die Systemfernbedienung, die zwar mit Einschränkungen wirklich viele Möglichkeiten zur Einstellung des Systems bietet, aber ohne ständig aktivierte Hintergrundbeleuchtung praktisch unbrauchbar ist. Außerdem erscheint es inkonsequent, zwar eine Fernbedienung zu konstruieren, die das gesamte Equipment steuern soll, dann aber nicht einmal fähig ist, auch neue Infrarotcodes zu lernen. Vom Branchenprimus Sony hätte man hier eigentlich mehr erwarten dürfen.

Von der Ausstattung her bietet der Sony eine enorme Vielfalt an Anschluss- und Einstellmöglichkeiten, so dass man auch für die Zukunft mit diesem Receiver sehr gut gerüstet sein dürfte“.

Denon AV-Verstärker AVC-A1SE, September 2000

Denon-Topmodelle hatten immer schon ihren großen Reiz. Was heute der AVC-A8500H ist, war anno 2000 der AVC-A1SE. Hier Auszüge aus unserem damaligen Bericht:

Besonders gespannt waren wir auf unser Testgerät des neuen Denon-Spitzenverstärkers AVC-A1SE – und das nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er als erster Verstärker/Receiver überhaupt – ebenso wie das amerikanische Receiver-Modell AVR-5800 – die neue Mehrkanalnorm DTS ES Discrete 6.1 decodieren kann: Ebenfalls beherrscht der AVC-A1SE DTS ES Matrix 6.1, eine DTS-Version mit Back Surround Matrix, die sich aber gegenüber der ersten Matrix-basierten 6.1 Version von DTS, inzwischen DTS ES Compatible 6.1 getauft, als stark verfeinert präsentiert.

Eingebaut in den Denon sind sieben Endstufen mit einer gewaltigen Leistung von 220 Watt pro Kanal  – das verheißt große Leistungsreserven, die bislang höchstens von getrennten Vorverstärker-/Endstufen bereitgestellt werden konnten. Ebenso verfügt der AVC-A1SE über DTS Neo:6: Herkömmliche Zweikanal- oder Surroundsignale werden mittels eines präzisen Decoders, der auch bei der oben schon genannten DTS ES 6.1 Matrix-Schaltung Verwendung findet, auf 6.1 Kanäle aufpoliert. Eine genaue Eingangssignal-Kennung und die Matrix in Kombination erlauben für alle 6.1-Kanäle eine Reproduktion des gesamten, von 20 Hz bis über 20 kHz reichenden Frequenzspektrums. Auch soll eine sehr gute Kanaltrennung möglich sein, DTS spricht vom selben Pegel wie dem beim digitalen diskreten System. Damit Neo:6 auch optimal angewendet werden kann, gibt es zwei Betriebsarten: Kino und Musik. im Musik-Modus werden die beiden Front links/rechts Kanäle direkt wiedergegeben und umlaufen die Decoderschaltung. Dadurch entsteht kein Qualitätsverlust beim Klang. Der vom Center- und von den Surroundkanälen ausgegebene Effekt soll dann das Klangfeld effektiv räumlich weiten.

Auch die Verbesserung des Klangs bei mehrkanalig aufgenommener Musik stand bei einem ebenfalls neuen Feature des AVC-A1SE im Vordergrund, denn die Back Surround-Lautsprecher können in verschiedenen Betriebsarten genutzt werden: Im DTS ES Discrete 6.1-Betrieb bekommt der Back Surround Channel, wie schon gesagt, ein diskretes Signal. Liegt aber kein Discrete-codiertes Material vor, dann kann der Benutzer wählen: Entweder er aktiviert die Back Surround Matrix, oder aber er schaltet diese auf „Non Matrix“. Dann bekommt der rechte Back Surround-Lautsprecher das gleiche Signal wie der rechte Surroundlautsprechers und der linke Back Surround-Lautsprecher das gleiche Signal wie der linke Surroundlautsprechers zugewiesen. Dies verhindert den bei Musik sich oft nachteilig auswirkenden Effekt der Back Surround Matrix: Häufiger fiel uns auch im Testbetrieb auf, dass das Surroundklangbild zu starke klangliche Konzentration um die Back Surround Lautsprecher aufwies, was einer natürlichen Wiedergabe nicht unbedingt zuträglich war.

Selbstverständlich decodiert auch der AVC-A1SE THX Surround EX und erfüllt die „ursprüngliche“, unverwässerte Home THX-Norm, seit der Einführung der leichter zu erfüllenden weil weit weniger anspruchsvollen THX Select-Zertifizierung „THX Ultra“ genannt. Was den Einsatz im Surroundbetrieb von Dipolen für die Filmwiedergabe und Direktstrahlern für das Hören mehrkanalig aufgenommener Musik angeht, so muss der AVC-A1SE-Besitzer nicht bei jedem Wechsel von Film auf Musik die Dipole abschrauben und die Direktstrahler anschrauben: Das Anschlussterminal des Verstärkers bietet Platz für zwei Surroundlautsprecher-Paare, im On Screen Menü kann eingestellt werden, in welchem Modus welcher Lautsprechertyp arbeitet.

