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REVIEW: "Wonder Woman" (Ultra HD Blu-ray)

Original: Wonder Woman

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 141 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Englisch, Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 02.11.2017

Film

Die Amazonenprinzessin Diana (Gal Gadot) wächst inmitten von Frauen in einem Inselparadies auf. Doch als während des Ersten Weltkriegs der Pilot Steve Trevor (Chris Pine) mit seinem Flugzeug vor der Küste der Insel abstürzt, muss sie feststellen, dass ausserhalb ihrer Heimat die Welt in großer Gefahr ist ...

Nachdem Gal Gadot bereits in "Batman v Superman: Dawn of Justice" einen kurzen Auftritt als "Wonder Woman" hatte,  erzählt der erste Solo-Film die Anfänge der Superheldin, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs für Frieden sorgen will.

"Wonder Woman" ist der erste große Kinofilm für die Regisseurin Patty Jankins, die nach ihrem Kino-Debüt "Monster" (2003) in den letzten Jahren vor allem fürs Fernsehen tätig war.

Im Unterschied zu Zack Snyders trashig-überzeichneten "Batman v Superman: Dawn of Justice" wirkt "Wonder Woman" trotz der in der Vergangenheit angesiedelten Handlung weitaus näher an der wirklichen Welt und erzählt eine alternative Geschichte des Ersten Weltkriegs, die die Comic-Elemente mit der Realität recht geschickt verbindet. Die Handlung ist zwar nicht ganz so vielschichtig und abwechslungsreich wie Christopher Nolans "The Dark Knight"-Trilogie, aber dafür gerät die zur Kämpferin erzogene Diana immer wieder in amüsante Konflikte, wenn sie in der noch ziemlich männlich dominierten Frühzeit des 20. Jahrhunderts ihren Willen durchsetzen will und ihr niemand auch so recht Glauben schenken mag, wenn Sie das Werk des Kriegsgottes Ares als Wurzel allen Übels vermutet.

Leider kommt auch "Wonder Woman" nicht ganz ohne aufgeblasene Action-Szenen mit viel CGI-Technik aus, die trotz des eleganten Stils auch immer wieder unfreiwillig komisch wirken, wenn die Tricks der Digitaltechnik doch zu offensichtlich zu erkennen sind. Dafür bekommt Patty Jenkins es aber immer wieder wunderbar hin, Gal Gadot mit wehendem Haar zur heroischen Ikone mit weichem Herz zu stilisieren, die Chris Pine ziemlich eindeutig in die zweite Reihe platziert, der in seiner Rolle nur wie ein blasses Abziehbild von Captain Kirk aus den neuen "Star Trek"-Filmen wirkt.

 

Bild 84 %

"Wonder Woman" wurde sowohl auf klassischem Film als auch mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. Im Rahmen der Postproduktion wurde ein 2k Digital Intermediate erstellt. Das Master zeigt relativ viel Rauschen, welches im Vergleich zur Blu-ray Disc aber nicht auffälliger erscheint. Der etwas überdrehte Kontrast sorgt dank HDR auf der Ultra HD Blu-ray für einen dynamischeren Bildeindruck. Obwohl HDR nur vergleichsweise dezent zum Einsatz kommt, entsteht ein etwas plastischerer Bildeindruck. Helle Bildbereiche wie z.B. der Himmel wirken aber auch auf der Ultra HD Blu-ray oft etwas zu grell. Die Feinzeichnung dunkler Bildbereiche ist wie bereits bei der Blu-ray Disc ziemlich gut. Der Bildeindruck wird stark durch das digitale Grading geprägt, welches viele gelb-grünliche Filter einsetzt. Das wirkt auf der Ultra HD Blu-ray wesentlich ausbalancierter als auf der Blu-ray Disc und der erweiterte REC.2020-Farbraum sorgt auch für ein breiteres, nicht ganz so gemalt wirkendes Farbspektrum.

Die Bildschärfe ist gut und stellenweise auch sehr gut. Auch wenn die Bildschärfe nicht an natives 4k-Niveau herankommt, wirkt das Bild an einzelnen Stellen oft detaillierter als auf der Blu-ray Disc und im Zusammenspiel mit dem plastischeren HDR-Look, der auch das Rauschen etwas weniger auffällig erscheinen lässt, wird der Film auf Ultra HD Blu-ray insgesamt in besserer Qualität präsentiert.

 

Ton 86 %

Warner nutzt auf der Ultra HD Blu-ray sowohl für die englische Originalfassung als auch die deutsche Synchronisation Dolby TrueHD als Basis für die beiden objektbasierten Dolby Atmos-Tonspuren ein.

Der Surround-Mix sorgt mit seinem Music Score für eine weiträumige Klangkulisse und nutzt vor allem in den dramatischen Szenen den objektbasierten Dolby Atmos-Sound für Effekte mit räumlichen Klangverläufen und vielen kleinen Sound-Elementen. Die Deckenkanäle spielen sich in diesem breiten Klangfeld mit raumfüllendem 360 Grad-Sound aber nur vereinzelt besonders auffällig in den Vordergrund. Die Klangqualität überzeugt durch satte Bässe und saubere Höhen.

 

Special Features

  • Epilog: Ettas Mission
  • Die Entstehung von "Wonder Woman"
  • Die Vision der Regisseurin
  • Die Amazonen in Wonder Woman
  • Die drei großen Legenden
  • Hinter den Kulissen
  • Die Bedeutung von "Wonder Woman"
  • Erweiterte Szenen
  • Alternative Szene: Weg ins Niemandsland
  • Verpatzte Szenen

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