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REVIEW: „Logan – The Wolverine“ (Ultra HD Blu-ray)

Logan - The Wolverine

Original: Logan – The Wolverine

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 137 min.

Bildformat: 2,39:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Englisch)
  • DTS 5.1 (Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 13.07.2017

Film

„Logan – The Wolverine“ spielt im Jahr 2029 und der langsam alternde Wolverine lebt in einer Industrie-Ruine in Mexico, wo er sich um den senilen Charles Xavier kümmert. Der muss mit Medikamenten ruhig gehalten werden, weil er sonst Anfälle erleidet und seine psychischen Superkräfte nicht mehr kontrollieren kann. Wolverines Heilungskräfte schwinden und das Adamantium in seinen Adern vergiftet zunehmend seinen Körper. Er arbeitet als Chauffeur und hofft, sich genügend Geld zusammensparen zu können, um in Ruhe auf einer Yacht zu leben. Doch als er von einer Frau den Auftrag erhält, sie und ein elfjähriges Mädchen nach North Dakota zu fahren, ist es plötzlich mit der Routine vorbei und alle Beteiligten geraten in große Gefahr …

„Logan – The Wolverine“ ist der dritte Solo-Film mit Hugh Jackman in der Rolle des X-Men mit den scharfen Klingenfäusten und nachdem bereits „Deadpool“ überhaupt nicht dem typischen Muster der Marvel-Superheldenfilme entsprach, geht auch „Logan“  in eine ganz andere Richtung als man es nach den ersten beiden Filmen „X-Men Origins: Wolverine“ und „Wolverine – Weg des Kriegers“ erwarten würde. „Logan“ erinnert mehr an alte Western und harte Action-Filme der 80er/90er Jahre als an einen Superhelden-Film.

Der dritte „Wolverine“-Film wurde deutlich härter als die meisten X-Men-Filme konzipiert und hat in den USA auch ein R-Rating erhalten. In Deutschland ist „Logan – The Wolverine“ zwar ab 16 Jahren freigegeben. Das Gewalt-Level ist aber nichtsdestotrotz so hoch wie bei alten Stallone & Schwarzenegger-Action-Klassikern und wenn Wolverine seine Klingen herausholt, gibt es nur wenige Überlebende.

Mit seinem ungewöhnlichen Mix aus Road Movie und Western-Elementen an überwiegend ziemlich verlassenen Handlungsorten bietet „Logan – The Wolverine“ aber im starken Kontrast dazu einen ungewöhnlichen Charme, der sich auch immer wieder aus dem Zusammenspiel der Figuren entwickelt.

Allerdings wiederholen sich im Verlauf des Films bestimmte Abläufe und die Story ist auch nicht übermäßig packend, so dass man „Logan – The Wolverine“ möglichst sehen sollte, ohne sich überhaupt vorher über den Inhalt des Films informiert zu haben, damit wenigstens die erst im Verlauf des Films langsam bekannt werdenden Hintergründe der Ereignisse noch etwas Überraschungspotenzial bieten.

 

Bild  87 %

„Logan – The Wolverine“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. Obwohl deren Schärfe etwas unter 4k-Nivea bleibt, wurde ein 4k Digital Intermediate produziert, so dass die Ultra HD Blu-ray besseres Ausgangsmaterial als die meisten 2k-Upscales bietet.

Das Master ist sehr sauber und zeigt auch in dunklen Bildbereichen kaum Sensorrauschen. Der Kontrast wirkt gerade bei Außenaufnahmen sehr plastisch und bietet einen sehr dynamischen HDR-Look mit vielen leuchtenden Bildelementen. Vereinzelt überstrahlt das Bild auch etwas. Im Vergleich zur Blu-ray Disc ist das HDR-Grading der Ultra HD Blu-ray aber deutlich besser gelungen und der Film bietet auch mehr Feinzeichnung in dunklen Bildbereichen. So wirkt das Bild nicht nur dynamischer sondern auch klarer als das der Blu-ray Disc.

Die Ultra HD Blu-ray profitiert enorm vom erweiterten REC.2020-Farbraum. Die Farbsättigung ist relativ dezent, aber besonders rote und blaue Neontöne wirken sehr brillant. Eine leichte Tönung/Filterung der Farben ist erkennbar. Diese fällt aber meist so dezent aus, dass der Film trotzdem ein sehr breites Farbspektrum zeigt.

Die Bildschärfe ist konstant auf sehr gutem Niveau und bietet eine sehr hohe Detailschärfe. Zwar bietet der Film keine native 4k-Auflösung. Dennoch ist im Vergleich zur Blu-ray Disc noch einmal ein Schärfegewinn zu erkennen.

Im Unterschied zu den USA bietet Fox die „Logan Noir“-Version hierzulande nur auf Blu-ray Disc im Steelbook aber nicht als Ultra HD Blu-ray an. Das ist bedauerlich, weil das HDR-Grading mit einer nuancierteren Tonwertanpassung den „Noir“-Look deutlich besser als auf der Blu-ray Disc erzeugt, wovon man sich ansatzweise überzeugen kann, indem man die Farben komplett auf Null herunterdreht.

 

Ton 85 %

Der Sound-Mix von „Logan – The Wolverine“ ist nicht ganz so bombastisch wie bei den früheren Wolverine Action-Abenteuern und es gibt sogar längere Szenen, in denen kaum etwas zu hören ist. Ab Kapitel 12 geht es dann aber immer wieder lautstark zur Sache und der Surround-Mix prösentiert eine Menge kleiner Sound-Effekte von allen Seiten, die sehr glasklar und dynamisch klingen. Die englische Dolby Atmos-Tonspur bietet eine sehr gute Ortbarkeit der einzelnen Effekte und auch vereinzelt gezielte Deckeneffekte, aber selbst die deutsche DTS 5.1-Tonspur kann vom Klangeindruck mit dem Originalsound ziemlich gut mithalten.

 

Special Features

  • Entfallene Szenen
  • Die Entstehung von „Logan – The Wolverine“
  • Audiokommentar von James Mangold
  • Original Kinotrailer


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