An Eingängen herrscht sowieso kein Mangel: Auf der Audio-Seite stehen insgesamt 13 analoge Eingänge  zur Verfügung, dazu kommen sechs optische Digitaleingänge und drei koaxiale digitale Inputs.

Kontaktfreudig: Am Denon AVC-A1SE findet jede Gerät den passenden Anschluss

Für Laserdisc-Liebhaber, die auch nicht auf den Dolby Digital-Klang ihrer NTSC-Scheiben verzichten wollen – schließlich gibt es ja so schöne Scheiben wie die japanische „The Phantom Menace“-LD, die sogar Dolby Digital EX-codiert sind – , verfügt der Denon noch über einen Dolby Digital-RF-Eingang. Auf der Video-Seite gibt es drei YUV-Komponenteneingänge, 8 FBAS-Composite-Eingänge und 8 mal S-Video Hosiden. Auch an Ausgängen herrscht kein Mangel. Für die passende klangliche Verbindung sorgen hier ein Achtkanal-Analog Pre-Output, fünf Paar analoge Recording-Outputs, zwei analoge Multi-Zone-Outputs und zwei optische Digitalausgänge. Visuell besitzt der AVC-A1SE einen Video-Komponentenausgang, fünf Composite-Ausgänge und fünf S-Video-Hosiden-Ausgänge. Die Zuweisung der frei zuweisbaren Digitalein- und Digitalausgänge wird via On-Screen-Menü vorgenommen. Doch das ist noch nicht alles: Auf der Geräterückseite befindet sich auch noch der einfach herausnehmbare IEE1394-Erweiterungsslot. Ebenfalls besitzt der Verstärker eine RS232-Schnittstelle“.

Akustisch hat uns der AVC-A1SE damals vollends glücklich gemacht, der runde, kraftvolle Klang des 7.500 DM teuren Boliden sorgt dafür, dass Denon mit dem AVC-A1SE eine neue Liga bei den AV-Verstärkern aufgemacht hat. 

Grundig Elegance MFW 82-3110 MV/Dolby, Dezember 2001

Bei TV-Geräten tickten die Uhren noch völlig anders. Purer Hightech war Ende 2001 der Grundig Elegance Röhrenfernseher mit 576i und 82 cm Bilddiagonale. Unser damaliges Fazit zu dem Gerät:

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„Mit dem Elegance MFW 82-3110 MV/Dolby ist Grundig ein ausgezeichnetes Fernsehgerät gelungen, das bezüglich der Bildqualität, vor allem auch im DVD-Betrieb, herausragende Leistungen bietet. Besonders hervorzuheben ist die große Detailtreue, die der Grundig realisiert, und die hervorragende Gesamtbildschärfe. Die Farbdarstellung gefällt durch Harmonie und Natürlichkeit, das gesamte Bild wirkt plastisch und wie aus einem Guss. Als sehr vorteilhaft ist die Tatsache anzusehen, dass der Grundig bei ausgeschalteter Rauschreduktion auch keine Reste eines solchen Filters mit ins DVD-Bild mischt. Eine praktisch völlige Abwesenheit von Nachzieheffekten ist das Resultat dieser für den DVD-Betrieb bestens geeigneten Auslegung – hier erteilt der Grundig nicht nur den Fernsehgeräten seiner Preisklasse, sondern auch vielen weitaus teureren Konkurrenten eine Lektion, denn er bietet ein Maß an Bildreinheit, das für einen 16:9-Röhren-TV Vorbildcharakter hat und kaum noch zu verbessern ist.

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C64-Grafik – so sahen damals Menüs aus

Vorbildlich ist die Bedienbarkeit des 16:9-TVs. Hier ist Grundig inzwischen auf einem kommunikativen Level zwischen Benutzer und Gerät angelangt, von dem viele Konkurrenten noch weit entfernt sind. Große, unübersichtliche Bedienungsanleitungen sind bei Grundig Schnee von Gestern, hier erklärt sich der Fernseher via grafisch schön aufbereitetem On Screen Menü. Sehr nützlich dabei die Anschlussschemata und die ausführliche Beschreibung der Fernbedienung, da schließlich nicht jeder Neukäufer sofort das Gerät blind bedienen kann. Exzellent ist die wertige Verarbeitung des Grundig, die deutlich macht, dass dieses Gerät nicht nur mit Liebe zum Detail entwickelt, sondern auch mit großer Sorgfalt gebaut wurde. Das einzige kleine Manko ist die etwas sparsame Anschlussbestückung: Man hätte dem Elegance noch eine dritte Scart-Buchse und einen S-Video-Hosideneingang auf der Frontseite spendieren sollen. Doch den überragenden Gesamteindruck vermag dies kaum zu schmälern, denn die Bildqualität des Grundig liegt auf einem Niveau, das von vielen besser ausgestatteten, weitaus teureren TVs nicht erreicht wird“. 

