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REVIEW: "The Dark Knight Rises" (Ultra HD Blu-ray)

Original: The Dark Knight Rises

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 164 min.

Bildformat: 2,40:1 & 1,78:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch
  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 04.01.2018

Film

"The Dark Knight Rises" beginnt acht Jahre nach dem Ende von "The Dark Knight". Bruce Wayne lebt mittlerweile ziemlich zurückgezogen von der Außenwelt. Der "Batman" ist in Ungnade gefallen, da ihm der Tod des Staatsanwalts Harvey Dent angelastet wird. Die unfreiwillige Bekanntschaft mit einer Juwelendiebin bringt Wayne auf die Spur des Bösewichts Bane, der Gotham in seine Gewalt bringt und mit der Explosion einer Neutronenbombe droht...

Die Überlänge gibt dem Film Zeit für einen langsamen Einstieg in die Geschichte. Die Erzählweise ist für das heutige Kino, wo Blockbuster-Film-Konzepte oft nicht auf die besten Ideen sondern den größten Konsens zum Erreichen möglich vieler Zuschauer reduziert werden, sehr ungewöhnlich und eher typisch für epische TV-Serien. Mehrere parallele Handlungsstränge fügen sich langsam zu einer größeren Geschichte zusammen und ähnlich wie in "Batman Begins" vergeht einige Zeit, bis Christian Bale wieder in seinem dunklen Latexanzug zu sehen ist. Der Bösewicht Bane versteckt sein Gesicht hinter einer Maske auf dem Mund, die der Stimme im englischen Originalton einen dumpfen Klang verleiht. Da die Maske Gesichtsregungen weitgehend unkenntlich macht lebt diese Figur in erster Linie von ihrer eiskalten, monotonen Stimme, die ähnlich einprägsam ist wie die von "Darth Vader" in "Star Wars".

Christopher Nolan gelingt mit "The Dark Knight Rises" ein abwechslungsreicher Abschluss seiner Batman-Trilogie, der viele Themen aus den beiden vorherigen Filmen wieder aufgreift, miteinander verknüpft und neue Zusammenhänge herstellt. Dabei gibt es neben den bekannten Hauptfiguren aus den ersten beiden Filmen auch ein recht passend eingefädeltes Wiedersehen von Figuren, die man schon fast wieder aus dem Gedächtnis verloren hat und mit Anne Hathaway als "Catwoman" sowie Joseph Gordon-Levitt als eifrigem Cop zwei neue Rollen von herausgehobener Bedeutung. "The Dark Knight Rises" bietet für einen Actionfilm ungewöhnlich viel Dialog und ist über weite Strecken auch ohne Action am laufenden Band sehr spannend obwohl Bruce Wayne auch nicht durchgängig als cooler Held auftreten kann. Bane mag zwar als Bösewicht nicht so extrovertiert auftreten wie "Der Joker" in "The Dark Knight". Dafür ist er aber nicht einfach nur ein Schurke, der aus dem Nichts kommt, sondern dessen Hintergrundgeschichte eines der wichtigen Elemente des Films ist.

Das Szenario des Films wirkt noch düsterer als in den beiden Vorgängern. Die Actionszenen wurden geschickt in die Handlung integriert ohne dass sie einfach nur zur Show dienen. Selbst der Showdown des Films wirkt sehr klassisch inszeniert. Digitale Effekte nimmt man nur in sehr leichtem Maße war. Nur wenige neue Gadgets stehen Batman zur Verfügung - dafür sind diese aber um so effektiver.

Vor allem zum Ende bietet der Film einige Wendungen und Überraschungen. Nicht immer geht es dabei mit hundertprozentiger Logik zu aber es lohnt sich dennoch, bereits zuvor auch auf kleine Nebensächlichkeiten zu achten. Denn der Film bietet so einige Ereignisse, die erst im Rückblick ihre Relevanz erkennen lassen. Die vielen Twists sorgen dafür, dass "The Dark Knight Rises" bis zur letzten Minute recht spannend bleibt und recht geschickt die Frage über zukünftige "Batman"-Filme ins Ungewisse aber nicht Unmögliche verschiebt.

