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REVIEW: „Pain & Gain“ (Blu-ray Disc)


Pain & Gain

Original: Pain & Gain

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 130 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1, Deutsch
  • Dolby TrueHD 7.1 Englisch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 20.12.2013

Film

Miami in den Neunziger Jahren: Daniel Lugo (Mark Wahlberg) und Adrian Doorbal (Anthony Mackie) sind leidenschaftliche Bodybuilder mit großen Muskelpaketen aber mager ausgestattetem Bankkonto. Das soll sich ändern – und zur Not auch auf illegalem Wege: Zusammen mit dem Ex-Knacki Paul Doyle (Dwayne Johnson) will das Duo den Selfmade-Millionär Victor Kershaw (Tony Shalhoub) entführen und an dessen Vermögen gelangen. Doch Lugos angeblich bis ins Detail ausgeheckter Plan hat so einige Lücken und alle drei Ganoven stellen sich so ungeschickt an, dass von Anfang an alles schiefgeht. Doch die Dummheit des Trios wird nur durch dessen Skrupellosigkeit übertroffen und so setzt sich eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen in Gang, die für alle Beteiligten zum Verhängnis wird…

Bereits ganz am Anfang des Bonus-Materials macht Michael Bay klar, dass dieser Film polarisiert und man ihn entweder nur mögen oder hassen kann. Und damit hat Bay vollkommen Recht. „Pain and Gain“ ist Bays gewagtester Film und während man anfangs noch über die Dummheit der drei Ganoven, die sich ein Stück vom amerikanischen Traum schnappen möchten, lachen kann, so bleibt dieses dann im weiteren Verlauf schnell im Halse stecken. Bay gelingt dieser Wechsel des Tons von satirisch-überdreht auf zynisch-makaber sehr gut und die meisten Darsteller sind in ihrend Rollen grandios. „Pain and Gain“ bietet mehr Abwechslung als alle Transformers-Filme zusammen und wenn man schon glaubt, jetzt müsste doch bald das Ende kommen, so legt der Film erst richtig los. Zum Schluss mag Bay mit seiner drastischen visuellen Darstellung etwas die Regeln des guten Geschmacks verletzten, doch am Ende bekommt man doch den Eindruck, dass diese Inszinierung im ständigen Overdrive die im Kern auf wahren Begebenheiten basierenden Kriminal-Geschichte wohl genau auf diese Art und Weise wesentlich mehr Eindruck hinterlässt als wenn der Film einfach nur als düsteres Drama inszeniert worden wäre.

Allerdings wird die Glaubwürdigkeit des Films wieder reduziert, wenn zwar einerseits Einblendungen gezeigt werden, die den Eindruck vermitteln, es handele sich hierbei um originalgetreu dargestellte wahre Begebenheiten, „Pain % & Gain“ sich in Wirklichkeit aber doch eine Menge erzählerischer Freiheiten nimmt und viel dazuerzählt oder verschweigt.

 

Bild 87 %

Michael Bay präsentiert Miami in „Pain and Gain“ mit grellem Kontrast und knallbunten Farben. Das Master ist sehr sauber und detailscharf. Die plastische Optik wird lediglich durch etwas Farbrauschen in einigen Szenen gestört und in einigen schnellen Action-Sequenzen wurde auch auf simple GoPro-Consumer-Kameras mit etwas schlechterer Qualität zurückgegriffen.

 

Ton 83 %

Der Mehrkanal-Mix wurde etwas frontlastig abgemischt und bietet nur einen dezenten Surround-Klang. Dafür überzeugt „Pain and Gain“ aber wenigstens mit einem temporeichen Soundtrack und satten Bässen.

 

Special Features

  • Nach einer wahren Geschichte
  • Back to Basics: Michael Bays Vision
  • Träumt den amerikanischen Traum: Daniel Lugo
  • Zocker aus Leidenschaft: Paul Doyle
  • Für die Drecksarbeit: Adrian Doorball
  • Verbrechen ohne Opfer: Victor Kershaw
  • Rohdiamanten: Locations
  • Das einzig Wahre: Strafverfolgung


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