Kenwood THX-Ultra AV-Receiver KRF-X9995D plus Zweikanal-Endstufe KMF-X9000, Ende 2001

Ja, richtig gelesen. Damals, Ende 2001, kamen von Kenwood erstklassige, innovative, grandios klingende AV-Receiver. Schade, dass diese Entwicklung nicht bis heute Bestand hatte. Hier Auszüge aus unserem Bericht damals:

 

„Im AV-Receiver-Programm von Kenwood ist momentan der 5999 DM teure THX Ultra-AV-Receiver KRF-X9995D das Spitzenmodell.  Mit 5 x 130 Watt Ausgangsleistung im Surroundbetrieb (1 kHz, 0,03 % Klirr, 6 Ohm) tritt das Gerät, das THX Surround EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1 decodiert, an – da fehlt doch was, wird der Experte nun sagen. Richtig, was fehlt, sind zwei Endstufen für den Back Surround-Bereich, die nötige Erweiterung findet sich ebenfalls im Kenwood-Sortiment: Die perfekt passende THX Ultra- zertifizierte Zweikanal-Endstufe KMF-X9000 für knapp über 1200 DM. Wer sich diese Investition sparen möchte, kann selbstverständlich auch einen alten Stereoverstärker oder eine noch vorhandene Stereoendstufe verwenden.

Ausgestattet ist der Kenwood insgesamt hervorragend (siehe auch unten stehende Ausstattungstabelle), nur mit der Bestückung mit digitalen Ausgängen hätte man großzügiger sein können. Das THX EX Post Processing ist noch nicht für DTS ES Discrete 6.1 (für für DTS ES Matrix und Dolby Digital EX)  gerüstet und eine DTS 96/24-Decodiermöglichkeit fehlt – diese beiden Features gab es aber zur Zeit der Markteinführung des KRF-X9995D noch nicht. Anstatt der 96 kHz/24-Bit D/A-Wandler für alle Kanäle hätten sich 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler noch besser gemacht – wie sie zum Beispiel der Denon AVC-A1SE mitbringt. Doch das sind eher Kleinigkeiten, ansonsten fehlt es an nichts: 7 optische und 7 koaxiale Digitaleingänge, Dolby PLII in Vollversion, DTS NEO:6 – alles ist mit dabei“.

Unser Fazit damals: „Kraft ohne Ende, extrem dynamisch, auch für die Beschallung ausgewachsener Heimkinos bestens geeignet – so könnte eine kurze Beschreibung des Profils des KRF-X9995D und der passenden Endstufe KMF-X9000 lauten. Hier wird jeder Film zu Erlebnis, mit ungefilterter Wucht schleudert der Kenwood Effektsalven in den Hörraum, mit überragendem Volumen und ebensolcher Präzision steuert die Basswiedergabe ihren Teil zum Heimkinovergnügen der Extraklasse bei. Hier stimmt einfach alles, und viele andere, teils auch deutlich teurere Geräte müssen sich an Anbetracht der Heimkinoqualitäten des Kenwood-Duos warm anziehen. Im Musikbetrieb brilliert der KRF-X9995D mit einer kräftigen und dynamischen Wiedergabe – eben wie man es auch vom Filmton her kennt. Ein perfektes Management auch heftigster Dynamiksprünge gehört ebenso mit dazu wie eine hohe klangliche Dichte und eine herausragende Räumlichkeit – nur in bei der Qualität bezüglich der Herausarbeitung kleiner musikalischer Details lässt der Kenwood die Konkurrenz zum Zuge kommen: Hier ist er zwar auch sehr gut, aber da sind andere noch ein wenig besser. Nichts auszusetzen gibt es an der runden, harmonischen Stereo-Wiedergabe, die, setzt man die KMF-X9000 an den Front Pre-Outs ein, dann sogar exzellent wird. Tadellos und hochwertig präsentiert sich die Verarbeitung, gelungen ist das Bedienkonzept inklusive dem aufwändigen IR-Controller. So ist es nicht leicht, der Kenwood-Kombi ernsthafte Schwächen anzukreiden, denn in Anbetracht der Top-Leistungen geht auch der Kaufpreis voll in Ordnung – Spitzenqualität hat eben auch ihren Preis“.

