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REVIEW: „Planet der Affen: Revolution“ (Blu-ray Disc)

Planet der Affen Revolution Blu-ray DiscOriginal: Dawn of the Planet of The Apes

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 131 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS 5.1 Deutsch u.a.
  • DTS HD MA 7.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 05.12.2014

Film

Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Virus-Epidemie, die einen Großteil der Menschen getötet hat, lebt eine Gruppe Überlebender in einem abgesperrten Viertel von San Francisco. Die Treibstoffbestände gehen langsam zuneige und um die Stromversorgung auch in Zukunft zu sichern, soll ein altes Wasserkraftwerk ausserhalb der Stadt wieder reaktiviert werden. Doch dieses befindet sich in dem Gebiet, in das sich die Affen nach Ausbruch der Epidemie zurückgezogen haben. Eine kleines Expeditions-Team soll mit den Affen in Verhandlungen treten, um ungefährdet mit den Arbeiten beginnen zu können. Die erste Begegnung endet jedoch bereits mit einem tödlichen Zwischenfall, der auf beiden Seiten das gegenseitige Mißtrauen steigert ….

Im Unterschied zu „Planet der Affen – Prevolution“ dreht sich „Revolution“ mehr um die Affen im Wald als die wenigen überlebenden Menschen in San Francisco. Mit Hilfe des „Performance Capturing“ von Andy Serkis gelingt es, die Affen nicht nur mit digitaler Computertechnik mit viel optischem Detail zum Leben zu erwecken, sondern ihnen auch eine realistische Mimik und Gestik zu verschaffen. Einzelne Affen können die Menschen zwar verstehen, sprechen aber selbst nur wenige Worte und kommunzieren untereinander meist mit Zeichensprache.

Wie bereits der Vorgänger erzählt auch „Revolution“ eine recht umfangreiche Geschichte mit vielen Drama-Elementen. Der Film nutzt nur wenige Verweise auf den ersten Teil und ist auch deutlich vorhersehbarer. Die Geschichte der Epidemie wird nur ganz kurz im Vorspann erzählt und bis auf den drohenden Stromengpass erfährt man nur recht wenig über die Ereignisse und Lebensbedingungen nach dem Ende der Epidemie. Leider wird auch die interessante dystopische Kulisse San Franciscos nur begrenzt in die Handlung integriert.

Die menschlichen Darsteller wirken im Gegensatz zu den charakterstarken Affen-Figuren wie Cäsar nur wenig überzeugend. Hier bekommt man klischeehafte Bösewichte und im Expeditionsteam einen strahlenden Helden, eine Frau für Momente mit Einfühlungsvermögen und ein Kind für tolle Mensch/Affe-Szenen vorgesetzt, von denen keiner einen so bleibenden Eindruck wie die Darsteller aus dem ersten Teil hinterlässt. Vor allem die Rolle des übertrieben unberechenbaren Carver nervt und setzt „Planet der Affen: Revolution“ von Anfang an auf eine falsche Schiene.

Zunächst dreht sich der Film um die Reaktivierung des Kraftwerks, dann aber vor allem um den Machtkampf nicht nur zwischen Menschen und Affen sondern auch der Affen untereinander. Es gibt nicht mehr ganz so viele Überraschungen und Spannung wie im ersten Teil. Stattdessen wird etwas mehr auf Emotionen gesetzt und ab und zu auch auf die Tränendrüse gedrückt. Für Geheimnisvolles ist kaum Platz. Trotzdem ist bemerkenswert, wie stark der Film wieder vor allem auf erzählerische Elemente setzt und mit nur wenigen (leider recht unrealistischen) Action-Szenen auskommt.

„Planet der Affen – Prevolution“ war so brillant und vielschichtig gemacht, dass man den Film immer wieder sehen kann, ohne dass er langweilig wird. Dieses hohe Niveau an Spannung und Überraschung erreicht der Nachfolger nicht, dessen Stärken vor allem auf der visuellen Ebene liegen. Trotzdem ist „Planet der Affen – Revolution“ für einen Sommer-Blockbuster immer noch erstaunlich unkonventionell gemacht und ist zumindest die einmalige Betrachtung wert. Wenn man Abends das heimische Blu-ray Disc-Filmregal sichtet und sich zwischen „Revolution“ und „Prevolution“ entscheiden soll, dürfte die Wahl aber immer auf den ersten Prequel-Film fallen.

 

Bild 95 %

„Planet der Affen – Revolution“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht und auch ein Großteil der Handlung wird durch digitale Animationen dominiert. Die Animationstechnik der Affen ist nahezu perfekt und fügt sich in die Kulissen nahtlos ein, so dass nur selten die Animationen eindeutig zu erkennen ist. Der Film zeigt einen starken Kontrast und bietet dabei auch in dunklen Bildbereichen genügend Feinzeichnung. Während die Szenen bei den Affen durch viel schwarz und intensives Grün dominiert werden, wurde die Optik der Szenen in San Francisco etwas mehr auf verwaschene Endzeit-Optik getrimmt. Die Bildschärfe ist durchgängig sehr gut und nicht zuletzt die meist praktisch vollkommene Abwesenheit von Rauschen ermöglicht auch eine sehr detaillierte Darstellung feiner Details.

 

Ton 86 %

„Planet der Affen: Revolution“ bietet einen sehr Score-dominierten Mehrkanalmix, der in den ersten zwei Dritteln vor allem auf atmosphärische Elemente setzt. Dabei werden auch einzelne Surround-Effekte eingesetzt. Die leicht frontbetonte Abmischung sorgt aber für einen nicht übermäßig deutlichen Raumklang. Im letzten Drittel wird der Film aber deutlich actionreicher und nutzt dann auch die Surround-Kanäle intensiver für Effekte aus.

 

Special Features

  • Entfallene Szenen mit Kommentar von Matt Reeves
    Zeremonie der Affen
    Malcolm führt die Affen zum Staudamm
    Caesar und die Affen eskortieren die Menschen ins Camp
  • Die Hintergründe zum Film
  • Andy Serkis verkörpert erneut „Caesar“
  • Die Darsteller
  • Der Stil des Films
  • Die Gemeinschaft der Affen
  • Das Performance-Capture-Verfahren
  • Die visuellen Effekte
  • Der finale Kampf zwischen Caesar und Koba
  • Audiokommentar von Matt Reeves
  • Bildergalerie
  • Original Kinotrailer
  • Einblicke in Exodus: Götter und Könige


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