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REVIEW: „Terminator – Die Erlösung“ (Blu-ray Disc)

Terminator 4 Blu-ray Disc

Original: Terminator – Salvation

Anbieter: Sony Pictures Entertainment

Laufzeit: ca. 118 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 30.11.2009

Film

Nach der Apokalypse und der Machtübernahme der Maschinen im Jahr 2018 ist Widerstandskämpfer John Connor (Christian Bale) der einzige Überlebende eines Kampfeinsatzes, bei dem er Hinweise auf einen neuen Terminator-Typus mit menschlicher Haut findet. Der geheimnisvolle Marcus Wright (Sam Worthington) taucht kurze Zeit später auf und trifft in Los Angeles auf den jungen Kyle Reese, der auf der Todesliste von Skynet gleich hinter John Connor auf Platz 2 steht. Damit Reese eines Tages in die Vergangenheit reisen und sein Vater werden kann, muss Connor ihn unbedingt finden und eine Schwachstelle im Skynet-System gibt Anlass zur Hoffnung, die Maschinen doch noch überlisten zu können …

Was hätte man alles in „Terminator – Die Erlösung“ machen und zeigen können. Nachdem in den ersten drei Filmen die Legenden um die von Skynet-Robotern bestimmte Welt der Zukunft geradezu mythenhaft gesponnen wurden und nur wenige Bilder diese apokalyptische Vision zeigten, hätte „Terminator 4“ der doch nach drei Teilen etwas routiniert gewordenen „Terminator“ Science-Fiction-Saga neues Leben einhauchen und die Zeitreise-Geschichte von einer anderen Seite zeigen können.

Doch unter der Regie von Joseph McGinty Nichol, der sich bevorzugt „McG“ nennt und Kinogängern vor allem durch seine hektisch-trashigen „3 Engel für Charlie“-Verfilmungen bekannt sein dürfte, wurde „Terminator – Die Erlösung“ ein atmosphärefreier Blockbuster, der von einer überladenen CGI Action-Sequenz zur nächsten springt, diese aber nur mit einer recht unspektakulären Story ohne viel Finesse und Abwechslung verbindet.

Die Darsteller wirken allesamt hölzern und selbst Christian Bale, der so grandios „Batman“ wiederbelebte, fällt in „Terminator – Die Erlösung“ eigentlich nur durch seine im englischen Original im Dauertiefton grummelnde Stimme auf.

McGs „Terminator 4“ ist ähnlich wie Jean-Pierre Jeunets „Alien – Die Wiedergeburt“ ein Film, der nur noch wenig mit dem gemeinsam hat, was die Vorgänger ausmachte und den man möglichst gerne wieder vergessen würde. Der einzige direkte Bezug zu den vorherigen Filmen ist eine Szene mit dem T-800-Terminator, in der nicht einmal Arnold Schwarzenegger selbst sondern nur eine animierte Version mit Schwarzeneggers Gesicht zu sehen ist. Ansonsten wirkt „Terminator – Die Erlösung“ wie ein austauschbarer Action-Film, der einfach nur das Label „Terminator“ angeheftet bekommen hat. Alles ist einfach nur farblos-düster. Sowohl die Kulissen als auch die Figuren wirken seelenlos und ohne den Charme und das Ambiente, den z.B. die „Mad Max“-Filme in einer ähnlich heruntergekommenen Welt entwickelten. Auch die Kameraführung und der Schnitt, mit denen Cameron gerade im ersten Terminator eine Menge Atmosphäre erzeugte, wirken in „Terminator – Die Erlösung“ einfach nur wie das Pflichtprogramm ohne Wiedererkennungswert.

Wer sich einfach nur von einem beliebigen Action-Spektakel unterhalten möchte, kommt bei „Terminator – Die Erlösung“ zwar durchaus auf seine Kosten – aber darüber hinaus bietet der Film leider nichts Besonderes.

 

 

Bild 87 %

Das Master wirkt sehr ausgewaschen und farblos. Das Bild sieht sehr glatt aus: Nur bei sehr genauem Blick ist eine recht weiche Körnigkeit zu erkennen. Das bisschen Farbe, welches vorhanden ist, wird meist durch sehr künstlich wirkende braun-grünliche Töne dominiert. Nichtsdestotrotz bietet der Film einen recht guten Kontrast mit guter plastischer Tiefe. Auch die Bildschärfe ist überwiegend sehr gut und zeigt in Nahaufnahmen sehr viel Detail. Die Kompression arbeitet meist sehr gut. In Szenen mit viel Bewegungsdynamik sind aber von Zeit zu Zeit leichte Unsauberkeiten zu entdecken, die ungleichmäßige Muster in die körnige Filmstruktur bringen – aber auch nur bei sehr peniblem Hinsehen auffallen.

 

 

Ton 88 %

„Terminator – Die Erlösung“ bietet einen Blockbuster-Surround-Mix mit vielen Effekten und druckvoller Dynamik. An Action-Szenen mit viel lautem Effektgewitter herrscht kein Mangel, welches imposant von allen Seiten erklingt. Direktionale Effekte gibt es in hoher Anzahl. Dabei macht der DTS HD-Mix im Bassbereich immer kräftig auf sich aufmerksam. Lediglich die etwas zurückhaltende Hochtonwiedergabe nimmt dem ansonsten wirklich hervorragenden Mix etwas die klangliche Brillanz.

 

Special Features

  • Die Zukunft neu erfinden: Set-Tour
  • Der Moto-Terminator: Das Visual Effects-Team und Ducati bei der Entwicklung des ebenso „Moto-Terminators“
  • Hydrobor
  • Eine Ikone kehrt zurück
  • Die Terminator-Fabrik
  • Napalm-Explosion
  • 11 Mini-Dokus über die Entstehung der Spezialeffekte


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