Ja, wirklich schade, dass diese Zeiten vorbei sind. Der Markt war vielseitiger, interessanter und vielschichtiger als heute. 

Pioneer VSX-AX10, Februar 2002

Der erste AV-Verstärker/Receiver mit automatischem Lautsprecher-Einmesssystem! Der VSX-AX10 war damals eine Sensation und einfach ein grandioser AV-Vollverstärker. Hier nochmal die Highlights:

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Pioneer VSX-AX10

„In Kürze ist er in Deutschland erhältlich, der 4599 € kostende neue Pioneer-Topliner VSA-AX10 mit einer Leistung von 7 x 170 Watt (6 Ohm, DIN Sinus). Uns interessierte natürlich, ob sich hinter der massiven Aluminium-Frontblende mit dem Pioneer-typischen großflächigen DOT-Matrix-Display nicht nur auf dem Papier eine Menge innovativer Technik verbirgt, sondern ob der Bolide seine auf den Datenblättern nachlesbare Topform auch mit überragenden klanglichen Leistungen sozusagen „in die Tat“ umsetzen kann – denn vorhanden ist alles, was gut, teuer und „State Of The Art“ ist: Der 29,5 kg wiegende, titansilberne Bolide erfüllt die THX Ultra 2-Norm, Dolby ProLogic II inklusive THX Post Processing und DTS 96/24 gehören ebenfalls zu den Features des VSA-AX10.

Nur schade, dass Pioneer lediglich die „Light-Version“ von Dolby Pro Logic II Music ohne die Einstellmöglichkeiten im Music Mode (Center Width, Dimension Control, Panorama Mode) verbaut. Dafür bietet der VSA-AX10, stellt man unter „Listening Channel Select“ auf der Fernbedienung „7.1“ ein, eine komplette 7.1-Wiedergabe von Dolby PLII über alle Lautsprecher zur Verfügung. Die integrierten, besonders hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-DACs sollen den hohen Anspruch unterstreichen. Für analoge Programmquellen steht ein 96 kHz/24-Bit A/D-Wandler bereit.

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Erstmals mit MCACC

Für einen Raumklang, der die im Hörraum gegebenen Möglichkeiten optimal ausnutzt, sorgt M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System). Mittels eines mitgelieferten Messmikrofons, welches an einer Mikrophon-Buchse hinter der Frontklappe des Verstärkers angeschlossen wird, misst sich der Verstärker auf die Raumakustik ein, kompensiert Fehler seitens der Lautsprecherkonfiguration und passt sich klangtechnisch optimal an die räumlichen Gegebenheiten an. Die Bedienung soll laut Pioneer sehr einfach sein: Das Mikrofon wird am Hörplatz aufgestellt, anschließend erfolgen via OSD die Anweisungen für die Vorbereitung des Einmessvorgangs mit speziellen Testtönen. Zusätzlich bietet der AV-Receiver einen 9-Band-Equalizer für jeden einzelnen Kanal, was bei der individuellen Anpassung  jedes einzelnen Lautsprechers neue Möglichkeiten eröffnet. Bezüglich des Einsatzes kann hier zwischen einer automatischen (im Rahmen der Justage durch M.C.A.C.C.) oder einer manuellen Einstellung gewählt werden. Verschiedenen Anpassungsgrundlagen stehen zur Auswahl: So kann der Benutzer bestimmen, ob bei der Kalibrierung jeder Lautsprecher individuell eingestellt werden oder ob die Frontlautsprecher als wichtigste Lautsprecher des Systems als Maßgabe für die anderen Boxen dienen sollen“. 

Und das Fazit fiel vielversprechend aus:

Mit dem VSA-AX10 ist Pioneer ein Meisterstück gelungen – dies ist die Bilanz des Tests des VSA-AX10. In jeder Beziehung setzt der Pioneer neue Maßstäbe: Sei es mit seinem klaren, reinen, differenzierten und von einer großen Harmonie geprägten Klang im Musikbetrieb oder mit der Filmtonwiedergabe, fein und differenziert bei Umgebungsgeräuschen und kleinen Effekten, unglaublich antrittsstark und voluminös bei heftigen Effektgewittern“.

Pioneer DVR-7000 DVD-Recorder, April 2002

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DVR-7000

DVD-Recorder waren im Frühjahr 2002 sozusagen „der letzte Schrei“. Chaos herrschte wegen unterschiedlicher DVD-Medien, die man beschreiben konnte, der Fight „DVD+RW gegen DVD-RW“ kommt manchem Technik-Interessierten noch bekannt vor. Besonders hochwertige Modelle wie der DVR-7000 kamen von Pioneer. Hier das Fazit aus unserem damaligen Bericht:

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Rückseite

„Mit dem DVR-7000 präsentiert Pioneer einen DVD-Recorder, dessen Aufnahmequalität praktisch keine Wünsche mehr übrig lässt und endlich auch im Heimbereich eine Aufnahmequalität ermöglicht, die lange Zeit nur im Profi-Bereich möglich war.

