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REVIEW: „World War Z“ (Blu-ray Disc/Blu-ray 3D)


World War Z Blu-ray 3D

Original: World War Z

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 116 / 123 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1, Deutsch
  • DTS HD MA 7.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 07.11.2013

Film

Gerry Lane (Brad Pitt) wird zusammen mit seiner Familie in Philadelphia Zeuge des Ausbruchs einer Zombie-Epidemie. Der ehemalige UN-Mitarbeiter mit Erfahrung in Krisengebieten kann sich mit Frau und Kindern auf ein Schiff der US-Navy retten und wird gebeten, den für die Epidemie verantwortlichen Virus zu finden, um ein Gegenmittel zu entwickeln. Lane macht sich zu einer Militärbasis in Südkorea auf, wo der erste „Zombie“-Ausbruch berichtet wurde….

„World War Z“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Max Brooks, der in Deutschland unter dem Titel: „Operation Zombie: Wer länger lebt, ist später tot“ erschienen ist. Brad Pitt ist nicht gerade der erste Name, an den man beim Thema „Zombies“ denkt, aber er hat sich bereits frühzeitig die Film-Rechte gesichert und den Film auch mitproduziert. Das Buch ist im Stile einer Reihe von fiktiven Augenzeugenberichten und Interviews geschrieben, so dass für den Film erst eine richtige Handlung entwickelt werden musste, die nur recht lose mit dem Inhalt des Buchs verbunden ist.

„World War Z“ ist vor allem ein Film für Leute, die sich normalerweise keine Zombie-Filme anschauen und dürfte für die eigentlichen Fans des Genres recht wenig Mehrwert bieten. Zugunsten des amerikanischen PG 13-Ratings hat Regisseur Marc Forster den Film sehr blutarm inszeniert und selbst dem bloßen Anblick der Zombies weicht die Kamera gerade am Anfang durch schnelle Schwenks und Schnitte immer wieder aus. Sogar die FSK 16-Fassung weckt eigentlich falsche Erwartungen, denn insgesamt ist der Film noch zahmer als Peter Jacksons bereits ab 12 Jahren freigegebener „Hobbit“.

Am Anfang ist „World War Z“ vor allem ein Familiendrama und lässt aus der Perspektive von Brad Pitts Film-Familie den Zuschauer hautnah erleben, wie es ungefähr aussehen dürfte, wenn ganz unerwartet eine Horde Untoter eine Großstadt aufmischt. Daraus entwickelt sich dann eine Thriller-Geschichte, die Brad Pitt aus den USA nach Südkorea, Israel und Wales verschlägt. Dabei bietet der Film eine gute Balance zwischen Story und splatterfreier Action. Sobald Brad Pitt in Wales „aufschlägt“ verliert der Film allerdings deutlich an Tempo und Spannung. Zwar bekommt man in den dann folgenden ruhigeren Szenen mit längeren Schnitten etwas mehr von den Zombies zu sehen. Doch das letzte Drittel und der ausbleibende große Showdown sind trotz der Überraschung, die am Ende die Lösung herbeizaubert, etwas zu zäh inszeniert worden und lassen einen runden Abschluss der Geschichte vermissen.

Der in 2D auf einer eigenen Disc präsentierte „Extended Action Cut“ von „World War Z“ ist insgesamt rund sieben Minuten länger als die Kinofassung und verlängert die in der Kinofassung teilweise sehr knapp geschnittenen Action-Sequenzen um längere, zusätzliche und leicht veränderte Szenen. Dadurch kann man „World War Z“ schon etwas mehr als Horror-Film ernst zu nehmen. Wahnsinnig blutiger werden die Zombie-Szenen dadurch allerdings nicht weswegen es auch nicht wundert, dass die Altersfreigabe unverändert bei 16 Jahren liegt.

 

Bild  83 %

Das Digital-Master ist sehr sauber aber nicht sonderlich scharf. Richtig detailliert erscheinen vornehmlich Nahaufnahmen. Ansonsten wirkt das Bild etwas weichgezeichnet und zeigt stellenweise auch einen leichten Halo-Effekt. Das Bild ist überwiegend sehr dunkel. Selbst Tageslichtaufnahmen zeigen nur recht wenig Kontrast und in dunklen Bildbereichen fehlt es etwas an Feinzeichnung. Die blaugrün-orange getönten Farben wirken zumeist recht ausgewaschen. Die Kompression lässt keine Störungen erkennen.

„World War Z“ wurde nicht in 3D gedreht sondern erst nachträglich konvertiert. Trotzdem bietet der Film eine erstaunlich räumliche Optik ohne übertriebene Show-Effekte. Die 3D-Darstellung ist vor allem in der Tiefe recht gelungen und wirkt auch recht realistisch. Vor allem die Szenen in Städten, langen Fluren und mit großen Menschenmassen kommen in 3D gut zur Geltung. In den Vordergrund drängt sich das Bild aber nicht.

 

Ton  82 %

Der Mehrkanalmix lebt vor allem von dem düsteren Music Score, der die Handlung immer dramatisch begleitet. Insbesondere der 7.1-Mix bietet einen sehr weiträumigen Sound. Ansonsten gibt es nur von Zeit zu Zeit etwas deutlichere Surround-Effekte. Klanglich überzeugt der Sound-Mix vor allem durch die satte Basswiedergabe, ist im Hochtonbereich aber nicht ganz so brillant.

 

Special Features

  • Der Ursprung
  • Blick auf die Wissenschaft
  • WWZ: Die Produktion – Ausbruch, Die Reise beginnt, Hinter der Mauer, Tarnung


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