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REVIEW: „Star Trek Beyond“ (Blu-ray 3D)

Star Trek Beyond Blu-ray 3D

Original: Star Trek Beyond

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 122 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1 (Deutsch u.a.)
  • Dolby Atmos (Englisch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 01.12.2016

Film

In „Star Trek Beyond“ gerät die Crew der Enterprise im Rahmen einer Rettungsmission in eine Falle und wird von einer unbekannten Macht angegriffen. Die Untertassensektion stürzt auf einem fremden Planeten herab. Zwar kann sich ein Teil der Crew mit Rettungskapseln in Sicherheit bringen, wird jedoch voneinander getrennt. Captain Kirk und ein Teil der Mannschaft nehmen den Kampf gegen einen Gegner auf, der über eine übermächtige Waffe verfügt, die die gesamte Sternenflotte bedroht …

Nach J.J. Abrams zwei Star Trek-Filmen in der neuen Zeitlinie übernahm Justin Lin die Regie für das nächste „Star Trek“-Abenteuer. Der wurde vor allem durch seine Filme der „Fast & Furious“-Reihe bekannt, zeigt aber mit „Star Trek Beyond“, dass er noch weitaus mehr kann. Mit Hilfe eines Drehbuchs, für das sich Simon Pegg (Scotty) zu einem Großteil verantwortlich zeigte, bringt „Star Trek Beyond“ das Entdeckertum der alten „Star Trek“-Filme wieder etwas zurück ohne auf die Action zu verzichten.

Die Story ist recht wendungsreich und bietet auch einige Überraschungen. Das sorgt für viel Abwechslung solange man ignorieren kann, dass selbst für Star Trek-Maßstäbe viel Unsinn passiert und die Handlung auch sehr konstruiert wirkt . Aber wenigstens bemüht sich „Star Trek Beyond“ etwas mehr um den Abenteuergeist und das Geheimnisvolle, was bei den früheren Filmen oft sogar im Mittelpunkt der Handlung stand aber gerade bei den beiden Abrahams-Filmen nur noch eine geringe Bedeutung hatte.

Bei „Star Trek Beyond“ hat man es zwar im Kern vor allem mit einer rasanten Action-Geschichte zu tun, aber so nebenbei gibt es deutlich mehr typische Star Trek-Momente, die auch das Miteinander der Crew thematisieren. Einige der Überraschungen, die „Star Trek Beyond“ bietet, dürften bei Hardcore-Trekkies aber nicht nur auf Begeisterung stoßen, weil sie nur sehr wenig mit dem bekannten Roddenberry-Universum gemein haben. „Star Trek Beyond“ scheint sich ohnehin weniger die Klassiker als vor allem die Marvel-Filme mit ihren vielen Action-Fights als Maßstab zu nehmen. Trotzdem ist dies aber wieder wenigstens ein „Star Trek“-Film, der den Namen nicht nur als Label verwendet sondern sich zumindest etwas darum bemüht, wieder mehr von den klassischen Themen zurück zu bringen.

Optisch folgt auch „Star Trek Beyond“ dem düsteren Stil der beiden J.J. Abrams-Filme. Während sich die früheren Abenteuer neben der optimistischen Zukunftsvision auch optisch durch plastische Bilder mit kräftigen Farben auszeichneten, wirkt „Star Trek Beyond“ im „Teal/Orange“-Look wieder sehr rauh und schmutzig. Das ist auch deswegen bedauerlich, weil der Film auch eine ganze Menge wirklich gut gelungener Special Effects zu bieten hat, die mit einer plastischeren Optik noch weitaus besser hätten zur Geltung kommen können.

 

Bild 81 %

“Star Trek Beyond” wurde mit digitalen RED und ARRI-Kameras in 6k und 3.4k-Auflösung gedreht. Dabei fällt vor allem positiv auf, wie sauber das Bild in fast jeder Szene erscheint. Rauschen gibt es auch in dunklen Bildbereiche kaum zu sehen. Die Blu-ray Disc zeigt einen nicht übermäßig plastisch wirkenden Kontrast. In vielen Momenten wirkt das Bild auch ein wenig zu dunkel. Das gilt vor allem für die Innenaufnahmen. Teilweise sieht man auch einen erhöhten Schwarzwert, der diesen Mangel an Detail in dunklen Bildbereichen anscheinend etwas ausgleichen soll. Die Farben haben auch einen leicht schmutzigen Look, wirken aber zumindest bei den Innenaufnahmen noch recht neutral. Die Außenaufnahmen auf dem Havarie-Planeten werden hingegen von einer stark künstlichen Teal/Orange-Optik dominiert. Die Bildschärfe ist auf Top-Niveau. Jedes kleine Detail wird scharf dargestellt und selbst in Hintergründen kann man oft Feinheiten mit hoher Schärfe erkennen.

 

3D 81 %

“Star Trek Beyond” wurde von 2D in 3D konvertiert und bietet in 3D einen Zugewinn an plastischer Tiefe. Ebenen grenzen sich besser voneinander ab und die räumliche Darstellung wirkt auch überwiegend sehr realistisch. Allerdings sorgen die vielen dunklen Momente des Films auch dafür, dass die 3D-Optik oft auch nur ganz schwach ausgeprägt ist und man schon genau hinsehen muss, um überhaupt einen Unterschied festzustellen. Zudem wird der Bildvordergrund des Films kaum ausgenutzt und die räumliche Darstellung macht sich in erster Linie in der Abgrenzung vor dem Hintergrund der Kulissen bemerkbar. Am besten kommt die 3D-Optik in Szenen mit viel Bewegung durch Geltung, die noch eine zusätzliche Dynamik erzeugt.

 

Ton (Englisch) 88 %

Ton (Deutsch) 85 %

“Star Trek Beyond” ist mit einer englischen Dolby Atmos-Tonspur ausgestattet während die deutsche Synchronisation lediglich über einen klassischen Dolby Digital-Mehrkanalmix verfügt. Die Abmischung bietet eine gute Atmosphäre und viele kleine Soundeffekte, die sehr räumlich von allen Seiten erklingen. Hier profitiert vor allem der objektbasierte Dolby Atmos-Mix durch die vielen schönen Klangverläufe durch den ganzen Raum, die einen weiten 360 Grad-Sound bieten. Der Surround-Mix macht nicht durchgängig starken Druck, entfaltet in den Action-Szenen aber immer wieder hohe Dynamikreserven. Vor allem die Feindynamik der vielen Soundeffekte kann begeistern. Hier ist der deutsche Surround-Mix im Vergleich etwas zahmer. Die Dolby Atmos-Deckeneffekte sind gut in die Handlung integriert ohne sich dabei besonders in den Vordergrund zu spielen. Oft sind es auch nur sehr kurze Soundeffekte, die von den zusätzlichen Dolby Atmos-Kanälen Gebrauch machen.

 

Special Features

– Entfernte Szenen
– Jenseits der Dunkelheit
– Enterprise-Angriff: Zerstörung einer Ikone
– Durch die Wüste ziehen: Am Set in Dubai
– Lang und in Frieden leben: 50 Jahre „Star Trek“
– Für Leonard und Anton


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