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Ersteinrichtung

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Disc-Navigation

Preislich ist der DVR-7000 mit rund 2000 EURO zwar noch in einer Region angesiedelt, in der der Kauf nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch des Könnens ist, doch in technischer Hinsicht ist bereits der Pioneer-Erstling auf dem europäischen Markt ein hervorragendes Gerät. Vor allem die vielfältigen Einstellmöglichkeiten sind ein großes Plus dieses Recorders. Durch die präzise einstellbare Videobitrate lässt sich die Aufnahmedauer und Qualität genauer optimieren als bei jedem anderen bislang in Europa erhältlichen DVD-Recorder. Da der DVR-7000 auch bei niedrigeren Bitraten noch eine für TV-Aufnahmen brauchbare Bildqualität liefert, bietet sich auch auf den nur 4.7 GB großen Aufnahmemedien Platz für Aufnahmen von mehr als zwei Stunden“.

Yamaha AV-Verstärker DSP-AZ2, Mai 2002

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Yamaha DSP-AZ1

Edle Optik trifft auf geballte DSP-Power – das war beim Yamaha DSP-AZ2 schon im Mai 2002 der Fall. Hier ein Teil unseres Tests damals: 

„Der DSP-AZ1, der mit einer Leistung von 6 x 200 Watt (DIN Sinus) und 2 x 65 Watt für die Yamaha-typischen vorderen Effektkanäle die Nachfolge des erfolgreichen DSP-AX1 antritt, ist im Modelljahr 2002 der Top AV-Verstärker des Hauses Yamaha. Während in den USA selbst die Top-Modelle fast ausschließlich als Receiver aufgelegt werden, bedient Yamaha wieder traditionell den europäischen Markt mit einem reinen Verstärker, was Vertreter derjenigen Fraktion begrüßen, die der Meinung sind, dass ein zusätzlicher Tuner im Receiver nicht mehr als ein einfaches „Bonus Feature“ ist, das sich aber eher negativ auf die Klangreinheit auswirkt. 

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DTS 96/24

DTS-ES Matrix/Discrete 6.1 und DTS 96/24 decodiert der Yamaha-Topliner, für das Stereo-to-Surround-Aufpolieren von Musik-Aufnahmen sowie für alte Surround-Filme steht jetzt neben DTS Neo:6 auch Dolby Pro Logic II inklusive aller Einstellmöglichkeiten im Music Mode zur Verfügung. Auch die Videosektion im DSP-AZ1 zeigt sich up to date: Der Video-Frequenzgang der insgesamt 3 YUV-Komponenten-Video-Anschlüsse wurde von 20 MHz auf 100 MHz erweitert und erlaubt somit in ferner Zukunft auch die Übertragung von HDTV-Signalen – sofern man diese irgendwann auch einmal in Europa aus irgendwelchen Quellen bekommen sollte. Auch ansonsten hat Yamaha nicht an der Ausstattung und der Hochwertigkeit der Baugruppen gespart: Neue, besonders hochwertige Yamaha DSP-Chips aus der hauseigenen Chipschmiede sollen eine Decodierung und DSP-Nachbearbeitung auf höchstem Niveau sicherstellen.

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Aufbau

Für künftige Software-Upgrades ist die RS232 Schnittstelle auf der Geräterückseite vorgesehen. Auch für kommende digitale hochauflösende Tonübertagung hat Yamaha vorgesorgt: Im Moment werden die hochauflösenden DVD Audio Formate 96 kHz/24-Bit Sechskanal und 192 kHz/24-Bit Zweikanal zwar noch von keinem DVD-Medium so unterstützt, dass sie digital ausgegeben werden können, trotzdem gewährleistet der DSP-AZ1 die Kompatibilität mit 192 kHz/24-Bit Digital Audio über den koaxialen Digitaleingang. Für eine qualitativ bestmögliche D/A-Wandlung sorgen neue Burr Brown 192 kHz/24-Bit Audio-DACs vom Typ 1704.

