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REVIEW: „Money Monster“ (Blu-ray Disc)

Money Monster Blu-ray Disc

Original: Money Monster

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment

Laufzeit: 99 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 5.1 Englisch
  • DTS HD MA 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 06.10.2016

Film

Lee Gates (George Clooney) ist Moderator der TV-Börsen-Show „Money Monster“, die in den letzten Tagen den 800 Millionen Dollar-Verlust der Firma IBIS thematisiert hatte, der durch einen Computerfehler ausgelöst worden sein soll. Gates hatte die IBIS-Aktie zuvor in seiner Sendung zum Kauf empfohlen. Der als Lieferant verkleidete Kyle Budwell stürmt mit einer Pistole bewaffnet die Sendung und droht mit dem Zünden einer Bombe. Er hat 60.000 Dollar durch den Kurssturz verloren und will Antworten von Gates und IBIS haben, wie so etwas passieren konnte. Der IBIS-Chef sollte eigentlich in der Sendung auftreten, ist aber bereits seit Tagen selbst für die Pressesprecherin des Konzerns nicht erreichbar. Gates ist in einer Zwickmühle und weiß aufgrund der stillen Durchsagen von seiner Regisseurin Patty Fenn (Julia Roberts), dass die Polizei eine Befreiungsaktion im Studio plant. Um Zeit zu schinden, versucht er mit seinem Team Genaueres über IBIS zu erfahren und kommt dabei einigen Ungereimtheiten auf die Spur, die die offizielle Version einer Computerpanne zweifelhaft werden lassen …

Für George Clooney ist „Money Monster“ nach „Good Night, and Good Luck“ der zweite Film, der in einem TV-Studio spielt. Im Unterschied zu dem 50er Jahre-Drama über die McCarthy-Ära ist „Money Monster“ aber vor allem ein Unterhaltungsfilm und nicht mit „The Big Short“ vergleichbar, der die Ursachen der US-Immobilienmarktkrise analysierte. Regisseurin Jodie Foster befasst sich nur oberflächlich mit den Geschehnissen an der Wall Street. Was sich genau beim Hochfrequenzhandel abspielt, der inzwischen einen großen Teil der gesamten Börsenumsätze durch blitzschnelle Transaktionen ausmacht, die sich minimale Kursschwankungen zunutze machen, erfährt der Zuschauer nicht und selbst die Kritik an der Übermacht der Wall Street fällt so unbissig aus, dass sich niemand ernsthaft ans Bein gepinkelt fühlen dürfte. Selbst der CNBC-Moderator Jim Kramer, der unzweifelhaft das Vorbild für den Moderator Lee Gates gewesen sein dürfte, dürfte keinen Anlass zu Beschwerden haben.

Trotz einiger Wendungen und Überraschungen ist „Money Monster“ mit nur wenig Spannung und Dramatik inszeniert worden. Zu keinem Moment wirkt die Situation wirklich bedrohlich und der Geiselnehmer Kyle Budwell scheint vor allem eine Gefahr für sich selbst zu sein.

Keiner der Darsteller wird besonders herausgefordert und für George Clooney und Julia Roberts dürfte „Money Monster“ vor allem leicht verdientes Geld gewesen sein. Zum einmaligen Ansehen bietet der Film aber durchaus Unterhaltungswert und mit gerade einmal 99 Minuten Laufzeit wird das Ganze auch nicht unnötig in die Länge gezogen.

 

Bild 94 %

„Money Monster“ wurde mit Arri Alexa XT-Kameras und zum Teil sogar mit der RED Epic Dragon in 6k-Auflösung gedreht. Obwohl der Film geradezu prädestiniert für eine Ultra HD Blu-ray-Veröffentlichung gewesen wäre, beschränkt sich Sony leider nur auf eine Blu-ray Disc. Diese holt aber so ziemlich das Maximum aus dem Master heraus und bietet ein sehr plastisches 1080p-Bild. Das Master ist bis auf dezentes Rauschen in grauen Flächen sehr sauber und bietet einen extrem plastischen Kontrast, der schon fast an HDR-Niveau herankommt. Stellenweise bekommt man allerdings auch den Eindruck, dass hier leichte Rauschfilter eingesetzt wurden, die das Bild etwas glätten. Der Film bietet eine enorme Bandbreite von hellen Stellen bis ins tiefdunkle Schwarz ohne dabei zu überstrahlen oder Details zu verschlucken. Gerade die vielen Szenen in den dunklen Studioräumen zeigen eine sehr gute Feinzeichnung, die alle Details im Bereich von Grau bis Schwarz ohne harte Schatten erkennen lässt. Hier wurde die digitale Postproduction wirklich sorgfältig durchgeführt und auch die Farbpalette bietet eine wunderbare Bandbreite vieler verschiedener Farbtöne in cooler Neon-Optik, die gerade die vielen Lichter der Studio-Ausstattung sehr prächtig leuchten lässt. Bis auf eine leicht kühle Farbabstimmung lässt sich keine künstliche Filterung erkennen. Die Bildschärfe ist konstant auf sehr hohem Niveau und fast jede einzelne Szene wird extrem detailreich dargestellt.

 

Ton 85 %

„Money Monster“ bietet keinen spektakulären Surround-Mix mit krachender Dynamik sondern setzt mehr auf Atmosphäre. Dreht man die Lautstärke etwas höher auf, so offenbart der Surround-Mix aber durchaus einen sehr räumlichen Sound mit vielen kleinen Soundeffekten und der Music Score von Domini Lewis sorgt mit seinen subtilen Klängen für dramatische Stimmung. Auch klanglich kann der Film neben einer sehr klaren Dialogwiedergabe mit guten Bässen und klaren Höhen aufwarten. Ein Dolby Atmos-Mix hätte bei diesem Film wahrscheinlich wenig Sinn gemacht, aber mit seinen dezenten Klangelementen bietet „Money Monster“ trotzdem einen recht beeindruckenden Sound.

 

Special Features

  • Entfallene Szenen
  • George Clooney, der Money Man
  • Unter Hochdruck
  • Der Showdown – Analyse einer Szene
  • Dan the Automator (feat. Del the Funky Homosapien)
  • “What Makes the World Go `Round (MONEY!)” – Musikvideo


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