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REVIEW: „Split“ (Ultra HD Blu-ray)

Split Ultra HD Blu-ray

Original: Split

Anbieter: Universal Pictures Video

Laufzeit: ca. 117 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 (Englisch)
  • DTS 5.1 (Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 08.06.2017

Film

Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) leidet unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung mit 23 verschiedenen Persönlichkeiten in seinem Kopf. Kevin hat seine verschiedenen Persönlichkeiten nach Ansicht seiner Psychaterin scheinbar recht gut unter Kontrolle. Doch dieser Eindruck täuscht und als Kevin drei junge Mädchen entführt, wartet eine weitere, noch viel machtvollere Persönlichkeit darauf, hervorzubrechen und alle anderen Persönlichkeiten zu dominieren …

M. Night Shyamalan gehen die schrägen Film-Ideen weiterhin nicht aus und auch „Split“ folgt wieder dem typischen Shyamalan-Muster mit einer Überraschung, die den Film etwas auf den Kopf stellt. Aber leider ist eine gute Idee noch nicht automatisch die Garantie für einen guten Film und so gelingt es Shyamalan wieder einmal nur ansatzweise, den Zuschauer spannend zu unterhalten, bis er endlich den Vorgang fallen lässt. James McAvoys Darstellung der verschiedenen Persönlichkeiten ist zwar recht gelungen, aber selbst die zahlreichen dramatischen Momente des Films inszeniert Shyamalan oft in etwas langatmigen Szenen, denen es immer etwas an Tempo, Dramatik und oft auch Logik fehlt. Und wie bereits bei „The Sixth Sense“ ist auch bei „Split“ ziemlich die Luft raus, sobald man den Film einmal gesehen hat und den einzig richtigen „Wow“-Moment (der nichts mit dem Rest des Film zu tun hat) bekommt der Zuschauer erst in den letzten Sekunden präsentiert.

 

Bild 88 %

„Split“ wurde mit Arri Alexa-Kameras mit 2.8k-Auflösung gedreht. Die Auflösung des Digital Intermediates beträgt allerdings nur 2k. Das Master ist recht sauber, zeigt aber bei genauem Hinsehen dennoch ein feines Rauschen, welches etwas deutlicher als bei der Blu-ray Disc zu sehen ist.

Der Kontrast ist sehr hoch und sorgt für einen sehr plastischen Bildeindruck. Der HDR-Look wirkt sehr dynamisch und nutzt die zusätzlichen Helligkeitsreserven immer wieder sehr effektiv für einzelne besonders hell leuchtende Bildbereiche aus. Gleichzeitig bietet die Ultra HD Blu-ray einen sehr guten Schwarzwert und ausreichend Feinzeichnung dunkler Bildbereiche. „Split“ demonstriert sehr eindrucksvoll, wie HDR eingesetzt werden kann, um mehr Bilddynamik zu erzeugen, gleichzeitig aber einen sehr natürlichen Look zu erhalten.

Die Ultra HD Blu-ray weist nur ein minimales Color Grading auf und zeigt immer wieder sehr intensive Farben in natürlichen Tönen. Die einzelnen Abschnitte des Films sind farblich leicht unterschiedlich abgestimmt und der erweiterte REC.2020-Farbraum kommt dabei nur vereinzelt besonders deutlich zur Geltung.

Die Bildschärfe ist konstant auf sehr hohem Niveau und „Split“ zeigt viele Szenen mit hoher Kanten- und Detailschärfe. Die Ultra HD Blu-ray erreicht zwar kein natives 4k-Niveau, bietet aber zumindest geringfügig mehr Detailschärfe als die Blu-ray Disc.

Ton 83 %

Der Surround-Mix von „Split“ ist über weite Strecken sehr zurückhaltend und oft hört man bis auf die Dialoge überhaupt nichts aus den Lautsprechern. Von Zeit zu Zeit gibt es dann allerdings doch einige Übergänge und dramatische Szenen mit ziemlich schrägen Klängen, in denen Sound-Effekte recht dröhnend und weiträumig von allen Seiten erklingen. Gerade in der zweiten Hälfe wird es dann auch häufiger etwas lauter. Im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art werden Surround-Effekte aber nur recht zaghaft eingesetzt und auch der Music Score wird kaum dazu genutzt, die Atmosphäre des Films zu betonen.

 

Special Features

  • Alternatives Ende
  • Unveröffentlichte Szenen
  • Das Making-Of von Split
  • Die vielen Gesichter von James McAvoy
  • Aus der Sicht der Filmemachers: M. Night Shyamalan


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