Damit bietet Yamaha ein Optimum an Wandlerperformance in dieser Preisklasse, und gerade im Musikbetrieb dürfte der DSP-AZ1 damit gut gerüstet sein für eine akkurate Wiedergabe. Weiterer Garant für ein verbessertes Leistungsprofil  ist der neue, massive Transformator mit geringer Impedanz und einer im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent gesteigerten Kapazität. Mit speziell entwickelten Netzfilter-Kondensatoren und einer 70 Mikron dicken Kupferfolie auf der Netzteilplatine beweist Yamaha, dass man mit viel Feintuning versucht, Gutes noch besser zu machen. Zu einer noch höheren Leistungsfähigkeit tragen auch die optimieren Kühlkörper bei, die Wärme effektiver als bisher ableiten sollen. 

Im Anhang zum Test gingen wir natürlich genauer auf die zahlreichen Cinema- und HiFi-DSP-Programme ein, die schon damals kennzeichnend für Yamaha AV-Verstärker und Receiver waren. 

Und das Fazit, was sagte das aus?

„Der Yamaha DSP-AZ1 ist ein bestens verarbeiteter, zeitgemäß ausgestatteter AV-Verstärker, der sich nirgendwo eine Schwäche leistet und mit einem gleichbleibend hohen Niveau in allen Teildisziplinen aufwarten kann. Damit ist der Verstärker bestens gerüstet, um das schwere Erbe des erfolgreichen Vorgängers mit einem nochmals deutlich verbesserten Leistungsprofil anzutreten. In Anbetracht des sehr fair kalkulierten Kaufpreises hat der DSP-AZ1 zudem mit seiner exzellenten Eignung zur Film- und Musiktonwiedergabe auch das Zeug zum echten Bestseller. Daher steht dem Yamaha auch unser Referenz-Prädikat zu, denn er bietet erstklassige Leistungen, ohne gleich das gesamte Konto des Käufers zu plündern. Wer noch mehr Performance will, wird dafür auch deutlich stärker zur Kasse gebeten“.

Grundig Tharus 38 LCD, getestet am 29. September 2002

Und nochmals Grundig – diesmal geht es um den Tharus 38 LCD aus 2002, getestet am 30. September. Ja, damals stecken Flat-TVs noch in den Kinderschuhen, und die Optik kommt uns heute wie aus einer anderen Welt vor.

Auszug aus dem Bericht damals: 

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Ja, so sah im Jahre 2002 ein LCD-TV aus

„Wer an ein Fernsehgerät denkt, hat in den meisten Fällen immer noch ein ausladendes Röhrengerät vor Augen, das mit seiner immensen Tiefe und seinem hohen Gewicht schon einige räumliche und praktische Nachteile mit sich bringt. Dafür entschädigen Röhrengeräte mit visuellen Eigenschaften auf hohem Niveau, zudem sind sie zu günstigen Preisen erhältlich. Nicht jeder aber möchte sich ein solches Gerät aufstellen, immer mehr bevorzugen ein schlankes, elegantes Design. Daher wird der Markt für Plasmaschirme größer, aber auch die Nachfrage nach attraktiven LCD-TVs wächst stetig. Ein optisch sehr gelungenes Gerät hat Grundig ohne Zweifel mit dem Tharus 38 LCD neu im Programm. Noch ist der LCD-Fernseher mit einer verhältnismäßig kleinen Bildschirmdiagonale von 38 cm und dem 4:3-Format ausgestattet, dies ist aber auch nur der „Erstling“, weitere, deutlich größere LCD-Geräte, selbstverständlich auch im beliebten 16:9-Format, folgen, so dass Grundig hier eine komplette Familie aufbaut. Nun wird sich mancher Heimkinofan fragen, wieso ein Fernseher mit einer so kleinen Diagonale hier zum Test antritt – Gründe dafür gibt es viele: Zum einen betrieb Grundig einen sehr hohen Aufwand, um einen LCD-TV herzustellen, der visuell mit Röhrengeräten mithalten kann – und dieser technische Aufwand wird bei den später erscheinenden größeren Geräten ebenso betrieben. Zum zweiten aber ist der LCD-Fernseher gerade in dieser Größe multifunktional einsetzbar, so als PC-Monitor (selbstverständlich verfügt der Tharus über einen VGA-Eingang, er schafft maximal die XGA-Auflösung mit 1024 x 768/@85 Hz), oder als TV, den man schnell und problemlos überall hin mitnehmen kann, um auch z.B. im Ferienhaus, im Wohnmobil oder auf dem Boot Filmspass genießen zu können. Günstig ist das Vergnügen natürlich noch nicht, Grundig bietet drei Pakete auf dem deutschen Markt an: Nur der LCD-TV, selbstverständlich mit vollwertiger Grundig TV Fernbedienung, kommt auf 1800 EUR, für 1849 EUR erhält der Kunde zusätzlich zum Fernseher noch zwei Funkmodule mit einer Reichweite von 30 Metern“. 

