Blu-ray Disc-Reviews

REVIEW: „Jupiter Ascending“ (Blu-ray Disc)

Jupiter Ascending Blu-ray Disc

Original: Jupiter Ascending

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 127 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos/Dolby TrueHD 7.1 Englisch
  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 25.06.2015

Film

Jupiter Jones (Mila Kunis) arbeitet als Putzfrau und säubert die Wohnungen wohlhabender Leute. Sie ahnt nichts davon, dass sie selbst einer Dynastie abstammt, die zu den Großmächten des Universums gehört und Anspruch auf die Herrschaft über die Erde hat. Erst als sie die Bekanntschaft des Soldaten Caine (Channing Tatum) macht, erfährt Jupiter, dass sie in großer Gefahr ist, weil andere Mächte unbedingt verhindern wollen, dass Jupiter die Balance im Kosmos verändern kann …

Die Wachowskis erschaffen mit „Jupiter Ascending“‎ eine eigene Space Opera in einem Universum voll merkwürdiger Gestalten. Der Film bietet teilweise sehr spektakuläre Special Effects in Szenen mit gigantischen Kulissen wirkt aber andererseits ungeachtet des hohen Budgets auch immer wieder ziemlich trashig. Vor allem die vielen verschiedenen Alien-Figuren wirken oft so billig-schrill zurechtgerupft, dass ungute Erinnerungen an den Mega-Flop „Battlefield Earth“ wach werden. Am schaurigsten ist Eddie Redmayne in der Rolle des Ober-Bösewichts Balem Abrasax verunstaltet worden. Da wirken die Wolfsohren von Channing Tatum im „Spaceballs“-Look im Vergleich noch harmlos. Die coolsten Figuren sind ohnehin diejenigen, die ganz normal daherkommen wie z.B. Sean Bean. 

Aber auch die Handlung von „Jupiter Ascending“ ist etwas schwach, um für 127 Minuten Unterhaltung zu sorgen. Denn die Story dreht sich im Kern einfach nur darum, dass Jupiter ihren Rechtsanspruch auf den Planeten Erde einfordern muss. Und auf dem Weg dahin gibt es keine großen Geheimnisse zu entdecken oder große Spannungselemente sondern den Wachowskis fällt nichts besseres ein als Jupiter im wahrsten Sinne des Wortes auf Ämter und Behörden zu schicken, wo sie nach einem Spießrutenlauf durch die verschiedenen Bürokraten-Ebenen irgendwann ganz förmlich einen Stempel bekommt.

Aber „Jupiter Ascending“ wird zum Glück in der zweiten Hälfte doch noch etwas ernsthafter und legt bei den Action-Sequenzen nochmals zu. Viele Bilder des Films sind wirklich atemberaubend aber das kann nicht für die fade Handlung und vielen unfreiwillig-albernen Momente entschädigen. Dabei hätte das Ausgangsthema mit einem ordentlichen Drehbuch und weniger Kitsch durchaus eine Menge Potential gehabt.

Wie hingegen eine wirklich gelungene „Space Opera“ aussehen kann, zeigte gerade im letzten Jahr „Guardians of the Galaxy“, der zwar ebenfalls ziemlich durchgeknallt war aber in keinem Moment dabei lächerlich wirkte.

 

Bild 86 %

„Jupiter Ascending“ wurde mit verschiedenen digitalen Kameras von RED und Arri (Alexa) gedreht. Zudem spielt ein sehr großer Teil des Films vor digitalen Kulissen. Die Bildschärfe ist etwas wechselhaft und bewegt sich zwischen gutem und sehr gutem Niveau mit hoher Detaildarstellung. Der Kontrast ist überwiegend gut. In dunklen Bildbereichen neigt das Bild teilweise aber auch zu etwas harten Schatten ohne besondere Feinzeichnung. Der Film präsentiert eine sehr große Farbpalette an den verschiedenen Schauplätzen und wirkt dabei trotz beabsichtiger Stilmittel doch meist ziemlich natürlich. Die Kompression ist tadellos und zeigt keine Unregelmäßigkeiten.  

 

Ton 95 %

Der englische Dolby TrueHD/Dolby Atmos-Mix bietet einen exzellenten Klang mit sehr weiträumiger Abmischung und einem 360 Grad-Sound, der auch bei ganz normaler Wiedergabe ohne Deckenlautsprecher den Zuschauer mitten ins Geschehen hineinzieht und sehr viel Tiefe und Atmosphäre von allen Seiten vermittelt. Die vielen Action-Sequenzen geben Gelegenheit für viele gelungene Surround-Effekte mit präziser Ortbarkeit und auch der Music Score überzeugt durch ein weite Räumlichkeit. Auch klanglich ist der Film auf Top-Niveau und überzeugt neben einer hohen Dynamik vor allem durch die hohe Klarheit im Hochtonbereich.

Bei der deutschen Synchronfassung gibt es im direkten Vergleich der diskreten Mehrkanalabmischungen kaum Unterschiede bei der Räumlichkeit. Allerdings klingt die deutsche Tonspur nicht ganz so dynamisch wie das englische Original sondern etwas zaghafter.

 

Special Features

  • Bullet Time Evolved   
  • Caine Wise: Interplanetary Warrior   
  • From Earth to Jupiter (And Everywhere in Between)   
  • Jupiter Ascending: Genetically Spliced   
  • Jupiter Jones: Destiny is Within Us
  • The Wachowskis: Minds over Matter
  • Worlds Within Worlds Within Worlds


Weitere Blu-ray Disc-Reviews

  ZURÜCK