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REVIEW: „Justice League“ (Ultra HD Blu-ray)

Original: Justice League

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 121 min.

Bildformat: 1,78:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Englisch, Deutsch)
  • DTS HD MA 5.1 (Englisch, Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 29.03.2018

Film

Aus den Tiefen des Weltalls startet der Steppenwolf mit seiner Armee einen Angriff auf die Erde und droht der Menschheit mit Vernichtung. Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) sucht die Hilfe bei Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) und holt auch noch Verstärkung bei den Superhelden Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller). Doch um eine Chance gegen den Steppenwolf zu haben, ist die „Justice League“ auch auf die besonderen Kräfte von „Superman“ angewiesen, der allerdings noch tief unter der Erde begraben liegt …

Nach „Batman v Superman: Dawn of Justice“ ist „Justice League“ der nächste große DC-Film von Zack Snyder, der die Regie während der Postproduction an Joss Whedon (The Avengers) übergab.

Obwohl es vom Studio die Anweisung gegeben haben soll, die Filmlänge von zwei Stunden nicht zu überschreiten, wirkt „Justice League“ keineswegs künstlich gestrafft sondern hat über weite Strecken mit Ausnahme der Action-Szenen sogar ein eher gemächliches Erzähltempo. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass die Story auf ein Minimum reduziert ist und der Film sich vor allem mit den einzelnen Mitgliedern der „Justice League“ beschäftigt. So besteht die Handlung gerade am Anfang überwiegend daraus, dass zwischen den verschiedenen Figuren und Handlungsorten hin- und hergesprungen wird. Dabei entsteht kaum Spannung und selbst die meisten CGI-Action-Sequenzen wirken etwas ermüdend und auch nicht besonders technisch ausgefeilt. „Justice League“ wirkt weniger finster-martialisch als die früheren Zack Snyder-Filme, ist aber dennoch von der betonten Lockerheit der Marvel-Filme weit entfernt.

Die Lichtpunkte in „Justice League“ sind Gal Gadot, der man die Überzeichnung ihrer Figur bereits in „Wonder Woman“ problemlos abkaufte und Ben Affleck, der wieder einmal Neugier darauf weckt, wie eines Tages ein Batman Solo-Film mit ihm aussehen könnte.

Die Einführung der noch nicht ganz so bekannten Superhelden Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) erfolgt hingegen ziemlich unspektakulär, ohne dass den Darstellern die Möglichkeit gegeben wird, bei ihrem ersten Auftritt besonders zu glänzen. Es entsteht auch nur an wenigen Stellen eine besondere Gruppendynamik und für einen Superhelden-Film wird in den Dialogen erstaunlich viel herumgejammert.

Insgesamt ist „Justice League“ für einen Film, der eigentlich den Auftakt zu einem größeren Zusammenwirken der DC-Helden bilden soll, mit seinen wenigen Story-Ideen kaum dazu geeignet, auch wirkliches Interesse an diesem großen DC Cinematic Universe zu wecken.

 

Bild 82 %

„Justice League“ wurde überwiegend mit klassischen 35mm-Filmkameras gedreht und die Körnigkeit macht sich auch an vielen Stellen des Films deutlich bemerkbar. Im Vergleich zur Blu-ray Disc wirkt das Bildrauschen der Ultra HD Blu-ray aber etwas feiner.

Die Optik des Films ist stellenweise etwas düster – aber dennoch ein Fortschritt im Vergleich zum finsteren Look von Zack Snyders „Batman v Superman: Dawn v Justice“. Erstaunlicherweise wirkt trotz HDR (inklusive Dolby Vision) das Bild der Ultra HD Blu-ray oft weniger plastisch als das der Blu-ray Disc. Das ändert sich aber in den Momenten, in denen Spitzenlichter zum Einsatz kommen, die bei der Blu-ray Disc überstrahlen und bei der Ultra HD Blu-ray punktuell die Dynamik verbessern und so für eine sehr nuanicerte HDR-Optik sorgen.

Auch bei der Farbwiedergabe erscheint die Sättigung etwas reduziert. Dafür kann die Ultra HD Blu-ray aber in einzelnen Momenten mit leuchtenden Rot- oder Blautönen im erweiterten BT.2020-Farbraum glänzen.

Mit dem körnigen Master bleibt „Justice League“ leider weit von detailscharfer 4k-Optik entfernt. Dennoch sorgt die feinere Struktur der Körnigkeit im Vergleich zur Blu-ray Disc für ein detaillierteres Bild und auch das Farbrauschen fällt bei der Ultra HD Blu-ray weniger deutlich auf.

 

Ton 87 %

Warner stattet sowohl die Blu-ray Disc als auch die Ultra HD Blu-ray von „Justice League“ mit einem objektbasierten Dolby Atmos-Mix aus.

Der Music Score von Danny Elfman spielt im Vergleich zu den Bombast-Soundtracks, die Hans Zimmer für die DC-Filme komponierte, relativ dezent im Hintergrund. Das lenkt die Aufmerksamkeit etwas deutlicher auf die Surround-Effekte, die zahlreich von allen Seiten zu hören sind und eine Menge eindrucksvoller Klangverläufe bieten, die auch intensiv von den Dolby Atmos-Deckenkanälen Gebrauch machen. Selbst in relativ ruhigen Szenen bietet der Film immer wieder einige schöne Dolby Atmos-Demo-Momente. Auch der Subwoofer setzt immer wieder tiefe Akzente. Dennoch lässt die Dynamik durchaus etwas Steigerungspotenzial offen. Hier bieten sich die beiden zusätzlichen DTS HD MA 5.1-Tonspuren als Alternative an, die klanglich etwas satter erscheinen als die Dolby Atmos-Tracks.

 

Special Features

  • DAS HERZ DER JUSTICE LEAGUE Wir erfahren, was das Wesen des legendären DC-Trios ausmacht
  • DIE TECHNOLOGIE DER JUSTICE LEAGUE Coole technische Geräte verschaffen der Justice League entscheidende Vorteile 
  • JUSTICE LEAGUE: DIE NEUEN HELDEN Hier lernen wir die erstaunlichen neuen Mitglieder der Justice League kennen  
  • DIE KOSTÜME DER JUSTICE LEAGUE Ganze Heerscharen sind nötig, um die beliebtesten Helden der Welt einzukleiden

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