Philips DVD-Video/SACD-Player DVD-963SA, November 2002

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Der edle Philips-Player war im November 2002 einer der Sterne am DVD-Spieler-Himmel und konnte neben DVDs auch SACDs wiedergeben. Hier Auszüge aus dem damaligen Bericht:

„Eine edle Metallfront, eine Ausgabemöglichkeit für Progressive Scan-Bildsignale, dazu noch ein integrierter Dolby Digital- und DTS-Decoder – dies sind die Merkmale des Philips DVD-963SA, der in silberner Ausführung zu einem Preis von 599 EUR angeboten wird. Bezüglich der technischen Ausstattung bietet Philips eine Menge, so beispielsweise 108 MHz/13-Bit Video-Upsampling, das Philips-eigene System Crystal Clear Pro und den Faroudja DCDi Chip für die Progressive Scan-Signalverarbeitung. Dieser Chip wurde noch durch einen ebenfalls von Faroudja beigesteuerten Deinterlacer ergänzt, so dass jede Art von Film- oder Videomaterial bezüglich der Progressive Sacn-Bearbeitung optimal aufbereitet wird. Die Folge: Der Player optimiert permanent das Bild, befreit es von unerwünschten Digitaleffekten, bringt noch feinere Detailschärfe und beseitigt Kantenflimmern durch pixelgenaue Interpolation, was laut Philips für saubere Bilder von natürlicher Brillanz sorgen soll“.

Panasonic Plasma KIT-TH37PW5EX, Januar 2003

37 Zoll und 480er Auflösung, dafür sündhaft teuer: das war die Plasma-Situation Anfang 2003. Panasonic war einer der führenden Anbietet und gab diese Rolle bis zum Plasma-Ende vor einigen Jahren nicht mehr ab. Die Plasmas wurden in Japan von Panasonic selbst gefertigt, man war sehr stolz auf die Panel-Technologie. Hier Auszüge aus dem damaligen Bericht:

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„Plasma-Bildschirme werden immer beliebter – dass dies trotz der noch immer extrem hohen Preis so ist, liegt an zwei Faktoren: Wie bereits unser Test des 50 Zoll-Pioneer-Plasma PHP-505HDE gezeigt hat, sind manche der teuren Displays inzwischen in der Lage, eine Bildqualität zu bieten, die zusammen mit dem flachen Design und der damit verbundenen platzsparenden, eleganten Erscheinung die nicht leicht verdaulichen Preise entsprechend rechtfertigt.

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Mediabox

Zum zweiten bieten verschiedene Plasma-Sets – Set wegen der Verbindung aus dem Plasma-Panel an sich und einer zusätzlichen Media-Einheit, die z.B. den TV-Tuner und das Anschlussterminal bereit hält, inzwischen auch eine erfreulich hohe Zukunftssicherheit, so beispielweise die Verarbeitung vieler Bildsignal-Standards.

All diese genannten Punkte sind auch Kennzeichen des bei uns zum Test angetretenen Panasonic Plasma-Ensembles, das auf den komplizierten Namen KIT-TH37PW5EX hört und, laut Listenpreis, die nicht unerhebliche Summe von 6499 EUR kostet. Das Set besteht aus dem Plasma-Bildschirm TH-37PW5EX (37 Zoll/94 cm Bilddiagonale) inklusive Lautsprecher TY-SP37P5W-S, dem Sockel TY-ST05-S (zur Aufstellung auf einem Tisch/Regal/Sideboard o.ä.), TV-Tuner TU-PT600E (unten im Bild) und Videoboard TY-37TM5H. Das Videoboard muss hinten in einen dafür vorgesehenen Schacht im Plasma-Display geschoben werden, damit das Panel die Befehle der TV-Tuner-/Media-Einheit verarbeiten kann. Wer das Plasma anderwärtig und nicht zum TV bzw. DVD schauen nutzen möchte, kann wahlweise auch andere Karten in das Display einführen. Panasonic hat hier beispielsweise ein RCA-Terminal-Board oder ein Scart-/Komponenten-Terminal-Board im Programm“.

Unser Fazit damals machte den Aufbruch in ein neues TV-Zeitalter deutlich: 

„Das Panasonic-Plasma-Set ist, obwohl im Vergleich mit anderen Offerten deutlich günstiger, immer noch extrem teuer – dies ist aber auch der einzige Vorwurf, den man dem ansonsten brillanten Gerät machen kann. Die Bilddiagonale ist nicht übertrieben groß, für die meisten Einsatzzwecke in der Praxis jedoch reicht das Gebotene bestens aus. Und: Zwar ist dieses Plasma das von der Diagonale her kleinste im Panasonic-Programm, trotzdem aber hat man nicht an einer hervorragenden Ausstattung gespart: Der in diesem Paket enthaltene Media-Receiver bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten, dazu gibt es ein breites Angebot an Komfort- und Zusatzfunktionen. Wir würden uns nur noch wünschen, dass auch die Media-Einheit noch zusätzliche Einstellmöglichkeiten für die Bildgeometrie mit auf den Weg bekommen würde. Die Bildqualität ist hervorragend, auch im TV-Betrieb ist das Bild brillant, das DVD-Bild besticht durch Harmonie und Klarheit sowie die natürliche Bildschärfe. Den exzellenten Eindruck rundet die gelungene Verarbeitung und die insgesamt leicht verständliche und gut durchdachte Benutzeroberfläche ab“. 

