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REVIEW: „LIFE“ (Ultra HD Blu-ray)

LIFE Blu-ray

Original: LIFE

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment

Laufzeit: 104 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos, Englisch
  • Dolby Digital 5.1, Deutsch u.a.

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 03.08.2017

Film

Die sechsköpfige Crew der internationalen Raumstation ISS fängt eine Raumsonde ein, die mit Bodenproben vom Mars zurückkehrt. Bei der Untersuchung der Proben entdeckt der Bordbiologe Hugh Derry (Ariyon Bakare) einen einzelligen Organismus, der zunächst tot erscheint, unter Zufuhr von Luft und Glucose aber zum Leben erweckt wird und in kurzer Zeit immer größer wird. Das Wesen zeigt auch immer mehr Zeichen von Intelligenz, erscheint aber zunächst harmlos. Doch als es einen plötzlichen Angriff startet und ihm die Flucht aus dem gesicherten Quarantäne-Behälter gelingt, wird der Crew sehr schnell klar, dass sie mit einer tödlichen Gefahr konfrontiert ist, die immer mächtiger wird und niemals auf die Erde gelangen darf ….

„Life“ wurde von „Safe House“-Regisseur Daniel Espinosa gedreht und kommt mit einer sehr kleinen Besetzung aus, von der Jake Gyllenhaal und Ryan Reynolds zu den bekanntesten Gesichtern gehören. Der Film spielt zum Großteil an Bord der ISS und bietet eine Menge trickreicher Aufnahmen, die die Darsteller scheinbar schwerelos durch den Raum schwebend zeigen. Der Film erfindet das Genre keineswegs neu und lässt sich am ehesten als eine Mischung von „Alien“, „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ und „Gravity“ beschreiben. Trotzdem gelingt es Espinosa, ein Alien mit besonderem Charakter zu entwickeln, dass zunächst unscheinbar wie eine Qualle wirkt aber seine Form schnell verändern kann und ungeheure Kräfte entwickelt. „Life“ geizt nicht mit Blut und bietet auch einige Überraschungen. Leider gelingt es dem Regisseur aber kaum, Spannung und richtige Horror-Atmosphäre zu entwickeln. Der Inszenierung fehlt es etwas an Tempo und viele der längeren Dialoge ziehen die Handlung in die Länge. Schnitttechnik und Musik fördern die Dramatik nur in leichtem Maße und während der Film sich gerade am Anfang noch mit vielen Kleinigkeiten aufhält, wirkt der Handlungsablauf in der zweiten Hälfte teilweise etwas lückenhaft. Wegen der tollen Aufnahmen von der ISS lohnt sich der Film allemal. Mit den großen Vorbildern kann „Life“  aber nicht mithalten.

 

Bild 86 %

“LIFE“ wurde mit digitalen Arri Alexa 65-Kameras mit 6.5k-Auflösung gedreht. Es gibt verschiedene Aussagen dazu, ob das Digital Intermediate in der Postproduction mit 2k oder 3.2k-Auflösung angefertigt wurde aber keine offizielle Info. Das Master zeigt im Unterschied zur Blu-ray Disc häufiger ein feines Rauschen. Der Kontrast ist sehr hoch und wirkt recht plastisch. Die HDR-Darstellung sorgt im Vergleich zur Blu-ray Disc für eine bessere Darstellung von Details in dunklen Bildbereichen und die starken Hell/Dunkel-Kontraste wirken sehr dynamisch. Helle Bildbereiche überstrahlen aber auch häufiger. Die Farben wirken etwas schmutzig, wurden ansonsten aber nur dezent verfremdet. Der erweiterte REC.2020-Farbraum kommt relativ selten besonders deutlich zur Geltung. Gerade einzelne Szenen mit leuchtenden Neon-Tönen wirken aber noch imposanter als auf der Blu-ray Disc. Die Bildschärfe ist überwiegend sehr gut und teilweise sogar exzellent. Das feine Rauschen wirkt aber zumindest bei der Darstellung auf großen Bildschirmen oft etwas störend und mindert die Sicht auf feine Details.

 

Ton 85 % (Englisch)
Ton 83 % (Deutsch)

„LIFE“ wurde in Dolby Atmos abgemischt. Den 360 Grad-Sound gibt es aber nur für die englische Originalfassung während die deutsche Synchronfassung im Dolby Digital 5.1-Format auf der Ultra HD Blu-ray zu finden ist. Der Mehrkanalmix ist meist nicht sonderlich lautstark, bietet aber zumindest eine brauchbare Surround-Atmosphäre mit dezenter Musik auf allen Kanälen. In den dramatischen Szenen wird es auch schon mal etwas lauter und einige gut arrangierte Surround-Effekte bekommt der Zuschauer ebenfalls geboten. Zwar wird von der englischen Originalfassung der objektbasierte Surround-Sound nicht übermäßig für besondere Effekte eingesetzt. Der dynamische Sound mit teilweise sehr satten Bassattacken gefällt aber trotzdem mit seinem detaillierten Klangbild während die deutsche Synchronfassung weniger Punch bietet und auch im Hochtonbereich etwas gedämpft klingt.

 

Special Features

  • Gelöschte Szenen
  • Klaustrophobischer Terror: Wie dreht man einen Thriller im Weltraum?
  • Völlig schwerelos
  • Die Kunst und Wirklichkeit von Calvin
  • Tagebuch eines Astronauten


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