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REVIEW: "Transformers: Ära des Untergangs" (Ultra HD Blu-ray)

Original: Transformers: Age of Extinction

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 165 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1, Deutsch
  • Dolby True HD 7.1, Englisch (Dolby Atmos)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 30.11.2017

Film

"Transformers: Ära des Untergangs" ist der vierte Teil von Michael Bays Mega-Blockbuster-Reihe und der erste "Transformers"-Film ohne Shia LaBeouf. Dessen Part übernimmt jetzt Mark Wahlberg in der Rolle des erfolglosen Erfinders Cade Yeager, der fünf Jahre nach der "Schlacht von Chicago" einen alten Truck erwirbt, der sich als Optimus Prime entpuppt und von Yeager auf seiner Farm wieder auf Vordermann gebracht wird. Da die CIA Jagd auf die letzten verbleibenden Transformer macht, rückt schon nach kurzer Zeit eine Elite-Einheit an, die Yeager und Optimus Prime zur Flucht zwingt. Zusammen mit den verbleibenden Autobots kommen Sie einem geheimen Forschungsprojekt des Unternehmers Joshua Joyce (Stanley Tucci) auf die Spur, der in seiner Firma KSI eine eigene Transformers-Armee erschaffen will ...

Größer, schneller, lauter. Diesem Evolutionsprinzip bleibt Michael Bay auch im vierten Teil seiner Transformers-Reihe treu. Den Großteil der 165 Minuten besteht der Film aus wilden Roboterschlachten, die mit viel Detail den ganzen Bildschirm ausfüllen und im Blitztempo ablaufenden Verwandlungen der Transformer. Eine Actionszene jagt die nächste und die Sets sind immer von gigantischen Ausmaßen. "Transformers 4" bietet ein Tempo, welches die meisten Filme nicht einmal in ihren Trailern erreichen und weil sich Michael Bay mit den einzelnen Szenen auch nicht allzu lange aufhält, zeigt "Transformers 4" ständig etwas Neues und hält die Aufmerksamkeit des Zuschauers aufrecht. Dabei beschränkt sich der Film aber nicht auf reine CGI-Action: Ab und zu gibt es sogar noch ganz klassische Action-Szenen wie Verfolgungsjagden oder Action-Fights zu sehen. Mark Wahlberg erweist sich in seiner überzeichneten Rolle des erfolglosen und mindestens ebenso naiven Erfinders als sehr guter Ersatz für den nervig-obercoolen Shia LaBeouf. Yeagers übertriebene keusche Versuche, die Unschuld seines Hottie-Töchterchens zu bewahren, obwohl diese schon längst einem Rennfahrer verfallen ist, ziehen sich als einer der besten Running Gags durch den ganzen Film - obwohl es auch nicht wundern würde, wenn Michael Bay viele Sachen, die man als Zuschauer als komisch wahrnimmt sogar vollkommen ernst meint. Denn die meisten Figuren im Film wirken etwas überdreht.

Wer Michael Bays Roboterschlachten bereits in den drei vorherigen "Transformers"-Filmen nichts abgewinnen konnte, dürfte auch mit der "Ära des Untergangs" nicht zum Fan werden. Der Film ist ausschließlich auf die große Show getrimmt. Eine spannende Geschichte gibt es nicht zu erzählen, Dramatik wird durch Dauer-Action ersetzt und die knappen Dialoge werden auch nicht durch ständige Wiederholung interessanter. Auch das bekannte Ritual der "guten" Transformer, in schwafeligen Worten ihre weise Weltsicht zu verkünden, findet in "Transformers 4" wieder seinen Platz. Den US-Patriotismus hat Michael Bay diesmal aber auf nur wenige Symbolbilder wie schwenkende Flaggen reduziert. Dafür kommt China richtig gut weg, wo das letzte Drittel des Films spielt, weil dort zum Teil die Gelder zur Finanzierung des Films herkommen und man natürlich auch das potentielle Milliarden-Publikum Asiens im Visier hatte. Dabei gibt es neben einigem speziellen chinesischem Product Placement auch eine kräftige Anbiederung an die chinesische Regierung, wenn zum Schluss die (autonom regierten) Hong Kong-Chinesen ganz brav nach der Zentralregierung in Peking rufen, die mit Militärjets zur Hilfe eilen soll. Das etwas angehängt wirkende China-Kapitel trägt auch mit zur 165 Minuten-Überlänge von "Transformers: Ära des Untergangs" bei, der auch ruhig schon nach zwei Stunden hätte enden können, ohne dass man etwas vermissen würde.

 

Bild 87 %

"Transformers: Ära des Untergangs" wurde sowohl mit Filmkameras als auch mit digitalen RED-Kameras mit 6k-Auflösung gedreht und fürs Kino ein 2k Digital Intermediate produziert. Es gibt keine Informationen, dass die ersten vier Transformers-Filme für die Ultra HD Blu-ray-Veröffentlichung neu in 4k remastert wurden.

Der Kontrast bis zum Anschlag und die Farben knallig bunt. So präsentiert sich auch der vierte Transformers-Film. Die Farbpalette besteht im Wesentlichen aus Grün, Gelb-Orange oder Blau und der harte Kontrast verschluckt auch ab und zu ein paar Details in dunklen Bildbereichen. Trotzdem gelingt es der Ultra HD Blu-ray auf erstaunlich nuancierte Art und Weise noch mehr Bilddynamik als die Blu-ray Disc zu präsentieren und in vielen dunklen Szenen bleiben mehr Feinheiten erkennbar. Auch die Farben wirken im erweiterten BT.2020-Farbraum brillanter und realistischer.

"Transformers: Ära des Untergangs" zeigt eine mal mehr und mal weniger starke Körnigkeit und auch Farbrauschen kommt in einzelnen Szenen hinzu. Die Bildschàrfe ist trotz der vielen digitalen Effekte überwiegend sehr gut und im Vergleich zur Blu-ray Disc sind auf der Ultra HD Blu-ray auch noch etwas mehr Details zu erkennen.

 

Ton 94 %

"Transformers - Ära des Untergangs" war der erste Hollywood-Film, der in Deutschland mit Dolby Atmos-Tonspur auf Blu-ray Disc veröffentlicht wurde. Auch auf der Ultra HD Blu-ray gibt es den Dolby Atmos-Sound nur für die englische Originalfassung während die deutsche Synchro als Dolby Digital 5.1-Mix vorliegt. Gerade in den Action-Szenen kracht es von allen Seiten mit einer brachialen Dynamik sowie tiefen Bässen und immer wieder erlebt man sehr schöne Klangverläufe zwischen den einzelnen Kanälen. Leider ist das Sound-Design aber nur auf die dicke Show ausgelegt und weil es sich in erster Linie um künstliche Sound-Effekte handelt, entsteht nur selten eine richtige weiträumige Kulisse, die den Eindruck vermittelt, der Zuschauer wäre mitten im Geschehen.

 

Special Features

• Bay in Action
• Evolution Within Extinction
• Just Another Giant Effin' Movie
• A Spark of Design
• T.J. Miller: Farm Hippie
• Trailer und mehr


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