Onkyo TX-DS989 Upgrade 2, im August 2003

Onkyo lieferte schon im Jahre 2003 herausragende AV-Receiver. Die Fusion mit Pioneer war noch in weiter Ferne, ein THX Ultra 2-Zertifikat und ein hochwertiger Aufbau konnten aber damals schon für Furore sorgen. 

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TX-DS989 Upgrade 2

Hier ein Auszug aus dem Test:

„Für 4499 EUR erhält man Onkyos Topmodell des AV-Receiver-Line-Ups – den TX-DS989. Dass es dieses Gerät bereits seit geraumer Zeit gibt, ist absolut korrekt – nicht korrekt aber ist die damit verbundene Vermutung, vielleicht sei der in schwarzer oder silberner Version lieferbare Bolide technisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Bereits zum zweiten Mal wurde der 989er mit einem umfangreichen Update versehen, daher lautet die genaue Bezeichnung des aktuellen Modells auch TX-DS989upg2.

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Rückansicht

Nach der jüngsten Überarbeitung kann das Onkyo-Spitzenmodell nun alles, was ein AV-Receiver auch für sehr anspruchsvolle Heimkino- und Mehrkanal-Musik-Liebhaber können muss. So erfüllt er die strengen Richtlinien für den Erhalt des THX Ultra 2-Zertifikats, ebenso wird neben THX Surround EX, Dolby Digital 5.1 EX und DTS ES Matrix/Discrete 6.1 auch DTS 96/24 decodiert. An Surround-Aufpolierern stehen DTS Neo:6 und Dolby Pro Logic 2 (mit allen Einstellmöglichkeiten im Music Mode) zur Verfügung. Mit zur erstklassigen Ausstattung zählen auch umfangreiche Parameter zur Justage der einzelnen Hörmodi, verschiedene DSP-Programme und nützliche Zusatzfeatures“.

Hat das auch etwas gebracht? Das Fazit sah folgendermaßen aus:

„Der Onkyo TX-DS989upg2 erreicht bei uns in der High-End-Klasse ein sehr respektables Ergebnis. Obwohl in seiner Grundkonzeption schon eine längere Zeit auf dem Markt, schaffte es Onkyo geschickt, durch umfassende „Faceliftings“ von der Ausstattung und Technik her auf Top-Niveau zu halten. Nach wie vor ist das Spitzenmodell der japanischen Surround-Pioniere auch sehr reizvoll – und zwar aus vielen Gründen: Schon von der Optik her ist der TX-DS989upg2 sehr gelungen, er repräsentiert durch seine imposanten Gehäuseabmessungen eindeutig, dass er der AV-Receiver-Luxusklasse zugehörig ist. Gleichzeitig aber strahlt sein Design genau das Maß an wohnraumkompatibler, zeitloser Eleganz aus, das dafür sorgt, dass auch die Ehefrau oder Freundin sich optisch gern mit dem Gerät anfreundet. Feine Details wie das großflächige DOT Matrix-Display und die praktisch geräuschlos heruntergleitende Klappe auf der Gerätevorderseite sorgen für einen hervorragenden Eindruck auch auf den zweiten Blick. Akustisch fällt es ebenfalls leicht, sich mit Onkyos Topliner anzufreunden. So ist sein Klang bestens ausgewogen, einerseits höchst dynamisch und antrittsstark, andererseits aber auch voller Detailreichtum“.

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TX-NR5000E

Gut, mancher neuere Konkurrent war noch eine Idee faszinierender, aber später schlug Onkyo alle: Mit dem TX-NR5000E, den wir 2005 getestet haben. 

Die ersten Jahre

Damals, so unsere subjektive Meinung, was es viel aufregender und spannender als heute. Vielleicht lag es auch daran, dass wir damals jeden Tag extrem viel dazulernten und die Komponenten noch eine besondere Faszination ausübten? Nein, das kann es nicht nur gewesen sein. Enorme Hochwertigkeit, eine konsequente Ausrichtung auf anspruchsvolle Anwender, alles war irgendwie fesselnder, gerade bei AV-Verstärkern/Receivern. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 03. April 2018

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