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REVIEW: „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Blu-ray Disc)

Jack Reacher Kein Weg zurueck Blu-ray Disc

Original: Jack Reacher: Never Go Back

Anbieter: Paramount Home Entertainment

Laufzeit: ca. 118 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1 (Deutsch u.a.)
  • Dolby Atmos (Englisch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 23.03.2017

Film

Jack Reacher (Tom Cruise) der heimatlose ehemalige Major der Militärpolizei, taucht wieder aus dem Nichts auf und kommt einer Intrige auf die Spur, nachdem seine Nachfolgerin in Washington, Major Susan Turner (Cobie Smulders), unter den Verdacht der Spionage gerät. Reachers Hilfeversuche haben ungeahnte Konsequenzen. Denn schon bald gerät Reacher selbst in das Visier der Ermittler und wird des Mordes bezichtigt. Zusammen mit Turner wird Reacher von der Militärpolizei gejagt und nur wenn es ihnen gelingt, die Hintermänner der Intrige zu enttarnen, haben Sie eine Chance, ihre Unschuld zu beweisen …

Der erste „Jack Reacher“-Film aus dem Jahr 2013 war eine clevere Detektiv-Geschichte, in der Reacher eine auf den ersten Blick eindeutige Mordserie Stück für Stück dekonstruierte und die Tat plötzlich aus einem ganz anderen Licht erscheinen lies. Der zweite Film mit dem mysteriösen Ex-Major, über dessen Vergangenheit der Zuschauer wieder nur wenige weitere Bruchstücke erfährt, ist hingegen weitaus actionlastiger konzipiert und erscheint eher wie eine Mischung aus „Jason Bourne“ und „Auf der Flucht“.

So dreht sich der Film auch weniger um die Finesse, mit der es Reacher gelingt, seine Gegner auszutricksen und die Hintergründe der Intrige aufzuklären, sondern Reacher und Turner sind vor allem damit beschäftigt, den auf sie angesetzten Killern zu entkommen. Zudem gerät auch noch ein Mädchen, welches möglicherweise die Tochter von Reacher sein könnte, ins Schlepptau der Flüchtenden, was vom Kern der Geschichte etwas ablenkt.

„Jack Reacher – Kein Weg zurück“ bietet durch die ständig wechselnden Handlungsorte eine Menge Abwechslung. Doch die Action wirkt für heutige Verhältnisse nicht sonderlich spektakulär, weil es bis auf routiniert wirkende Verfolgungsjagden und Action-Fights nichts Besonderes zu sehen gibt und der Film mit seinem für Hollywood-Verhältnisse recht bescheidenen Budget auch nicht in der Liga der großen Action-Spektakel wie „Mission: Impossible“ mitspielen kann.

Regisseur Edward Zwick gelingt es auch nicht, den Film visuell besonders spektakulär zu gestalten und so etwas mehr Dynamik in die Geschichte hineinzubringen. Für Action-Fans bietet „Jack Reacher – Kein Weg zurück“ aber zumindest kurzweilige Unterhaltung und gerade weil man auch in der Fortsetzung wieder nur einige weitere Puzzle-Stücke über die Vergangenheit von „Jack Reacher“ erfährt, gelingt es, den mysteriösen Zauber um diesen ebenso gerissenen wie kompromisslos harten Helden weitgehend zu bewahren.

 

Bild 77 %

„Jack Reacher: Ken Weg zurück“ wurde mit klassischen analogen Kameras gedreht. Das Master zeigt ein sichtbares Rauschen, dessen Intensität sich szenenweise verändert und bei schnellen Bewegungen ist stellenweise auch ein leichtes Nachziehen zu beobachten.

Der Kontrast ist etwas hart und fällt oft durch überstrahlende helle Bildbereiche und wenig Feinzeichnung in dunklen Bildbereichen auf. Davon abgesehen wirkt der Kontrast aber recht plastisch. Die leicht schmutzig wirkenden Farben werden oft durch orangene Tönungen dominiert und zeigen eine wechselhafte Sättigung.

Die Bildschärfe ist ziemlich wechselhaft und bewegt sich auf befriedigendem bis gutem Niveau. Echtes Full HD-Schärfe-Niveau wird nicht durchgängig erreicht. Vereinzelt scheinen auch bewusst Unschärfen als Stilelement eingesetzt zu werden.

 

Ton (Englisch) 87 %

Ton (Deutsch) 84 %

Der englische Dolby Atmos-Mix von „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ bietet von Anfang bis Ende einen sehr packenden 360 Grad-Sound mit eindrucksvollen Surround-Effekten und erzeugt auch in ruhigeren Momenten eine lebendige räumliche Atmosphäre. Selbst wenn nur Hintergrundgeräusche zu hören sind, klingt das immer sehr authentisch und einzelne gezielte Dolby Atmos-Deckeneffekte erweitern den Sound nach oben, ohne dass dies besonders als Showelement genutzt wird. Der deutsche Dolby Digital 5.1-Mix kann da leider nicht ganz mithalten. Auch hier bekommt man zwar durchaus ein räumliches Klangbild geboten. Die Abmischung erreicht jedoch nicht den lebendigen Klang der englischen Originalfassung, bietet weniger Tiefbass und der helle Klang der Synchronstimmen verstärkt diese klanglichen Unterschiede auch noch.

 

Special Features

Reacher kehrt zurück    
Eine unerwartete Familie
Erbarmungslos: Vor Ort in Louisiana
Erst die Rache: Kämpfen bis auf den Tod
Ohne Gnade: Der Dach-Kampf
Reacher im Visir: Mit Tom Cruise und dem Fotografen David James


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