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REVIEW: „Jason Bourne“ (Blu-ray Disc)

Jason Bourne Blu-ray Disc

Original: Jason Bourne

Anbieter: Universal Pictures Video

Laufzeit: ca. 123 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS:X (Englisch)
  • DTS HD HR 7.1 (Deutsch u.a.)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 09.12.2016

Film

Die Ex-Agentin Nicky Parsons (Julia Stiles) hackt sich in die Datenbank der CIA und kommt dabei an Unterlagen, die auch neue Erkenntnisse über die frühere Rekrutierung von Jason Bourne (Matt Daemon) ans Tageslicht bringen. CIA Director Robert Dewey (Tommy Lee Jones) beauftragt die CIA Cybercrime-Specialistin Heather Lee (Alicia Vikander) damit, Bourne und Parsons aufzuspüren und da die Aufdeckung der geheimen CIA-Operationen droht, wird noch ein Killer angesetzt (Vincent Cassel), der Bourne zur Not ausschalten soll und auch noch eine persönliche Rechnung mit diesem offen hat …

„Jason Bourne“ verschwendet nur wenig Zeit für die Vorgeschichte und macht Jason Bourne ganz schnell wieder zum Verfolgten, nachdem dieser einige Jahre unter dem Radar gelebt und sich mit schäbigen Kämpfen über Wasser gehalten hat. Dank modernster Überwachungstechnik des 21. Jahrhunderts (und weil er sich auch gar keine Mühe macht, optisch unauffällig zu bleiben), wird Bourne natürlich sofort entdeckt, sobald er in den Straßen Athens, Berlins oder Londons auftaucht und hat in kürzester Zeit seine Jäger dicht auf den Fersen. An jedem der Handlungsorte wiederholt sich dann das gleiche Schema: Die CIA macht mit High Tech und klassischer Manpower Jagd auf Bourne und stellt sich dabei natürlich immer etwas zu blöd an, um wirklich erfolgreich zu sein. Lediglich der persönlich vom CIA-Chef instruierte Profi-Killer schafft es, Bourne wirklich ernsthaft zu gefährden. Die Action wirkt aufgrund wackeliger Kameras und schneller Schnitte auf Dauer ziemlich ermüdend und die Story ist auf ein Minimum reduziert. Selbst die neuen Geheimnisse aus der Vergangenheit von Bourne sorgen nur für mäßig Spannung. Dafür bemüht sich der Film um so mehr, die heutige Bedeutung moderner Technik für die Aktionen der Geheimdienste herauszustellen. Richtige Spannung und Dramatik kommt dabei kaum auf und und selbst bei den sonst wunderbaren Film-Schurken Tommy Lee Jones und Vincent Cassel vermisst man etwas mehr Temperament. Unbedingt sehenswert ist aber der visuell beeindruckend inszenierte Showdown mit einer durchgeknallten Verfolgungsjagd durch vollbefahrene Straßen und Tiefgaragen mit Blechschäden am laufenden Band, die wenigstens zum Schluss des Films noch einmal für etwas Abwechslung sorgt.

 

Bild 77 %

„Jason Bourne“ wurde mit verschiedenen Kameratypen und zum Teil sogar in 6k-Auflösung gedreht. Wie bei den früheren Filmen bietet aber auch „Jason Bourne“ keine Hochglanzoptik sondern einen sehr rauhen Look. Das Bild zeigt auf großen Bilddiagonalen nur in wenigen Momenten richtig viel Schärfe und gerade in dunklen Szenen oft ein sehr deutliches Rauschen, welches Details minimiert. Die wackeligen Kamerabewegungen sorgen zusätzlich für Unschärfen. Der Kontrast ist sehr hart und zeigt in dunklen Bildbereichen nur wenig Detail während helle Bereiche oft überstrahlen. Die Farben im Teal/Orange-Look wirken sehr schmutzig und oft auch untersättigt. Immerhin konnte trotz der rauhen Optik ein sauberes Encoding durchgeführt werden, welches keine Artefakte zeigt und auch das Rauschen ohne zusätzliche Schönheitsfehler reproduziert.

Ton (Englisch) 87 %

Ton (Englisch) 85 %

„Jason Bourne“ bietet einen DTS:X-Mix für den englischen Originaton und einen DTS HD HR 7.1-Mix für die deutsche Synchronfassung. Die Stärken liegen vor allem im Sound-Mixing für die Musik-Effekte und Umgebungsgeräusche, die sehr prägnant und auch in den Höhen sehr sauber von allen Seiten erklingen. Wirklich bahnbrechende Effekte gibt es kaum, aber dafür bekommt man die vielen kleinen Musik- und Sound-Effekte sehr konstant präsentiert. Bei der englischen Originalfassung sind auch hin und wieder kleinere Sound-Elemente von der Decke zu hören. Die Basswiedergabe ist nicht übermäßig agressiv, aber noch auf einem ordentlichen Level. Trotz diskretem 7.1-Mix bietet auch die Synchronfassung einen guten Surround-Sound. Im Direktvergleich klingt die englische Originalfassung an einzelnen Stellen aber etwas wuchtiger und gerade beim zerstörungswütigen Showdown erweist sich die objektbasierte Abmischung als vorteilhaft.

 

Special Features

– Bourne kehrt zurück
– Bourne der Kämpfer
– Die Flucht in Athen
– Las Vegas Showdown


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