Da der Film um so besser funktioniert je weniger Vorwissen man über Handlung und Figuren in ihn hineinbringt, muss sich allerdings noch zeigen, ob "The Dark Knight Rises" es dem Zuschauer auch beim mehrmaligen Betrachten ermöglichen wird, dieses sich langsam zusammenfügende Puzzle immer wieder neu mit der gleichen Intensität zu erleben.

 

Bild 88 %

Auch das Finale von Christopher Nolans "The Dark Knight"-Trilogie zeigt auf Ultra HD Blu-ray ein wechselndes Bildseitenverhältnis von 2,35:1 und 1,78:1 für die im IMAX-Format gedrehten Szenen, die im Vergleich zu den etwas groß verrauschten 35 mm-Aufnahmen nur minimales Rauschen zeigen.

Die Blu-ray Disc von "The Dark Knight Rises" kam nicht ganz an das Referenz-Niveau von "The Dark Knight" heran sondern zeigte im Vergleich zum Vorgänger ein etwas kontrastärmeres Bild mit etwas schmutzigen und zu künstlich gefilterten Farben. Hier sorgt die Ultra HD Blu-ray für einen plastischeren Bildeindruck mit mehr Kontrast und einer dezenten HDR-Optik, die auch im Vergleich zu den "Batman Begins" und "The Dark Knight" Ultra HD Blu-rays wesentlich nuancierter die Helligkeit von Lichtquellen anhebt und so mit einzelnen Highlights für mehr Bilddynamik sorgt. Auch der meist gute Schwarzwert trägt mit zum plastischen Bildeindruck bei. In einzelnen Szenen wurde der Schwarzwert aber auch erhöht. Das kommt aber im Vergleich zu "The Dark Knight" wesentlich seltener vor.

Auch die Farbwiedergabe ist besser als bei der Blu-ray Disc. Die Farben wirken sauberer und weniger digital gefiltert. Und im Vergleich zu den ersten beiden Teilen kommt auf der "The Dark Knight Rises" Ultra HD Blu-ray auch der BT.2020-Farbraum etwas besser zur Geltung. Vor allem blaue und rote Neon-Farben wirken auf der Ultra HD Blu-ray sehr intensiv.

Die Bildschärfe kitzelt bereits bei den Cinemascope-Szenen etwas mehr Detail heraus als die Blu-ray Disc und die IMAX-Sequenzen sind oft auf 4k-Referenzniveau.

 

Ton 87 %

Der Music Score von Hans Zimmer ist wie bei den ersten beiden Teilen das prägendste Soundelement des Films und begleitet die Handlung nahezu ununterbrochen mit einem sehr weiträumigen Klang. Die Surround-Kanäle werden sehr intensiv genutzt und auch klanglich bietet "The Dark Knight Rises" eine überzeugende Performance. Die auch in den Actionszenen sehr lautstarke Musik lässt Effekte etwas in den Hintergrund treten und erschwert stellenweise auch die Verständlichkeit der Stimme von Bane in der Originalfassung. Die deutsche Version mit den Synchro-typisch etwas lauteren Stimmen bietet hingegen eine voluminösere Dialogwiedergabe und somit weniger Verständnisprobleme.

 

Special Features

  • DAS BATMOBIL
  • DAS ENDE DES DARK KNIGHT – Ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen
  • Die Produktion
    Der Prolog - Entführung in schwindelerregender Höhe
    Rückkehr zur Bat-Höhle
    Gothams Untergrund
    Die Fledermaus
    Batman vs. Bane
    Das Waffenarsenal
    Verwüstung am Spieltag
    Zerstörung einer Straße
    Das Gefängnis
    Der Jubel
    Der Krieg an der Wall Street
    Wettrennen zum Reaktor
  • Die Charaktere
    Die Reise des Bruce Wayne
    Gothams Abrechnung
    „Man muss ja schließlich essen“
  •  Rückblicke
    Licht und Schatten im großen Format
    Das Ende einer Legende
  • TRAILER
  • GALERIE: Das Design der Werbekampagne

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